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Kim Thompson (1956-2013)

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When I started publishing in 1991 I was a student with no experience in this business whatsoever. Still a brief letter of introduction (and a bit of money for the advance payment on royalties) was all it needed to persuade Kim Thompson to hand me over the rights to publish Gilbert and Jaime Hernandez‘ „Love & Rockets“ in German language. It was thanks to Kim’s trust and generosity that Reprodukt and the first book „Der Tod von Speedy“ came into existence. It would have been the only comic I would have liked to publish in the early 90’s – except for Daniel Clowes who then came on as our third author with „Wie ein samtener Handschuh in eisernen Fesseln“, again arranged with and through Kim and Fantagraphics.

In the 80’s Gary Groth‘ and Kim Thompson’s Fantagraphics Books had become the most fascinating publishing house of alternative comics. „Love & Rockets“, „Eightball“, „Neat Stuff“ and then later on „Hate“, „Frank“ and „Acme Novelty Library“ were – along with Robert Crumb’s „Weirdo“ (Last Gasp) and Françoise Mouly’s and Art Spiegelman’s „Raw“ – the most exciting publications the world of comics had to offer. So Kim along with Gary had put on a first model of an independent comics publisher that we tried to follow with the means we had within the German comics scene.

For a couple of years at the end of the 90’s Kim used to attend the Frankfurt Bookfair with a booth for Fantagraphics where Jutta, Claudia and me regularly met with him and NBM publisher Terry Nantier to spend some memorable evenings together. We will miss not only the most „European“ minded of all the North American independent publishers we know but also a very kind, most efficient and generous friend – and kindred spirit. It will be harder without Kim.

Pressestimmen – 18. Juni 2013

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„Comics für Kinder“ – NDR Info am 14. Juni 2013 (Korinna Hennig)

„‚Gute Comics speziell für Kinder gibt es in Deutschland einfach nicht‘, sagt Michael Groenewold, Lektor beim Berliner Comicverlag Reprodukt, ‚von den Klassikern wie Lucky Luke, Spirou und Fantasio mal abgesehen.‘ Michael Groenewold will das ändern.'“ – Korinna Hennig, NDR Info

Vier Farben für ein „Gus“-Cover

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In den nächsten Tagen können wir endlich Christophe Blains „Gus 3: Ernest“ an die Druckerei schicken, damit der Band noch im Juli in den Läden stehen kann. Freunde der Serie wissen, was sie auch hier erwartet: Schöne Mädchen, rauchende Colts und schummrige Saloons. Ein Western mit allem, was dazu gehört.

Und natürlich gehört auch ein Cover dazu, bei dem uns auffiel, dass es nicht im klassischen Vierfarbdruck angefertigt wurde, sondern mit Pantone-Tönen. Wie sich mit einem farbverbindlichen Testdruck herausstellte (oben links zu sehen), kommt man den leuchtenden Farben des Originals (im Bild rechts) mit herkömmlichen Farben nicht nahe. Also drucken wir nun auch mit Pantone-Farben.

Wem der Begriff nicht geläufig ist: Dabei handelt es sich um von einer Firma zur Verfügung gestelltes Farbsortiment, dass es erlaubt, Farbtöne exakt zu reproduzieren. In einem Farbfächer kann man sich die Töne aussuchen und der Druckerei übermitteln. In den Original-Druckdaten sind sie auch bestimmt. Farben werden in diesem Fall nicht gemischt, sondern als einzelne, volle Farbtöne gedruckt: Das Orange ist keine Mischung aus gedrucktem Magenta und Gelb, sondern entsteht aus dem Druck mit just dafür angefertigter Farbe mit genau diesem Ton. Das gilt auch für das Gelb sowie das Graubraun. Das kostet ein wenig mehr, aber Gus soll uns das Wert sein.

Hier sind die einzelnen Druckfarben voneinander getrennt zu sehen:

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Diese werden übereinander gedruckt. Das sieht dann so aus:

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Zunächst Gelb, dann Orange, dann Braungrau und zum Schluss Schwarz: Genau genommen sind es also auch hier wieder vier Farben – vier Sonderfarben.

„Sprechende Bilder“

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Gestern ging das schöne und spannende Graphic-Novel-Programm „Sprechende Bilder“ im Hamburger Literaturhaus zuende. An vier Abenden sprachen Andreas Platthaus und Christian Gasser mit Zeichnern über ihre Arbeit, darunter fünf Autoren von Reprodukt: Sascha Hommer, Ulf K., Nicolas Mahler,  Max, und Luke Pearson.

Max gab außerdem einen Workshop, in dem er einige seiner Methoden vorstellte. Insbesondere ging es um die Entstehung von „Vapor“, das 2014 unter dem Titel „Dampf“ bei Reprodukt erscheinen wird. Der NDR hatte offenbar Zutritt zu Max‘ Workshop und berichtet darüber unter dem Titel: „Wie eine Graphic Novel entsteht„.

Wir haben uns sehr über die „Sprechenden Bilder“ gefreut und hoffen auf ein Wiederhören im nächsten Jahr.