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„Girlsplaining“ von Katja Klengel: „Girlsplaining – Diese Zeichnerin erklärt, was Voldemort und Vulven gemeinsam haben“ – „ze.tt“ vom 12.10.2018 (Katharina Alexander)

Kolumnistin Katja Klengel findet, es ist an der Zeit, dass Männer endlich mal Frauen zuhören. Ihre Erlebnisse mit Sexismus verarbeitet sie in ihren Comics.

Wie geht ein Mädchen damit um, wenn ihm der Bruder sagt, sie hätte ganz schön lange Haare an den Beinen? Warum lernt man den Begriff Vulva nicht schon im Kindergarten? mehr


„Der Bücherdieb“ von Alessandro Tota & Pierre Van Hove: „Grandiose Selbstüberschätzer“ – „Spiegel Online“ vom 11.10.2018 (Timur Vermes)

Der ideale Comic zur Frankfurter Buchmesse: „Der Bücherdieb“ von Alessandro Tota und Pierre van Hove ist ein boshafter Rundumschlag gegen die Literaturszene.

Will man so was lesen? Gerade jetzt, zur Buchmesse? Über 7000 Aussteller, 200 Hammerautorinnen und – autoren alles, was Rang und Namen hat, die richtig große Literatur, schöne, gute Premium-Kunst, und dann kommt da dieser kleine gemeine Comic und sagt: alles Humbug. „Der Bücherdieb“ heißt er, von Alessandro Tota und Zeichner Pierre van Hove, und das Gemeine ist, dass er so authentisch übertreibt. mehr


„Akissi: Auf die Katzen, fertig, los!“ von Marguerite Abouet & Mathieu Sapin: „Ein Wirbelwind“ – „Die Zeit“ vom 11.10.2018 (Sven Stillich)

Achtung, Akissi! Wo dieses Mädchen auftaucht, gibt’s Chaos. Nebenbei zeigt sie, wie Kinder an der Elfenbeinküste leben.

Die Autorin Marguerite Abouet stammt aus Abidjan, der größten Stadt der Elfenbeinküste in Afrika. Genau dort wohnt auch Akissi, die Heldin dieses Comics. Sie ist ein Mädchen mit vielen bunten Zöpfen, das sich von niemandem etwas sagen lässt. Doch manchmal ist Akissi ein wenig zu wagemutig: Sie hat einen Affen als Haustier, der ihr bald auf der Nase herumtanzt. mehr


„Der Bücherdieb“ von Alessandro Tota & Pierre Van Hove: „Klassiker und sagenhafte Newcomer“ – „Hessenschau“ vom 05.10.2018 (Alex Jakubowski)

Ein Büchernarr im Paris der 1950er Jahre. Ein Literaturliebhaber, der gerne in den Kreis der Literaten gehören würde. Ein Dieb, ein Hochstapler. Das alles vor der Kulisse des Existenzialismus und den Cafés von Saint-Germain-des-Prés. Hauptfigur Daniel Brodin will dazugehören. Er klaut ein Gedicht und wird zum Underground-Star. Als er seinen Fehltritt gesteht, wird das als avantgardistische Aktion gefeiert. Er findet einen Förderer und weiß selbst nicht, warum und wie er sich fortan verhalten soll. Doch nicht nur er. mehr


„Girlsplaining“ von Katja Klengel: „Katja Klengel – Girlsplaining“ – „Österreichische LehrerInnen Initiative“ vom 04.10.2018 (Ilse Seifried)

Das Buch sollte auch in jeder Schulbücherei der Oberstufe stehen! Katja Klengel thematisiert verbal und bildlich mit Humor und direkter Offenheit, was es (für sie) bedeutet, in dieser Zeit ein Mädchen/eine Frau zu sein.

Die Autorin erzählt von sich und ihren Herausforderungen, Vorstellungen und Reflexionen. Ist mein Vorbild (Carrie aus „Sex and the City“) das für mich passende Vorbild oder ist es nicht am besten, wenn mehr


„Girlsplaining“ von Katja Klengel: „Katja Klengel – Girlsplaining“ – „AVIVA-Berlin“ vom 30.09.2018 (Bärbel Gerdes)

Die 1988 in Jena geborene Comiczeichnerin und Drehbuchautorin Katja Klengel dreht den Spieß um: hier erklärt eine Frau die Welt – und zwar die weibliche. Die ersten sechs Episoden ihrer Comic-Kolumne „Girlsplaining“ sind hier in einem Band versammelt und laden zum Entdecken ein.

Als die US-amerikanische Journalistin und Kulturhistorikerin Rebecca Solnit 2008 in ihrem Essay mehr


„SuperMutant Magic Academy“ von Jillina Tamaki: „Grenzenlos – die Welt der Jillian Tamaki“ – „Der Tagesspiegel“ vom 29.09.2018 (Barbara Buchholz)

Das Werk der kanadischen Autorin und Zeichnerin ist außergewöhnlich vielseitig. Jetzt gibt es ihre wichtigsten Comics auf Deutsch.

Die Kanadierin Jillian Tamaki ist vor allem mit dem 2015 auf Deutsch erschienenen Comic „Ein Sommer am See“ über zwei Freundinnen und das Ende einer Kindheit bekannt geworden. Ihre in fast schwarzem Lila gehaltenen Zeichnungen einer Sommeridylle mit Rissen überzeugten zusammen mit dem Szenario ihrer Cousine Mariko Tamaki Publikum, Kritik sowie die Jurys zahlreicher Preise. mehr


„Girlsplaining“ von Katja Klengel: „Schamhaar, Fernsehen, Blümchenduft“ – „taz“ vom 18.09.2018 (Jan-Paul Koopmann)

Die Comiczeichnerin Katja Klengel untersucht weibliche Sexualität für das Online-Magazin Broadly. Nun sind ihre Kolumnen im Buch „Girlsplaining“ erschienen.

Die Zauberschule Hogwarts ragt hinauf in einen blass-roten Himmel, wo hoch oben ein mit Zähnen gespicktes Knäuel über den gotischen Türmchen schwebt: Die Vagina dendata versetzt die Männerwelt in Schrecken. mehr


„Pirouetten“ von Tillie Walden: „Eislauf mit frostiger Stimmung“ – „Deutschlandfunk Kultur“ vom 17.09.2018 (Andrea Heinze)

Tillie Walden hat einen Traum: Sie will Eiskunstläuferin werden. Dafür arbeitet sie hart. Das junge Mädchen ist leistungsstark und zu vielen Opfern bereit. Doch dann gerät die Welt des Teenagers ins Wanken. Tillie entdeckt ihre Homosexualität und ihre Anpassungsfähigkeit stößt auf Grenzen.

Mit einem strahlenden Lächeln übers Eis gleiten – als wären all die Pirouetten und Sprünge nicht harte und exakte Körperarbeit, sondern leger dahingeworfen. Dieses Lächeln fällt schon der kleinen Tillie nicht leicht. mehr


„Der Bücherdieb“ von Alessandro Tota & Pierre Van Hove: „Sartre war wieder nicht da“ – „Stuttgarter Nachrichten“ vom 05.09.2018 (Thomas Klingenmaier)

Daniel ist ein verkrachter Jurastudent in den fünfziger Jahren in Paris. Eines Tages schwindelt sich das windige Bürschchen in der Graphic Novel „Der Bücherdieb“ in die Kreise der Bohème. Wunderbar respektlos wird die von Legenden umrankte Kulturszene von damals gezeigt.

Es gibt Menschen, die würden noch dem schäbigsten Teufel ihre Seele verkaufen, wenn sie dafür das Paris der fünfziger Jahre erleben dürften, die literarischen Salons und Künstlerkneipen, die Debatten der Existenzialisten, Revolutionäre, Spätsurrealisten und Post-dies-und-das-ler. mehr


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„Die neuen Abenteuer von Herrn Hase 1“ von Lewis Trondheim: „Weltretter mit Selbstzweifeln“ – „Tagesspiegel“ vom 20.08.2018 (Erik Wenk)

2004 ließ der französische Comic-Star Lewis Trondheim eine seiner bekanntesten Figuren sterben. Nun ist sie zurück.

Würden Sie einen Zettel mit ihrer Telefonnummer am Auto eines Fremden hinterlassen, das gerade demoliert wurde, obwohl nicht Sie, sondern Ihr gedankenloser Freund für das Ganze verantwortlich ist? mehr


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„Unerschrocken 2“ von Pénélope Bagieu: „Außergewöhnliche Frauen
Unerschrocken am Ursprung der Liebe“ – „ntv“ vom 19.08.2018 (Anna Meinecke)

Niemand lässt sich gern ungefragt die Welt erklären – es sei denn, der Erzähler ist gut. Mit Liv Strömquist und Pénélope Bagieu finden zwei Frauen neue Ansätze, in Comics die Vergangenheit zu erzählen. Sie verraten so viel über die Gegenwart.

Die 36-jährige Französin hat zweimal 15 Frauen im Comic-Stil porträtiert. Sie alle eint ein kühnes Wesen. Das konnte ihnen in vielen Fällen bislang keinen Platz in den Geschichtsbüchern sichern – da ist noch immer Männer-Club, doch Bagieu tritt an, das zu ändern. mehr


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„Eine Schwester“ von Bastien Vivès: „Tipp: Eine Schwester“ – „3sat Kulturzeit“ vom 17.08.2018

Der Comic von Bastien Vivès ist eine sinnliche Annäherung an die Entdeckung der ersten Liebe des 13-Jährigen Antoine. Ein berührende Geschichte im minimalistischen Stil. mehr


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„Eine Schwester“ von Bastien Vivès: „Neugier auf den anderen Körper“ – „taz“ vom 11.08.2018 (Ralph Trommer)

Verträumt und gefühlvoll, dabei stets realistisch erzählt der französische Zeichner Bastien Vivès in seinem Comic „Eine Schwester“ aus jugendlicher Perspektive von erster Liebe.

Wie so oft beginnt der Sommerurlaub mit einer langen Autofahrt. Während die Erwachsenen von der Fehlgeburt einer Freundin sprechen, beschäftigt die beiden Kinder auf dem Rücksitz ein Spiel auf dem iPad. Doch Antoine, der Größere der beiden Jungs, schnappt das Wort „Fehlgeburt“ auf und möchte mehr darüber wissen. mehr


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„Die neuen Abenteuer von Herrn Hase 1“ von Lewis Trondheim: „Der Hase ist zurück“ – „Rolling Stone“ vom 23.07.2018 (Max Florian Kühlem)

Lewis Trondheim setzt seine „erstaunlichen Abenteuer von Herrn Hase“ fort. Aber bei seinem neuen Anlauf scheinen ihm einige Qualitäten abhanden gekommen zu sein.

Die Kunst des irrsinnig produktiven französischen Comiczeichners und -autors Lewis Trondheim ist das ganz große Gelaber. Egal ob es um die Fantasy-Gestalten aus seinem mittelalterlichen Donjon geht, den seherisch begabten Ralf Azham mehr


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„Die neuen Abenteuer von Herrn Hase 1“ von Lewis Trondheim: „Die haarsträubenden Abenteuer des Comic-Zeichners Lewis Trondheim“ – „Neue Zürcher Zeitung“ vom 18.07.2018 (Christian Gasser)

Der Autor im Dienst seiner selbst: Der Franzose Lewis Trondheim verkörpert das neue Selbstverständnis der Comic-Autoren. Künstler wie er haben die Entwicklung von den traditionellen Comics zur Graphic Novel vorangetrieben.

Just in dem Moment, in dem der kommerzielle Durchbruch greifbar schien, liquidierte Lewis Trondheim seine erfolgreichste Figur: Herr Hase fiel in «Wie das Leben so spielt» (2004), dem zehnten Band seiner «haarsträubenden Abenteuer», einer Explosion zum Opfer. mehr


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„Eine Schwester“ von Bastien Vivès: „Flüchtig wie eine Sommerwoche“ – „tagesspiegel.de“ vom 10.07.2018 (Barbara Buchholz)

Mit leichter Hand und viel Liebe für seine Figuren: Bastien Vivès erzählt im Comic „Eine Schwester“ von jugendlichen Reifeprozessen.

Die titelgebende Schwester hat der 13-jährige Antoine nicht. Aber seit er auf der Autofahrt in die Sommerferien von einer früheren Fehlgeburt seiner Mutter erfahren hat, lässt ihn der Gedanke nicht los: Wie es wohl wäre, wenn er und sein kleiner Bruder Titi eine große Schwester hätten? mehr


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„Gérard: Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ von Mathieu Sapin: „Ironisches Comic über den Lebemann und Putin-Freund: Der gezeichnete Gérard Depardieu“ – „Mitteldeutsche Zeitung“ vom 10.07.2018 (Kai Agthe)

Er war der Dichter Cyrano de Bergerac mit der großen Nase und der Asterix-Freund Obelix mit dem unbändigen Appetit. Jetzt spielt Gérard Depardieu (69) die Hauptrolle in einer Graphic Novel von Mathieu Sapin (44), der den exzentrischen Schauspieler mehrfach auf Reisen begleiten durfte. Die bei diesen Gelegenheiten gesammelten Eindrücke sind Teil des herrlich ironischen Comicbuchs „Gérard – Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ mehr


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„Lichtung“ von Antonia Kühn: „Comiczeichnerin Antonia Kühn im Porträt“ – „rbb Inforadio“ vom 25.06.2018 (Silke Merten)

Eigentlich wollte Antonia Kühn zum Film, war dann aber doch so vom Zeichnen fasziniert, dass sie lieber Comic- und Animationszeichnerin wurde. Gerade ist ihr Debüt-Comic „Lichtung“ im Reprodukt-Verlag erschienen, inspiriert von einer persönlichen, traurigen Geschichte. Silke Merten hat Antonia Kühn besucht. mehr


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„Gérard: Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ von Mathieu Sapin: „Gérard Depardieu im Comic-Porträt: Obelix rüttelt am Watschenbaum“ – „Der Standard“ vom 21.06.2018 (Christian Schachinger)

Mathieu Sapins Dokucomic porträtiert den bekanntesten lebenden Franzosen als hochsensible wie despotische, stark schwitzende Naturgewalt.

Der eine ist ein nicht ganz hoher, aber ziemlich massiver Berg von einem Mann, 140 Kilogramm verteilt auf einen Meter achtzig. Seine charakterliche Nähe zu seiner bekanntesten Rolle, der des Obelix in diversen zumindest in Frankreich supererfolgreichen Realverfilmungen, beschränkt sich nicht auf Hunger und Durst. mehr


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„Unerschrocken 2“ von Pénélope Bagieu: „Das Vorbilderbuch“ – „Tagesspiegel“ vom 21.06.2018 (Nadine Lange)

Eine Rebellin, eine Vulkanologin, eine Langstreckenläuferin: Pénélope Bagieu porträtiert im zweiten „Unerschrocken“-Band wieder außergewöhnliche Frauen.

Jules Verne hat für seine Reise um die Welt 80 Tage gebraucht – dabei ist der Schriftsteller nur in der Fantasie unterwegs gewesen. Die US-amerikanische Journalistin Nellie Bly machte sich im November 1889 wirklich auf den Weg – und brauchte nur 72 Tage für den Trip, der sie per Schiff, Zug und Heißluftballon über England, Ceylon und Japan zurück nach New York führte. mehr


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„Unerschrocken 2“ von Pénélope Bagieu: „Unerschrockenen 2. Fünfzehn Porträts außergewöhnlicher Frauen“ – „AVIVA-Berlin“ vom 19.06.2018 (Bärbel Gerdes)

Der zweite Band der Unerschrockenen ist erschienen! Ob Tierdolmetscherin, Banditenkönigin oder Vulkanologin: die begnadete Cartoonistin und Comic-Künstlerin Pénélope Bagieu zeichnet auch hier wieder ein breites Spektrum abenteuerlichster Frauen, die voller Mut, Eigensinn und Klugheit lebten.

Die beliebtesten Studiengänge bei Frauen sind laut dem Statistischen Bundesamt im Wintersemester 2015/16: BWL, Rechtswissenschaften, Germanistik, Allgemeinmedizin, Erziehungswissenschaften/Pädagogik. mehr


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„Esthers Tagebücher 2: Mein Leben als Elfjährige“ von Riad Sattouf: „Beziehungsstress und Hausaufgaben“ – „Stuttgarter Zeitung“ vom 16.06.2018 (Thomas Klingenmaier)

Der aus Syrien stammende Franzose Riad Sattouf erzählt in der Comicreihe „Esthers Tagebücher“ von Kindheit heute. Auch der zweite Band, „Mein Leben als Elfjährige“, ist große Klasse.

Paris – Das Leben als Elfjährige ist anstrengend. Das wird einem jede Elfjährige bestätigen. Aber wenige werden dabei das Rührende, das Herzwärmende, das Beängstigende, das Schockierende und das Überraschende so toll mischen wie Esther, die Comic-Heldin des in Frankreich lebenden Riad Sattouf. mehr


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„Unerschrocken 2“ von Pénélope Bagieu: „Vom Forensikstar bis zur Banditenkönigin“ – „Weser-Kurier“ vom 09.06.2018 (Alexandra Knief)

Der Comicband „Unerschrocken 2“ stellt 15 faszinierende Frauen in gezeichneten Kurzgeschichten vor. Die Porträts sind mal amüsant, mal unfassbar, aber immer lehrreich.

Schon als Kind ist Temple Grandin anders. Sie spricht lange nicht, macht Sachen kaputt und lässt sich nicht gerne in den Arm nehmen. Sie ist Autistin, doch Autismus ist in den späten 1940er- und frühen 50er-Jahren, als Grandin klein war, noch nicht gut erforscht. mehr


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„Esthers Tagebücher 2: Mein Leben als Elfjährige“ von Riad Sattouf: „Erfolg mit dem wahren Leben“ – „Saarländischer Rundfunk“ vom 05.06.2018 (Gerd Heger)

Seit dem kleinen Nick oder Titeuf ist klar: Die Kinderperspektive hilft, die Erwachsenwelt und ihren Wahn schön darzustellen. Neuestes Beispiel: Esther von Riad Sattouf – ausgezeichnet mit dem Max und Moritz International beim Comicfestival in Erlangen 2018.

„Jepp, ich habe drei Geliebte gleichzeitig…“ – etwas ungewöhnlich für eine Elfjährige. Die es wirklich gibt: Das Kind einer befreundeten Familie erzählt Comicautor Riad Sattouf regelmäßig aus ihrem Leben. Und der bringt das, ohne Beschönigung, fast ohne Distanz, aber immer respektvoll komponiert in „Esthers Tagebücher“ gezeichnet zu uns mehr


9783956401251„Hilda und der Steinwald“ von Luke Pearson: „Luke Pearsons Hilda-Comic: Herzensangelegenheit“ – „profil.at“ vom 26.05.2018 (Philip Dulle)

„Ich geh nur kurz an die frische Luft“, sagt Hilda, das kleine Mädchen mit den türkisblauen Haaren zu ihrer Mutter, bevor sie sich in das nächste Abenteuer stürzt. In der gemütlichen Stube hocken, Hausaufgaben machen, mit der Mutter ein Brettspiel spielen? Für die fünfjährige Abenteurerin ist das keine Option. Hilda will, nein, sie muss hinaus in die Welt. Die Welt von Hilda ist mehr als aufregend. Immerhin lebt sie mit ihrer Mutter und ihrem treuen Begleiter Hörnchen in einem nordischen Dörfchen, in dem Trolle, Wassergeister, ein melancholisches Holzmännchen und Bergriesen den Alltag prägen. mehr


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„Eine Schwester“ von Bastien Vivès: „Zauberhaftes Geknister“ – „Spiegel Online“ vom 25.05.2018 (Timur Vermes)

Bastien Vivès feiert mit sparsamen Strichen erste Liebe und ersten Sex. Irritierend dabei: Die Protagonisten seiner brillant gezeichneten, einfühlsam erzählten Graphic Novel sind 16 und 13. Also, ich will jetzt nicht mehr draus machen als tatsächlich dahintersteckt, aber ich bin schon ein bisschen verwirrt. Dabei habe ich nur einen Comic gelesen. Einen hervorragenden, einfühlsam erzählten, brillant gezeichneten Comic, berührend in jeder Beziehung, gewitzt, zauberhaft mehr


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„Lichtung“ von Antonia Kühn: „Traurige Tänzer“ – „Tagesspiegel“ vom 08.05.2018 (Marie Schröer)

In ihrem ersten längeren Comic imaginiert Antonia Kühn eine Familie in Trauer. Das Buch beeindruckt durch unkonventionelle Metaphorik, experimentelle Seitenarchitektur und die Freiheit, Fragen auch mal unbeantwortet zu lassen. Paul ist jetzt elf. Im Alter von sechs Jahren hat er seine Mutter verloren. „Lichtung“ zeigt primär aus der Sicht des Kindes, wie klaffend die Wunden sind, die der Tod hinterlässt. Der erwachsene Leser nimmt zwar Pauls Position ein, ergänzt aber dessen Wahrnehmung durch sein Weltwissen. mehr


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„Gérard: Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ von Mathieu Sapin: „Ein eruptiver Charakter“ – „taz“ vom 01.05.2018 (Ralph Trommer)

Titel einer ­Graphic Novel des Zeichners Mathieu Sapin. Der 1974 geborene Franzose ­Sapin hat sich bislang durch Comics für Kinder und eine Reihe dokumentarischer Comics einen Namen gemacht, die sich mit der französischen Politik auseinandersetzen. 2012 bekam Sapin die Gelegenheit, an einer TV-Dokumentation mitzuwirken, in der Gérard Depardieu auf den Spuren des Schriftstellers Alexandre Dumas wandelt. mehr


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„Gérard: Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ von Mathieu Sapin: „In den Klauen der Legende“ – „Berliner Zeitung“ vom 26.04.2018 (Gerhard Midding)

Ein guter Biograph sollte ein Feind sein, ein raffinierter Feind. Er muss sich seinem Gegenstand mit Wachsamkeit und Argwohn nähern. Das ist er der Wahrheit schuldig: Legenden wollen revidiert und Lügen entlarvt werden.Der Comicautor Mathieu Sapin jedoch ist ein guter Biograph, obwohl er diese Regeln unterläuft: Sein Humor ist raffiniert freundlich. mehr


9783956401299 „Unerschrocken“ von Pénélope Bagieu: „Pénélope Bagieu – Unerschrocken.“ – „AVIVA-Berlin“ vom 18.04.2018 (Bärbel Gerdes)

In einem hinreißenden Comic-Buch stellt uns die französische Cartoonistin, Comickünstlerin und Illustratorin Pénélope Bagieu 15 unerschrockene Frauen vor. Mit viel Humor und treffenden Zeichnungen zaubert sie auf wenigen Seiten das Leben und die erstaunlichen Taten sehr unterschiedlicher Frauen aufs Papier.

„Sicher ist, dass man nicht werden kann, was man nicht kennt, wovon man keine Ahnung hat.“, begründet Pénélope Bagieu ihre Motivation zu diesem Buch in einem Interview mit dem Deutschlandfunk.mehr


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„Gérard: Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ von Mathieu Sapin: „Wanst in der Wanne“ – „Junge Welt“ vom 12.04.2018 (Maximilian Schäffer)

Ein Dokucomic über Gérard Depardieu macht einem die alternde Skandalnudel fast schon sympathisch.

Gérard Depardieu ist ein Koloss. Nicht nur seiner körperlichen Ausmaße von zwischenzeitlich einhundertvierzig Kilogramm auf einen Meter achtzig wegen. Er ist mindestens unter den Top-5 der wichtigsten lebenden Franzosen. Nun ist ein Comic, vielleicht gar eine »Graphic Novel« erschienen, in dem behauptet wird, Depardieu sei sogar die einsame Speerspitze der bekanntesten Naturen der Grande Nation überhaupt. mehr


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„Gérard: Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ von Mathieu Sapin: „Gérard – Der kleine Zeichner und der große Selbstdarsteller“ – „ORF“ vom 09.04.2018 (Judith Hoffmann)

Der Schauspieler Gérard Depardieu ist ebenso berühmt wie umstritten und bekannt für seine polemischen Äußerungen. Mehrere Jahre hat ihn der Comiczeichner Mathieu Sapin begleitet und in einer Graphic Novel porträtiert. „Gérard – Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ heißt der Titel der deutschen Übersetzung, die vor kurzem erschienen ist.

Ein verfressener, schnaufender Koloss, der seine Schimpftiraden und Obszönitäten am liebsten vor laufender Kamera loslässt, daneben ein kleines Männchen, das eifrig in sein Notizbuch kritzelt und ein wenig an Hergés Reporter Tintin erinnert: So präsentiert Mathieu Sapin das ungleiche Gespann und schafft allein durch diese Asymmetrie eine vergnügliche Grundstimmung, die sich durch das gesamte Buch zieht. mehr


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„Gérard: Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ von Mathieu Sapin: „Ein ambivalentes Porträt“ – „FM4/ORF“ vom 07.04.2018 (Conny Lee)

Je markanter das Erscheinungsbild desto leichter lässt sich jemand in eine Comicfigur übersetzen, und das Erscheinungsbild von Gérard Depardieu ist wohl eines der markantesten. Mathieu Sapin hat allerdings geschafft, weit mehr in seinen Zeichnungen einzufangen als nur die knollige Nase und den massigen Körperbau des französischen Schauspielers.

Für die Arte-Doku Reise durch den Kaukasus war Depardieu mit Filmteam unterwegs in Aserbaidschan, in Anlehnung an Alexandre Dumas, der vor 150 Jahren das Buch Gefährliche Reise durch den wilden Kaukasus verfasst hat. Dumas , den Depardieu auch schon im Film gespielt hat, reiste damals mit dem Maler Jean-Pierre Moynet und daher wurde Gérard Depardieu als Übersetzung ins Heute der französische Comiczeichner Mathieu Sapin zur Seite gestellt, der ihn auf Schritt und Tritt begleitet und in allen Situationen zeichnet. mehr


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„Gérard: Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ von Mathieu Sapin: „Wie ein wildes Tier“ – „Oberbayerisches Volksblatt“ vom 06.04.2018 (Michael Schleicher)

Alexandre Dumas ist der Grund für alles: Der französische Autor (1802-1870) bereiste 1858 in Begleitung eines Malers Aserbaidschan. Da Gérard Depardieu nicht nur die Titelrolle in der Verfilmung von Dumas’ „Der Graf von Monte Christo“ spielte, sondern auch den Schriftsteller selbst, hat ihn der deutschfranzösische Kultursender Arte 2012 auf Dumas’ Spuren durch den Kaukasus geschickt. Und was für Dumas einst der Maler, war für Depardieu der Comiczeichner Mathieu Sapin. mehr


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„Gérard: Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ von Mathieu Sapin: „Buch-Tipp: Mathieu Sapin: Gérard“ – „Bremen Zwei“ vom 03.04.2018 (Kerstin Burlage im Gespräch mit Anja Goerz)

Gerard Depardieu ist zweifellos einer der berühmtesten Schauspieler Frankreichs. Dennoch steht er in der Kritik wegen Steuerflucht, Vetternwirtschaft und seiner Nähe zu Vladimir Putin. Ein äußerst widersprüchlicher Mann also – und man ahnt: Wer ihn verstehen will, der muss viel Zeit mit ihm verbringen. Genau das hat der französische Comiczeichner und Filmemacher Mathieu Sapin getan und eine Art Reportage-Comic daraus gemacht. mehr


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„Lichtung“ von Antonia Kühn: „Familiensplitter“ – „faz.net“ vom 02.04.2018 (Andreas Platthaus)

Früher als gedacht – zumindest deutlich früher, als in diesem Blog noch vor zwei Wochen angekündigt –, erscheint ein bemerkenswerter heimischer Comic: „Lichtung“. Seine Zeichnerin stammt aus der Hamburger Talentschmiede der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW), wo Anke Feuchtenberger seit zwanzig Jahren in ihrer Illustrationsklasse Comiczeichner ausbildet: Antonia Kühn. Nicht, dass die 1979 geborene Künstlerin eine Anfängerin wäre, aber „Lichtung“ ist ihr erstes Comicbuch, während sie ansonsten vor allem als Animatorin arbeitet. Das dürfte sich nun ändern. mehr


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„Gérard: Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ von Mathieu Sapin: „Depardieu als Comic-Held, ganz unverstellt“ – „n-tv“ vom 30.03.2018 (dpa/Sabine Glaubitz)

Fünf Jahre lang hing der Zeichner und Autor Matthieu Sapin dem französischen Superstar Gérard Depardieu an den Fersen. Er erlebte ihn aus nächster Nähe, mal aufbrausend, mal komisch, mal ernst. Seine Erlebnisse verarbeitete Sapin zu einem sehr lustigen Comic.

