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Buchtipps aus dem Home-Office #10: „Die Hundebande“

„Hallo, ich bin Lou (Name geändert) und mit 11 Monaten der jüngste Nachwuchs im Verlagsteam. Ich kann zwar noch nicht wirklich sprechen oder lesen, aber Bücher finde ich super, ganz besonders alles von der Hundebande von Dorothée de Monfreid!“

„Meine Lieblingsstellen kann ich in- und auswendig: das ganze laute Geschnarche von Popow in ‚Schläfst du?‘ zum Beispiel oder Zazas abfälliges ‚Pffff!‘ in ‚Das größte Geschenk der Welt‘ – und natürlich das zufriedene Keksschnurpseln von Micha am Ende von ‚Keine Lust‘ oder das Lollieschmatzen der ganzen Hundebande in ‚1 Wolf, 2 Hunde, 3 Schlüpfer‘. Am Allerbesten gefällt mir aber ‚Wartet auf mich!‘, Moment, ich les mal eben vor…“


„Omar ist ganz außer Puste…“


„Immer der Letzte und die anderen warten nicht! Bis er alleine ins Boot steigt und mit dem Proviant abhaut. Das finden die anderen Hunde natürlich nicht so gut, deswegen rütteln sie am Boot und dann…“

„Gut, oder? Guckt doch mal rein, ich find das auch beim 100. Mal noch echt witzig und es kommen bestimmt noch ein paar Male dazu!“

Für ein bisschen ältere Kinder gibt es jetzt ganz neu den schönen Band „Die Hundebande in Paris“. Das hätten wir Euch gerne auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt, was aus bekannten Gründen nicht geklappt hat. Wir hoffen sehr, dieses lustige Buch über eine chaotische (und hungrige) Reise in die französische Hauptstadt findet trotzdem ihren Weg zu Euch!

Der tägliche Ariol #11: “Der Matchball”

Back to the roots! „Der Matchball“ ist die allererste „Ariol“-Geschichte in Band 1 „Ein kleiner Esel wie du und ich“. Ariol sah da noch ein bisschen anders aus, wie wir ihn heute kennen. Die Brille noch nicht so groß wie sein Kopf, die Nase noch ein bisschen prominenter. Aber meinungsstark und fantasievoll war er von Beginn an. In der allerersten Geschichte ist er Tennisass und Sportkommentator in einem! Aufschlag: Ariol! Viel Spaß!

Buchtipps aus dem Home-Office #9: „Der Geschmack von Chlor“

Hallo liebe Reprodukt-Fans!

Auch heute gibt es wieder einen Buchtipp. Diesmal vorgestellt von mir, Julia, der Praktikantin im Bereich Vertrieb. Das Home-Office hat auch um mich keinen Bogen geschlagen und so versorge ich Euch, wie meine lieben KollegInnen, mit meinen Buchempfehlungen – ich starte mit „Der Geschmack von Chlor“ von Bastien Vivès.

In Bastien Vivès‘ Comic „Der Geschmack von Chlor“ begleitet man einen jungen Mann ins Hallenbad. Sein Physiotherapeut hat ihm zum Schwimmen geraten, um endlich etwas gegen seine Wirbelsäulenverkrümmung zu unternehmen. Anfangs ist der Protagonist noch recht lustlos und unsicher. Doch als er bemerket, dass jeden Mittwoch eine junge unglaubliche Schwimmerin im Schwimmbad ist, findet er einen Anreiz für seine regelmäßigen Besuche im Hallenbad. Er entwickelt neue Ziele, wie beispielsweise eine gesamte Bahn Unterwasser zu schwimmen. Seit sich die beiden kennengelernt haben, hilft sie ihm, seine Schwimmtechnik zu verbessern.

Vielleicht ist es gerade eben die Tatsache, dass die Schwimmbäder momentan geschlossen haben, die mich dazu gebracht hat, erneut „Der Geschmack von Chlor“ zu lesen. Der erste Blick verrät einem schon, dass die Geschichte vorallem von den Farben lebt. Die verschiedenen Blau- und Türkistöne des Schwimmbades, durchbrochen von dem Schwarz der Badeanzüge und Badekappen, lädt einen geradewegs dazu ein, sich eine Auszeit zu nehmen und in den Farben zu verlieren. Die vielen Darstellungen des Schwimmbades schaffen es mühelos, dass ich das Hallen der Gespräche höre und mir der Geruch des Chlors in die Nase steigt. Wer andere Werke von Vivès gelesen hat, weiß, dass seine Bilder ausdrucksstark sind und ohne viel Text auskommen. Man versteht die Blicke der Personen auch ganz ohne Worte….

