Blog Jonathan Büning am 7. Juni 2019

Luise über „Die vier Schwestern“

Mein Name ist Luise und ich mache zurzeit ein dreiwöchiges Schülerpraktikum bei Reprodukt. Zu meiner ersten Aufgabe habe ich es mir gemacht, den Comic „Die vier Schwestern – 4 Jahreszeiten“ von Lucie Durbiano und Malika Ferdjoukh zu lesen. Aufgrunddessen, dass die Hauptfiguren in etwa in meinem Alter sind, konnte ich mich gut in diese hinein versetzen. Der Comic trifft also gut auf meine Altersklasse zu, kann aber natürlich auch von Älteren gelesen werden, da schließlich jeder mal in diesem Alter war. Die kurzen Geschichten mit den bunten Bildern und den dazugehörigen Texten kann man gut zwischendurch, ob im Bus oder in der Pause, lesen, jedoch mit der Gefahr, in eine Lesesucht zu geraten.

In „Die vier Schwestern“ bekommt man einen Einblick in das Leben und den Alltag von fünf Schwestern namens Enid, Hortense, Bettina, Geneviève und Charlie, wobei man jedoch nur aus der Perspektive von vieren liest. Die Waisen wohnen am Ende einer Sackgasse in der Villa Habakuk, die am Rand einer Steilküste direkt am Meer liegt. Die Eltern erscheinen den Schwestern regelmäßig als lustig verkleidete Geister und geben ihnen Tipps. Das lässt den Fakt, dass die Eltern tot sind, nicht mehr ganz so schlimm wirken. Und die Schwestern kommen auch gut allein zurecht. Die älteste Schwester Charlie übernimmt mit der Unterstützung ihres Verlobtens Basile die Elternrolle und hat somit die größte Verantwortung.

Durch die verschiedenen Charaktere und das unterschiedliche Alter der Schwestern wird das Zusammenleben in der Villa chaotisch, jedoch spannend und lustig für den Leser. Und wenn wir schonmal an diesem Punkt sind, erzähle ich euch etwas zu den Schwestern.

Enid ist mit ihren achteinhalb Jahren die Jüngste und manchmal wird es ihr zu viel mit vier Schwestern. Sie ist noch sehr verspielt und zu ihren Lieblingsbeschäftigungen gehört es, mit den zwei Katzen Ingrid und Roberto zu kuscheln und zu spielen.

 

Ihre Schwester Hortense ist eine kleine, magere Elfjährige mit kurzen Haaren, wegen denen sie auch oft mit einem Jungen verwechselt wird. Sie ist sehr fantasievoll und ist am liebsten alleine und liest Bücher. Oftmals wird sie übersehen, aber man sollte sie nicht unterschätzen, denn sie kann sehr laut werden, wenn sie mit ihrer Schwester Bettina an einander gerät.


Bettina ist eine pubertierende 14-Jährige mit einer arroganten, selbstverliebten Art. Sie achtet sehr auf ihr Äußeres und geht am liebsten mit ihren Freundinnen shoppen. Ab und zu hat Bettina einen Freund, aber eigentlich möchte sie nur einem Jungen gefallen, auf den sie auch öfters trifft, aber immer im falschen Moment. Meiner Meinung nach sind dies immer lustige Stellen für die Leserinnen und Leser, aber ich will ja nicht zu viel verraten.

Und zuletzt noch Geneviève: auf Andere wirkt sie brav und fleißig, doch auch sie hat ihre Geheimnisse.

Alles in Allem bekommt man in ,,Die vier Schwestern“ einen guten Einblick in das Leben und den Alltag, aber auch in die Gefühle und die Probleme der Schwestern. Vielleicht findet man ja sogar Parallelen zwischen einer der Schwestern und sich selbst oder jemandem aus dem Freundeskreis. Meiner Meinung nach sind „Die vier Schwestern“ ein toller Comic und total lesenswert. Also: ich kann sie nur weiter empfehlen!