Nackt unter der Dusche mit Gérard Depardieu, gemeinsam Badetücher klauen und durch Gasfelder in Aserbaidschan fahren. Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen, lautet das Sprichwort. Erst recht, wenn er mit dem Urgestein des französischen Kinos unterwegs ist. Fünf Jahre lang hat der Autor und Zeichner Mathieu Sapin den französischen Schauspieler begleitet. Dabei ist eine über 150 Seiten lange Comic-Reportage herausgekommen, die den Star erleben lässt – wie er leibt und lebt. mehr


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„Gérard: Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ von Mathieu Sapin: „Schräge Typen schräg gezeichnet“ – „WAZ“ vom 29.03.2018 (Kathrin Gemein)

Gérard Depardieu ist für seine mitunter brachiale Gangart bekannt. Der französische Schauspieler machte in letzter Zeit besonders mit seiner Nähe zu Wladimir Putin und der Annahme der russischen Staatsbürgerschaft von sich reden. Der französische Zeichner Ma­thieu Sapin bekam die Chance, sich innerhalb von fünf Jahren immer mal wieder an Depardieus Fersen zu heften – und das in Russland und Portugal, Deutschland und Tschetschenien. mehr


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„Gérard: Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ von Mathieu Sapin: „Depardieu-Zeichner Sapin muss auf Zack sein“ – „NDR“ vom 27.03.2018 (Mathias Heller)

Gérard Depardieu ist Frankreichs geliebter und gehasster Ausnahmeschauspieler Nummer eins. Keiner polarisiert wie er. Ob es um die angebliche Steuerflucht nach Belgien oder seine russische Staatsbürgerschaft geht: Kalt lässt Depardieu keinen. In diesem Jahr wird er 70 Jahre alt. Der Zeichner Mathieu Sapin hat ihn in den vergangenen Jahren immer wieder begleitet und daraus einen Comic gemacht: „Gérard – Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ ist nun auch auf Deutsch erschienen. mehr


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„Gérard: Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ von Mathieu Sapin: „Depardieu ist ein Symbol, ein lebender Eiffelturm“ – „SRF“ vom 26.03.2018 (Christian Gasser)

Seine Filmographie, seine Exzesse, sein Körper, seine Provokationen – alles an ihm ist grösser als das Leben. Nun gibt der Comic «Gérard. Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu» Einblick in sein Leben und Denken.

Gérard Depardieu sei eine beeindruckende Person, sagt der Comic-Autor Mathieu Sapin, er könne sehr nett sein, aber auch Angst einflössen. Diesem Brocken von einem Mann begegnen wir in «Gérard. Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu» in seinem Palast mitten in Paris. mehr


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„Gérard: Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ von Mathieu Sapin: „Ein Comic über Gérard Depardieu“ – „Filmdienst“ vom 25.03.2018 (Christian Meyer-Pröpstl)

Pinkeln im Flugzeug, Steuerflucht nach Belgien, Staatsflucht nach Russland! Das sind die Schlagzeilen, mit denen der französische Schauspieler Gérard Depardieu in den letzten Jahren am meisten Aufsehen erregt hat. Zeitgleich hat er in vielen Filmen mitgespielt – in mittelmäßigen, aber auch in bemerkenswerten wie „Mammuth“ und „Saint Amour“ von Gustave Kervern und Benoît Délepine oder „Valley of Love“ von Guillaume Nicloux, in denen er tolle Charakterrollen hatte. mehr


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„Gérard: Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ von Mathieu Sapin: „Aus einer lächerlichen Karikatur wird ein faszinierender Mensch“ – „SZ“ vom 24.03.2018 (Alex Rühle)

Vier Jahre lang hat Comicautor Mathieu Sarpin den Schauspieler Gérard Depardieu begleitet. Will man von diesem Skandalkoloss auch noch eine Homestory als Comic lesen? Unbedingt!

Oh Gott. Der schon wieder: Er habe „mit einem Gefühl der Liebe zu Russland“ gewählt, sagte Gérard Depardieu dem TV-Sender Rossija 24, als er am vergangenen Sonntag in der russischen Botschaft in Paris seine Stimme abgab. Natürlich stellte die Botschaft sofort ein Foto von Depardieu bei der Stimmabgabe ins Netz. Und ebenso natürlich schrieben Hunderte von Netzportalen wieder darüber. mehr


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„Gérard: Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ von Mathieu Sapin: „Unterwegs mit dem einsamen Urvieh“ – „Stuttgarter Zeitung“ vom 21.03.2018 (Thomas Klingenmaier)

Gérard Depardieu war stets ein eindrucksvoller Schauspieler. Seit einigen Jahren gilt er vielen aber als durchgeknallt. Der Comiczeichner Mathieu Sapin hat ihn begleitet und weiß mehr – wir nun auch, dank „Gérard – Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“.

Was ist der Typ für ein Idiot, dachten nicht wenige Fans der Filme von Gérard Depardieu, als der französische Schauspieler 2013 die russische Staatsbürgerschaft annahm und mit Putin posierte. Der Steuerflüchtling sei auf verachtenswerte Weise durchgeknallt, befand die öffentliche Meinung damals. mehr


9783943143423„Böse Geister“ von Gerda Raidt und Peer Meter: „Vieles geht, manches bleibt“ – „Comic-Couch“ vom 20.03.2018 (Marcel Scharrenbroich)

Als der inzwischen sechzigjährige Harry Wallmann vom Abriss des alten Wohnblocks in Bremen, in dem er aufgewachsen ist, erfährt, möchte er nach jahrzehntelanger Abstinenz noch einmal die Luft seiner alten Heimat schnuppern und in Erinnerungen schwelgen. Seit mehr als fünfzig Jahren lebt Harry nun schon in Süddeutschland, doch ein unsichtbares Band hält ihn immer noch an dem Ort seiner Kindheit. mehr


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„Gérard: Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ von Mathieu Sapin: „An der Seite eines cholerischen Giganten“ – „NWZ“ vom 20.03.2018 (Regina Jerichow)

Fünf Jahre lang hat sich der Comiczeichner Mathieu Sapin an die Fersen des schwierigen Filmstars Gérard Depardieu (69) geheftet. Zwischen Wutausbrüchen und riesigen Fleischmenüs entstand ein amüsantes Road-Movie auf Papier.

Nackt unter der Dusche mit Gérard Depardieu – das dürfte wohl für jeden ein zutiefst verunsicherndes Erlebnis sein. Selbst wenn man nicht so ein Knirps ist wie Mathieu Sapin. Dennoch hat sich der französische Filmemacher und Comiczeichner jahrelang in die Nähe dieses ebenso großen wie größenwahnsinnigen Jahrhundertkünstlers gewagt. mehr


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„Gérard: Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ von Mathieu Sapin: „Obelix im Lande der Sowjets“ – „Welt“ vom 19.03.2018 (Michael Pilz)

Kann man den berühmtesten lebenden Franzosen noch verstehen? Man kann: Der Comiczeichner Mathieu Sapin hat Gérard Depardieu fünf Jahre lang begleitet. In Länder wie Russland, Bayern und Aserbaidschan.

Hinter den Bergen nennen sie ihn Obelix. Wo immer Gérard Depardieu im Osten auftaucht, tief im Osten, wo Europa seine Grenze hat, versammeln sich die Menschen um ihn, stellen sich in seinen Schatten und verbrüdern sich mit ihm für ihre Selfies. Noch bevor er Russe wurde, schickte ihn der Fernsehsender Arte nach Aserbaidschan für eine Reisereportage. mehr


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„Gérard: Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ von Mathieu Sapin: „Er begleitete Depardieu fünf Jahre: „Nach mehr als drei Tagen war ich immer völlig erschöpft““ – „Stern“ vom 18.03.2018

Fünf Jahre lang begleitete Mathieu Sapin Frankreichs bekanntesten Schauspieler. Dabei hat der Autor und Zeichner vor keiner noch so peinlichen Lage halt gemacht. Nun kommt sein Comic auf Deutsch heraus und wird auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt.

Nackt unter der Dusche mit Gérard Depardieu, gemeinsam Badetücher klauen und durch Gasfelder in Aserbaidschan fahren. Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen, lautet das Sprichwort. Erst recht, wenn er mit dem Urgestein des französischen Kinos unterwegs ist. Fünf Jahre lang hat der Autor und Zeichner Mathieu Sapin den französischen Schauspieler begleitet. mehr


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„Gérard: Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ von Mathieu Sapin: „Kein sympathisches Porträt, aber ein sehr intimes“ – „Deutschlandfunk Kultur“ vom 16.03.2018 (Andreas Platthaus im Gespräch mit Timo Grampes)

Er trägt Unterhose, macht schlechte Witze und lässt sich fürstlich bewirten: So porträtiert der Zeichner Mathieu Sapin den Schauspieler Gérard Depardieu in seiner Comic-Reportage „Gérard. Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“. Ein Lesevergnügen am Rande der Karikatur.

Gérard Depardieu ist und bleibt populär, da kann er sich noch so daneben benehmen, nach Russland ziehen und auf die Franzosen schimpfen. Erklärbar ist das nur durch seine einzigartige Persönlichkeit und Präsenz – und durch seine Rolle als lebende Film-Legende. mehr


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„Gérard: Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ von Mathieu Sapin: „Gérard Depardieus Leben als Comic“ – „Augsburger Allgemeine“ vom 15.03.2018 (Birgit Holzer)

Der Zeichner Mathieu Sapin hat den russisch-französischen Schauspieler fünf Jahre lang bei Reisen begleitet. Und sich dessen Leben auf seine Weise genähert.

Er ist unerträglich. Cholerisch, selbstbezogen, obszön. Und doch umschwänzeln ihn alle und fürchten ihn – denn er ist ein Star und eine Autorität zugleich. Außerdem gibt es da ja auch noch die anderen, liebenswerten Seiten des Gérard Depardieu. Er ist großzügig, humorvoll, radikal ehrlich. Eine Wucht von einem Mann. Unersättlich, furchteinflößend unnachahmbar. Oder mit den Worten des Comic-Zeichners Mathieu Sapin: ein fleischgewordener Eiffelturm. mehr


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„Gérard: Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ von Mathieu Sapin: „Meine Zeit mit dem Koloss“ – „Tagesanzeiger“ vom 14.03.2018 (Hans Jürg Zinsli)

Der französische Comiczeichner Mathieu Sapin heftete sich fünf Jahre lang an die Fersen von Gérard Depardieu. Ein überbordend unterhaltsamer Erlebnisbericht.

Der Mann ist eine kolossale Übertreibung. Er redet pausenlos, schwitzt, flucht, lässt sich mit Fans ablichten, verscheucht Paparazzi, fliegt quer durch Europa, um Filme zu drehen oder sich für eine Dokumentation filmen zu lassen, und immer und überall stopft er Unmengen an Essen in sich rein, während er in sein «schrottiges altes Tastentelefon» spricht oder darauf herumdrückt oder zu Hause in Unterhosen rumsitzt oder Galeristinnen empfängt oder mit Agenten verhandelt. mehr


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„Gérard: Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ von Mathieu Sapin: „Am Rockzipfel eines Leinwandmonsters“ – „SR“ vom 09.03.2018 (Gerd Heger)

Weltweit bekanntester lebender Franzose? Gérard Depardieu. Wie er wirklich ist, weiß Mathieu Sapin, der ihn gezeichnet hat.

Man kann es mit der Gala versuchen, mit den Cahiers du Cinéma oder Wikipedia: Ein solch monumentaler Film- und Bühnengott wie Gérard Depardieu ist nicht zu fassen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Außer: Man begleitet ihn auf Schritt und Tritt. Mathieu Sapin hatte die Gelegenheit dazu. mehr


9783956401299 „Unerschrocken“ von Pénélope Bagieu: „15 Portraits von Frauen, die tun, nur was sie wollen!“ – „Oolala Blog“ vom 08.03.2018 (Caro Lime)

Wir kennen viele männliche Helden in unserer Geschichte aber was ist mit Heldinnen? Sie sind schwer zu finden. Das ist die Feststellung von der Comic Autorin Pénélope Bagieu: Sie hat die vergessenen Geschichten von Frauen gesucht, die entschieden haben ihr Schicksal in die Hand zu nehmen. Darüber erzählt sie in 15 schönen Comic Portraits von Berühmtheiten wie Joséphine Baker bis hin zu weniger Bekannten wie Giorgina Ried, Leuchtturm-Retterin. mehr


9783956401299 „Unerschrocken“ von Pénélope Bagieu: „Vergessene Heldinnen“ – „Titel Kulturmagazin“ vom 07.02.2018 (Birte Förster)

Ob Politik, Kunst oder Naturwissenschaften – in der Geschichte waren es vor allem Männer, die sich kämpferisch und mit neuen revolutionären Ideen hervortaten. Von erfolgreichen Frauen ist noch heute weniger die Rede. Was nicht bedeutet, dass es sie nicht gab. Zahlreiche Frauen leisteten in Wirklichkeit Großes, mussten sich dazu oftmals gegenüber Männern behaupten, um ihre Ziele zu erreichen. mehr


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„Rosa und Louis 1: Geisterstunde“ von Ferdinand Lutz: „Comics für Kinder“ – „SZ“ vom 01.02.2018 (Christoph Haas)

Kinder und Jugendliche brauchen Freunde. Sie sind so wichtig wie die eigene Familie, manchmal sogar noch wichtiger. Und ist eine Freundschaft nicht besonders schön, wenn sie sich gar nicht erwarten ließ? Dann heben Gegensätze, die unüberwindlich schienen, sich wie von Zauberhand auf. mehr


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„Das Mädchen aus dem Wasser“ von Sacha Goerg: „Zwanglos entgrenzt“ – „taz“ vom 29.01.2018 (Christoph Haas)

Auch wer lakonisch ist, kann viel mitteilen. Das gilt für die zwischenmenschliche Kommunikation ebenso wie für Literatur, Film und Comic. Hier zählen das Zurückhalten von Informationen, das Verschweigen von Gefühlen und das Fehlen von Lösungen für die aufgeworfenen Probleme zu den Signaturen der Modernität. Die Leserin, der Leser werden nicht mehr an die Hand genommen; sie sollen sich vielmehr eigenständig Imaginationsräume erschließen. mehr


9783956401350 „Der Sommer ihres Lebens“ von Barbara Yelin und Thomas von Steinaecker: „Die Rückschau ins Leben“ – „Badische Zeitung“ vom 27.01.2018 (Jürgen Schickinger)

Als Schülerin glänzt Gerda Wendt in Mathe. „Zahlenfresserin“ schimpfen ihre Klassenkameraden. Die Außenseiterin entdeckt die Sterne, vertieft sich in Astrophysik, bekommt eine Assistentenstelle an der Universität. Sie verliebt sich in ihren Nachbarn Peter. mehr


9783956401350 „Der Sommer ihres Lebens“ von Barbara Yelin und Thomas von Steinaecker: „Die Poesie des Endes“ – „3sat Kulturzeit“ vom 26.01.2018 (Maren Adler)

Gerda lebt im Seniorenheim. War’s das jetzt? Immer mehr driftet sie ab in die Vergangenheit. Sie blickt zurück auf ihr Leben. Dann fühlt sie sich wieder lebendig. Da war ihr große Liebe: Peter, ein Musiklehrer. Ihr Gitarrengott. Wenn sie zusammen sind bleibt die Zeit stehen. mehr


9783956400865„Katze hasst Welt“ von Kathrin Klingner: „Trostpflaster gegen den Seelenkater“ – „Der Tagesspiegel“ vom 23.01.2018 (Marie Schröder)

Kathrin Klingners Comic „Katze hasst Welt“ besticht durch fabelhafte Milieustudien mit antropomorphem Cast.

Hamburger Kiez: Eine kleine Gestalt bahnt sich im Neonlicht der „Heuschreckenschwärme von Schrift“ (Walter Benjamin) ihren Nachhauseweg. Müde sieht sie aus, und in ihrem Mäntelchen vor dieser nächtlichen Kulisse besonders fragil. Das Café, in dem sie seit vier Jahren arbeitet liegt mitten im Rotlichtviertel. Junggesellenabschiede und Helene Fischer-Gesänge sind folglich an der Tagesordnung. Auf der Straße begegnet sie Männern, die ungeheuerliche Dinge vor sich hin brabbeln. mehr


9783956401329 Brodecks Bericht von Manu Larcenet (Philippe Claudel): „Die Mörder sind bekannt“ – „Badische Zeitung“ vom 12.01.2018 (Jürgen Schickinger)

Manu Larcenet hat aus Philippe Claudels Roman „Brodecks Bericht“ eine düstere Graphic Novel gemacht.

Unschuldig unter Schuldigen zu sein, ist gefährlich. „Im Grund nicht anders, als der einzige Schuldige unter Unschuldigen zu sein“, erkennt Brodeck, der Außenseiter. Die Männer aus dem Dorf, in dessen Nähe er lebt, haben einen Mord begangen. Gemeinsam. mehr


9783956401305 „Ideal Standard“ von Aude Picault: „Die Liebe – das Ideal und der Standard“ – „NZZ“ vom 05.01.2018 (Christian Gasser)

Claire, Mitte 30, Krankenschwester auf der Station für Frühgeborene, träumt vom idealen Mann, von einer erfüllten Beziehung, von Kindern. Ihre Liebschaften indes überdauern die ersten drei Monate in der Regel nicht. Dann aber lernt sie den Banker Frank kennen. Aus dem Abenteuer wird Liebe, bald ziehen sie zusammen, und Claire steht scheinbar vor der Verwirklichung ihres Lebenstraums. mehr


9783956401312 „Otto“ von Marc-Antoine Mathieu: „Selbst-Findung zwischen All und Optik“ – „tagesspiegel.de“ vom 30.12.2017 (Carsten Werner)

Comic-Philosoph Marc-Antoine Mathieu spiegelt in „Otto“ die Biografie eines Performers zwischen Kindheit, Kunst und Zusammenbruch.

Am Anfang ist eine Lücke. Und der Konjunktiv. „In jener Nacht wäre inmitten der Menschenmenge, die sich auf einem gefrorenen See oberhalb des Polarkreises versammelt hatte, ein seltsam leerer Zwischenraum zu sehen gewesen, hätte denn jemand nicht in den Himmel geschaut.“ Dieser Text zur Vogelperspektive auf eine große Menschenmenge mit eben jener Lücke ist Versuchsanordnung und Einstieg in die neue Graphic Novel von Marc-Antoine Mathieu. mehr


9783956401299 „Unerschrocken“ von Pénélope Bagieu: „Tolle Frauen in der Geschichte“ – „intro.de“ vom 22.12.2017 (Julia Brummert)

Kennt ihr die Meerjungfrau Annette Kellerman? Oder Clémentine Delait, die Dame mit Bart? Nein? Dann lernt sie kennen in Pénélope Bagieus aktuellem Comic „Unerschrocken“.

Sie hat den modernen Badeanzug erfunden, das Synchronschwimmen groß gemacht, Fitnessbücher veröffentlicht, Filme gedreht und das alles, weil ein Arzt ihr als Kind riet, nach einer Kinderlähmung möglichst viel schwimmen zu gehen. Annette Kellerman war eine beeindruckende Frau, die gesellschaftlichen Erwartungen charmant den ausgestreckten Mittelfinger zeigte. Sie ist eine der vielen tollen Frauen in Pénélope Bagieus ‚Unerschrocken‘, einer Sammlung von 15 Porträts außergewöhnlicher Frauen. mehr


9783956401381 „Schläfst du?“ von Dorothée de Monfreid: „Auf den Hund gekommen“ – „Profil“ vom 20.12.2017 (Philip Dulle)

Ein Einschlafbuch, bei dem niemand richtig schlafen kann. Dorothée de Monfreid legt mit „Schläfst du?“ einen wunderbaren Kindercomic vor.

Es ist Nacht und alle Hunde schlafen tief und fest in ihren Stockbetten. Alle bis auf Nono. Der arme Kerl mit dem rundlichen Gesicht kriegt kein Auge zu, weil Popow, der älteste Hund in der Runde, laut vor such hin schnarcht. Nono möchte eine Geschichte vorgelesen bekommen, also weckt er Micha, die einige Bücher in ihrem Bettchen hat.
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9783956401381 „Schläfst du?“ von Dorothée de Monfreid: „Ihr Kinderlein leset“ – „Aargauer Zeitung“ vom 17.12.2017 (Anna Kardos)

Schon das aussergewöhnliche Hochformat macht neugierig – und erweist sich als nur logisch, schliesslich muss das sage und schreibe vierstöckige Hochbett der befreundeten Hunde Nono, Popow, Pedro und Omar in voller Imposanz mit ins Buch.
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9783956401343 „Grenzenlos“ von Jillian Tamaki: „Graphic Novel aus Kanada“ – „Bayern 2“ vom 11.12.2017 (Niels Beintker)

Jillian Tamaki gehört zu den bekanntesten kanadischen Comiczeichnerinnen. Zusammen mit ihrer Cousine Mariko Tamaki schrieb sie die Graphic Novel „Ein Sommer am See“. Der umfangreiche Comic wurde 2015 mit dem Will-Eisner-Award ausgezeichnet, dem Comic-Oscar und war er für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. In ihrem neuen Buch „Grenzenlos“ widmet sich Jillian Tamaki nun der Kurzgeschichte. Zugleich zeigen sich in ihren gesammelten Comics ganz unterschiedliche künstlerische Handschriften. mehr


9783956401329 Brodecks Bericht von Manu Larcenet (Philippe Claudel): „Überwältigend abgründig“ – „Verdi Publik“ vom 07.12.2017

Ein nicht näher benanntes Dorf ist Schauplatz des Mordes an einem Zugereisten. Im Umgang mit Fremden hat sich der Ort schon oft von seiner hässlichen Seite gezeigt. Während des Zweiten Weltkriegs, unter einer als deutsch identifizierbaren Besatzung, zeigen die Dorfbewohner ihre wahren Fratzen. Schreiber Brodeck wird von der Dorfgemeinschaft beauftragt, den Tatablauf, der zum Tod des Fremden führte, festzuhalten. Er weiß, Mörder und Auftraggeber sind identisch. mehr


9783956401329 Brodecks Bericht von Manu Larcenet (Philippe Claudel): „‚Brodecks Bericht‘: Mit dem Schrecken kommt hier keiner davon“ – „Der Standard“ vom 08.12.2017 (Christian Schachinger)

Nach einer gleichnamigen Romanvorlage von Philippe Claudel hat der französische Comic-Autoren-Star Manu Larcenet eine der wuchtigsten Graphic Novels der letzten Jahre verfasst. „Brodecks Bericht “ erzählt in beklemmenden Bildern von den Gräueln des Faschismus und einer Schuld ohne Sühne.

Wien – Der Winter bringt nicht nur die stillste Zeit des Jahres. In seinen bitterkalten und mondlosen Nächten gehen auch die Dämonen um. Der innere Schweinehund entkommt nach draußen und wird zur reißenden Bestie. mehr


9783956401381 „Schläfst du?“ von Dorothée de Monfreid: „Die Hundebande: Schläfst du?“ – Juli liest vom 07.12.2017 (Julia Bousboa)

Ich hatte ja neulich schon einmal erzählt, dass diese neuen comicartigen Bilderbücher sehr gut sowohl für Kleinkinder als auch für Leseanfänger funktionieren – und ich muss es wissen, denn ich habe hier gerade einen bald Dreijährigen und einen bald siebenjährigen Erstklässler zu Hause. Unsere neueste Errungenschaft kommt nun aus einem echten Comicverlag, nämlich von Reprodukt, der damit wirbt, dass in Schläfst du? beziehungsweise in der damit gestarteten Pappbilderbuch-Serie Die Hundebande „sowohl Zweijährige als auch Grundschulkinder ihre eigenen Erfahrungen wiederfinden können“. mehr


9783956401350 „Der Sommer ihres Lebens“ von Barbara Yelin und Thomas von Steinaecker: „Das traurige Glück der Erinnerung“ – „Deutschlandfunkkultur“ vom 05.12.2017 (Frank Meyer)

Wo lassen sich Erinnerungen auf der Zeit-Raum-Achse eigentlich verorten? Die 80-jährige Astrophysikerin Gerda durchstreift die prägendsten Erinnerungen ihres Lebens und schenkt sich selbst damit den Sommer ihres Lebens. Eine anrührende und tiefsinnige Graphic Novel.

Ich verschenke dieses Jahr den Comicband „Der Sommer ihres Lebens“ von Thomas von Steinaecker und Barbara Yelin. Da geht es um die Astrophysikerin Gerda.mehr


9783956401329 Brodecks Bericht von Manu Larcenet (Philippe Claudel): „Das Böse ist unter uns“ – „Tagesspiegel“ vom 12.12.2017 (Erik Wenk)

Leben und Tod, Schuld und Verantwortung: Manu Larcenet reflektiert in seiner Roman-Adaption „Brodecks Bericht“ die Abgründe der Conditio humana.

Die idyllische Dorfgemeinschaft, unter deren Oberfläche sich Abgründe verbergen, ist ein altbekanntes Szenario: Ein Mikrokosmos, in dem jedoch die großen Fragen von Leben und Tod, Schuld und Verantwortung, Individuum und Gemeinschaft verhandelt werden. mehr


9783956401299 „Unerschrocken“ von Pénélope Bagieu: „Unterhaltsamer Comic über 15 starke Frauen“ – „page-online.de“ vom 27.11.2017 (Claudia Gerdes)

Comic-Künstlerin Pénélope Bagieu erzählt spannende Lebensgeschichten erstaunlicher Frauen …

Eine Frau, die so ähnlich wie Conchita Wurst aussah, gab es vor hundert Jahren schon einmal: Sie hieß Clémentine Delait, wurde reich und berühmt und ließ sich – als sie im hohen Alter an einem Herzinfarkt starb – ihren Grabstein mit der Aufschrift »Hier ruht die Dame mit Bart« versehen. mehr


9783956401299 „Unerschrocken“ von Pénélope Bagieu: „Pénélope Bagieu – ‚Unerschrocken'“ – „FM4“ vom 25.11.2017 (Zita Bereuter)

Heldinnen, die kaum jemand kennt: Kaiserinnen, Kriegerinnen, Schauspielerinnen, Entdeckerinnen. Pénélope Bagieu hat ihnen ein Denkmal gezeichnet.

Viele ComicleserInnen kennen die Französin Pénélope Bagieu. Auf dem Comicblog „Ma vie est tout à fait fascinante“ (etwa: „Mein Leben ist total faszinierend“) konnte man jahrelang ihr Leben mitverfolgen. Alltag, Reisen, Liebesleben, Probleme, Träume, Ängste. Einiges davon wurde auch in Büchern verlegt. mehr


9783956401329 Brodecks Bericht von Manu Larcenet (Philippe Claudel): „Das Töten der Anderen“ – „Spiegel Online“ vom 23.11.2017 (Timur Vermes)

Beißend kalt, beängstigend düster: Manu Larcenets Graphic Novel „Brodecks Bericht“ erzählt von der mörderischen Vergangenheit einer Dorfgemeinschaft – so gut, dass man selbst Angst bekommt.
Jetzt wird’s ungemütlich. Aber so richtig. Beklemmend. Und wenn Sie jetzt vorsichtig fragen, wie ungemütlich genau, weil man ja gern vorher weiß, auf was man sich da einlässt, dann fällt mir als Vergleich nur ein: So wie Kafkas „Schloss“, aber ohne die lustigen Stellen. mehr


9783956401350 „Der Sommer ihres Lebens“ von Barbara Yelin und Thomas von Steinaecker: „Ein Comicroman fragt: Wann ist ein Leben geglückt?“ – „Augsburger Allgemeine“ vom 23.11.2017 (Stefanie Wirsching)

Der Augsburger Schriftsteller Thomas von Steinaecker und die Münchner Zeichnerin Barbara Yelin erzählen berührend über das Alter und die Kraft der Erinnerung.