„Der Geschmack von Chlor“ weckt auf jeden Fall das Bedürfnis in mir, ein paar Bahnen zu schwimmen und dann einfach im Wasser zu verweilen. Unterzutauchen und die dumpfen Klänge wahrzunehmen. Der Comic hilft mir dabei, mit Vorfreude der Zeit entgegenzusehen, in der die Schwimmbäder wieder geöffnet haben.

Viel Spaß beim „imaginären Schwimmen“! Liebe Grüße,
Julia

Der tägliche Ariol #10: “Ariol pflanzt einen Baum”

Die heutige „Ariol“-Story ist eine meiner Lieblingsgeschichten. Und vielleicht auch ein guter Anlass, die fantastische Arbeit, die die Übersetzerin Annette von der Weppen und der Lektor Michael Groenewald an dieser Serie leisten, zu erwähnen. Warum sich diese Geschichte so gut dazu anbietet, werdet ihr gleich selbst feststellen, wenn Herr Schratel, der Baumschulenwaldschrat, anfängt zu faseln. „Ariol pflanzt einen Baum“ findet ihr übrigens in Band 2: „Hengst Heldenhuf“. Wünsche viel Spaß!

Buchtipps aus dem Home-Office #8: Brigitte und der Perlenhort

Hallo an alle fleißigen Reprodukt-Blog Leser*innen da draußen – oder sollte ich viel mehr sagen da drinnen, denn ihr bleibt ja hoffentlich alle zu Hause! Über das letzte halbe Jahr hatte ich das Vergnügen, bei Reprodukt Praktikantin im Bereich Herstellung zu sein und hatte dort so viel zu tun, dass ich die Tradition der von den Praktikant*innen empfohlenen Backlistperlen schändlich vernachlässigen musste. Im Rahmen unserer Buchempfehlungen aus dem Home-Office habe ich nun aber die Gelegenheit, das zu ändern!

Meine heutige Empfehlung für euch ist „Brigitte und der Perlenhort“ von Aisha Franz. Eine spannende Graphic Novel im Stil eines Agententhrillers aus den Sechziger Jahren. Aishas wunderbar verwischte Bleistiftzeichnungen sind komplett einfarbig im Stil eines Risographen gedruckt und machen die ganze Szenerie besonders verwegen.

Die Hündin Brigitte erlebt eine für die meisten Hunde sehr gewöhnliche Kindheit: Sie wird von einer Familie mit einer kleinen Tochter adoptiert und als Welpe sterilisiert, ein Trauma, das sie ihr Leben lang begleiten wird.

Brigitte merkt schnell, dass sie nicht für das Leben als Haustier geschaffen ist und läuft davon. Dann tut sie, was alle Bitches (Bitch = Hündin 😉 ) tun, denen übel mitgespielt wurde: Sie wird zur eiskalten Geheimagentin, die nicht vor Nahkampf zurückschreckt und in sensationellen Outfits auf geheimem Missionen durch die Welt jettet. Dabei hat sie immer wieder damit zu kämpfen, in einer von Männern dominierten Welt nicht nur ein Hund, sondern auch eine Frau zu sein, auf die ständig herabgesehen wird.

Brigittes Mission ist es, eine Perlenmuschel von unschätzbarem Wert vor den Händen eines skrupellosen Mafia-Bosses zu bewahren. Diese Mission verlangt ihr alles ab – den Einsatz der Waffen einer Frau (die, sind wir mal ehrlich, hauptsächlich darin bestehen, dass man von Männern gerne mal unterschätzt wird), ein Freund in der Not, der ein doppeltes Spiel spielt, ein von der Agentur geschickter Agent, der für Brigitte den Karren aus dem Dreck ziehen soll, aber dabei sein eigenes Geheimnis zu hüten versucht und die Aufarbeitung ihrer eigenen Vergangenheit und das Zeigen von Menschlichkeit (…Hundigkeit?) im Angesicht der Gefahr.

„Brigitte und der Perlenhort“ hat alles, was man sich für einen spannenden Ausflug aus der Selbstisolation wünschen kann. Drama und Intrigen, wilde Verfolgungsjagden, fantastische Natur, Liebe, und eine starke weibliche Hauptrolle. Wie ein Spielfilm am Abend, nur cooler.