Blog Christian Maiwald am 17. Juni 2013

Vier Farben für ein “Gus”-Cover

gus_coververgleich

In den nächsten Tagen können wir endlich Christophe Blains “Gus 3: Ernest” an die Druckerei schicken, damit der Band noch im Juli in den Läden stehen kann. Freunde der Serie wissen, was sie auch hier erwartet: Schöne Mädchen, rauchende Colts und schummrige Saloons. Ein Western mit allem, was dazu gehört.

Und natürlich gehört auch ein Cover dazu, bei dem uns auffiel, dass es nicht im klassischen Vierfarbdruck angefertigt wurde, sondern mit Pantone-Tönen. Wie sich mit einem farbverbindlichen Testdruck herausstellte (oben links zu sehen), kommt man den leuchtenden Farben des Originals (im Bild rechts) mit herkömmlichen Farben nicht nahe. Also drucken wir nun auch mit Pantone-Farben.

Wem der Begriff nicht geläufig ist: Dabei handelt es sich um von einer Firma zur Verfügung gestelltes Farbsortiment, dass es erlaubt, Farbtöne exakt zu reproduzieren. In einem Farbfächer kann man sich die Töne aussuchen und der Druckerei übermitteln. In den Original-Druckdaten sind sie auch bestimmt. Farben werden in diesem Fall nicht gemischt, sondern als einzelne, volle Farbtöne gedruckt: Das Orange ist keine Mischung aus gedrucktem Magenta und Gelb, sondern entsteht aus dem Druck mit just dafür angefertigter Farbe mit genau diesem Ton. Das gilt auch für das Gelb sowie das Graubraun. Das kostet ein wenig mehr, aber Gus soll uns das Wert sein.

Hier sind die einzelnen Druckfarben voneinander getrennt zu sehen:

vierfarbgus

Diese werden übereinander gedruckt. Das sieht dann so aus:

Gus3_Cover_phasen_

Zunächst Gelb, dann Orange, dann Braungrau und zum Schluss Schwarz: Genau genommen sind es also auch hier wieder vier Farben – vier Sonderfarben.