Eine alte Frau in ihrem letzten Zuhause: Gerda Wendt schiebt sich mit ihrem Rollator durch die Flure des Altersheims, manchmal verwechselt sie die Flure, eins oder zwei, obwohl doch Zahlen „einmal das einzige waren, womit ich mich wirklich auskannte.mehr


9783956401404 „Mumin und die Marsmenschen“ von Tove Jansson: „Mini-Marsianer im Mumintal“ – „Die Zukunft“ vom 22.11.2017 (Sonja Stöhr)
Im Radio wird die Sichtung eines Raumschiffs gemeldet: Marsianer sind auf dem Weg zur Erde! Helle Aufregung herrscht im Mumintal und dann landet die fliegende Untertasse ausgerechnet im Gemüsebeet von Muminmama. Natürlich können Mumin und sein Vater nicht die Hände von den technischen Gerätschaften lassen, die aus der offenen Tür des Raumboliden hängen. mehr


9783956401299 „Unerschrocken“ von Pénélope Bagieu: „Rezension: Unerschrocken – Fünfzehn Porträts außergewöhnlicher Frauen“ – „Feminismus im Pott“ vom 19.11.2017 (Lilly Boheme)

Kürzlich haben wir euch Gute-Nacht-Geschichten über interessante Frauenbiographien vorgestellt, letzte Woche dann eine Sammlung weitgehend vergessener Schwarzer Menschen in Europa. Weiter geht es nun mit einer Graphic Novel beeindruckender Frauen, die sich zu unterschiedlichen Zeiten behauptet haben. Der ein oder andere Name kommt mir recht bekannt vor oder erinnert mich daran, welches Buch noch unbedingt gelesen werden wollte (Brontë-Schwestern). mehr


9783956401268 „Hilda und der Troll“ von Luke Pearson: „Die besten All-Age-Comics: Fantastische Comics für Klein und Groß“ – „Tor Online“ vom 15.11.2017 (Christian Endres)

Die illustrierten Romane und die Comics mit den Mumins, die 1945 von der Schwedin Tove Jansson erfunden wurden, begeisterten schon mehrere Generationen mit ihren trolligen Tollheiten in der heilen skandinavischen Natur. Mischt man jetzt noch die Magie der japanischen Anime-Märchen von Hayao Miyazaki und dem berühmten Studio Ghibli hinzu, erhält man die aktuellen Hilda-Comics von Luke Pearson. Super niedlich, super phantasievoll und supergut gezeichnet. mehr


9783956401329 Brodecks Bericht von Manu Larcenet (Philippe Claudel): „Tod dem ‚Anderen'“ – „Süddeutsche Zeitung“ vom 15.11.2017 (Christoph Haas)

Aus guten Büchern werden meist meist keine guten Comics. Einer der Gründe ist die Unterschiedlichkeit der beiden Medien, die ihre spezifischen Eigenarten, ihre nicht deckungsgleichen Stärken haben. Sehr selten kommt es allerdings auch vor, dass ein Buch als Comic zu sich selbst findet und sich frei von den Schwächen, die ihm anhafteten, präsentiert: So ein Fall ist die großartige Adaptation von Philippe Claudels „Brodecks Bericht“ (2007) durch Manu Larcenet. mehr


9783956401350 „Der Sommer ihres Lebens“ von Barbara Yelin und Thomas von Steinaecker: „Was vom Leben bleibt“ – „Goethe Institut“ vom 15.11.2017 (Holger Moos)

Jeder möchte alt werden, aber keiner will alt sein. Das ist ein gern zitiertes Bonmot. Die Comiczeichnerin Barbara Yelin und der Schriftsteller Thomas von Steinaecker nähern sich in ihrer Graphic Novel „Der Sommer ihres Lebens“ dem Thema Alter, indem sie die Erlebniswelt einer knapp 85-jährigen Physikerin skizzieren, die sich im Seniorenheim fragt, ob sie ein glückliches Leben hatte …mehr


9783956401350 „Der Sommer ihres Lebens“ von Barbara Yelin und Thomas von Steinaecker: „Thomas von Steinäcker, Barbara Yelin: Der Sommer ihres Lebens“ – „hr2“ vom 03.11.2017 (Tanja Küchle)

Eine Sache haben alle Menschen der Welt gemeinsam: wir werden alle eines Tages sterben. Warum die Beschäftigung mit dem eigenen Leben auch im hohen Alter noch fruchtbar und leichtfüßig sein kann, zeigt uns eine neue Graphic Novel.

Gerda Wendt ist um die 80 und streift mit ihrem Rollator durchs Altersheim. Sie hat viel Zeit zum Nachdenken und erinnert sich an ihr früheres Leben. Schon als junges Mädchen war Gerda an Zahlen und Sternen interessiert. mehr


9783956401350 „Der Sommer ihres Lebens“ von Barbara Yelin und Thomas von Steinaecker: „Kleines Buch stellt große Fragen“ – „Nordwest Zeitung“ vom 03.11.2017 (Regina Jerichow)

„Im Sommer meines Lebens“ heißt der gezeichnete Roman von Barbara Yelin und Thomas von Steinaecker. Darin lässt eine alte Frau im Seniorenheim ihr Leben Revue passieren.

Gebückt und mit quietschendem Rollator irrt Gerda durch die Gänge des Altenheims. Eigentlich ist sie noch ganz gut beieinander, aber manchmal vergisst sie, in welchem Stockwerk sie wohnt. Zu ähnlich sind die Flure, zu gleichförmig die Tage. Und oft denkt sie: „Ich bin bereits tot. Und das hier ist die Ewigkeit“. Doch noch ist Zeit, sich einer lange aufgeschobenen Frage zu stellen: Hatte sie ein glückliches Leben? Und was ist das überhaupt: Glück? mehr


9783956401305 „Ideal Standard“ von Aude Picault: „Paarmenschen geht es auch nicht besser“ – „Spiegel Online“ vom 01.11.2017 (Timur Vermes)

Das Private ist politisch, haben die 68er gepredigt – oder war’s andersrum? Das Ziel war meiner Erinnerung nach jedenfalls, dass man den Sozialismus auch daheim am Esstisch durchsetzen muss oder so. Ich unterschreibe das ausdrücklich nicht, und trotzdem erscheint mir der Satz vom politischen Privaten plötzlich ziemlich einleuchtend. Weil ich gerade „Ideal Standard“ gelesen habe, eine harmlos daherkommende Graphic Novel von Aude Picault, die es klammheimlich in sich hat. mehr


9783956401343 „Grenzenlos“ von Jillian Tamaki: „Grenzenlose Freiheit birgt Risiken“ – „faz.net“ vom 01.11.2017 (Andreas Platthaus)

Nach „Der Sommer am See“ hat auch Jillian Tamaki noch keinen neuen größeren Comic publiziert, der 2015 beim renommierten kanadischen Verlag Drawn & Quarterly erschienene „SuperMutant Magic Academy“ war vorher als Online-Fortsetzungsgeschichte entstanden. Deshalb ist „Boundless“ nun die erste Neupublikation (wieder bei Drawn & Quartely), wobei es sich dabei um eine Sammlung von Kurzgeschichten handelt, die aber überwiegend für den Band gezeichnet wurden. mehr


9783956401350 „Der Sommer ihres Lebens“ von Barbara Yelin, Thomas von Steinaecker: „Nicht mehr für voll genommen“ – „Stuttgarter Zeitung“ vom 20.10.2017 (Thomas Klingenmaier)

Dass in manchen Altenheimen skandalöse Zustände herrschen, ist bekannt. Barbara Yelin und Thomas von Steinaecker erzählen in ihrem anrührenden Comic „Der Sommer ihres Lebens“ aber nicht vom Pflegeskandal. Ihnen geht es um andere Aspekte der letzten Lebensphase.

Sie wolle jetzt, sagt Gerda Wendt, wieder öfter an früher denken. Sie spüre dann, dass sie noch lebe. Die Hauptfigur der zugleich tieftraurigen, elegant wehmütigen und knitz humorigen Comic-Erzählung „Der Sommer ihres Lebens“ von Thomas von Steinaecker und Barbara Yelin sitzt im Altersheim. mehr


9783956401169 „Kleiner Strubbel: Superstrubbel“ von Céline Fraipont, Pierre Bailly: „Kindercomic „Kleiner Strubbel“: Raus in die Welt“ – „profil.at“ vom 13.10.2017 (Philip Dulle)

Held im Kinderzimmer: Die belgische Comicserie „Kleiner Strubbel“ von Pierre Bailly und Céline Fraipont ist eine Kostbarkeit.
Es beginnt stets gleich: Strubbel wird unsanft geweckt, frühstückt, gibt der Mama einen Kuss, wirft er sich noch seinen Rucksack über die Schultern und macht sich auf den Weg in die Schule. Was der geneigte Leser bereits weiß: In der Schule wird Strubbel nicht ankommen. Für den kleinen Racker mit dem kohlrabenschwarzen Gesicht, der roten Knollennase und dem erwartungsvollem Blick wartet nämlich hinter jeder Häuserecke das nächste Abenteuer. mehr


9783956401305„Ideal Standard“ von Aude Picault: „Gauner, Grönland und Gemälde“ – „n-tv.de“ vom 12.10.2017 (Markus Lippold)

Aude Picaults „Ideal Standard“ dreht erst dort richtig auf, wo im Film das Happy End eingeblendet wird. Statt auf das große Ganze zu setzen, zeigt sie – mit viel Witz – kleine Begebenheiten, die Alltagstrott und Beziehungsprobleme. Dabei stellt sich Claire immer wieder selbst Hürden in den Weg, weil sie von der idealen Beziehung ausgeht. Daraus entstehen sehr sensible Szenen und Alltagsbeobachtungen, die wohl jeder so ähnlich schon mal erlebt hat. mehr


9783956401312 „Otto“ von Marc-Antoine Mathieu:„Sein, Werden, Gewordensein“ – „Badische Zeitung“ vom 10.10.2017 (Jürgen Schickinger)

Die Graphic Novel „Otto“ des französischen Comiczeichners Marc-Antoine Mathieu erzählt von einem Mann auf der Sinnsuche.

„Otto begriff, dass er sich soeben selbst geerbt hatte.“ Seine Eltern haben ihm ein Haus hinterlassen, in dem eine Truhe steht. Die steckt voll mit Ottos früher Kindheit: Hefte, Notizen, Zeichnungen, Fotografien, Audio- und Filmdokumente. Nicht eine Sekunde von Ottos ersten sieben Jahren fehlt. Seit seiner Zeugung, erklärt ein Begleitbrief, haben die Eltern alles festgehalten „so lückenlos und objektiv wie möglich“. Glücksfall oder Bürde? Eine Chance, sich besser kennen zu lernen oder sich zu verlieren? Otto, der Performancekünstler, zaudert.Selbstverständlich wird die Hauptfigur in Marc-Antoine Mathieus raffinierter Graphic Novel „Otto“ die Truhe öffnen. mehr


9783956401060 „Olympia“ von Bastien Vivès, Ruppert & Mulot: „Ehrengast Frankreich bringt haufenweise Comics mit“ – „Hessenschau“ vom 08.10.2017 (Alex Jakubowski)

In dieser Geschichte haben wir es mit einer ungewöhnlichen Diebesbande zu tun. Drei Frauen treiben hier ihr Unwesen, am liebsten stehlen sie teure Kunstwerke aus hoch gesicherten Museen. Trotz aller Professionalität geht gerne mal etwas schief. Bei der Diebestour im Museum lösen sie aus Versehen den Alarm aus, bei der Flucht durch die Kanalisation verlieren sie das Diebesgut und verärgern ihren Auftraggeber. Dazu kommt viel zwischenmenschliche und individuelle Tragödie, die zeigen soll, dass wir es bei den Meisterdiebinnen doch nur mit ganz normalen Menschen zu tun haben – wenn Diebinnen denn normale Menschen sein können. mehr


9783956401312 „Otto“ von Marc-Antoine Mathieu: „Diese Comics sind Kult – oder werden es noch“ – „Hessenschau“ vom 08.10.2017 (Alex Jakubowski)

Manche Comics von Marc-Antoine Mathieu kann man auch von hinten nach vorne lesen. Bei seinem aktuellen Werk aber geht das nur beim Titel: Otto. Die Bücher des Franzosen gelten als das Innovativste und Experimentierfreudigste, was der Comic zu bieten hat. Mal fehlt mitten auf einer Seite ein Bild, mal sind die Seiten fein säuberlich herausgerissen und aus den übereinander gelegten Resten ergibt sich neuer Sinn. mehr


Unerschrocken_FlyerID6.indd „Unerschrocken“ von Pénélope Bagieu: „Beim Barte der Bardame“ – Fluter vom 06.10.2017 (Katharina Lipowsky)

In ihrer Graphic Novel „Unerschrocken“ porträtiert die französische Comiczeichnerin Pénélope Bagieu 15 Frauen, die sich gegen die gesellschaftlichen Normen ihrer Zeit stellen.

Viele Frauen sind es nicht, die über Generationen hinweg einen festen Platz im kollektiven Gedächtnis haben. Es gibt sie ja schon, die weiblichen Heldinnen, nur werden sie in männlich dominierten historischen Diskursen an den Rand gedrängt. Bis heute erscheinen Frauen dort oft nur als Nebendarstellerinnen, die als Ehefrau, Schwester oder Tochter zwar erwähnt werden, deren Taten aber selten im Mittelpunkt der Geschichte stehen. mehr


9783956401350„Der Sommer ihres Lebens“ von Barbara Yelin und Thomas von Steinaecker:„Leben auf der Zielgeraden“ – Spiegel Online vom 06.10.2017 (Timur Vermes)

Mittendrin statt nur dabei: Barbara Yelins Graphic Novel „Der Sommer ihres Lebens“ bringt ihre Leser bittersüß und kitschfrei verblüffend nahe an Tod und Alter.

Große, große, große Barbara Yelin. Ich krieg mich kaum noch ein. „Der Sommer ihres Lebens“, heißt das Werk, und ich muss sagen: Hammer. Was auch daher kommt, weil das bei Barbara Yelin nicht immer selbstverständlich ist. Beziehungsweise: Weil Barbara Yelin die Messlatte vom Start weg so hochgeschraubt hat, dass sie sie danach auch öfter mal reißen musste. 2010 war dieser Start, mit „Gift“. mehr


P1100968_ „Grenzenlos“ von Jillian Tamaki: „Grenzenlos: Sex, Drugs und eine tiefe Traurigkeit“ – Rolling Stone vom 03.10.2017 (Marc Vetter)

Nach der preisgekrönten Graphic Novel „Sommer am See“ hat Jillian Tamaki – diesmal ohne ihre Cousine – einen Band mit Kurzgeschichten herausgebracht. Er erzählt von den Schwierigkeiten, erwachsen zu werden, einem Spiegel-Facebook-Ich und einer geheimnisvollen Musik-Sex-Droge.

Kurz gesagt: Das Leben ist scheiße mit Pickeln. Schlimmer noch ist, wenn die Haut auch noch mit 20 einfach nicht gehorchen will, selbst dann nicht, wenn sie mit Creme dazu aufgefordert wird. Die Zeichnerin Jillian Tamaki erzählt in ihrem neuen Comic-Band “Grenzenlos” (Reprodukt) Geschichten aus dem Glutofen des Erwachsenwerdens. mehr


9783956401305„Ideal Standard“ von Aude Picault: „Der Komplex mit dem Sex“ – Kreiszeitung vom 20.09.2017 (Jan-Paul Koopmann)

Am Sex liegt es nicht. Davon hat Krankenschwester Claire nämlich reichlich, und meisten läuft es im Bett auch ganz gut. Zumindest sieht es im Comic „Ideal Standard“ so aus, wo sich auf den ersten Seiten von Panel zu Panel die Partner und Stellungen abwechseln. Nur: Glücklich ist Claire trotzdem nicht, weil sie doch eigentlich lieber was Festes hätte – und Kinder. Vielleicht. mehr


9783956400353„Fritz the Cat“ von Robert Crumb:„Dauergeiler Kater und Bondage-Posen“ – Taz vom 19.09.2017 (Christoph Haas)

Im Grunde geht es Crumb hier mit gar nicht klammheimlichem Vergnügen immer nur um das eine: Er lässt den Kater sich als asozia­les und dauergeiles Monster aufführen. Das war seinerzeit ein Schock, nicht zuletzt weil diese anthropomorphe Tierwelt der dreckige, subkulturelle Gegenentwurf zu den sauberen Disney-Comics war, in denen Sex und Gewalt nicht die geringste Rolle spielen durften. mehr


9783956401305„Ideal Standard“ von Aude Picault: „Weiblich, ledig, jung sucht“ – „Weser Kurier“ vom 18.09.2017 (Annica Müllenberg)

Die französische Comiczeichnerin Aude Picault stellt ihr neues Werk „Ideal Standard“ im Institut français vor.

‚Die Liebe fällt nicht vom Himmel‘, steht in schreiend großen Lettern auf einem Plakat in der Pariser U-Bahn. Es ist die Werbung für eine Partnervermittlung im Internet. Für Claire, Protagonistin der Graphic Novel „Ideal Standard“, ist die Werbebotschaft eine bittere Erkenntnis. mehr


9783956401350„Der Sommer ihres Lebens“ von Barbara Yelin und Thomas von Steinaecker: „Lichtreflexe der Erinnerungen“ – Deutschlandfunk Kultur vom 15.09.2017 (Frank Meyer)

Die 85-jährige Gerda lebt im Altersheim. Ihre große Zeit als Physikerin ist längst vorbei – doch die Erinnerungen an ein erfülltes Leben zwischen Karriere und großer Liebe flackern immer wieder auf: In „Der Sommer ihres Lebens“ treffen starke Bilder und intensive Gefühle aufeinander.

Diese junge Frau ist Physikerin, sie kann deshalb womöglich die Zeit anhalten. Sie tut es, als sie neben ihrem Geliebten liegt, ihr Bett und der ganze Raum drumherum beginnen zu schweben, abzuheben, zu fliegen in einem Schneeschauer sich auflösender Zeit. Diese Bilderfolge von Barbara Yelin ist von unheimlicher Schönheit, so wie ekstatische Verliebtheit etwas Unheimliches hat. mehr


9783956400865„Katze hasst Welt“ von Kathrin Klingner: „Subtil-absurde Alltagsminiaturen“ – „Deutschlandfunk“ vom 29.08.2017 (Andrea Heinze)

Dass das Leben nicht so einfach ist, wie es die Ratgeberliteratur nahelegt, ist eigentlich klar. Kathrin Klingner fokussiert in ihrem Comicdebut „Katze hasst Welt“ aber so sehr darauf, wie alles misslingt, dass es schon wieder komisch ist.

Eigentlich war die Welt von Katze noch nie in Ordnung. Schon auf der Kunsthochschule wird sie Opfer einer Performance, die nahelegt, dass sie nur wegen eines Computerfehlers aufgenommen wurde. Die Professoren nehmen den Körperbau ihrer Studentinnen ernster als deren Kunst. Und irgendwie wirkt Katze immer ein bisschen verloren. mehr


9783956401251„Hilda und der Steinwald“ von Luke Pearson: „Eine fantastische Comicreihe für Kinder“ – „NDR Info“ vom 25.08.2017 (Korinna Hennig)

Die kleine Hilda lebt mit ihrer Mutter in den Bergen, irgendwo in einem nicht näher benannten nordischen Land. Sie ist furchtlos und liebt es, in der Natur zu spielen – vor allem mit ihren Freunden: Trolle, so genannte Woffel, die fliegen können, und Holzmänner. Doch eines Tages landen Steine und winzige Drohbriefe in ihrem Haus. Wie sich herausstellt, lebt ein mikroskopisch kleines Zwergenvolk genau dort, wo ihr Zuhause steht, und das fühlt sich bedroht. Und dann ist da noch der rätselhafte Mitternachtsriese, den sie plötzlich durch ihr Tal streifen sieht. So beginnt die Hilda-Reihe von Luke Pearson. mehr


9783956401183„Esthers Tagebücher: Mein Leben als Zehnjährige“ von Riad Sattouf: „Ein Jahr, ein Mädchen“ – „ZEIT Online“ vom 16.08.2017 (Michael Brake)

Der Comiczeichner Riad Sattouf dokumentiert das Leben eines Mädchens aus der Mittelschicht – mit allen kleinen Dramen, Egoismen und einem kindlichen Blick auf die Welt.

Esther ist neun Jahre alt. Sie wohnt in Paris und geht auf eine Privatschule. Sie mag die Songs von Kendji Girac (wenn ihr alt seid, werdet ihr das nicht kennen) und ihr Lieblingsfilm ist Rapunzel von Walt Disney. Was Esther am meisten Angst auf der Welt macht, sind Fliegen, die einem in die Nasenlöcher kriechen wollen, wenn man schläft. mehr


9783956400353„Fritz the Cat“ von Robert Crumb: „Abseits politischer Korrektheit“ – „Badische Zeitung“ vom 15.08.2017 (Jürgen Schickinger)

Ikone lässt Kultfigur sterben: Robert Crumb, Meister des Undergroundcomix, war mit dem Film „Fritz the Cat“ (1972) unzufrieden. Im gleichen Jahr bereitete er dem Kater, den er 1964 erschaffen hatte, ein blutiges Ende. Zu seinem Stellenwert hat der Film aber beigetragen: Kürzlich erzielte das Original eines Fritz-Titelbilds von 1969 bei einer US-Auktion mehr als 700 000 Dollar! In Buchform lebt der Kater sowieso weiter. mehr


9783956400353„Fritz the Cat“ von Robert Crumb: „Sex & Drugs – alles für die Katz“ – „Spiegel Online“ vom 14.08.2017 (Timur Vermes)

Neu übersetzt, mit mehr Seiten: Der Verlag Reprodukt legt Robert Crumbs „Fritz the Cat“ wieder auf. Ein Wiedersehen mit dem Kater, der Miezen schon 1965 so behandelte wie Donald Trump heute.

Was für eine willkommene Neuauflage: Reprodukt hat soeben „Fritz The Cat“ neu herausgebracht, vollständiger than ever, und im großformatigen Hardcover. Was eine sehr schöne Erleichterung darstellt: Die meines Wissens letzte, von der „FAZ“ herausgegebene Sammlung deutscher Sprache ist nicht nur längst vergriffen, sondern im Taschenbuchformat erschienen: eine Menge Kleingags sind selbst mit Lesebrille nur noch winziges Gefutzel. Die Frage ist allerdings, ob es sich heute noch lohnt, über 50 Jahre nach der ersten Veröffentlichung. Die Antwort: mehr denn je. Ende der Sechzigerjahre war Fritz ein Skandal. Heute ist er der Normalfall. mehr


9783956401190„Patience“ von Daniel Clowes: „Traumfahrten und Horrortrips“ – „Wiener Zeitung“ vom 12.08.2017 (Martin Reiterer)

Fantasievolle Reise-Comics: Der italienische Zeichner Igort gestaltet Erinnerungen an Japan, der Amerikaner Daniel Clowes schickt seinen Helden durch diverse Zeitschichten.
Dieser Eindruck einer Zeitreise in den eigenen inneren Osten ist in Igorts Japan-Comic so stark, dass er angesichts der Lektüre von Daniel Clowes’ „Patience“ wieder auftauchen mag. Denn in „Pa-tience“ tritt die Hauptfigur tatsächlich eine Zeitreise in die eigene Geschichte an. Freilich, wir haben es mit einem Kunstgriff der Fantasie zu tun. Doch letztlich beruht dieses Bedürfnis, in die eigene Geschichte einzutauchen, auf der einzigartigen Fähigkeit des menschlichen Geistes, der Enge der unmittelbaren Gegenwart zu entfliehen. Dabei sind die Voraussetzungen in den beiden Comics so gegensätzlich wie die ästhetischen Mittel unterschiedlich sind. mehr


9783956401312„Otto“ von Marc-Antoine Mathieu: „Sind diese Comics Kunst, weil sie keiner kapieren kann? – „Die Welt“ vom 06.08.2017 (Michael Pilz)

Daheim in Frankreich ist Marc-Antoine Mathieu ein Superstar unter den Comiczeichnern. Nun wird seine kafkaeske Kunst auch in Deutschland groß gefeiert. Eine Reise durch sein rätselhaftes Werk.

Otto heißt der Held. Sein Name ist ein Palindrom, ein Spiegelwort. Am Anfang der Geschichte tritt Otto als Künstler im Museum von Bilbao auf, ein Popstar der Performance, nackt und kahl führt er das vor, was Kuratoren und Kritiker als „Metaphysik der Reflexion“ feiern. mehr


9783956401060„Olympia“ von Bastien Vivès, Ruppert & Mulot: „Sex, Crime und grober Unfug“ – „Der Tagesspiegel“ vom 06.08.2017 (Moritz Honert)

Die Gangsterkomödie „Die große Odaliske“ war eine gekonnte Kreuzung aus Russ Meyer und Ocean’s Eleven. Der Nachfolger setzt jetzt noch einen drauf.

Es dauert nicht lange, da sitzen die drei Profieinbrecherinnen Sam, Carole und Alex mal wieder in der Scheiße. Erst buchstäblich, weil sie das Musée de l’Armée ungeplant durch die Kanalisation verlassen müssen, dann sprichwörtlich, weil sie es sich mit der italienischen Mafia verscherzt haben. Aber gut, Berufsrisiko: „Wir betreiben hier Kunstraub, das ist nichts für Spießer“, wie Alex die Lage auf den Punkt bringt. mehr


9783956400353„Fritz the Cat“ von Robert Crumb: „Subversive Samtpfote“ – „Weser Kurier“ vom 02.08.2017 (Hendrik Werner)

Unlängst wurde für eine Rekordsumme die Originalzeichnung eines Comic-Covers versteigert. Es zeigt Fritz the Cat, einen asozialen Kater, dem der Reprodukt-Verlag jetzt eine Neuausgabe beschert.

Vergesst Garfield (fett, faul, gefräßig)! Vergesst Jerrys Gegenspieler Tom (neidisch, cholerisch, hysterisch)! Hier kommt Fritz (arbeitsscheu, drogen- und sexsüchtig). Gegen ihn sind andere Kater, nun ja, Milchbubis. Drei Monate ist es nur her, dass das asoziale Geschöpf auf dem Kunstmarkt für Furore sorgte. In den USA wurde ein 1969 von Robert Crumb gezeichnetes Fritz-Cover für umgerechnet 640.000 Euro versteigert. So viel erzielte eine Originalzeichnung aus einem US-Comic nie zuvor. mehr


9783956401183„Esthers Tagebücher: Mein Leben als Zehnjährige“ von Riad Sattouf: „Ein Jahr in Esthers Welt“ – „Neue Zürcher Zeitung“ vom 02.08.2017 (Manuela Kalbermatten)

Während zehn Jahren will der Pariser Künstler Riad Sattouf die Jugendjahre eines Mädchens aus seinem Bekanntenkreis einfangen. Nun ist der erste Band dieser spektakulären Graphic Novel erschienen.

Esther ist fast zehn, sie lebt mit ihrer Familie in einem (zu) kleinen Appartement im 17. Arrondissement von Paris, und ihre Weltsicht ist so abgeklärt wie naiv. In Zeiten von Smartphones und Youtube ist das kein Widerspruch: Aus den dort verbreiteten Bildern und Botschaften hat Esther gelernt, dass es im Leben vor allem auf Schönheit ankommt («Wenn man blond und geschmeidig ist, bringt man es mal zu was») und dass nur Mädchen «Schlampen» sein können. mehr


9783956401206„Mohnblumen aus dem Irak“ von Brigitte Findakly und Lewis Trondheim: „Kinderblick“ – „intro.de“ vom 31.07.2017 (Julia Brummert)

Brigitte Findalkys autobiografischer Comic »Mohnblumen aus dem Irak« zeigt, wie ihre Kindheit im Irak ausgesehen hat. Das ist hübsch und tut manchmal weh.
Nimrud liegt etwa 130 Kilometer südlich von Mossul im heutigen Irak. Die Ruinen der altorientalischen Stadt waren ziemlich gut erhalten, bis 2015 der so genannte Islamische Staat begann, alles dem Erdboden gleich zu machen. Für Brigitte Findalky wurde damit eine Kindheitserinnerung kaputt gemacht, denn sie und ihre Familie haben früher oft Ausflüge nach Nimrud unternommen. mehr


9783956400742„Rein in die Fluten“ von David Prudhomme, Pascal Rabaté: „Gut geölte Strandkörper und schwermütige Cocktail-Schwinger“ – „rollingstone.de“ vom 28.07.2017 (Marc Vetter)

David Prudhomme und Pascal Rabaté haben den perfekten Comic-Begleiter für den Strandurlaub verfasst. Ein absurd-komisches Ballett der Sommerfrischler und zugleich eine entlarvende Soziologie des vergnügungssüchtigen und hemmungslosen Ferienmenschen.

Sommerurlaub ist Krieg! Der Körper wird mindestens drei Monate vorher mit Haferflocken, Hanteln und eiserner Gymnastik in Form gebracht. Das perfekte Domizil ist schon mindestens ein Jahr im voraus ausgesucht, dafür wird auch der eine oder andere Restaurant- oder Kinobesuch eingespart. Man will will sich ja nicht lumpen lassen. Die Ausflüge sind zudem gebucht – ohne Rücksicht auf die gelangweilten Kinderlein mehr


9783956401060„Olympia“ von Bastien Vivès, Ruppert & Mulot: „‚Zuerst habe ich Spinnen gezeichnet'“ – „taz“ vom 24.07.2017 (Christoph Haas)

Der französische Comic-Autor Bastien Vivès im Gespräch über seine Frauenfiguren und die Liebe – und das Glück, ohne Familie zu leben.

taz: Mon­sieur Vivès, mit gerade 33 Jahren haben Sie schon rund ebenso viele Alben und Graphic Novels veröffentlicht. Sind Sie eigentlich permanent am Zeichnen?
Bastien Vivès: Im Wesentlichen: Ja! Ich arbeite jeden Tag in meinem Atelier, von Montag bis Sonntag. Ich habe keine Familie, der ich mich widmen muss, sondern kann mich ganz meiner Leidenschaft hingeben. Das ist ein Glück und ein Luxus. Ich nehme meine Arbeit allerdings auch sehr ernst, bis zu dem Grad, dass ich manchmal den Eindruck habe, das Leben zu versäumen. mehr


9783956401060„Olympia“ von Bastien Vivès, Ruppert & Mulot: „Französischer Comic über drei Kunsträuberinnen“ – Bayern 2 vom 23.07.2017 (Niels Beintker)

Zu den Hauptwerken des französischen Malers Édouard Manet gehört das Gemälde „Olympia“. Entstanden um 1863 zeigt es eine nackte Frau, ausgestreckt auf einem Bett. Die öffentliche Präsentation des Bildes sorgte seinerzeit für einen großen Skandal. Nun steht das kunsthistorisch bedeutende Gemälde im Mittelpunkt eines Comics – und wird darin geraubt. Die französischen Comic-Autoren Bastien Vivès, Florent Ruppert und Jérome Mulot – drei wichtige Künstler ihrer jungen Generation – haben die abenteuerliche und wilde Geschichte erzählt und gezeichnet.
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9783956401060„Olympia“ von Bastien Vivès, Ruppert & Mulot: „Olympia“ – „Süddeutsche Zeitung“ vom 08.07.2017 (Martina Knoben)

Wir werden Mama! Schöne Frauen, spektakuläre Kunstdiebstähle, irre Stunts und die unglaublichste Unterwassergeburt aller Zeiten: Bastien Vives‘ Sex&Crime-Comic „Olympia“ ist ein sommerlich leichter, actionreicher Spaß.

Und plötzlich sind sie wieder zu Dritt: Carole, die ihre Freundinnen tot wähnten am Ende von „Die große Odaliske“, taucht in „Olympia“, dem zweiten Teil der Sex&Crime-Comic-Reihe von Bastien Vivès, Florent Ruppert und Jérôme Mulot, als Dea ex machina wieder auf. mehr


9783956401190„Patience“ von Daniel Clowes: „Melancholischer Sci-Fi-Krimi von Daniel Clowes “ – „Neue Osnabrücker Zeitung“ vom 07.07.2017 (Daniel Benedict)

Mit „Ghost World“ wurde der Comic-Zeichner Daniel Clowes berühmt. Jetzt liegt sein neuer Band „Patience“ in den Buchläden, eine Mörderjagd mit den Mitteln der Zeitreise.
In seinem Comic „Patience“ kombiniert der preisgekrönte Autor Daniel Clowes klassische Science-Fiction-Paradoxa mit einer Liebesgeschichte, in der ein White-Trash-Underdog nach langer Suche einen Sinn in der eigenen, entwerteten Existenz findet. mehr


9783956401190„Patience“ von Daniel Clowes: „Psycho-Trip in die Vergangenheit“ – „taz“ vom 03.07.2017 (Ralph Trommer)

Kult-Indie-Comiczeichner Daniel Clowes erzählt in „Patience“ eine vielschichtige, düstere Paargeschichte – inklusive Zeitreise.

Sie sind die Harmonie pur. Pa­tience und Jack. Ein junges Paar, das sich gefunden hat. Der Schwangerschaftstest ist positiv. Uneingeschränkte Vorfreude. Alles perfekt. Oder doch nicht? Stets schwingen Zweifel mit in den Dialogen. Vor allem finanzielle Sorgen beschäftigen das Paar, es lebt in prekären Verhältnissen. Jack behauptet, einen Job in Aussicht zu haben, der die gröbsten Probleme lösen würde. Doch er lügt, eigentlich hat er nur einen Job als Flyer-Verteiler auf der Straße sicher.mehr


9783956401190„Patience“ von Daniel Clowes: „Zeitreisen sind auch keine Lösung“ – „Süddeutsche Zeitung“ vom 27.06.2017 (Christoph Haas)

Mit der Graphic Novel „Patience“ zeigt sich der amerikanische Zeichner Daniel Clowes auf der Höhe seines Könnens. Er setzt den alten Wunsch in Szene, Geschehenes rückgängig machen zu können.

Daniel Clowes versteht sich darauf, Leser neugierig zu machen. Das beginnt schon bei den barock-verschnörkelten oder lakonischen Titeln, die der 1961 geborene US-Amerikaner seinen Graphic Novels gibt. „Wie ein samtener Handschuh in eisernen Fesseln“ (1993), „Ghost World“ (1997), „David Boring“ (2000), „Der Todesstrahl“ (2011) – da schwingt stets ein Hauch von Camp mit, ein ironisch gebrochenes Versprechen von Sensationen und Mystery. So ist man auch sofort bereit, eine tiefere Bedeutung dahinter zu vermuten, dass Clowes‘ aktuelles Werk „Patience“ heißt. Es ist der Name der weiblichen Hauptfigur, aber bedeutet eben auch „Geduld“. mehr


9783956401206„Mohnblumen aus dem Irak“ von Brigitte Findakly und Lewis Trondheim: „Findakly/Trondheim: Mohnblumen aus dem Irak “ – „Radio Bremen“ vom 27.06.2017 (Kerstin Burlage)

In ihrer Graphic Novel hat die irakisch-französische Comic-Künstlerin Brigitte Findakly ihre Erlebnisse im von Putschen, Diktaturen und auch Krieg gebeutelten Irak in Worte und Bilder gefasst – gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Comiczeichner Lewis Trondheim.
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9783956401237„The Artist: Der Schnabelprinz“ von Anna Haifisch: „‚Katastrophen sind lustiger als Erfolg'“ – „taz“ vom 26.06.2017 (Markus Lücker)

Anna Haifisch kreiert seit Jahren das Bild einer hungernden und leidenden Künstlerin. Die Leipziger Comic-Zeichnerin erklärt ihren Bohème-Lifestyle.

taz.die tageszeitung: Frau Haifisch, seit zwei Jahren zeichnen Sie in „The Artist“ das Leben eines unglücklichen Künstlers. Darin gibt es viele Überschneidungen zu Ihrem eigenen Leben: Beruf, Wohnort, Bekanntschaften. Ihre Hauptfigur erscheint dem Betrachter wie ein Alter Ego. Warum ist diese Figur ausgerechnet ein Vogel?

Anna Haifisch: Ich sehe ja auch ein bisschen aus wie ein Vogel. Anders als der „Artist“ habe ich zwar mehr als vier Haare, meine Physiognomie ist allerdings ziemlich schnabelmäßig. Außerdem sind Vögel sehr fragil und kommen recht schwächlich daher. mehr


9783956401176„Geisel“ von Guy Delisle: „Lektionen in Sachen Überleben“ – „Tiroler Tageszeitung“ vom 24.06.2017 (Silvana Resch)

Zwei Reportage-Comics aus Krisenregionen: „Kobane Calling“ ist ein Appell zur Solidarität, um Freiheit geht es auch in „Geisel“.

Wie riskant Engagement in Krisenregionen sein kann, zeigt der bekannte Comicdokumentarist Guy Delisle in „Geisel“. Darin erzählt er erstmals ein fremdes Schicksal. 111 Tage war der Franzose Christophe André, Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen, in Tschetschenien in Geiselhaft. Die Ungewissheit, die quälende Eintönigkeit, der Hunger, die Versuche, dem Wahnsinn und der Verzweiflung ein Schnippchen zu schlagen – all das breitet Delisle behutsam auf den mehr als vierhundert Seiten aus. mehr


9783956401060„Olympia“ von Bastien Vivès, Ruppert & Mulot: „Sex, Crime und grober Unfug“ – „Spiegel Online“ vom 30.06.2017 (Timur Vermes)

Hat man einen guten Knalleffekt, fragt keiner nach der Logik – so zeichnet Bastien Vivès in seinen Comics eine diebische Dreimäderl-Gang. Ein lustvoll leichter Mix aus Action und Erotik.

Vivès, 33, zeichnet gerne hübsche, junge Frauen. Gut, das machen viele Comiczeichner, aber nicht so wie der Franzose: Er zeichnet sie, wie sie gehen, stehen, gucken, wie sie kauern. Er zeichnet sie anmutig, unsicher, wütend, verlegen, und all das mit so sparsamen Strichen, dass man meint, jedes Milligramm Farbe kostet extra. mehr


9783956401213„Die Goldgruber-Chroniken“ von Nicolas Mahler: „Die Kunst und das Nichts“ – „neues deutschland“ vom 22.06.2017 (Waldemar Kesler)

Nicht nur »Die Goldgruber-Chroniken« beweisen, dass der Comic-Zeichner Nicolas Mahler ein genialer Humorist ist.

Bei Nicolas Mahler hört für manche der Spaß auf. Während Mahler in der internationalen Indie-Szene eine fanatische Anhängerschaft hat, empören sich Fans von Mainstream-Comics über sein in ihren Augen schlampiges Handwerk. Er verzichtet konsequent auf Details. Seine Figuren haben keine Hände, ihre Beine sind Stümpfe und anstelle von Gesichtern prangen mächtige Nasenkolben aus den Hälsen. Für Mimik ist da kein Platz. mehr


9783956401183„Esthers Tagebücher: Mein Leben als Zehnjährige“ von Riad Sattouf: „Riad Sattouf zeichnet Erinnerungen“ – „WDR3“ vom 20.06.2017 (Christian Möller)

Mit „Der Araber von morgen“ gelang ihm der Durchbruch: In dem Comic erzählt Riad Sattouf von seinem Aufwachsen in Libyen und Syrien. Nun nimmt der Autor und Zeichner die französische Jugend in den Blick. Christian Möller stellt sein Werk vor. mehr


9783956401176„Geisel“ von Guy Delisle: „Zähl die Tage“ – „intro.de“ vom 30.05.2017 (Bastian Küllenberg)

Der kanadische Zeichner und Autor Guy Delisle fasst zäh verlaufende Zeit in reduzierte Bilder. Seine neue Graphic Novel »Geisel« ist atmosphärisch dicht und setzt einen Erfahrungsbericht unaufgeregt um.

Guy Delisle ist mit seinen gezeichneten, journalistischen Reiseberichten »Pjöngjang« und »Shenzen« zu einem klangvollen Namen des graphic journalism geworden. Das neueste Werk des Zeichners und Autors, der sich mit der Reihe »Ratgeber für schlechte Väter« auch vor seichteren Themen nicht scheut, bearbeitet einen realen Kriminallfall. 1997 wurde der für Ärzte ohne Grenzen arbeitende Christophe Andre im Nordkaukasus von tschetschenischen Separatisten entführt. Einige Jahre später traf er Delisle, um von den Erlebnissen zu berichten. mehr


9783956400063
„Irmina“ von Barbara Yelin : „Morgenmagazin Buchtipp“ – „ARD Morgenmagazin“ vom 17.05.2017 (Thomas Schindler)

Einer der wohl außergewöhnlichsten Comics der letzten Jahre.

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9783956401350„Der Sommer ihres Lebens“ von Barbara Yelin und Thomas von Steinaecker: „Ein Schriftsteller erzählt in Bildern“ – „Augsburger Allgemeine“ vom 13.05.2017 (Richard Mayr)

Graphic Novels sind das große Thema der Branche. Bald legt der Schriftsteller Thomas von Steinaecker seinen ersten Lang-Comic vor. Der Unterschied zum literarischen Schreiben war für ihn groß

Herr von Steinaecker, Sie treten schreibend ja nicht nur als Schriftsteller in Erscheinung, sondern gelegentlich auch als Rezensent von – nicht Comics, sondern Graphic Novels.

Da muss ich gleich einmal einhaken… mehr


9783956401206„Mohnblumen aus dem Irak“ von Brigitte Findakly und Lewis Trondheim: „Lewis Trondheim zwischen Disney und Autobiografie“ – „Deutschlandfunk“ vom 15.05.2017 (Andrea Heinze)

Er hat die legendäre Donjon-Comic-Reihe mitbegründet – und war schon immer einer, der nicht nur unglaublich viele, sondern auch unglaublich vielfältige Comic veröffentlicht hat: Jetzt zeigt Lewis Trondheim mit drei Büchern, wie sehr ihn der künstlerische Spagat reizt.

Es gibt nur wenige Disney-Autoren, die es dermaßen krachen lassen: Gerade noch wird der geschrumpfte Micky Maus von Riesen-Insekten verfolgt, da muss er sich auch schon gegen die Dekonstruktion seines Heldenmythos‘ wehren, weil Kommissar Hunter ihn absetzen will und nicht mal mehr die Jungs auf der Straße ihm helfen – und schon wirft Comic-Autor Lewis Trondheim Micky Maus in den mittelamerikanischen Dschungel zum Stamm der Inkas oder sind es die Azteken? mehr


9783956401183„Esthers Tagebücher: Mein Leben als Zehnjährige“ von Riad Sattouf: „Zartbitter mit wasabihaftem Biss“ – „Spiegel Online“ vom 15.05.2017 (Timur Vermes)

Doppelschlag von Riad Sattouf – und was für einer! „Esthers Tagebücher“ und „Der Araber von morgen“ zeigen die Welt aus der Kinderperspektive: rührend naiv, witzig-pikant und erschreckend erbarmungslos.

Manchmal entdeckt man Sachen so spät, dass es einem beinahe schon peinlich ist. Die tüchtige Kapelle Drahdiwaberl zum Beispiel. Oder, auch reichlich spät, das Videospiel „Assassin’s Creed“. Oder jetzt, Schande über Schande, Riad Sattouf. Ich hab den Mann einfach unterschätzt. Und zu meiner Entschuldigung kann ich nur anführen, dass sein Start nicht ganz überzeugend war. mehr


9783956401176„Geisel“ von Guy Delisle: „Fesselnde Kunst“ – „3sat Kulturzeit“ vom 28.04.2017 (Lotar Schüler)

Ein Sommer vor 20 Jahren, irgendwo im Kaukasus: Einer ist früh zu Bett gegangen. Der Franzose Christophe André arbeitet bei Ärzte ohne Grenzen und ist erst seit ein paar Wochen hier. Christophe weiß nicht, wie ihm geschieht. Ein Albtraum beginnt: Er wird von tschetschenischen Rebellen entführt.

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9783956401213„Die Goldgruber-Chroniken“ von Nicolas Mahler: „Die Leiden des jungen Mahler“ – „Deutschlandfunk“ vom 01.05.2017 (Paul Lohberger)

Die Termine am Finanzamt lieferten Nicolas Mahler den Impuls, autobiografische Themen zu zeichnen. Die zuständige Beamtin machte den Comiczeichner nämlich offiziell zum Künstler.

Mit den ersten Erfolgen wurde der Zeichner Anfang der Nullerjahre umsatzsteuerpflichtig. So stellte sich die Frage, ob für ihn der günstige Umsatzsteuersatz für Künstler zulässig wäre. mehr


9783956401220„Birgit“ von Max Baitinger: „Vergilbende Bürowelt“ – „fixpoetry“ vom 26.04.2017 (Elisabeth Grün)

Nach „Heimdall“ und „Röhner“ hat der 1982 in Oberbayern geborene Wahl-Leipziger Max Baitinger seinen dritten Comic einer Figur-Innenschau, die er zeichnerisch nach außen wendet, veröffentlicht. Auch in „Birgit“ dominiert wieder die Lust des studierten Illustrators am zitatreichen Spiel mit grafischen Stil-Elementen.

Diesmal bewegt sich Baitinger nahe an den Rändern der DIN-Normen entlang. Mit stereotyp klaren schwarzen Linien, mit Icons und Symbols aus der technisierten Welt markiert er die Eigenart des neuen Werks – es ein Büro-Comic. mehr


9783956401176„Geisel“ von Guy Delisle: „Hoffen, Warten und Verzweifeln“ – „WDR 5“ vom 25.04.2017 (Christian Möller)

Christian Möller stellt die Graphic Novel „Geisel“ von Guy Delisle vor. Auf 400 Seiten gelingt es ihm, das quälende Verrinnen der Zeit während einer Geiselhaft in Bild und Wort darzustellen. Ein starker Comic über das Hoffen, Warten und Verzweifeln.

Der Service „Literatur“ heute mit einem ziemlich dicken Buch, in dem vor allem Bilder zu sehen sind. Eine Graphic Novel. Sie stammt vom kanadischen Autor Guy Delisle und basiert auf einer wahren Begebenheit. „Geisel“ so heißt das Buch und Christian Möller hat es für uns gelesen. mehr


9783956401220„Birgit“ von Max Baitinger: „Dem Büro-Trott ein Denkmal“ – „Deutschlandfunk“ vom 19.04.2017 (Andrea Heinze)

Der Arbeitsalltag einer Verwaltungsfachangestellten mag auf den ersten Blick öde wirken. Doch Max Baitingers neuer Comic „Birgit“ zeigt: Gerade im Büro zeigen sich die Spielchen und Abgründe des menschlichen Zusammenlebens.

Die Neue – sie nimmt gleich die ganze erste Seite ein – und wirkt doch ein bisschen naiv mit ihrer riesengroßen runden Brille und der blauen Latzhose. mehr


9783956401183„Esthers Tagebücher: Mein Leben als Zehnjährige“ von Riad Sattouf: „Der Hass auf Europa ängstigt mich“ – „Spiegel online“ vom 21.04.2017 (Moritz Piehler)

Riad Sattouf ist ein Star der französischen Comicszene, seine Bände verkaufen sich hunderttausendfach. Hier erzählt er, warum ihm Frankreichs Annäherung an die russische Politik mehr Sorgen macht als die Islamophobie.

In „Esthers Tagebüchern“ erzählen Sie Geschichten aus der Sicht der Tochter eines Freundes. Geben Sie ihr Themen vor oder hören Sie der Zehnjährigen einfach zu? mehr


9783956401176„Geisel“ von Guy Delisle: „Handgelenk, Handschelle, Heizungsrohr“ – „Spiegel online“ vom 19.04.2017 (Timur Vermes)

Eine Entführung, ein Raum, ein Gefangener: Das Comic „Geisel“ macht aus Isolation und Monotonie eine lohnende Leseerfahrung. Dabei begnügte sich der Autor bisher mit netten Comic-Reiseführern.

„Nichts passiert. Keiner kommt, keiner geht. Es ist schrecklich.“ Samuel Beckett hat aus dieser Prämisse ein absurdes Theaterstück gemacht. Jetzt nimmt sich der Kanadier Guy Delisle etwas Ähnliches vor, allerdings mit deutlich ernsterem Hintergrund. „Geisel“ heißt sein neuer telefonbuchdicker Band – und man kann jetzt schon sagen: Das Experiment gelingt, aber der Leser muss schon auch wollen. mehr


9783956401176„Geisel“ von Guy Delisle: „Zeit ohne Ende“ – „freitag.de“ vom 18.04.2017 (M. Zehe)

Guy Delisles grafischer Roman GEISEL über die Entführung des Ärzte-ohne-Grenzen-Mitarbeiters Christophe André

Das Œuvre des frankokanadischen Comiczeichners Guy Delisle ließ sich bislang säuberlich in drei Teile auftrennen: Zum einen wären da die seit 2000 entstandenen Comicreportagen aus dem nahen und fernen Osten, die Delisle internationalen Erfolg und einige Bekanntheit auch außerhalb der Comicwelt einbrachte. mehr


9783956401183„Esthers Tagebücher: Mein Leben als Zehnjährige“ von Riad Sattouf: „Lachkrampf in der Schweigeminute“ – „jungle.world“ vom 13.04.2017 (Jonas Engelmann)

Ähnlich wie Richard Linklaters Film »Boyhood« will Riad Sattoufs Comic »Esthers Tagebücher« das Aufwachsen eines Kindes begleiten.

Kinder und Jugendliche bevölkern die Comicwelten des bald 40jährigen französischen Zeichners Riad Sattouf. Er zeigt den kindlichen Blick auf die Welt, die Abgrenzung der Jugend und ihre naive Betrachtung von Gesellschaft und Weltpolitik. Im subtilen Zusammenspiel von Text und Bild, Verknappungen und Verweisen wird aus dieser Perspektive auf die Welt ein vielschichtiger, über die kindliche Lebenswelt hinausweisender Kommentar zur Gegenwart. mehr


9783956401176„Geisel“ von Guy Delisle: „Licht, das über Wände kriecht“ – „culturmag“ vom 15.04.2017 (Katrin Doerksen)

Wer wie ich vor allem ein bisschen in das gezeichnete Alter Ego von Guy Delisle verliebt ist, muss sich in Geisel gleich auf der ersten Seite von ihm verabschieden.

In seinen bisherigen Comics verarbeitete der Frankokanadier seine Eindrücke auf Reisen und als Begleiter der Ärzte ohne Grenzen, seine Erfahrungen als frisch gebackener Vater, seine Arbeit als Zeichner. Objektivität ist wohl generell nicht möglich im Fach des zeichnenden Dokumentierens, aber Guy Delisle treibt die Subjektivität für gewöhnlich zum alles bestimmenden Element. mehr


9783956401237„The Artist: Der Schnabelprinz“ von Anna Haifisch: „Comiczeichner ist ein einsamer Job“ – „Deutschlandfunk“ vom 12.04.2017 (Sigrid Fischer)

Die Zeichnerin Anna Haifisch erzählt Geschichten über Tiere, die sich benehmen wie Menschen. In „The Artist“ durchlebt ein gefiedertes, vogelähnliches Wesen die Mühsal des Künstlerdaseins. Die Comicreihe erscheint wöchentlich auf vice.com – und jetzt als zweiter Band auch gedruckt.

Anna Haifisch heißt sie oder nennt sie sich, was gut passt, denn in ihrem Universum leben lauter Tiere. Die sich aber benehmen wie Menschen. zum Beispiel „The Artist“, ein gefiedertes, vogelähnliches Wesen, das all die Mühsal des Künstlerdaseins durchlebt – und die Kunst der Prokrastination perfekt beherrscht. Anna Haifisch. Guten Tag bei Corso. mehr


9783956401176„Geisel“ von Guy Delisle: „Vom Leben gezeichnet“ – „profil.at“ vom 12.04.2017 (Philip Dulle)

Zwei mitreißende Graphic Novels bereichern den Bücherfrühling: „Patience“ von Daniel Clowes und „Geisel“ von Guy Delisles.

1997 wird Christophe André im Nordkaukasus von tschetschenischen Separatisten entführt. Es ist ein brutales Erwachen, als vier Männer den Mitarbeiter der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen in der Nacht aus seinem Bett und in ein Auto zerren. Dass sie die Grenze nach Tschetschenien überqueren, weiß der zu der Zeit nicht. mehr


9783956401190„Patience“ von Daniel Clowes: „Mord und Zeitreise“ – „intro“ vom 11.04.2017 (Bastian Küllenberg)

Daniel Clowes (»Ghost World«) gelingt mit »Patience« eine aberwitzige Sci-Fi-Liebesgeschichte in psychedelischen Farben.

War Daniel Clowes bereits zu Beginn der 90er mehrfach mit dem renommierten Harvey Award ausgezeichnet worden, so wurde der Zeichner und Autor Ende des Jahrzehnts mit der Graphic Novel »Ghost World«, die zuvor in Clowes gefeierter Serie »Eighball« erschien, endgültig zu einem Star Comicwelt. mehr


9783956401190„Patience“ von Daniel Clowes: „Kosmisches Comic-Comeback“ – „Berner Zeitung“ vom 06.04.2017 (Hans Jürg Zinsli)

Versager, Nerds, glücklose Aussenseiter – sie sind das Spezialgebiet von Daniel Clowes: Jetzt legt der US-amerikanische Autor mit «Patience» ein spektakuläres Comiccomeback vor.

Erinnert sich noch jemand an «Ghost World»? Der Comic um zwei zynische Provinzrumtreiberinnen auf der Suche nach dem Erwachsenwerden wurde 2001 mit Scarlett Johansson und Thora Birch verfilmt. Die Oscarnomination fürs beste Drehbuch teilte sich Regisseur Terry Zwigoff mit Co-Autor Daniel Clowes, der «Ghost World» konzipiert und gezeichnet hatte. mehr


9783956400483„Kiste: Kein Unsinn“ von Patrick Wirbeleit und Uwe Heidschötter: „Ich lese ein Buch! Ich mache keinen Unsinn!“ – „Lesebar Uni Kölln“ von Helena (8 Jahre)

Im dritten Band von Patrick Wirbeleits und Uwe Heidschötters Comicreihe klappt nichts, außer Türen. Mattis soll einen Abend ohne seine Eltern verbringen. Beim letzten Mal Alleinsein hat er allerdings den schiefen Turm von Pisa aus sämtlichen Suppentellern gebaut – das fanden seine Eltern zwar beeindruckend, aber dieses Mal soll das nicht nochmal passieren.

Darum kommt Jana von nebenan, um auf ihn aufzupassen. Sie ist schon so erwachsen, sagen Matis‘ Eltern. Vor allem ist Jana sehr blöd zu Mattis. mehr


9783956401176„Geisel“ von Guy Delisle: „Geisel sein ist schlimmer als Gefängnis“ – „Radio eins“ vom 06.04.2017 (Marie Kaiser)

„Geisel sein ist schlimmer als Gefängnis. Im Gefängnis weiß man wenigstens, warum man eingesperrt ist. Als Geisel hast du einfach Pech“ – so beschreibt Guy Delisle, wie es ist 111 Tage in der Gewalt von Entführern zu sein.

In seiner Graphic Novel „Geisel“ erzählt der kanadische Comiczeichner die wahre Geschichte des Franzosen Christophe André, der als Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen Ende der 90er Jahre von tschetschenischen Rebellen entführt wurde. mehr


9783956401176„Geisel“ von Guy Delisle: „BOOM! kam ein Buch heraus“ – „Süddeutsche Zeitung“ vom 03.04.2017 (Thomas von Steinaecker)

Ein Gespräch mit dem kanadischen Zeichner Guy Delisle über Krisenberichterstattung im Comic und seinen neuen Graphic Novel „Geisel“, der auf einer wahren Geschichte beruht.

Der Kanadier Guy Delisle ist einer der wichtigsten Comic-Künstler der Gegenwart. Seine Reisebücher über Shenzhen, Pjöngjang und Birma waren wegweisend für eine neue Form des dokumentarischen Comics; seine „Aufzeichnungen aus Jerusalem“ verkauften sich allein in Frankreich mehr als 250 000 Mal. Auch sein neuestes Werk, „Geisel“, schildert eine wahre Geschichte: 1997 wurde ein Mitarbeiter der Ärzte ohne Grenzen von tschetschenischen Separatisten entführt und 111 Tage gefangen gehalten. Wir trafen Delisle auf seiner Lesereise in Frankfurt. mehr


9783956401183„Esthers Tagebücher: Mein Leben als Zehnjährige“ von Riad Sattouf: „Konkurrenz für den kleinen Nick“ – „Badische Zeitung“ vom 31.03.2017 (Jürgen Schickinger)

In seinem Graphic-Novel-Bestseller „Der Araber von morgen“ erzählt Riad Sattouf über seine Kindheit in Frankreich, Libyen und Syrien. Nun schlüpft er in die Haut von Esther.

Mit cartooneskem Strich schildert er viele kurze Episoden aus ihrem Leben. Die anfangs Neunjährige wohnt mit ihrer Familie in Paris. Esther ist ein ziemlich normales heutiges Mädchen. mehr


9783931377267Julie Doucet auf dem Comix-Festival Fumetto: „Künstlerin contre coeur“ – „Tagesanzeiger“ vom 30.03.2017 (Alexandra Kedves)

Die feministische Underground-Pionierin Julie Doucet aus Kanada ist Stargast am Comix-Festival Fumetto in Luzern. Zu sehen ist Neues und ihre frühe wilde Phase.

„Toc, toc!“: Draußen, außerhalb des ersten Comicpanels, klopft sich der Sensenmann auf seinen weißen Schädel. Drinnen gibt sich eine junge Frau gerade der schwarzen Woge ihres Weltschmerzes hin. Ihre Augenbrauen krümmen sich wie fette Leichenwürmer über den verquollenen Augen, aus denen Sturzbäche strömen. mehr


9783956401176„Geisel“ von Guy Delisle: „Zeit, die nicht vergeht“ – „Deutschlandradio Kultur“ vom 28.03.2017 (Frank Meyer)

Ganze 111 Tage war der Franzose Christophe André in Tschetschenien entführt. Dann gelang dem Mitarbeiter von „Ärzte ohne Grenzen“ die Flucht. Nach einem Treffen mit André stand für den kanadischen Comic-Künstler Guy Delisle fest: Diese Geschichte musste er zeichnen.

Der Anfang ist dramatisch: Eines Nachts wird in Inguschetien das Quartier von „Ärzte ohne Grenzen“ aufgebrochen, Christophe André gefesselt und nach Tschetschenien verschleppt. Doch bis zu seiner Flucht passiert so gut wie nichts: André ist in einem kahlen Raum an die Heizung gefesselt, drei Mal am Tag gibt es etwas zu essen. mehr


9783956401176„Geisel“ von Guy Delisle: „Abwarten in grau-blau“ – „Radio Mephisto“ vom 24.03.2017 (Julien Reimer)

1997 in Tschetschenien: Ein Mitarbeiter einer Hilfsorganisation wird verschleppt und als Geisel genommen. 111 Tage wartet er angekettet auf seine Freilassung. Guy Delisle hat daraus eine Graphic Novel gemacht: „Geisel“.

Die Geschichte ist wirklich passiert: 1997 war Christophe André für die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen in Inguschetien im Kaukasus im Einsatz. In der Nacht vom 01. auf den 02. Juli wurde er gekidnappt und ins benachbarte Tschetschenien verschleppt. Dort wartete er 111 Tage auf seine Freilassung, angekettet auf einer Matratze, nur aufs Dürftigste versorgt, allein mit seinen Gedanken. Am 20. Oktober 1997 endete seine Geiselhaft. mehr


9783956401015„Im Schatten des Krieges – Reportagen aus Syrien, dem Irak und der Türkei“ von Sarah Glidden: „Im Schatten des Krieges“ – „Dein Antiheld“ vom 24.03.2017

Die Comic-Journalistin Sarah Glidden begleitet eine Gruppe befreundeter Polit-Blogger, um gemeinsam mit ihnen aus erster Hand die Eindrücke der Menschen aus dem Irak und seiner Umgebung nach der amerikanischen Invasion zu schildern.

Begleitet werden sie von ihrem Jugendfreund Dan, der trotz der Hippie-Sozialisation durch seine Eltern letzten Endes als Marine im Irak stationiert war. Durch intensive Gespräche mit Menschen ganz unterschiedlicher Motivation und Herkunft haben sie hohe, journalistische Ideale, die sie um jeden Preis umsetzen wollen. Doch sie stellen auch schnell fest, dass Journalismus nicht nur ethischer Selbstzweck, sondern auch ein knallhartes Geschäft ist, das ihnen immer wieder ihre Grenzen aufzeigt… mehr


9783956401176„Geisel“ von Guy Delisle: „111 Tage Einsamkeit“ – „Bayerischer Rundfunk“ vom 23.03.2017 (Martin Zeyn)

Der Kanadier Guy Delisle hat als Comicreporter über seine Zeit in Nordkorea und China geschrieben. Jetzt liegt mit „Die Geisel“ seine erste nicht autobiographische Graphic Novel vor, die von einer Entführung im Kaukasus handelt.

Morgens. Männer dringen ins Haus ein. Christophe André, Mitarbeiter der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen im Kaukasus, meint, etwas wie „Milizia“ zu verstehen – also Polizei. Aber rasch wird ihm klar, diese Männer wollen ihn entführen, um Lösegeld zu erpressen. mehr


9783956401190„Patience“ von Daniel Clowes: „Reise in die Vergangenheit“ – „Rolling Stone“ vom 23.03.2017 (Mark Vetter)

Daniel Clowes reizt in „Patience“ die Möglichkeiten der sequenziellen Erzählkunst voll aus

Patience und Jack wurden nicht auf der Sonnenseite des Lebens geboren. Beide wuchsen in bescheidenen Verhältnissen auf; Geldsorgen, Scham, Ausgrenzung und Gewalt lernten sie schon früh kennen. Kein Wunder, dass sie beim jeweils anderen den lange gesuchten Halt finden. mehr


9783956401084„Antonia war schon mal da“ von Max Fiedler und Patrick Wirbeleit: „Leipziger Lesekompass 2017 präsentiert die 30 besten Kinder- und Jugendbücher“ – „Buch Markt“ vom 23.03.2017

Im Rahmen der Leipziger Buchmesse wurden heute 30 Kinder- und Jugendbücher, die in den vergangenen zwölf Monaten erschienen sind, mit dem Leipziger Lesekompass ausgezeichnet.

„Die prämierten Geschichten spiegeln aktuelle gesellschaftliche Themen wider und sind zugleich nah an der Lebensrealität vieler Kinder und Jugendlicher. Zudem eignen sie sich für die Sprach- und Leseförderung in Kindertagesstätten und Schulen: Kleine Zuhörer und leidenschaftliche Leser werden ebenso fündig wie ,Lesemuffel’, deren Leselust geweckt werden soll“, erklären die Initiatoren – die Stiftung Lesen und die Leipziger Buchmesse. mehr


9783956401176„Geisel“ von Guy Delisle: „Geisel“ – „WDR 3“ vom 21.03.2017 (Kai Löffler)

Dokumentarische Comics sind ein eigenes Genre, und Guy Delisle war einer der ersten, die es geprägt haben. In „Geisel“ erzählt der Autor und Zeichner von einem „Ärzte ohne Grenzen“-Mitarbeiter, der entführt und monatelang eingesperrt wurde.

Vor 17 Jahren las Comic-Autor Guy Delisle in der Zeitung über den „Ärzte-ohne-Grenzen“-Mitarbeiter Christophe André, der im Kaukasus von tschetschenischen Rebellen entführt wurde. Andrés Geschichte ließ ihn nicht mehr los. In „Shenzen“, einem seiner ersten Bücher, erwähnt er die Entführung und durch Zufall und nicht zuletzt auch weil Delisles Frau ebenfalls für die Hilfsorganisation arbeitete, liefen sich die beiden eines Tages über den Weg. mehr


9783956401176„Geisel“ von Guy Delisle: „Im Kopf des Entführten“ – „Deutschlandfunk“ vom 21.03.2017 (Kai Löffler)

Der Kanadier Guy Delisle ist ein Pionier des Doku-Comics und bekannt für seine Reiseberichte. In seinem neuen Comic „Geisel“ erzählt er erstmals keine persönliche Geschichte. Im Mittelpunkt steht der „Ärzte ohne Grenzen“-Mitarbeiter Christophe André, der von tschetschenischen Rebellen entführt wurde.

Es ging alles sehr schnell. Hatte ich richtig gehört: „Milicia“? Von der Polizei waren die Kerle jedenfalls nicht.

Es ist ein denkbar unsanftes Erwachen, als vier Männer in der Nacht Christophe André, einen Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen, aus seinem Bett und in ein Auto zerren und mit ihm die Grenze nach Tschetschenien überqueren. mehr


9783956401176„Geisel“ von Guy Delisle: „Geiselhaft in Nordtschetschenien“ – „SWR 2“ vom 21.03.2017 (Markus Pfalzgraf)

Sie ist über 400 Seiten dick, aber man kann die Graphic Novel in wenigen Stunden durchlesen. So packend ist „Geisel“ von Guy Delisle.

Selbst wenn scheinbar nicht viel passiert und Christophe André, ein Mitarbeiter der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenen“, Bild für Bild, Seite für Seite in einem kleinen kargen Raum an eine Heizung gefesselt auf einer Matratze liegt – die Spannung bleibt durchgehend hoch. mehr


9783956401183„Esthers Tagebücher: Mein Leben als Zehnjährige“ von Riad Sattouf: „Das Mädchen hat es nicht nur faustdick hinter den Ohren“ – „FAZ“ vom 21.03.2017 (Andreas Platthaus)

Riad Sattouf zeichnet in „Esthers Tagebüchern“, einem auf acht Jahre angelegten wörtlichen Fortsetzungscomic, das Leben und die Meinungen eines französischen Mädchens auf. Jetzt ist der erste Band über dessen Erlebnisse als Neun- und Zehnjährige auf Deutsch erschienen.

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9783956401176„Geisel“ von Guy Delisle: „Der Spuk, der nicht vergeht“ – „Süddeutsche Zeitung“ vom 20.03.2017 (Thomas von Steinäcker)

Es ist still in den Verliesen des Kaukasus: Guy Delisles Comic „Geisel“ erzählt von einer Gefangenschaft. Es ist erstaunlich, wie gut sich die Neunte Kunst für die subtile Darstellung von Ereignislosigkeit eignet.

Auf den ersten Blick ist es eine Überraschung, wenn sich Guy Delisle einer solchen Entführung zuwendet. Neben Joe Sacco ist der Kanadier Delisle der wichtigste Vertreter des Dokumentarcomics. Anders als sein amerikanischer Kollege versieht er seine autobiografischen Berichte aus Pjöngjang, Birma (Myanmar) oder Jerusalem mit einer Selbstironie, zu der sein cartooniger Stil passt. Das macht seine Bücher lesbar, ja oft vergnüglich. Delisles Blick gilt eher der Poesie des Absurden als dem verstörenden Zynismus, den Sacco schonungslos zu Tage fördert. Fünfzehn Jahre lang zeichnete Deslisle an dieser neuen Graphic Novel. Zum ersten Mal erzählt er darin eine Geschichte, die nicht seine eigene ist. mehr


9783956401176„Geisel“ von Guy Delisle: „111 Tage in der Gewalt der Entführer“ – „Der Tagesspiegel“ vom 20.03.2017 (Thomas Greven)

Guy Delisle verarbeitet in „Geisel“ die Entführung eines Freundes. Derzeit ist der Kanadier mit seinem neuen Buch in Deutschland auf Lesereise.

Guy Delisle ist mit seinen autobiographischen Comics – ob Reiseberichte oder Vatererfahrungen – auch in Deutschland so etwas wie ein Star am Comic-Markt. Mit dem jetzt auf Deutsch veröffentlichten Buch „Geisel“ betritt der in Frankreich lebende Kanadier Neuland. Seit 2000 hat er immer wieder Gespräche mit seinem Freund Christophe geführt, der 1997 als Mitarbeiter einer Nichtregierungsorganisation im Kaukasus entführt worden war und 111 Tage in der Gewalt seiner tschetschenischen Entführer war. mehr


9783956401183„Esthers Tagebücher: Mein Leben als Zehnjährige“ von Riad Sattouf: „Tagebücher einer Stadtgöre“ – „Der Tagesspiegel“ vom 21.03.2017 (Carsten Werner)

Nach autobiografischen Graphic Novels hat sich Riad Sattouf vorgenommen, mit „Esthers Tagebüchern“ die Verwandlung einer Zehnjährigen zur Erwachsenen zu dokumentieren – zehn Jahre lang.

Jungs, Schönheit, Popstars, die verwirrenden Unterschiede zwischen Arm und Reich, Alt und Jung, Männlein und Weiblein – das sind die Themen der neun- und dann auch bald zehnjährigen Esther. Ein Jahr lang hat sich der Zeichner Riad Sattouf wöchentlich von ihrem echten Vorbild, der Tochter eines Freundes, aus deren Alltag erzählen lassen und darüber einen Comicstrip produziert. mehr


9783956401176„Geisel“ von Guy Delisle: „Irgendwie wie ein gefangenes Tier“ – „n-tv“ vom 20.03.2017 (Markus Lippold)

Guy Delisle ist für seine humorvollen Reisereportagen aus Nordkorea oder Israel bekannt. In „Geisel“ erzählt er nun die wahre Geschichte einer Geiselnahme. Anfangs hatte er davor etwas Angst, sagt er.

Es geht schnell. Die bewaffneten Männer brechen die Tür ein, stürmen das Zimmer. Sie packen Christophe André, ziehen ihn aus dem Bett und knebeln ihn. Er wird zu einem Auto gebracht und die Fahrt geht los: von Nasran in Inguschetien nach Grosny, der Hauptstadt Tschetscheniens. André, Mitarbeiter der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen, wird entführt. mehr


9783956401176„Geisel“ von Guy Delisle: „An die Heizung gekettet“ – „Stuttgarter Zeitung“ vom 18.03.2017 (Thomas Klingenmaier)

Mit großartigen Reportagecomics aus Nordkorea, China, Israel und Myanmar ist Guy Delisle auch in Deutschland bekannt geworden. Nun kommt der Frankokanadier in die Stadtbibliothek am Mailänder Platz. Sein neues Werk „Geisel“ erzählt von einem Kidnapping in Tschetschenien.

111 Tage lang war der Franzose Christophe André, Mitarbeiter der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen, 1997 in Tschetschenien in der Gewalt von Geiselnehmern. Deren Ziele, Absichten und Forderungen kannte er nicht, ihre Sprache verstand er so wenig wie sie offensichtlich die seine. Die meiste Zeit lag er angekettet an einen Heizkörper auf einer Matratze in einem kahlen Raum, dessen einziges Fenster mit Brettern vernagelt war. mehr


9783956401015„Im Schatten des Krieges – Reportagen aus Syrien, dem Irak und der Türkei“ von Sarah Glidden: „Zeichnende Reporter“ – „arte“ vom 15.03.2017 (Kolja Kandziora)

Die amerikanische Comic-Autorin Sarah Glidden ist eine der bekanntesten Emporkömmlinge ihres Fachs. Ihre Spezialität: Comic-Journalismus. In Deutschland ist gerade ihr neues Buch „Im Schatten des Krieges“ erschienen, das von den verdrängten Folgen des Irakkrieges erzählt.

In der Comic-Szene gibt es inzwischen eine ganze Reihe Autoren, die sich mehr als Journalisten denn als Zeichner sehen. Der bekannteste ist Joe Sacco, berühmt für seine Reportagen aus Bosnien oder aus Palästina. mehr


9783956401015„Im Schatten des Krieges – Reportagen aus Syrien, dem Irak und der Türkei“ von Sarah Glidden: „Radikale Subjektivität“ – „ZEIT online“ vom 16.03.2017 (Ann-Kristin Tlusty)

Halb Comic, halb Journalismus: Ein Treffen mit Sarah Glidden, die in der Graphic Novel „Im Schatten des Krieges“ über den Irak-Krieg erzählt – frei vom westlichen Blick.

„He“ nennt Sarah Glidden ihn bloß, „er“. Und ohne dass sein Name auch nur ein einziges Mal fällt in diesem Interview, ist klar, um wen es geht, wer „He“ ist, wenn eine US-amerikanische Comicjournalistin derzeit über Herausforderungen journalistischer Arbeit spricht. Auf einem der Bücherstapel, die das Büro ihres Berliner Verlags füllen, liegt ein Band von Hannah Arendt. Sie könne sich gar nicht erklären, warum das gerade alle lesen, scherzt Sarah Glidden, eine wache, etwas nervöse Frau Mitte dreißig. mehr


9783956401015„Im Schatten des Krieges – Reportagen aus Syrien, dem Irak und der Türkei“ von Sarah Glidden: „Sarah Glidden über Graphic Journalism“ – „intro“ vom 14.03.2017 (Bastian Küllenberg)

Dass Comics mehr sind als Cartoons und Superhelden, dürfte mittlerweile bekannt sein. Die amerikanische Zeichnerin Sarah Glidden ist eine der prominentesten Vertreterinnen des grafischen Journalismus. Wir fragten angesichts ihres neuen Titels »Im Schatten des Krieges« nach, worin die Vorteile gegenüber der Textform liegen.

Sara Glidden ist Ende 30, studierte Malerei an der Boston University und begann vor rund einem Jahrzehnt mit dem Zeichnen von Comics. Mit ihrer ersten längeren Geschichte »Israel verstehen – in 60 Tagen oder weniger« wurde Glidden, die mittlerweile im Subkultur-Mekka Seattle ansässig ist, zur hochgelobten Newcomerin des noch recht jungen grafischen Journalismus. Ihr aktueller Band »Im Schatten des Krieges« berichtet von einer Recherche-Reise nach Syrien und in den Irak. mehr


9783956401022„Vor allem eins: Dir selbst sei treu. Die Schauspielerin Channa Maron“ von Barbara Yelin, David Polonsky: „Ein Abend für Hanna Maron in Wuppertal“ – „WDR 5 Scala“ vom 13.03.2017

In Israel eine Theaterlegende, in Deutschland kaum bekannt – 1933 musste Hanna Maron, damals Kinderstar auf Berliner Bühnen, mit ihrer jüdischen Familie fliehen. Jetzt haben zwei bekannte Comic-Künstler das Leben der Maron auf unterschiedliche Weise verewigt: eine davon ist Barbara Yelin. Scala spricht mit ihr.

Barbara Yelin und David Polonsky haben aus Hanna Marons Geschichte eine Graphic Novel gemacht. mehr


9783956401015„Im Schatten des Krieges – Reportagen aus Syrien, dem Irak und der Türkei“ von Sarah Glidden: „Der Rest der Welt dreht sich weiter“ – „Wiener Zeitung“ vom 09.03.2017 (Christina Böck)

US-Comic-Zeichnerin Sarah Glidden über zu viele schlechte Nachrichten und beeindruckende Flüchtlinge

Es war ein anderes Syrien, in das Sarah Glidden vor sieben Jahren gereist ist. In der Comic-Reportage „Im Schatten des Krieges“ (Reprodukt) begleitet die Bostonerin Journalisten bei Recherchen in der Türkei, im Irak und eben Syrien. Sie wollten die Folgen des Irakkriegs mit eigenen Augen sehen, trafen auf Flüchtlinge, besuchten Foltergefängnisse und einen Iraker, der in den Fokus der US-Antiterror-Justiz geraten war. Auch wenn sich die Situation seither geändert hat, ist Gliddens Comic-Dokumentation doch eine packende Form, Zeitgeschichte und das Ringen einer Generation von engagierten Amerikanern mit Kollektivschuld zu vermitteln. mehr


9783956401015„Im Schatten des Krieges – Reportagen aus Syrien, dem Irak und der Türkei“ von Sarah Glidden: „Zeichnen, wie Journalismus geht“ – „Der Standard“ vom 08.03.2017 (Stefan Weiss)

Die US-amerikanische Comiczeichnerin widmet sich in ihren Arbeiten realen Begebenheiten. Als Reporterin mit Zeichenstift hat sie sich an die Fersen zweier Journalisten geheftet und ihre Recherchen in Syrien, dem Irak und der Türkei dokumentiert. Diese sind jetzt auf Deutsch erschienen.

Wer sich Journalismus von höchster Aktualität erwartet, wird enttäuscht sein. Denn der Comicband „Im Schatten des Krieges – Reportagen aus Syrien, dem Irak und der Türkei“ (Reprodukt) wurde von der Geschichte längst überrollt. 2010, wenige Monate bevor im Nahen Osten die Aufstände des Arabischen Frühlings ihren Lauf nahmen, reiste die US-Comickünstlerin Sarah Glidden mit zwei befreundeten jungen Journalisten durch die Krisengebiete. mehr


9783956401015„Im Schatten des Krieges – Reportagen aus Syrien, dem Irak und der Türkei“ von Sarah Glidden: „Am Scheideweg“ – „Die Welt“ vom 04.03.2017 (Lisa Schmidt-Herzog)

Sarah Glidden erzählt in ihrer Graphic Novel „Im Schatten des Krieges“ von Journalisten auf der Suche nach der Wahrheit. Und was sie sein könnte.

In unterschiedlichen Regionen der Welt kämpft der Journalismus an unterschiedlichen Fronten. Donald Trump wird in Übersee nicht müde, unliebsame Reporter der Lüge zu bezichtigen, AfD-Politiker fühlen sich hierzulande fortlaufend falsch verstanden, und nun ist mit Deniz Yücel ein deutscher Journalist mit doppelter Staatsbürgerschaft in der Türkei inhaftiert. Düstere Zeiten für das Ausüben einer Tätigkeit, die idealerweise für Aufklärung sorgt. mehr


9783956401183„Esthers Tagebücher: Mein Leben als Zehnjährige“ von Riad Sattouf: „Nächstes Weihnachten ein Pferd“ – „Deutschlandfunk“ vom 01.03.2017 (Kai Löffler)

Ein Jahr lang hat sich Autor Riad Sattouf für seinen neuen Comic angehört, was die zehnjährige Esther im Alltag bewegt: Jungs, die schlecht riechen, der Traum von Schönheit, Reichtum und Ruhm und – am allerwichtigsten – endlich ein iPhone zu besitzen.

„Diese Woche ist etwas Schlimmes passiert. Meine beste Freundin Eugénie hat gesagt, dass ich sie nerve. Das hat mich traurig gemacht. Außerdem weiß ich, dass Terroristen Charlie angegriffen haben. Das ist jemand, oder eine Zeitung, ich hab’s nicht richtig verstanden, weil Charlie sich über ihren Gott lustig gemacht hat.“ mehr


9783956401015„Im Schatten des Krieges – Reportagen aus Syrien, dem Irak und der Türkei“ von Sarah Glidden: „Ein Hund namens „Happy““ – „Tiroler Tageszeitung“ vom 28.02.2017 (Silvana Resch)

Ein differenzierter, ehrlicher Blick auf komplexe Themen: In einem Reportage-Comic werden Krieg und Journalismus verhandelt.

Fast sieben Jahre ist es her, dass der Krieg in Syrien ausgebrochen ist, wobei Krieg freilich nicht einfach so ausbricht. Die Ursachen und Hintergründe geraten in der Flut an Schreckensmeldungen schnell in den Hintergrund. Noch schwieriger ist es nachzuvollziehen, was Krieg für den Einzelnen bedeutet. mehr


9783956401015„Im Schatten des Krieges – Reportagen aus Syrien, dem Irak und der Türkei“ von Sarah Glidden: „Journalistin Sarah Glidden zeigt Kriegsalltag in Comics“ – „Berliner Zeitung“ vom 28.02.2017 (Jennifer Wagner)

Das Auto fährt durch eine hügelige Landschaft im Irak, im Hintergrund geht die Sonne hinter den Bergen unter, am Straßenrand sind vereinzelte Büsche zu erahnen. Die US-Amerikanerin Sarah Glidden malt ihre Szenen weich, geradezu simpel, vernachlässigt dennoch keine Details. Dabei arbeitet die Comic-Journalistin geduldig und mit Hingabe. In ihrem zweiten Buch „Im Schatten des Krieges – Reportagen aus Syrien, dem Irak und der Türkei“ ist sie ihrem Stil treu geblieben, jedes einzelne Bild hat sie von Hand gezeichnet und mit Wasserfarbe veredelt – bei einem rund 300 Seiten starken Werk eine zeitintensive Arbeit.

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9783956401015„Im Schatten des Krieges – Reportagen aus Syrien, dem Irak und der Türkei“ von Sarah Glidden: „Journalist zu sein, ist nicht einfach“ – „Tagesschau online“ vom 25.02.2017 (Alex Jakubowski)

Sie wollte nicht nur mit eigenen Augen sehen, was in Syrien, im Irak und in der Türkei los ist. Der Zeichnerin Sarah Glidden ging es vielmehr darum zu verstehen, was es heißt, in Kriegs- und Krisengebieten journalistisch zu arbeiten.

Sarah Glidden ist eine angesagte Zeichnerin im Moment. Morgens noch Lesung in einer Schulklasse, abends Interviews und Signierstunden. Deutschland in vier Tagen steht auf ihrem Programm, Glidden ist in Berlin, Hamburg und Frankfurt am Main unterwegs. Und überall muss sie viele Fragen beantworten zum Thema Comic-Journalismus. Denn ihre neue Graphic Novel mit dem Titel „Im Schatten des Krieges“ beruht auf einer zweimonatigen Reise in den Nahen Osten. mehr


9783956401015„Im Schatten des Krieges – Reportagen aus Syrien, dem Irak und der Türkei“ von Sarah Glidden: „Comics gegen die Spaltung der Gesellschaft“ – „Deutschlandfunk“ vom 22.02.2017 (Andrea Heinze)

Die Comic-Zeichnerin Sarah Glidden versucht mit ihren Anti-Trump-Cartoons, Aussagen des US-Präsidenten zu Muslimen und Flüchtlingen zu widerlegen. Auf ihrer Lesereise durch Deutschland stellt Glidden zudem ihre Comic-Reportage aus dem Nahen Osten vor.

Als Sarah Glidden vor sechs Jahren in den Nahen Osten reiste, war die Welt dort eine andere: in Syrien herrschte Frieden und zehntausende Iraker waren dorthin geflüchtet vor den Terroranschlägen und den bürgerkriegsähnlichen Kämpfen, die immer wieder ihre Heimat unsicher machten. Dass nur drei Monate nach ihrer Abreise in Syrien erbitterte Kämpfe losgehen könnten, daran hat Sarah Glidden nicht im Traum gedacht. mehr


9783956401015„Im Schatten des Krieges – Reportagen aus Syrien, dem Irak und der Türkei“ von Sarah Glidden: „Glidden reist im Schatten des Krieges“ – „n-tv“ vom 22.02.2017 (Markus Lippold)

Die US-Invasion im Irak gilt heute Vielen als Fehler. Die Folgen sind enorm, bis hin zur Flüchtlingskrise der letzten Jahre. Die Comiczeichnerin Sarah Glidden erzählt von den Ursachen dieser Entwicklung – und von den Mühen journalistischer Arbeit.

Man stelle sich vor: Da reist man 2010 in den Irak und nach Syrien, um eine Comic-Reportage zu zeichnen. Doch schon kurz darauf überholt einen die aktuelle Entwicklung. In Syrien, wo man gerade noch die Gastfreundlichkeit der Menschen genossen hat, beginnt eine Revolution, die in einen blutigen Bürgerkrieg mündet. mehr


9783956401015„Im Schatten des Krieges – Reportagen aus Syrien, dem Irak und der Türkei“ von Sarah Glidden: „Fatale Folgen der Invasion im Irak“ – „Deutschlandradio Kultur“ vom 22.02.2017 (Frank Meyer)

Welche Auswirkungen hatte der Irak-Krieg für die Menschen in diese Region? Die US-amerikanische Autorin Sarah Glidden hat eine Nahost-Reise begleitet und ihre Erfahrungen in einem Comic-Band verarbeitet. Es ist ein Aufklärungsbuch über die fatalen Kriegsfolgen geworden.

Die US-amerikanische Comic-Autorin Sarah Glidden hat sich in ihrem jüngsten Buch zwei wichtige Fragen gestellt: Was waren die Folgen der Militär-Invasion im Irak? Und was ist eigentlich guter Journalismus? Sie hat zwei Journalisten und einen früheren amerikanischen Soldaten begleitet, bei einer Reise in den Irak, nach Syrien und in die Türkei, im Jahr 2010. Daraus ist ein dokumentarischer Comic entstanden. mehr


9783956401015„Im Schatten des Krieges – Reportagen aus Syrien, dem Irak und der Türkei“ von Sarah Glidden: „»Wir haben einen langen Weg vor uns«“ – „Jüdische Allgemeine“ vom 14.02.2017 (Katrin Richter)

Die Comic-Künstlerin Sarah Glidden über ihr neues Buch, Flüchtlinge und journalistisches Zeichnen

Frau Glidden, wie geht es Ihnen gerade mit den politischen Entwicklungen in den USA?
In den vergangenen Wochen ist so viel passiert. Ich habe angefangen, kleine Comics zu malen, um das, was ich tagtäglich erlebe, zu dokumentieren. So kann ich besser damit umgehen. mehr


9783956401015„Im Schatten des Krieges – Reportagen aus Syrien, dem Irak und der Türkei“ von Sarah Glidden: „Mit Comics gegen Trump“ – „titel, thesen, temperamente“ vom 12.02.2017

Sarah Gliddens Graphic Novel über die Ethik des Journalismus

Schwere Zeiten für Journalisten: Seit Donald Trump vor drei Wochen sein Amt als Präsident der Vereinigten Staaten angetreten hat, führt er Krieg gegen die Medien. Was ist Wahrheit? Was ist Wirklichkeit? Was sind Fakten? Und wie kann man sie angemessen abbilden? Um diese Fragen wird in Zeiten von „Fake News“ heftig gerungen. mehr


9783956401046„La Casa“ von Paco Roca: „Erinnerungen sterben nicht“ – „taz“ vom 04.02.2017 (Ralph Trommer)

In einem ruhigen Ton erzählt Paco Roca im Comic „la casa“ von einer Familie, die Abschied vom Haus des Vaters und so vom Vater selbst nimmt.

Der Schauplatz ist übersichtlich: Ein kleines, verwohntes Haus mit Gartengrundstück an einem namenlosen Ort in Spanien, das einer Familie lange Zeit als Ferienhaus diente. Seit einem Jahr, seit dem Tod Antonios, der allein hier lebte, steht es leer. Seine drei erwachsenen Kinder, die zum Teil selbst Eltern geworden sind, kehren nun ins nutzlos gewordene Haus zurück, um es zum Verkauf herzurichten. mehr


9783956400759„Berichte aus Japan – Eine Reise ins Land der Zeichen“ von Igort: „Japan-Comic: Reise ins Land der Zeichen und Zeichner“ – „Der Standard“ vom 23.01.2017 (Karin Krichmayr)

Graphic-Novel-Meister Igort führt mit „Berichte aus Japan“ tief in die fabelhafte Welt der japanischen Kunst und Kultur

Astro Boy, Hokusais Ansichten des Fuji, Unmengen an Mangas, Farbholzschnitte, Animationsfilme: Es ist eine fabelhafte Welt der Bilder, die sofort vor dem geistigen Auge von Comic-Liebhabern auftaucht, wenn sie an Japan denken. mehr


9783956401091„Kiste: Roboteralarm“ von Patrick Wirbeleit, Uwe Heidschötter: „Ab mit der Lampe unter die Bettdecke!“ – „Freie Presse“ vom 18.01.2017 (Tim Hofmann)

Die Comicserien „Kiste“ und „Ariol“ haben das Zeug zur Kinderfessel

Mag sein, dass Comics beim Rennen um die Wunschzettel-Spitzenplätze auch im vergangenen Jahr wieder verloren haben gegen Star-Wars- und Elsa-Merchandise: Seit die Generation, die mit Bildgeschichten unter der Bettdecke aufgewachsen ist, ihren Kindern damit etwas Gutes tun will, haben die zu oft mit pädagogischem Hintersinn eingesetzen Comics ihren Ruch der Begehrlichkeit eingebüßt. Der Nachwuchs riecht den Braten: Er soll lesen, statt mit dem I-Pad zu daddeln. mehr


P1040599Die Künstlerin Barbara Yelin: „Mein Strich ist immer ein Suchender“ – „Deutschlandfunk“ vom 14.01.2017 (Ute Wegmann)

Barbara Yelin ist eine der bekanntesten deutschen Comic-Künstlerinnen. Sie illustriert Kinderbücher, veröffentlicht Graphic Novels, Webcomics und Comicstrips. Im DLF erzählte sie von den Comics, die ihre Kindheit geprägt haben, ihrem Zeichenprozess und ihrer Liebe zum Schatten.

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9783956401022„Vor allem eins: Dir selbst sei treu. Die Schauspielerin Channa Maron“ von Barbara Yelin, David Polonsky: „Alles Handarbeit“ – „BR Bayern 2“ vom 11.01.2017 (Norbert Joa)

Biografische Geschichten in Bildern darzustellen gilt immer noch als ungewöhnlich. Barbara Yelin zeichnet Graphic Novels – Romane in Bildern.

In ihrem Buch „Irmina“ hat sie das Leben einer Nazi-Mitläuferin illustriert. Die Idee dazu bekam sie, nachdem sie Briefe ihrer verstorbenen Großmutter auf dem Speicher gefunden hatte. In ihrer jüngsten Comic-Biografie zeichnet sie das Leben der israelischen Schauspiel-Legende Channa Maron nach. mehr


9783956400445„Jäger und Sammler“ von Cyril Pedrosa: „Menschen sind Jäger und Sammler“ – „n-tv“ vom 01.01.2017 (Markus Lippold)

Neues Jahr, neues Glück? Schön wär’s. Der Abschluss des alten Jahres ist auch eine Zeit der Melancholie. Dabei darf man die Hoffnung auf etwas Neues nicht aus dem Blick verlieren. Wie in Cyril Pedrosas neuem Comic.

„Melancholie ist ein interessantes Gefühl, denn es verbindet uns mit der Vergangenheit“, sagt Cyril Pedrosa. Also genau das richtige für einen 1. Januar? Das sieht sicher nicht jeder so. Manch einer dürfte heilfroh sein, dass 2016 der Vergangenheit angehört. Andere dagegen dürften in den letzten Tagen tatsächlich auf die letzten zwölf Monate zurückgeschaut oder Vorsätze für das neue Jahr gemacht haben. Nie sind sich Rückblick und Neuanfang so nah wie zu Silvester und Neujahr. Vergänglichkeit wird spürbar, gleichzeitig entsteht etwas Neues. mehr


9783956401084„Antonia war schon mal da“ von Max Fiedler, Patrick Wirbeleit: „Wimmel-wuselnde Weltentdeckung“ – „MDR Kultur“ vom 21.12.2016 (Britta Selle)

Ein herzenswarmes Buch voller fröhlich-leicht gereimter Zeilen und herrlicher Bilder

Fünf gute Freunde verreisen gemeinsam: Biber, Buntspecht, Lurch, Igel und Marienkäfer. Eigentlich soll Antonia auch mit, doch die hat keine Lust, denn sie hat die Welt schon längst gesehen. Das wollen die fünf nicht so recht glauben, doch Antonia meint: „Ihr wollt Beweise. Die findet ihr auf Eurer Reise.“ mehr


9783956401015„Im Schatten des Krieges – Reportagen aus Syrien, dem Irak und der Türkei“ von Sarah Glidden: „Ein Heizgerät für Hadis Familie?“ – „Tagesanzeiger“ vom 21.12.2016 (Alexandra Kedves)

Sarah Glidden begleitete junge US-Journalisten in den Irak und nach Syrien. Sie hinterfragt deren Rolle in der Comic-Reportage «Im Schatten des Krieges».

Hadi sieht aus wie 40, dabei ist er 27 – zwei Jahre jünger als die US-Journalistin, die ihn im abgerissenen Zelt interviewt. Das Zelt steht in einem Flüchtlingslager im irakischen Kurdistan bei der Stadt Sulaymaniyah. Man sitzt auf dem Boden, alles wirkt notdürftig, improvisiert, abbruchreif. mehr


9783956401015„Im Schatten des Krieges – Reportagen aus Syrien, dem Irak und der Türkei“ von Sarah Glidden: „Wahrheit oder „Wahrheit“?“ – „Süddeutsche Zeitung“ vom 18.12.2016 (Thomas von Steinaecker)

Der Comic über die Folgen des Irak-Kriegs fragt nach Möglichkeiten und Grenzen journalistischer Arbeit.

Spätestens mit der Verbreitung der DVD Ende der Neunzigerjahre begann der Siegeszug des Making-ofs. Der Gedanke, dass es doch nett wäre, wenn das neue Speichermedium ein paar Extras enthalte, ließ ein vollkommen neues Genre entstehen. Seine bald schon enorme Popularität verdankt der Blick hinter die Kulissen dem Versprechen zu zeigen, wie es wirklich war. Die Sehnsucht danach ist nur logisch: Je stärker der Eindruck ist, die Welt sei durchinszeniert, desto größer ist der Wunsch nach „der Wahrheit“. mehr


9783956400759„Berichte aus Japan – Eine Reise ins Land der Zeichen“ von Igort: „Ein Liebeslied an die japanische Kultur“ – „n-tv“ vom 17.12.2016 (Markus Lippold)

Japan weckt die Fantasie vieler Westler. Ein geheimnisvolles Land mit einer reichen Tradition, aber auch mit abstrusen Regeln. Der Italiener Igort träumte nicht nur von Japan, er arbeitete dort. In einem Comic verarbeitet er seine Erfahrungen.

„In einem vorherigen Leben musste ich Japaner gewesen sein“, schreibt Igort. Schon als junger Mann erfasst den 1958 geborenen Italiener eine Sehnsucht nach dem fernöstlichen Land. Er zeichnet Comics über Japan, liest Bücher wie „Im Land der Zeichen“ von Roland Barthes oder die Lehren des japanischen Arztes und Philosophen Ekiken. mehr


9783956401039„Mikel. Die Geschichte eines Bonbon­verkäufers, der sich im Regen auflöste“ von Judith Vanistendael, Mark Bellido: „Lebensgefährliche Lügen“ – „3sat“ vom 16.12.2016 (Maren Adler)

Was für ein Idyll: Wo andere Urlaub machen, im Süden Spaniens direkt am Meer, wohnt Mikel mit seiner Familie. Sein größter Traum: Schriftsteller werden.

Doch worüber soll man schreiben in diesem Paradies? Alles ist perfekt. Muss man nicht Abenteuer erleben, um darüber zu schreiben? Mikel hat eine Idee: Es ist die Zeit der Terroranschläge der ETA, und im Norden Spaniens im Baskenland werden Leibwächter gesucht. Sein eigenes Leben zu riskieren, um ein anderes zu beschützen – das bietet doch genügend Stoff für einen spannenden Roman. mehr


9783956401053„Didi & Stulle – Die Gesamtausgabe“ von Fil: „Zwei Schweine aus dem Hochhausviertel“ – „arte“ vom 15.12.2016 (Kolja Kandziora)

„Didi und Stulle“ heißen zwei Comicfiguren des Berliner Zeichners FIL. Die Strips mit den beiden Proleten sind über viele Jahre in einem Berliner Stadtmagazin erschienen, gerade werden sie mit einer mehrere Kilo schweren Gesamtausgabe geehrt.

Didi und Stulle sind ein bisschen wie „Dick und Doof“, ein ungleiches Paar, dass sich pausenlos im Berliner Slang Bosartigkeiten an den Kopf wirft, manchmal aber auch philosophisch wird und auf die ganz großen Fragen des Lebens antwortet: „Wer sind wir, wo kommen wir her, wo gehen wir hin?“ – „Wir sind Didi und Stulle, wir kommen aus dem Märkischen Viertel und wir gehen zum Bus.“ mehr


9783956401022„Vor allem eins: Dir selbst sei treu. Die Schauspielerin Channa Maron“ von Barbara Yelin, David Polonsky: „Engagierte Stimme für die Freiheit“ – „SWR2“ vom 08.12.2016 (Markus Pfalzgraf)

„Vor allem eins: Dir selbst sei treu.“ ist ein Shakespearezitat. Barbara Yelin wählte es als Titel des Buches passend zum Leben der Channa Maron, die in Israel sehr bekannt ist, in Deutschland aber kaum.

Dabei war sie Ende der Zwanziger, Anfang der Dreißiger Jahre ein deutscher Kinderstar, spielte auf der Bühne Kästners Pünktchen und im Film „M“ von Fritz Lang. Dann kamen die Nationalsozialisten an die Macht und die jüdische Familie emigrierte nach Israel. mehr


P1040599Die Künstlerin Barbara Yelin: „Nazis und Giftmischer in Aquarell“ – „Kontext: Wochenzeitung“ vom 07.12.2016 (Oliver Stenzel)

Eine NS-Mitläuferin aus Stuttgart, eine Bremer Giftmörderin aus dem 19. Jahrhundert, eine den Nazis entkommende Berliner Jüdin, die Israels berühmteste Schauspielerin wird. Barbara Yelin, im Mai als beste deutschsprachige Comickünstlerin ausgezeichnet, hat ein Händchen für komplexe historische Stoffe.

Computerkolorierung gehört nicht zu Barbara Yelins Lieblingsbeschäftigungen: „Der persönliche Stil ist bei mir viel stärker beim analogen Zeichnen“, so die Münchnerin. Man darf sagen: zum Glück. Denn die locker aquarellierten Bleistiftzeichnungen der 1977 geborenen Comicautorin sind von einer herrlichen Dynamik und Lebendigkeit, wie sie sonst nur Skizzen haben. mehr


9783956400575„In China“ von Sascha Hommer: „Rätselhaftes China“ – „n-tv“ vom 04.12.2016 (Markus Lippold)

Die Einheimischen: Sehen alle nahezu gleich aus. Die Sprache: Besteht lediglich aus Kringeln. Die Stadt: grau, laut, Smog-belastet. Für mehrere Monate reiste der Hamburger Sascha Hommer 2011 ins chinesische Chengdu. Dort arbeitete er etwa für ein Magazin für Ausländer oder sprach deutsche Texte ein, lernte aber auch die Stadt und den dortigen Alltag kennen. Seine Erlebnisse verarbeitete er zu einem Comic: „In China“.

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9783956400759„Berichte aus Japan – Eine Reise ins Land der Zeichen“ von Igort: „Eintritt in eine fremde Welt“ – „taz“ vom 05.12.2016 (Ralph Trommer)

Im Reich der Zeichen und der Sinne: Igorts respektvoll erzählte „Berichte aus Japan“ speisen sich aus seiner eigenen Erfahrung als Mangaka.

Ein europäischer Comiczeichner im Hamsterrad der Mangaindustrie? Schwer vorstellbar, denn in Japan gelten bekanntlich besondere Regeln in der Arbeitswelt, die arbeitsrechtlich verwöhnte Mitteleuropäer sicher als Sklavenarbeit empfinden würden. Doch sind, so lernen wir aus einer neuen Graphic Novel, unter diesen Bedingungen schon viele Meisterwerke entstanden. mehr


9783956401053„Didi & Stulle – Die Gesamtausgabe“ von Fil: „Ich hatte nichts mehr zu sagen“ – „taz“ vom 25.11.2016 (Claudius Prösser, Susanne Messmer)

Didi & Stulle, Berlins schweinerüsselige Loser, sind Geschichte, denn Zeichner Fil schreibt lieber Romane. Zum Glück gibt es jetzt die Gesamtausgabe.

taz: Fil, 18 Jahre lang ist Ihr Comic Didi & Stulle in der zitty erschienen, letztes Jahr war Schluss. Fiel der Abschied schwer?
Fil: Überhaupt nicht. Alles, was man lange macht, verliert irgendwann einmal den Drive. Also: Ich hatte schon ganz schön die Schnauze voll und einfach nichts mehr zu sagen. mehr


9783956401053„Didi & Stulle – Die Gesamtausgabe“ von Fil: „Fil über Berlin, Humor und Comics“ – „n-tv“ vom 24.11.2016 (Markus Lippold)

„Didi liebt Stulle, aber Stulle liebt Didi nicht“

Heinrich Zille hat die Berliner Hinterhöfe gezeichnet. Fil hat ihnen eine Sprache gegeben. „Faschtehste?“ Seine Comichelden „Didi und Stulle“ berlinerten sich 18 Jahre lang durch das Stadtmagazin „Zitty“, mit derbem Humor und Straßenphilosophie. Sie kloppten sich, trafen Gott und Angela Merkel, durchschritten das Land der Phantasie und die Hölle. Nun erscheint eine Gesamtausgabe, mehrere Kilo schwer und im Schuber. mehr


9783956401015„Im Schatten des Krieges – Reportagen aus Syrien, dem Irak und der Türkei“ von Sarah Glidden: „Skizzen aus Damaskus“ – „Deutschlandfunk“ vom 23.11.2016 (Kai Löffler)

Frustriert vom Mangel an Berichterstattung reisen vier Amerikaner 2011 durch den Irak und Syrien. Sie wollen mit eigenen Augen sehen, wie der Golfkrieg die Region verändert hat. Nach fünf Jahren Arbeit erscheint nun Sarah Gliddens Comic über die Reise.

Glidden hat den Journalisten bei ihrer Arbeit über die Schulter geguckt, um die Reise später in einem Comic zu dokumentieren. Dabei möchte sie einer komplexen Frage nachgehen: Was ist Journalismus? mehr


9783956401053„Didi & Stulle – Die Gesamtausgabe“ von Fil: „Der Anti-Barth“ – „Spiegel online“ vom 21.11.2016 (Moritz Piehler)

Kennste den? Der Komiker Fil ist der Punker der Herzen. Er füllt keine Riesenhallen, verbiegt sich aber auch nie – weder in seinen berlinernden „Didi & Stulle“-Comics, noch in seinem neuen Spätpubertätsroman.

Fil ist der Komiker, an dem man sich festhalten kann, wenn Mario Barth mal wieder (wie zuletzt als Entlarver der „Lügenpresse“) das Klischee des humorbefreiten Deutschen Berliner Ausprägung satt unterstreicht. Philip Tägert alias Fil bleibt dabei seit Jahren immer knapp unter der Wahrnehmungsgrenze zum Mainstream-Comedian. Das liegt an seinem beinahe rührend altmodisch anmutendem Konzept der Liveauftritte abseits von dümmlichen ProSieben-Comedyshows – und an einer heute nahezu unvorstellbaren Nichtpräsenz im Internet. mehr


9783956401053„Didi & Stulle – Die Gesamtausgabe“ von Fil: „Krawallmacher mit Schweinsnase“ – „Weser Kurier“ vom 17.11.2016 (Hendrik Werner)

Gelungene Gesamtausgabe: Über Didi und Stulle, die prolligen Philosophen des Berliner Comiczeichners Fil

Bremen. Gut 18 Jahre lang adelte der Zeichner Philip Tägert alias Fil die Berliner Illustrierte „zitty“ mit einem Milljöh-Comic, der ebenso subversiv wie politisch inkorrekt ist. Mit den beiden philosophisch gestimmten Prolls Didi und Stulle schuf er bis Mai 2015 480 hochkomische Strips mit abstrusen Begegnungen zwischen Tegel und Kreuzberg, Pankow und Friedrichshain sowie mit entsprechend viel Lokalkolorit im Schriftbild (Berliner Schnauze). mehr


9783956401039„Mikel. Die Geschichte eines Bonbon­verkäufers, der sich im Regen auflöste“ von Judith Vanistendael, Mark Bellido: „Da hilft auch kein Wischmopp“ – „Süddeutsche Zeitung“ vom 16.11.2016 (Christoph Haas)

Mark Bellido erzählt von einem jungen Naiven, den das Verbrechen zerstört.

Miguel wäre gerne Schriftsteller. Aber muss man dafür nicht etwas erlebt haben? Außerdem ist der junge Familienvater permanent pleite. Also beschließt er, vom sonnigen Valencia ins regnerische Baskenland zu ziehen. Als Leibwächter soll er dort, unterstützt von einer abgebrühten Kollegin, einen Politiker vor den mörderischen Anschlägen der Eta schützen – eine Aufgabe, die monotoner und gefährlicher ist, als Miguel in seiner Naivität geglaubt hat. mehr


9783956401022„Vor allem eins: Dir selbst sei treu. Die Schauspielerin Channa Maron“ von Barbara Yelin, David Polonsky: „Channa Marons Unabhängigkeitserklärung“ – „Jungle World“ vom 10.11.2016 (Jonas Engelmann)

Eine Graphic Novel über die israelische Schauspielerin Channa Maron

Channa Maron war Israels »Königin der Bühne«. Ihre Karriere begann sie als Pünktchen aus Erich Kästners »Pünktchen und Anton« am Deutschen Theater in Berlin. 1933 floh sie mit ihrer Familie und lebte fortan in Palästina. 1970 wurde sie Opfer eines palästinensischen Terroranschlags in München und verlor deshalb einen Fuß durch Amputation. Dennoch setzte sie ihre Schauspielkarriere fort und engagierte sich für den Friedensprozess. Barabar Yelin und David Polonsky haben wichtige Stationen ihrer Biographie in einer Graphic Novel festgehalten. mehr


9783956401039„Mikel. Die Geschichte eines Bonbon­verkäufers, der sich im Regen auflöste“ von Judith Vanistendael, Mark Bellido: „Vier Doppelseiten für eine Explosion“ – „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ vom 25.10.2016 (Andreas Platthaus)

Im spanischen Teil des Baskenlands wohnen die wenigsten Bürgermeister in den Orten, denen sie vorstehen. Aus Sicherheitsgründen leben sie in der nächsten größeren Stadt, denn in den Dörfern und Kleinstädten regiert ETA, die Terrororganisation, die jahrzehntelang für einen eigenen baskischen Staat mordete, bis 2011 ein Waffenstillstand verkündet wurde, von dem aber niemand sicher sagen kann, ob er das letzte Wort der Separatisten ist.

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9783956400766„Panter“ von Brecht Evens: „Lächelnder Panter“ – „n-tv“ vom 23.10.2016 (Markus Lippold)

Die Katze ist tot, es lebe der Panter. Doch was, wenn das charmante Tier plötzlich zur Bestie wird? „Panter“ ist einer von vielen Comics aus Flandern und den Niederlanden, den Gastländern der Buchmesse. n-tv.de stellt einige vor.

Wer an europäische Comics denkt, hat zuerst franko-belgische Arbeiten im Sinn: Asterix, Lucky Luke und Tim und Struppi gehören ohne Frage zu den bekanntesten Figuren. Doch auch der flämische Teil Belgiens und die Niederlande verfügen über eine reiche Comickultur. Das wurde angesichts vieler Neuerscheinungen schon auf dem diesjährigen Comicsalon in Erlangen deutlich und erlebt nun auf der Frankfurter Buchmesse, wo beide Regionen als Gastländer auftreten, einen weiteren Höhepunkt. mehr


9783956401039„Mikel. Die Geschichte eines Bonbon­verkäufers, der sich im Regen auflöste“ von Judith Vanistendael, Mark Bellido: „Comics aus Flandern und den Niederlanden“ – „Hessenschau“ vom 13.10.2016 (Alex Jakubowski)

Deutlich mehr als „Zack“ – „Bumm“ – „Peng“

Es ist die Geschichte, die ihn antreibt. Miquel, Schriftsteller mit Aushilfsjob, zwei Kindern und einer Frau. Das Leben ist nicht leicht, der Chef setzt ihn unter Druck, seine Frau macht sich Sorgen, das Geld ist knapp. Zuerst scheint es ein Hirngespinst zu sein, aber dann setzt Miquel seinen Plan in die Tat um. Er wird zum Personenschützer eines spanischen Politikers, der von der ETA bedroht wird. Fortan heißt er Mikel und wird seine Familie kaum noch sehen. Sein neuer Job reißt ihn mit sich. mehr


9783956400742„Rein in die Fluten“ von David Prudhomme, Pascal Rabaté: „Rein in die Fluten“ – „SWR2“ vom 06.10.2016 (Markus Pfalzgraf)

Tagsüber verkauft Ulrich Pröfrock in seinem Freiburger Laden Comics. Nach Feierabend, wenn die Auslage reingeschoben ist und die Türen verriegelt sind, dann geht es an den Schreibtisch zu Hause, wo er oft bis in die Nacht hinein Comics übersetzt. Seine letzte Arbeit: die Graphic Novel „Rein in die Fluten“.

Darin geht es um die Begegnungen unterschiedlichster Urlauber an einem Strand in Frankreich. Viele kleine Geschichten die geschickt mit einander verwoben sind. Da ist es besonders wichtig, die Übergänge richtig zu übersetzen und dabei hilft der Kontakt mit den Autoren, sagt Ulrich Pröfrock. mehr


9783956401084„Antonia war schon mal da“ von Max Fiedler, Patrick Wirbeleit: „Ein ganz besonderes Wimmelbuch“ – „kinderbuchlesen.de“ vom 05.10.2016 (Janet)

Lust mal etwas ganz Neues zu entdecken? Mit „Antonia war schon mal da“ von Patrick Wirbeleit und Max Fiedler möchte ich Euch ein ganz besonderes Wimmelbuch vorstellen.

Eine Geschichte mit viel Liebe zum Detail und einem überzeugendem Konzept: Liebevolle Reime zum Vorlesen und Wimmelbilder mit charmanten Illustrationen, die zum Suchen, Staunen und Entdecken einladen. Und vor allem, zeigt es, dass Inklusion im Kinderbuch nicht viele Worte braucht… mehr


9783956401091„Kiste: Roboteralarm“ von Patrick Wirbeleit, Uwe Heidschötter: „Roboteralarm“ – „deinantiheld.de“ vom 30.09.2016

Auf in die unerforschten Weiten der Menschenschule!

Kiste wollte schon immer einmal schauen, was Mattis den ganzen Tag über so treibt. Schon lange malt er sich die Geheimnisse, die hinter den vielen Schulräumen stecken, aus. Außerdem möchte er endlich mal die ganzen anderen Schulkinder kennenlernen, auf dem Schulhof fangen und verstecken spielen – ja, das ist sein tiefster Herzenswunsch. mehr


9783956400445„Jäger und Sammler“ von Cyril Pedrosa: „Eigentlich interessiert mich das nicht mehr“ – „der Freitag“ vom 20.09.2016 (M. Zehe)

Cyril Pedrosas Comicroman „Jäger und Sammler“ über nichts Geringeres als den Sinn des Lebens

Man möchte dieser Fährte nur zu bereitwillig folgen, die der frankoportugiesische Comickünstler Cyril Pedrosa in seinem neuesten Comicroman »Jäger und Sammler« ausgelegt hat: In einer französischen Kleinstadt soll ein Flughafenprojekt realisiert werden, was die ansässige Bevölkerung in Gegner und Befürworter des Bauvorhabens spaltet. Wirtschaftliche Interessen kollidieren dabei mit ökologischen Werthaltungen. mehr


9783956401022„Vor allem eins: Dir selbst sei treu. Die Schauspielerin Channa Maron“ von Barbara Yelin, David Polonsky: „Mit Bildern erzählen: Barbara Yelin“ – „WDR Westart live“ vom 12.09.2016

Sie erzählt mit dem Zeichenstift: Barbara Yelin malt Comics und Graphic Novels, in denen sie Bilder, Dialog und Begleittext zu atmosphärisch dichten Geschichten verknüpft. Wenn sie unterwegs ist, hat sie immer ihren Skizzenblock dabei und hält mit wenigen Strichen fest, was sie erlebt.

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repro_25_rechteck25 Jahre Reprodukt: „Neue Wege“ – „Süddeutsche Zeitung“ vom 11.09.2016 (Christoph Haas)

Der Versuch, „Love and Rockets“ von Jaime Hernandez in den Neunzigern in Deutschland zu etablieren, scheiterte. Nun wird er wiederholt.

Wer sich in den frühen Achtzigern für Comics interessierte, der schaute ins europäische Ausland, speziell nach Frankreich. Deutsche Zeichner gab es kaum; Mangas waren nicht mehr als ein Gerücht. Und die USA? Dort hatte sich der subversive Elan der Underground-Comix erschöpft, während die Superhelden (noch) nicht aus den Tälern der Trivialität herauskamen. mehr


9783956401022„Vor allem eins: Dir selbst sei treu. Die Schauspielerin Channa Maron“ von Barbara Yelin, David Polonsky: „Von Paris nach Tel Aviv“ – „Jüdische Allgemeine“ vom 01.09.2016 (Georg Patzer)

Barbara Yelin schildert das Leben der Schauspielerin Channa Maron

Man müsste erkennen, dass Terror in gewisser Weise auch ein Hilferuf ist«, sagte sie einmal. Das ist nirgendwo eine beliebte Meinung, schon gar nicht in Israel, das seit so vielen Jahren unter dem Terror leidet. Aber Channa Maron hat ihre eigenen Erfahrungen gemacht: Aufgewachsen in Deutschland, floh sie mit ihrer Mutter vor den Nazis nach Paris, bis ihr Vater sie 1935 nach Tel Aviv holen konnte, jener Stadt, die 1909 von Juden gegründet worden war. Dabei sagte sie: »Was Juden waren, wusste ich damals gar nicht ganz genau.« mehr


9783956401022„Vor allem eins: Dir selbst sei treu. Die Schauspielerin Channa Maron“ von Barbara Yelin, David Polonsky: „Man erzeichnet sich eine Aufmerksamkeit mit der Zeit“ – „Deutschlandfunk“ vom 30.08.2016 (Thekla Jahn)

Barbara Yelin ist Comic-Künstlerin, unter anderem bekannt durch die Graphic Novel „Gift“, in der sie die Geschichte der Bremer Giftmörderin Gesche Gottfried verarbeitet. In diesem Jahr hat sie beim Erlanger Comic-Salon den Max und Moritz-Preis erhalten in der Kategorie „Beste deutschsprachige Comic-Künstlerin“. Im Corso-Gespräch spricht Yelin über diesen Erfolg und ihren bisherigen Werdegang.

Sie landete im Guinnessbuch der Rekorde: Hanna Maron war die Schauspielerin mit der längsten Bühnenpräsenz als sie 2014 im Alter von 90 Jahren starb. Da hatte sie ein bewegtes Leben hinter sich. Als Kinderstar spielte sie bei Fritz Lang mit in „M – eine Stadt sucht einen Mörder“, sie stand mit 8 Jahren auf der Bühne des Deutschen Theaters in Berlin. Als Jüdin emigrierte sie mit ihrer Familie nach Israel, wo sie zu einer der renommiertesten Schauspielerinnen des Landes wurde. mehr


9783956400742„Rein in die Fluten“ von David Prudhomme, Pascal Rabaté: „Milieustudien am Meer“ – „Der Tagesspiegel“ vom 04.09.2016 (Marie Schröer)

Der Sommer neigt sich seinem Ende zu – der Episodencomic „Rein in die Fluten!“ von David Prudhomme und Pascal Rabaté lässt die Besonderheiten der Saison Revue passieren.

„Rein in die Fluten!“ ist ein Titel mit Appellcharakter, dem man nach der Lektüre augenblicklich folgen möchte. Der Episodencomic kommt ohne komplizierten Plot aus und erinnert in der Verspieltheit seiner Momentaufnahmen an den französischen Urlaubsfilm-Klassiker „Die Ferien des Monsieur Hulot“. Jacques Tatis Film portraitiert die Spezies des Strandurlaubers aus den Fünfzigern, der Comic des bewährten Duos David Prudhomme und Pascal Rabaté (deren hoch-amüsante Zusammenarbeit „Die Plastikmadonna“ in Deutschland leider kaum rezipiert wurde) leistet ähnliches für die Sonnenanbeter von heute. mehr


9783956400742„Rein in die Fluten“ von David Prudhomme, Pascal Rabaté: „Schrulliges Lustspiel am Strand“ – „Neue Westfälische“ vom 25.08.2016 (Christian Lund)

Das französische Comic-Duo David Prudhomme und Pascal Rabaté legt eine der vergnüglichsten und zugleich bissigsten Sommerlektüren vor.

Der Sommer bedeutet für viele Familien: Nichts wie raus ans Meer! Dass der Strand dadurch jedes Jahr zur Spielwiese der Eitelkeiten wird, aber auch zum Theater der Nacktheit, zum Schauplatz von Konflikten und zur Bühne eines Sozialkosmos sondergleichen, ist nie treffender und vergnüglicher beschrieben worden als in der Graphic Novel „Rein in die Fluten!“ vom französischen Comic-Duo David Prudhomme und Pascal Rabaté. Die perfekte Lektüre für den sich noch einmal aufbäumenden Sommer. mehr


9783956400742„Rein in die Fluten“ von David Prudhomme, Pascal Rabaté: „Ein Comic über menschliche Untiefen am Strand“ – „Augsburger Allgemeine“ vom 22.08.2016 (Birgit Holzer)

Leichte Sommerlektüre: In ihrem Comic „Rein in die Fluten!“ zeichnen die französischen Autoren David Prudhomme und Pascal Rabaté einen typisch absurden Tag am Strand nach.

Ist ein Badeurlaub nicht wunderbar? Das weite Meer, dieser samtene Sandstrand, auch wenn er übervölkert ist von immer krebsröter werdenden Sonnenanbetern und dickbäuchigen Urlaubern, die ihre ungezogenen Hunde ausführen. Ist ein Badeurlaub andererseits nicht fürchterlich? Bevor man überhaupt ankommt, steht man stundenlang im Stau, hört sich die nölenden Singspiele des Nachwuchses auf dem Rücksitz an, wartet an der Tankstelle hinter einem Proll, dessen Luxuskarre gar nicht genug schlucken kann, und trifft ihn und seine Familie später in unerträglich guter Laune ausgerechnet an dem Strandabschnitt wieder, an dem man seine Ruhe haben wollte. mehr


9783956400766„Panter“ von Brecht Evens: „Sehr schön, ganz schlimm“ – „Die Welt“ vom 16.08.2016 (Timur Vermes)

Der belgische Comic-Künstler Brecht Evens präsentiert seine dritte Graphic Novel „Panter“. Prädikat: zum Fürchten gut. Eine Hymne

Christin hat ihre Katze verloren. Die Katze war alt, musste mit Papa zum Tierarzt, und als Christin von der Grundschule kommt, erfährt sie, dass der Tierarzt die Katze leider einschläfern musste. Christin weint sich in den Schlaf, bis aus der untersten Schublade ihrer Kommode ein Panther springt, der ein recht albernes Sakko trägt. Dieser Panther ist drollig und stark und beruhigend und freundlich und die furchtbarste Bekanntschaft für ein Kind seit Stephen Kings Clown Pennywise. mehr


9783956400780„Aâma 4: Du wirst wunderbar, mein Kind“ von Frederik Peeters: „Frederik Peeters: Aâma (Band 1-4)“ – „SWR2“ vom 07.08.2016 (Wolfgang Schneider)

Aâma ist abgeschlossen. Der vierte Band der Comicserie liegt jetzt vor. Es ist eine Weltraumoper.

Gezeichnet hat die Tetralogie der Schweizer Frederik Peeters. Sie startet an einem erdähnlichen Ort namens Radiant. Dort treibt sich die Hauptfigur Verloc Nim herum. Er hat lila Flecken im Gesicht und ist stark kurzsichtig, weil er genetische Veränderungen an sich selbst ablehnt. Er ist, könnte man sagen, ein Looser. mehr


9783956400193„Hilda und der schwarze Hund“ von Luke Pearson: „Comicbuchtipp: Hilda und der schwarze Hund“ – „kakadu.de“ vom 02.08.2016 (Karin Hahn)

Ein riesiger schwarzer Hund versetzt die Bewohner der Stadt Trolberg in Angst und Schrecken. Was hat es mit diesem unheimlichen Ungetüm auf sich?

Hilda will das Geheimnis lüften und bekommt dabei Hilfe von einem Hausgeist. Er zeigt Hilda ein geheimnisvolles Zwischenreich in den Häusern der Menschen und dessen eigenartige Bewohner. Gemeinsam entdecken sie einen Zusammenhang zwischen den Geschehnissen um den schwarzen Riesenhund und dem Schicksal der Hausgeister. Und plötzlich steht Hilda selbst dem Untier gegenüber … mehr


9783956400742„Rein in die Fluten“ von David Prudhomme, Pascal Rabaté: „Ein Tag am Strand“ – „taz“ vom 30.07.2016 (Ralph Trommer)

Sonne, Meer und Irritationen

Wenn der kugelrunde Rentner mit den karierten Shorts seine Rätsel lösende Frau im Liegestuhl zurücklässt, um zusammen mit Hund Zorro über den weiten Strand zu flanieren, hat er ein festes Ziel: den FKK-Strand. Die erste Düne dort erfreut ihn schon, denn sie ist in Wahrheit ein junger Frauenkörper. Dass Zorro an allerlei Körperöffnungen schnüffelt, auch an denen von schwulen Männern, gefällt Papa aber gar nicht. „Du Ferkel! Warte nur, wenn Mama das hört!“ mehr


9783956400742„Rein in die Fluten“ von David Prudhomme, Pascal Rabaté: „Geistige Leere auf knirschendem Sand“ – „Kreiszeitung“ vom 28.07.2016 (Jan-Paul Koopmann)

Stundenlang im Stau zu stehen, um danach mit den anderen Verschwitzten um das letzte Fleckchen Sand am Strand zu rangeln – es ist kein Wunder, dass die Figuren im Comic „Rein in die Fluten!“ nicht allein Ausgeglichenheit an den Tag legen.

Dabei geht es den fanzösischen Künstlern David Prudhomme und Pascal Rabaté doch gerade um Entspannung und die Folgen: um eine Gesellschaft, die in Gluthitze und ohne sinnvolle Beschäftigung erst so richtig zu sich kommt. mehr


9783956400728„Fräulein Rühr-mich-nicht-an – Gesamtausgabe“ von Hubert, Kerascoët: „Mord und Intrigen im Bordell“ – „taz“ vom 26.07.2016 (Ralph Trommer)

„Fräulein Rühr-mich-nicht-an“ ist authentisches Sittengemälde und differenziertes Frauenporträt zugleich. Sein Humor ist bissig bis makaber.

Es ist Sommer 1930 in Paris, die „Goldenen Zwanziger“ sind endgültig vorbei und die Weltwirtschaftskrise steckt den Menschen noch in den Knochen. Amüsement ist ein bewährtes Mittel, um den tristen Alltag zu vergessen. Die hübschen Schwestern Blanche und Agathe arbeiten, wie viele junge Demoiselles aus einfachen Verhältnissen, als Zimmermädchen und müssen sich eine karge Dachkammer teilen. mehr


9783956400933„Paula: Liebesbrief des Schreckens“ von Sandra Brandstätter: „Neue Kinderbücher für die Sommerferien“ – „Badische Zeitung“ vom 26.07.2016 (Marion Klötzer)

Ein peinlicher Liebesbrief, ein alter Bunker, eine verfallene Hütte: Schmöker für die Sommerferien.

In ihrem ersten Kinder-Comicroman verquickt Sandra Brandstätter eine flügelzarte Liebes- und eine lustige Detektivgeschichte zu einem Campingplatzabenteuer, das nah an der Gefühlswelt ihrer jungen Leser bleibt: „Paula ist verliehiiiiebt!“, spottet die Teenagerschwester auf den ersten Seiten, „Was? Nein! Igitt Spinne!“, keift Paula entrüstet zurück. mehr


9783956400742„Rein in die Fluten“ von David Prudhomme, Pascal Rabaté: „Franzosen zeichnen Sittengemälde am Strand“ – „Hamburger Abendblatt“ vom 22.07.2016 (Thomas Andre)

Die Franzosen Prudhomme und Rabaté persiflieren in ihrer Graphic Novel „Rein in die Fluten“ pointiert das Urlaubsleben am Strand.

Hamburg. Die zuckenden Brustmuskel des gebräunten Beaus, der tatsächlich jedem Klischee entspricht, das man sich denken kann: Er glotzt manchmal über die Ränder seiner Sonnenbrille. Und hat er soeben nicht sogar der Prollblonden mit dem tätowierten Steiß zugezwinkert? Und warum muss das Balg mit der Sandschippe in der Hand in einer Tour mit seiner Sopranstimme in den schrecklichen Chor der Strandschwätzer einstimmen? Immerhin reden die hier alle Spanisch oder Hessisch, man versteht Gottlob kein Wort. Was alles andere angeht, sind alle Menschen am Strand gleich: die Glotzer, die Eitlen, die Faulen, die Sportiven, die Sonnenverbrannten, die Verliebten, die Schweiger, die Laberbacken. mehr


9783943143591„Kleiner Strubbel: Trubel im Gemüsebeet“ von Céline Fraipont,Pierre Bailly: „Ohne (viel) Worte“ – „Bücherkinder“ (Katrin Zinoun)

Der kleine Strubbel ist klein und strubbelig. Vor der Haustür warten jeden Tag die verrücktesten Überraschungen auf ihn: Schon die Erkundung des Gemüsegartens wird zum spannenden Abenteuer, wenn man einen Marienkäfer zum Freund hat.

Unerschrocken und immer neugierig findet sich der kleine Strubbel selbst in den turbulentesten Situationen zurecht und macht sich überall schnell neue Freunde. Vor allem unter seinen jüngsten Lesern, die sich ganz allein in die wortlosen “Strubbel”-Geschichten stürzen können. Wenn sie nicht so nett sind, ihren Eltern auch ein bisschen Spaß zu gönnen. mehr


9783956400254„Ein Sommer am See“ von Jillian Tamaki, Mariko Tamako: „Ein Sommer am See“ – „Spiesser“ vom 18.07.2016 (Tizzy)

Es sind Ferien, die Sonne strahlt – ab an den See! Dort verbringen auch die beiden Teenager und besten Freundinnen Rose und Windy ihre Ferien. Neben den nervenden Eltern, kommen auch noch Jungs ins Spiel. SPIESSER-Autorin Sabine hat den Comic im Buchformat für euch gelesen – am See natürlich.

Rose verbringt jeden Sommer mit ihren Eltern am See. Über die Jahre hinweg hat sich auch eine enge Ferienfreundschaft zu Windy entwickelt. Zwar ist sie ein exzentrischer, neugieriger und rebellischer Charakter – und damit das genaue Gegenteil von Rose – trotzdem verbindet die beiden ein starkes Band, viele Interessen und gemeinsame Erlebnisse. mehr


9783956400834„Running Girl“ von Yi Luo: „Rennen und retten“ – „Süddeutsche Zeitung“ vom 17.07.2016 (Antje Weber)

Bayerisches Literaturstipendium für Yi Luo und ihre Graphic Novel

Li rennt. Sie hetzt abends von ihrem Job in einem Augsburger Sushi-Restaurant nach Hause – und überhört dabei nicht das „Ausländer“-Gegröle aus einem Auto. Sie skypt nachts stundenlang mit ihrem Freund in China. Sie hastet morgens zur Uni und kapiert im Bus kein Wort davon, was ihre Kommilitonin erzählt; kein Wunder, dass auch eine Uni-Dozentin das Deutsch in Lis Hausarbeit nicht versteht. mehr


9783956400742„Rein in die Fluten“ von David Prudhomme, Pascal Rabaté: „Man spricht Strand“ – „Die Welt“ vom 13.07.2016 (Marc Reichwein)

Mal ehrlich: Sind große Ferien nicht auch eine große Zumutung? Dieser kollektive Aufbruch an Orte, die sich eigentlich verbieten, aber durch das Versprechen auf die schönsten Wochen des Jahres sich doch auch wieder rechtfertigen?

Hier trifft sich in Badehose wieder, wer sich schon im Verkehrsstau dorthin genervt hat. Hier halten sich gegenseitig aus: Phlegmatiker und Hyperaktivisten, Paare und Passanten, Punks und Camper, Strandverkäufer und Strandaufpasser, Tätowierte und Behaarte. Drahtige und Bierbäuchige. Nach Krebsen pulende Kinder und nach Macken des Mannes bohrende Gattinnen. Das Rudel Halbstarker und der korpulente Einzelgänger, den David Prudhomme und Pascal Rabaté wie ein Michelin-Männchen in die Wellenauslaufzone gesetzt haben. Was das französische Zeichnerduo meisterhaft umgesetzt hat, ist die flirrende Luft, der man die sengende Hitze in ihrer Überbelichtung ansieht – nicht nur weil mancher Tourist mit zu wenig Sonnencreme durchs Bild läuft. mehr


9783956400933„Paula: Liebesbrief des Schreckens“ von Sandra Brandstätter: „Ferien auf dem Campingplatz“ – „www.comic.de“ vom 09.07.2016 (Sonja Stöhr)

Beim Reprodukt-Verlag erschien vor kurzem mit „Paula: Liebesbrief des Schreckens“ ein Titel, der das Urlaubsgefühl in die eigenen vier Wände bringt und bei Erwachsenen für den einen oder anderen nostalgischen Blick in die eigene Kindheit sorgt.

Um den heißen Brei herum zu reden bringt bekanntlich nichts, also halten wir an dieser Stelle einfach mal fest: Der Sommer 2016 war bisher im besten Fall durchwachsen und fiel für einige sogar ins Wasser. Bei solchen Aussichten hält sich die Vorfreude auf die Sommerferien eher in Grenzen, ist doch nichts langweiliger als die lang ersehnte schulfreie Zeit im Haus zu verbringen. Nun könnte ein Appell à la Rudi Carrell nach einem „richtigen Sommer“ folgen, doch zum Glück gibt es die Welt der bunten Panels und Sprechblasen, mit deren Hilfe auch trübe Tage Spaß versprechen. mehr


9783956400711„Eindringlinge“ von Adrian Tomine: „Lebensdramen in Comicform“ – „Deutschlandfunk“ vom 08.07.2016 (Tabea Soergel)

Klassische Short Storys haben es dem Comiczeichner Adrian Tomine angetan. Der US-Amerikaner mit japanischen Wurzeln wurde 2002 mit „Sommerblond“ schlagartig international bekannt. Sein neues Buch „Eindringlinge“ versammelt wieder mehrere Kurzgeschichten – Lebensdramen in Comicform.

„Im Frühjahr, als mein Verstand ungetrübt genug war, um das Für und Wider abzuwägen, entschied ich, dass wir nach Kalifornien zurückgehen würden. Deine Großmutter, deine Tante und dein Onkel waren damit nicht einverstanden, und wir schieden im Unfrieden. Es war alles nur zu verständlich.“ mehr


9783956400933„Paula: Liebesbrief des Schreckens“ von Sandra Brandstätter: „Krakeliger Zwiespalt“ – „Süddeutsche Zeitung“ vom 07.07.2016 (Christoph Haas)

Ein jugendliches Detektivduo forscht im frühherbstlichen Nebel nach einem „Liebesbrief des Schreckens“. Und entdeckt noch etwas Besonderes.

Es ist wie jedes Jahr. Zusammen mit ihren Eltern und ihrer nervigen älteren Schwester, die wirklich gemein zu ihr ist, verbringt die elfjährige Paula die großen Ferien auf dem Campingplatz am See. Sie schaukelt mit ihrer österreichischen Freundin Suse um die Wette und plant, tolle Rätsel zu entwerfen, die sie an die anderen Urlauber verkaufen will. Dann könnten sich die beiden Mädchen so richtig viel Eis leisten! mehr


9783956400742„Rein in die Fluten“ von David Prudhomme, Pascal Rabaté: „Menschliche Abgründe in seichten Gewässern“ – „Deutschlandfunk“ vom 04.07.2016 (Kai Löffler)

In ihrem neuen Band betrachten Prudhomme und Rabaté, zwei Größen des französischen Comics, den Badestrand als Mikrokosmos der Gesellschaft. Statt sich auf eine oder wenige Figuren zu konzentrieren, schaffen Sie ein Mosaik aus kleinen Einblicken und Momentaufnahmen – und zeigen so die Absurdität von Urlaubsritualen auf.

Mit etwas Sonnenöl auf der Haut auf dem Handtuch liegen und die Augen schließen, während im Hintergrund die Wellen rauschen. Urlaub am Strand ist für so manchen der Inbegriff der Entspannung , die Zeit auf die man sich das ganze Jahr lang freut. Dieser Zeit haben David Prudhomme und Pascal Rabaté ihren neuen Comic gewidmet. mehr


9783956401022„Vor allem eins: Dir selbst sei treu. Die Schauspielerin Channa Maron“ von Barbara Yelin, David Polonsky: „Comics über Zeit und Zeitgeschichte“ – „BR – Bayern2“ vom 29.06.2016 (Niels Beintker)

Die neue Bildergeschichte von Barbara Yelin porträtiert die Schauspielerin Hanna Maron, die in Berlin geboren wurde, ins israelische Exil ging und zur Friedenaktivistin wurde. Bilder für eine Figur zu finden, sei immer ein Kennenlernen, sagt Yelin über ihre Arbeit.

Hanna Meierzak, geboren 1923 in Berlin, liebte schon als Kind die Schauspielerei. Sie spielte kleinere Rolle in Stummfilmen, zum Beispiel in Fritz Langs „M“, und stand als „Pünktchen“ in einer Kästner-Bearbeitung auf der Bühne des Deutschen Theaters. Doch eine Zukunft in Deutschland war für sie und ihre jüdische Familie mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten vorbei. mehr


9783956400773„Arsène Schrauwen“ von Olivier Schrauwen: „Depressingly funny“ – „art – das Kunstmagazin“ vom 29.06.2016 (Oliver Ristau)

Der flämische Comic-Künstler Olivier Schrauwen gehört zu den innovativsten Akteuren der Szene. Mit der Geschichte seines Großvaters ist ihm ein weiterer Meilenstein gelungen – voller zeichnerischer Experimente und unterhaltsam-zynischer Kuriositäten.

Der flämische Comic-Künstler Olivier Schrauwen, 1977 in Brügge geboren, ist einer der innovativsten Akteure, den die Kunstform Comic innerhalb der letzten Dekade hervorgebracht hat. Und spätestens mit seinem in diesem Jahr auf Deutsch veröffentlichtem Werk „Arsène Schrauwen“ (erschienen bei Reprodukt) vollzog sich auch eine Zusammenführung von unterhaltsam-zynischer Kuriosität und experimenteller Darstellungs- und Erzählstruktur. mehr


9783956400742„Rein in die Fluten“ von David Prudhomme, Pascal Rabaté: „Prudhomme & Rabaté – Rein in die Fluten“ – „Literaturen“ vom 26.06.2016

Ein einziger Tag am Strand bringt notgedrungen ganz verschiedene Arten von Menschen zusammen.

Alte, Junge, Kinder, Künstler, Dynamische, reglose Sonnenanbeter und -beterinnen, alte Herren mit Bauch und Hund, hochgeschlossen Gekleidete und ganz Freizügige, ganz grob gesagt: einen passablen Querschnitt der Lebensform Mensch. Einfühlsam, witzig und mit einer fantastischen Beobachtungsgabe führen David Prudhomme und Pascal Rabaté durch den heißen Sand. mehr


9783956400629„Ein letztes Wort zum Kino“ von Blutch: „Allerschönste Machwerke“ – „Frankfurter Rundschau“ vom 23.06.2016 (Christian Schlüter)

Comics von Blutch und Charles Berberian sind eine glühende Hommage an die Kinokunst.

Nach all den Comic-Verfilmungen, die uns in den letzten Jahrzehnten heimgesucht haben, ist es auch mal ganz schön, wenn sich umgekehrt der Comic mit dem Kino beschäftigt. Denn anders als bei den effektreichen Superheldengeschichten, um die es ja zumeist geht, und ihrem totalen Machbarkeitsillusionismus auf der Leinwand, zeigen die papierenen Bildergeschichten stets das fragile Gemacht- und Gewordensein dieser Illusion. mehr


9783956400773„Arsène Schrauwen“ von Olivier Schrauwen: „Gezeichnet vom Kolonialismus“ – „NZZ“ vom 23.06.2016 (Christian Gasser)

In «Arsène Schrauwen» zeigt der Belgier Olivier Schrauwen die Geschichte seines Grossvaters als kolonialen Albtraum. Fernab aller Trends schafft er eine eigene Welt und bleibt dennoch zeitgenössisch.

1947 besteigt der 27-jährige Arsène Schrauwen in Antwerpen einen Passagierdampfer in Richtung Afrika. Was beginnt wie eine klassische Abenteuergeschichte, wird schon nach wenigen Seiten ironisch unterlaufen: Arsène entpuppt sich als Anti-Abenteurer, der sich aus Angst vor Krankheiten, vor Elefantenwürmern, Infektionen und Dieben die meiste Zeit in seine Kajüte einschliesst. In der Kolonie angekommen, wird er von seinem Cousin Roger in Empfang genommen und in einer Hütte auf seinem labyrinthischen Anwesen untergebracht. mehr


Der Tod von Speedy„Der Tod von Speedy“ von Jaime Hernandez: „Liebe statt Raketen: Der Comic-Kosmos des Jaime Hernandez“ – „SRF“ vom 21.06.2016 (Christian Gasser)

1981 läutete Jaime Hernandez eine neue Epoche in der US-amerikanischen Comic-Szene ein. In der Heftreihe «Love and Rockets» zeichnete er lebensnahe Alltagsstories aus der Latino- und Punk-Subkultur von Los Angeles. Jetzt sind zwei Hernandez-Hefte neu auf Deutsch erschienen.

«In unseren Comics zeigen wir unsere Welt», sagt Jaime Hernandez. «Punk, Rock’n’Roll und die mexikanisch-amerikanische Kultur werden gewöhnlich auf Klischees reduziert. Wir hingegen zeichnen sie, wie wir sie wirklich erleben.» mehr


repro_25_rechteck25 Jahre Reprodukt: „Vom Kinderkram zur Hochkultur“ – „Deutschlandradio Kultur“ vom 20.06.2016 (Franziska Walser)

Vor 25 Jahren galten Comics noch als Kinderunterhaltung. Der Berliner Reprodukt Verlag konzentrierte sich trotzdem auf Bildergeschichten und zeigt bis heute, dass Graphic Novels weit mehr bieten als Superhelden-Schund.

Der Innenhof einer ehemaligen Druckmaschinenfabrik in Berlin-Wedding. Keine malerische Gegend – eher vom Leben gezeichnet. Hier hat der Comcibuchverlag Reprodukt seit 2012 seine Verlagsräume. Bei seiner Gründung war er noch in einem besetzten Haus untergebracht, fest verwurzelt in der Independent Szene. Das spiegelte das Verlagprogramm. Begonnen hat Reprodukt 1991 mit „Der Tod von Speedy“. Gezeichnet und geschrieben von den Amerikanern Gilbert und Jaimie Hernandez. mehr


9783956400834„Running Girl“ von Yi Luo: „Erstes bayerisches Literaturstipendium für einen Comic“ – „Bayerischer Rundfunk PULS“ vom 18.06.2016 (Jasmin Körber)

Yi Luo ist die erste Comiczeichnerin, die ein Literaturstipendium des Freistaats Bayern eingesackt hat! Wir feiern mit ihr, wir sind nämlich riesige Fans von ihrer Graphic Novel „Running Girl“.

Im Kino, im Fernsehen, sie sind überall: Comics. Oder besser: verfilmte Comics. Die amerikanischen Helden kennt fast jeder, aber wenn man mal jemanden fragt: Kennst du eigentlich Comics aus Bayern? – Dann sieht’s düster aus. Dabei haben wir ganz großartige Autoren und Zeichner – zum Beispiel Yi Luo. Gut, das ist etwas geschummelt, die kommt nämlich eigentlich aus China, aber sie lebt schon seit Jahren in Augsburg. Jetzt hat Yi Luo einen Preis eingesackt: ein Literaturstipendium des Freistaats Bayern. Sie ist die allererste Comiczeichnern, die dieses Arbeitsstipendium bekommen hat. mehr


9783956400834„Running Girl“ von Yi Luo: „Mit offenen Augen ist es erträglicher“ – „Augsburger Allgemeine“ vom 17.06.2016 (Birgit Müller-Bardorff)

Die Chinesin Yi Luo hat das Gefühl der Fremdheit in Zeichnungen verarbeitet. Jetzt ist ein Buch daraus entstanden.

Yi Luo ist Chinesin und wenn man sich am Telefon mit ihr unterhält, gibt es keine Verständnisschwierigkeiten. Das war nicht immer so, denn die Erlebnisse von Li sind auch die von Yi. In einem Comic hat die 30-Jährige ihre Erfahrungen in einem anderen Land, ihr Gefühl vom Fremdsein, ihre Einsamkeit thematisiert. Li ist die Protagonistin von „Running Girl“, ihrem ersten Buch, für das Yi Luo jetzt mit einem mit 6000 Euro dotierten Bayerischen Literaturstipendium ausgezeichnet wurde. mehr


repro_25_rechteck25 Jahre Reprodukt: „Der Berliner Comic-Verlag wird 25 Jahre alt – und feiert“ – „Berliner Zeitung“ vom 16.06.2016 (Jens Balzer)

Ein brillentragender Knabe versucht im Ostberlin kurz vor der Wende, ein subversives Tischtennisturnier zu veranstalten. Ein lebenshungriges deutsches Mädchen verliebt sich im Jahr 1934 in London in einen jungen Prinzen aus der Karibik. Ein kanadischer Trickfilmzeichner wird 2005 durch kapitalistische Outsourcing-Prozesse in ein nordkoreanisches Animationsstudio verschlagen und macht sich in seiner Freizeit daran, die Geheimnisse des rätselhaften Landes zu lüften.

Und das sind nur einige von den Geschichten, die im Berliner Reprodukt Verlag erschienen sind. Die Bücher, in denen man sie findet, heißen „Kinderland“ von Mawil, „Irmina“ von Barbara Yelin und „Pjöngjang“ von Guy Delisle. Sie alle sind kunstvoll erzählt und ersonnen und sorgsam recherchiert oder beides. mehr


repro_25_rechteck25 Jahre Reprodukt: „Subkultur statt Superheld“ – „Deutschlandradio Kultur“ vom 13.06.2016 (Stephan Karkowsky)

Als die Comicreihe „Love & Rockets“ 1982 auf den Markt kam, etablierte das eine neue Erzählform im Comic. Hier ging es nicht um Heldenerzählungen, sondern um Punks, Latino-Gangs und die Subkultur Los Angeles‘. Jetzt gibt es eine Neuauflage der Reihe.

Anfang der 1980er- Jahre ins Leben gerufen, hat die Serie „Love and Rockets“ bis heute großen Einfluss auf das Comic- und Graphic Novel-Genre. Statt Superhelden waren erstmals im Comic Punks und Latinos die Hauptfiguren und statt um Heldenstorys drehten sich die Geschichten um Subkultur und homosexuelle Beziehungen. mehr


9783956400834„Running Girl“ von Yi Luo: „Ein Comic über das Ankommen in einer fremden Kultur“ – „jetzt“ vom 05.06.2016 (fran)

„Running Girl“ erzählt, wie sich eine junge Frau aus Shanghai in Augsburg einfindet.

Yi Luo hat einen Zeichenstil, der auffällt. Wir sagen das hier aus sehr unmittelbarer Erfahrung, denn Yi hat früher für uns gearbeitet (unter dem Künstlernamen Yinfinity). Ist leider schon ein bisschen her und seither hat sie zum Beispiel gerade als erste Comic-Künstlerin überhaupt das Bayerische Literaturstipendium erhalten. Und nun das Buch „Running Girl“ herausgebracht. Und weil uns das so gut gefällt, wollen wir euch Bilder daraus zeigen.
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9783956400018„Aya“ von Marguerite Abouet: „Schwarz, weiß, bunt“ – „Der Tagesspiegel“ vom 07.06.2016 (Marie Schröer)

Die Autorin Marguerite Abouet wird oft auf ihre Comic-Seifenoper „Aya“ reduziert. Dabei gibt es von ihr viele weitere Erzählungen zu entdecken – hoffentlich bald auch auf Deutsch.

„Die wunderbare Welt der Marguerite Abouet“, so lautete der Titel der Ausstellung beim Internationalen Comic-Salon, der die Arbeit dieser Autorin würdigte – und der wohl nicht zufällig Assoziationen mit der „fabelhaften Welt der Amelie“ weckt. Das Werk und vor allem die Rezeption des Werkes Abouets vor dieser Folie zu betrachten lohnt sich. Während nämlich Amelies Welt sehr fabelhaft und dabei doch sehr ‚eintönig‘ ist, ist Marguerites Welt nicht nur wunderbar, sondern auch sehr bunt. Das haben sowohl die Werkschau auf der Erlanger Empore als auch die Begegnung mit der Autorin gezeigt, die sich mit dem Tagesspiegel zum Interview traf.mehr


9783956400834„Running Girl“ von Yi Luo: „In der Fremde“ – „SWR2“ vom 01.06.2016 (Karin Gramling)

Yi Luo ist ein bisschen übermüdet, aber glücklich nach der vielen Arbeit für ihren ersten längeren Comic. Auf den Titel kam sie, weil die junge Chinesin früher in einem japanischen Sushi-Restaurant arbeitete. Immer wieder fragten Gäste nach Running Sushi, den japanischen Häppchen, die auf einem Förderband vorbeifahren.

Yi Luo hat einen größtenteils autobiographischen Comic gezeichnet über das Ankommen in einer fremden Kultur. Sie zeigt mit feinem Humor, wie wenig wir von einander wissen. Im japanischen Sushi-Restaurant arbeiten lauter Chinesen. Beim Chinesen dagegen lauter Vietnamesen. Die Deutschen bemerken die Unterschiede oft nicht.mehr


9783956400773„Arsène Schrauwen“ von Olivier Schrauwen: „Olivier Schrauwen: Arsène Schrauwen“ – „SWR2“ vom 15.05.2016 (Andrea Heinze)

Belgische Schriftsteller setzen sich immer wieder kritisch mit der Kolonialgeschichte ihres Heimatlandes auseinander. Ein Thema, das nichts von seiner Aktualität verloren hat, weil es bis heute beispielhaft für die Doppelmoral europäischer Staaten steht.

Immer ging es, damals wie heute, um Marktanteile. Menschenwürde? Keine. Welche verheerende Wirkung bis heute die Kolonialpolitik hat, sehen wir täglich an den Konflikten in ehemaligen Kolonialländern, die nun nach Europa getragen werden. Also die literarische Beschäftigung mit der Kolonialgeschichte ist auch immer Aufklärung über die Gegenwart. Im Moment tut dies gerade Olivier Schrauwen mit der Graphic Novel „Arsène Schrauwen“, der der Opa von Olivier Schrauwen war.mehr


9783956400605„Cinerama“ von Charles Berberian: „Comic huldigt dem Kino“ – „Neue Osnabrücker Zeitung“ vom 06.05.2016

Osnabrück. Ein unterhaltsamer Streifzug durch eine etwas andere Geschichte des Kinos ist Charles Berberians Buch „Cinerama“.

Comic-Verfilmungen gibt es viele. Aber Comics über das Kino? Und dann auch noch mit Geschichten über türkische Trashfilme , ägyptische Musicalstars oder Edwige Fenech, die ätherisch schöne Erotik-Königin des italienischen Giallo-Thrillers der 70er ? Das klingt zunächst abseitig, ist aber Gegenstand in „Cinerama“, eines Buches von dem dem französischen Comicautor Charles Berberian geworden. mehr


repro_25_rechteck25 Jahre Reprodukt: „Geldsorgen, Gewichtsprobleme, große Comic-Kunst“ – „Spiegel online“ vom 28.04.2016 (Jan-Paul Koopmann)

Um Maggie, eine Latina, die Punk hört und an Autos schraubt, ging es in dem „Love and Rockets“-Band, mit dem 1991 Deutschlands wichtigster alternativer Comicverlag startete.

Als der deutsche Comicverlag Reprodukt vor genau 25 Jahren loslegte, da tat er das mit der Übersetzung eines frühen „Love and Rockets“ Bandes. Zum Jubiläum im April erscheinen nun eine Neuauflage des Klassikers „Der Tod von Speedy“ und zeitgleich der aktuelle Band „Love Bunglers“, auf Deutsch „Liebe und Versagen“ betitelt. mehr


9783956400575„In China“ von Sascha Hommer: „Der gute Mensch von Sichuan“ – „taz“ vom 24.04.2016 (Ralph Trommer)

Zwischen den Welten: Sascha Hommers Comic-Reisebericht „In China“ ist ein irritierendes Spiel mit Brechts Verfremdungseffekten.

Der Himmel ist schwarz. Zeichenkohleschwarz. Das Flugzeug kämpft sich beim Anflug auf Chengdu durch krisselige, dunkle Wolken, die die Stadt zu erdrücken scheinen. Der Hamburger Comiczeichner Sascha Hommer verzichtet in seinem Reisebericht „In China“ bewusst auf Farben. Er beschränkt sich auf schwarz-weiß-graue Töne, um die Assoziationen an Smogbilder aus Chinas Großstädten zu verstärken. mehr


9783956400513„Weltraumkrümel“ von Craig Thompson: „Ein gezeichneter Kindheitstraum“ – „Deutschlandradio Kultur“ vom 12.04.2016 (Frank Meyer)

Craig Thompson zählt zu den vielseitigsten und begabtesten Comic-Autoren. Auf ein bestimmtes Genre lässt er sich nicht festlegen. Jetzt hat sich der Science-Fiction-Fan mit seinem neuen Comic „Weltraumkrümel“ einen Kindheitstraum erfüllt: ein intergalaktisches Abenteuer.

Der Amerikaner Craig Thompson ist sicherlich einer der vielseitigsten Comic-Autoren seiner Generation. Er hat in „Blankets“ eine ungemein berührende Geschichte vom Erwachsenwerden erzählt, in „Habibi“ folgte eine Begegnung zwischen christlicher und islamischer Kultur – auf 700 Seiten. In seinem jüngsten Buch „Weltraumkrümel“ geht es nun um einen grotesk vermüllten Weltraum. mehr


9783956400773„Arsène Schrauwen“ von Olivier Schrauwen: „Im Dschungel mit dem Großvater“ – „Deutschlandfunk“ vom 07.04.2016 (Tabea Soergel)

Arsène Schrauwen, ein junger Belgier, ist 1947 in die damals belgische Kolonie Kongo aufgebrochen, um sich am utopischen Siedlungsprojekt der „Freedom Town“ zu beteiligen. So erzählt es sein Enkel Olivier Schrauwen in der nach dem Großvater benannten Graphic Novel. Dabei taucht man in die fremde Welt der Kolonie und des Dschungels ein.

Ein Mann sitzt allein in einer Hütte im kongolesischen Busch und verliert langsam, aber sicher den Verstand. Sein Vetter, dem er beim Bau einer futuristischen Siedlung helfen soll, hat sich seit Wochen nicht gemeldet. Auch sein einheimischer Hausdiener ist ohne Erklärung verschwunden. Und da die Regenzeit begonnen hat und der Mann nichts mehr fürchtet als die todbringenden Elefantenwürmer, die angeblich das Wasser verseuchen, kann er seinen Unterschlupf nicht verlassen. Gesellschaft leisten ihm nur halbbewusste, fiebrige Fantasien, die ihn in der Einsamkeit heimsuchen. mehr


9783956400711„Eindringlinge“ von Adrian Tomine: „Lob der Lücke“ – „Süddeutsche Zeitung“ vom 14.04.2016 (Thomas von Steinaecker)

„Eindringlinge“ zeigt, dass ein schmaler weißer Streifen reichen kann, um emotionale Tiefe zu erzeugen.

Tomines neuester Band „Eindringlinge“ erscheint da wie ein Befreiungsschlag. Obwohl jede der sechs „Erzählungen“ stilistisch andere Wege geht, wirkt das nicht wie ein Ausprobieren, sondern wie der souveräne Neubeginn eines Künstlers, der sich nun seiner Mittel ganz sicher geworden ist: Mal wird im Stil eines Zeitungscomics erzählt, mal ohne Sprechblasen, mal klassisch in Tomines bekanntem klaren, realistischen Strich, den er zum ersten Mal dezent koloriert hat. mehr


9783956400711„Eindringlinge“ von Adrian Tomine: „Die Traurigkeit der Randständigen“ – „Jungle World“ vom 07.04.2016 (Jonas Engelmann)

Adrian Tomine ist einer der bedeutendsten Comiczeichner der Gegenwart. Seine Kurzgeschichten begeistern durch ihre Subtilität und das Einfühlungsvermögen ihres Schöpfers.

Es fällt mir wirklich nicht leicht, darüber zu reden, aber ich muss es einfach loswerden … Sonst belastet es mich die ganze Zeit und es wird nur noch komischer, wenn ich irgendwann versuche, es zur Sprache zu bringen«, erklärt die Protagonistin in Adrian Tomines Story »Amber Sweet«. mehr


9783956400711„Eindringlinge“ von Adrian Tomine: „Die nächste Blamage wird die beste!“ – „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ vom 08.04.2016 (Friederike Haupt)

Und der nächste Kuss bedeutet was. Oder? Adrian Tomine hat ein weises Comic-Buch gemacht, über Liebe zu sich und anderen.

Bei ihm geht es um Männer und Frauen und wie sie es jemals miteinander aushalten sollen. Darüber wird seit Menschengedenken nicht wenig geschrieben, aber Tomines Buch kommt deswegen jetzt gerade richtig, weil es von der Liebe in Zeiten der gegenwärtigen Megathemen Alleinsein, Feminismus, Zukunftsangst und Irgendwasmitdrogen so erzählt, dass man endlich mal etwas versteht. mehr


9783956400629„Ein letztes Wort zum Kino“ von Blutch: „Die öffentliche Olympia“ – „Süddeutsche Zeitung“ vom 07.04.2016 (Fritz Göttler)

Der französische Comic-Autor Blutch folgt in „Ein letztes Wort zum Kino“ den großen Linien seiner ganz persönlichen Geschichte des Films und seiner Götter.

Blutch lässt die ewige Faszination des Kinos spürbar werden, aber er erzählt gegen den oberflächlichen Glamour an, seine Erinnerungen sind sperrig, kantig, verzerrt. mehr


9783956400636„Shit Is Real“ von Aisha Franz: „„Individuell humorvolle Komponente“ – reicht das?“ – „faz.net“ vom 04.04.2016 (Andreas Platthaus)

Aisha Franz erzählt von der jungen Frau Selma, die gerade von ihrem Freund vor die Tür gesetzt wurde. Über die Verlusterfahrung helfen ihr eine Reihe von Tag- und Nachtträumen, aber das alles ist weitaus assoziativer erzählt, als es zu beschreiben wäre. Wichtig ist, dass Franz ihren bewusst naiv gehaltenen Bleistiftstrich bei den Figuren verfeinert, noch mehr abstrahiert hat und bei den Hintergründen teilweise extremen Detailreichtum einsetzt. mehr


9783956400773„Arsène Schrauwen“ von Olivier Schrauwen: „Zwei Farben sehen mehr als drei“ – „tagesspiegel.de“ vom 05.04.2016 (Oliver Ristau)

Eine vordergründig absurd komische Liebesaffäre mit beißender Kritik an patriarchalischen Strukturen und dem Kolonialismus – trauriger kann man sich nicht totlachen.

Es gibt zwei Panels in Olivier Schrauwens mit familiengeschichtlichem Kolorit versehenen Kolonialdrama „Arsène Schrauwen“, die demonstrieren, wie man durch das Hinzufügen kleiner Details seine künstlerische Intention etikettiert und die Mittel des Mediums außerhalb üblicher Konventionen zu neuen Bedeutungsebenen führt. mehr


9783956400513„Weltraumkrümel“ von Craig Thompson: „Ich begebe mich an düstere Plätze“ – „taz“ vom 04.04.2016 (Elise Graton)

Comic-Zeichner übers Erwachsenwerden – Craig Thompson im Interview mit Elise Graton.

Acht Jahre alt zu sein, ist nicht immer leicht – Craig Thompson weiß das. Nach abgründigen Storys bringt er mit „Weltraumkrümel“ nun einen Kinder-Comic raus. mehr


9783956400575„In China“ von Sascha Hommer: „Viel wunderschöner“ – „Süddeutsche Zeitung“ vom 14.03.2016 (Thomas Steinaecker)

Vier Monate hat Sascha Hommer „In China“ gelebt – seine Eindrücke gibt es jetzt als Comic.

In manchen Szenen stellt sich bei Sascha Hommers neuem Comic ein angenehm absurdes „Lost in Translation“-Gefühl ein; und doch basiert „In China“ auf den autobiografischen Erlebnissen des Zeichners und Autors. 2011 half er vier Monate lang einem Freund bei dessen Zeitschrift für Ausländer in Chengdu, einer typischen Großstadt der Volksrepublik im Zeitalter des Turbokapitalismus.
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9783956400575„In China“ von Sascha Hommer: „Sprachlos in Chengdu“ – „faz.net“ vom 29.02.2016 (Andreas Platthaus)

[…] es gibt Einschübe in die autobiographische Erzählung (die Hauptfigur heißt Sascha und kommt für drei Monate aus Hamburg nach Chengdu), in denen Sommer Abschnitte aus Büchern über China, die ihn positiv oder negativ beeindruckt haben, kurz adaptiert, wofür er jeweils ganz andere stilistische Mittel verwendet: Großartig etwa, wie er Hergés „Tim und Struppi“-Band „Der blaue Lotus“ als Dekorgeber für ein ganz anderes Buch nimmt. Oder die sonstigen Seitenraster aufbricht, wenn er klassische chinesische Literatur übernimmt. In diese Einschübe ist sehr viel Überlegung eingegangen.
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„Cinerama“ von Charles Berberian und „Ein letztes Wort zum Kino“ von Blutch: „Gute Filme, schlechte Filme – Warum man das Kino lieben muss“ bei „n-tv.de“ vom 27.02.2016 (Markus Lippold):

Auf der einen Seite: eine billige „Star Wars“-Kopie aus der Türkei. Auf der anderen Seite: Hollywood-Klassiker mit Burt Lancaster und Marilyn Monroe. Zwei Comics feiern die absurde, großartige, verdammte Welt des Kinos.

Wo sich Berberian mit seinem Buch in die bunte Welt der B-Filme stürzt und diese feiert, analysiert Blutch eher subtil weltberühmt gewordene Kinobilder. In einer seltsamen Umkehr entspricht das Buch über die internationalen Billigproduktionen eher der Effekthascherei des Mainstream-Kinos, während das Buch über Hollywood eine kluge Reflexion ist. Ihre Berechtigung haben aber beide – der Trash und die Hochglanzproduktion. Dafür muss man das Kino lieben. Egal, wie alt man ist.
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Kleiner Strubbel„Kleiner Strubbel: Der Yeti hat den Blues“ von Céline Fraipont und Pierre Bailly: „Murmeltiermusik“ – „Süddeutsche Zeitung“ vom 18.02.2016 (Christoph Haas):

Das neue Abenteuer bringt den kleinen Stubbel in die Welt des Yetis, der ihn aus Liebe fast umbringt.

„Kleiner Strubbel“ ist ein Comic, der ganz auf Worte verzichtet. Diese sind auch nicht nötig, denn die Bilder können in den Kontrasten, die sie setzen, alles alleine erzählen. Winzig und schwarz ist Strubbel, der Yeti dagegen ein weißer Fellberg. Die Murmeltiere kommen eher cool daher, während die naiv-empfindsame Seele des Yetis aller Freude und Traurigkeit, allem Übermut ungehemmt Ausdruck verleiht.
Für ganz junge Leser gibt es auf dem deutschen Comic-Markt nichts Besseres.
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9783956400360„Mister Wonderful“ von Daniel Clowes: „Mister Wonderful: Es gibt Hoffnung in der Krise“ – „Die Presse“ vom 06.02.2016 (Christoph Huber):

Mit dem Breitwand-Comic „Mister Wonderful“ legt „Ghost World“-Schöpfer Daniel Clowes eine bewährt sarkastische und letztlich doch hinreißende „Midlife-Romanze“ vor.

Gegen die grassierende Midlife-Crisis hilft nur der Traum einer „Midlife-Romanze“, wie es im Klappentext heißt. (Die deutsche Edition, liebevoll bis ins hier so entscheidende Handlettering, ist beim Clowes-Stammverlag Reprodukt erschienen.) Bei Clowes heißt das Prinzip Hoffnung allerdings auch: keine romantischen Verklärungen oder sentimentalen Klischees, sondern Überzeugungskraft durch treffsichere, in jeder Hinsicht pointierte Details.
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9783956400339-354x500„Die Heimatlosen“ von Paco Roca: „Die Freiheitskämpfer ohne Heimat“ – „Die Presse“ vom 26.01.2016 (Christoph Huber):

Paco Rocas großes Geschichtsepos „Die Heimatlosen“ setzt den vergessenen Helden aus dem Spanischen Bürgerkrieg, der sich heuer zum 80. Mal jährt, ein spätes Denkmal.

Abgesehen von seiner künstlerischen Qualität und der stimmigen Erzählung ist Rocas Buch auch als Geschichtslektüre hochwillkommen: Zwar hat er im Schicksal seines Miguel viele Figuren und Ereignisse verdichtet, aber mit historischer Sorgfalt hat er trotzdem ein kaum beachtetes Kapitel des demokratischen Kampfes der Vergessenheit entrissen. mehr


9783956400643-500x500„The Singles Collection“ von Mawil: „Singles und Paarbeziehungen“ – „Neue Zürcher Zeitung“ vom 22.01.2016 (Christian Gasser):

Mawils Beobachtungsgabe paart sich mit einer beschwingten Leichtigkeit in Zeichnung und Text. Die Seiten wirken spontan und schnell hingeworfen, Mawil spielt mit Stilen, Techniken, Material und Papier, er experimentiert und riskiert einiges und erfindet sich immer wieder neu. Damit reflektiert «The Singles Collection» sowohl die Fragmentierung des urbanen Alltags als auch den formalen Reichtum des Comics. mehr


9783956400599-319x400„Ariol“ von Emmanuel Guibert und Marc Boutavant: „Eseleien im Geheimen“ – „www.freiepresse.de“ vom 21.01.2016 (Tim Hofmann):

Die Mini-Reihe „Ariol“ gehört zu den besten europäischen Kindercomics und ist in ihrer französischen Heimat ein Hit.

Der herzige Ariol-Humor lebt von den vermenschlichten Tierfiguren und ihrem coolen Zeichenstrich: Einfach und bunt, aber nicht designermäßig artifiziell, sondern kindperfekt. Schwächen von Erwachsenen wie Kindern werden so ausgesprochen hübsch karikiert, ohne ins Absurde anderer Comics verbogen zu werden. Das verleiht Ariol einen Charme wie den Peanuts oder dem kleinen Nick. mehr


9783956400513„Weltraumkrümel“ von Craig Thompson:
„Ein größeres Boot für den weißen Hai!“ – „sueddeutsche.de“ vom 12.01.2016 (Christoph Haas)

Craig Thompsons neuer Comic „Weltraumkrümel“ verbindet schwungvoll Zeitkritik und Space Opera.

„Weltraumkrümel“ ist zunächst einmal eine überaus schwungvolle Space Opera, mit allem, was dazugehört. Es gibt rasante Kämpfe und Verfolgungsjagden sowie einen bunten Schwarm abenteuerlich aussehender Aliens; dazu fehlt es nicht an augenzwinkernden Anspielungen auf „Der weiße Hai“ – „Wir brauchen ein größeres Boot!“ -, auf „Star Wars“ und „Battlestar Galactica“.
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9783956400506-377x500„Petit – Riesen wie Götter“ von Bertrand Gatignol und Hubert:
„Wo Menschen als Leibspeise gelten“ – „Deutschlandradio Kultur“ vom 11.01.2016 (Frank Meyer):

Mit ihrer Graphic Novel „Petit – Riesen wie Götter“ führen der französische Zeichner Bertrand Gatignol und Autor Hubert ihre Leser in eine faszinierende Welt der Riesen – und erschaffen eine vielseitig deutbare Parabel über Macht und Größenwahn.

Wie auch immer man Huberts und Gatignols „Petit“ versteht, die expressiven Bilder dieser Graphic Novel bekommt man lange nicht aus dem Kopf. mehr


9783956400506-377x500„Petit – Riesen wie Götter“ von Bertrand Gatignol und Hubert:
„Zum Fressen klein“ – „Süddeutsche Zeitung“ vom 08.01.2016 (Christoph Haas):

Der Comic „Petit“ ist eine düstere Variation des Märchens vom kleinen Däumling, eine satirische, antifeudalistische Parabel.

Ähnlich der amerikanischen Fantasy-Serie „Mouse Guard“, wo anthropomorphe Mäuse sich in einer feindlichen Umwelt zu bewähren haben, vermag „Petit“ dem Gegensatz von Groß und Klein jedoch immer wieder sehr eindrucksvolle Bilder abzugewinnen, sei es durch geschickte Perspektivierung, sei es durch Szenen, in denen, wie David über Goliath, der scheinbar Unterlegene mit Kühnheit und List über seine Widersacher triumphiert. mehr


9783956400452-357x500„Palatschinken“ von Alessandro Tota und Caterina Sansone:
„Dame spielen mit dem Besenstiel“ – „wienerzeitung.at“ vom 06.01.2016 (Michael Brake)

Interessant sind die Erinnerungen nichtsdestoweniger, vor allem dort, wo es um die Bewältigung und Ausgestaltung des Alltags und des Mangels geht. Etwa wenn Elenas Vater Guerrino, nachdem er keine Schachpartner findet, aus einem Besenstiel Damesteine schnitzt, wenn er der Familie ein Plumpsklo baut. Ein besonders tiefer Einblick gelingt Sansone und Tota dabei ins Leben im Flüchtlingslager von Neapel. mehr