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Lesereise Núria Tamarit – Stuttgart, Frankfurt & Berlin

Der Frühling ist da und wir freuen uns auf die erste Lesereise von 2022: Die junge spanische Comickünstlerin Núria Tamarit, die eigentlich unser Stargast auf der ausgefallenen Leipziger Buchmesse hätte sein sollen, wird kommende Woche für drei Comic-Events Deutschland vom Süden nach Norden durchreisen. Die vielfach prämierte Illustratorin aus Valencia wird in Stuttgart (15. März), Frankfurt/Main (16. März) und dem Reprodukt-Hometurf Berlin (17. März) ihre Comicerzählung TOUBAB – ZWEI MÜNZEN vorstellen. Núria ist mit ihrem charakterischen Strich der Shooting Star der spanischen Comicszene. TOUBAB war 2019 ihr großer Durchbruch und wurde mit dem „Primer Premi Valéncia de Novela Gráfica“ ausgezeichnet. In der feel-good-Graphic-Novel erzählt sie von einem jungen Mädchen, das ihre Insta-Bubble verlässt und ihre Mutter auf eine humanitäre Mission in den Senegal begleitet hat. Für Herbst 2022 planen wir übrigens schon das nächste Buch von Núria – eine wunderschöne und bisweilen ganz schöne gruselige Adaption des Grimm-Märchens “Vom Wacholderbaum”.

Fühlt euch also herzlich eingeladen, kommende Woche in Stuttgart, Frankfurt oder Berlin Núria kennen zu lernen! Die Tour wird präsentiert/unterstützt vom Programm “Creative Europe”, dem Instituto Cervantes und dem Spanischen Ehrengastauftritt auf der Frankfurter Buchmesse 2022. Vielen Dank!

STUTTGART • 15. MÄRZ – 19.30 UHR
Núria Tamarit im Gespräch mit Thomas Klingenmeier (Stuttgarter Zeitung) • In englischer Sprache
Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänder Platz 1, D-70173 Stuttgart
Eintritt: EUR 4, erm. EUR 2,50 (Reservierung: karten.stadtbibliothek@stuttgart.de)
Es gelten die lokalen pandemischen Einschränkungen der Regierung des Landes Baden-Württemberg

FRANKFURT • 16. MÄRZ – 19.00 UHR
Núria Tamarit im Gespräch mit Yvonne Koch (Hessischer Rundfunk)
Instituto Cervantes, Staufenstraße 1, D-60323 Frankfurt am Main
Eintritt: frei (Reservierung: frankfurt@cervantes.es)
Es gelten die lokalen pandemischen Einschränkungen der Regierung des Landes Hessen

BERLIN • 17. MÄRZ – 20 UHR
Núria Tamarit im Gespräch mit Lea Hübner ( bersetzerin von TOUBAB)
Bibliothek am Luisenbad, Badstraße 39, D-13357 Berlin
Eintritt: frei
Es gelten die lokalen pandemische Einschränkungen des Berliner Senats

Comic Expansion – Save the Date: 19./20. Mai

Eine Comickonferenz zur Bestandsaufnahme und Horizonterweiterung

Gezeichnete Magazine zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen aus Schleswig-Holstein, Kindercomics aus Frankfurt am Main, die Publikation einer Überlebensgeschichte sibirischer Deportierter durch einen Comicverlag in Kassel, Ausstellungen in der Comic-Abteilung der Stadtbibliothek in Magdeburg, ein großes Comicfestival in Erlangen, Workshops mit Geflüchteten in München – die Szene der Comicschaffenden in Deutschland ist vielfältig, dynamisch und in unterschiedlichster Weise kreativ, doch bei aller positiven Entwicklung stellen sich eine Reihe von Fragen in Bezug auf den Comic bei uns.

Wie geht es dem Comic in Deutschland? Welche Richtungen und Szenen gibt es? Wie wird jemand heute Comic-Künstler:in, welche Hochschulen und Ausbildungsgänge gibt es? Unter welchen Bedingungen können Comic- Künstler:innen ihrer Arbeit nachgehen? Welche Themen beschäftigen sie? Wie kann Comic in den Schulen und in der kulturellen oder politischen Bildung wirken? Welchen Beitrag kann das Medium zur Gedächtniskultur der Gesellschaft leisten? Welche Möglichkeiten gibt es, die Comickultur künftig zu stärken?

Um diese und viele andere Fragestellungen aufzuwerfen und zu diskutieren, möchten das Literarische Colloquium Berlin am Wannsee und der Deutsche Comicverein e.V. im Mai 2022 eine Konferenz der Comic-Akteur:innen veranstalten. Sie soll in Berlin stattfinden und in möglichst großer Breite die verschiedensten Vertreter:innen der Szene versammeln – von direkt an Comicproduktion, Verteilung und Verkauf Beteiligten über Kritiker:innen, Veranstalter:innen sowie Vertreter:innen von Ausbildungsstätten, Förderinstitutionen und Interessenverbänden.

Die Veranstaltung findet am 19. & 20. Mai 2022 im LCB statt.

“Berichte aus der Ukraine” von Igort – Leseprobe

In den letzten Tagen war an kaum etwas anderes zu denken als den Krieg in der Ukraine, die Bilder der zerstörten Wohnhäuser, Rauchsäulen und kauernde Menschen in der Kiewer U-Bahn. Wladimir Putin sprach im Vorfeld seines Überfalls in einer martialischen Ansprache verkündet, die Ostukraine würde historisch zu Russland gehören, mit Lenin als “Schöpfer und Architekt” der ukrainischen Republik. Die einstündige Rede will und kann sich keiner in voller Länge antun, aber diese historischen Exkurse von Putin wurden besonders in den Medien aufgriffen. Was in den deutschen Medien weniger vorkommt, sind andere Aspekte der ukrainisch-sowjetischen/russischen Geschichte, z.B. der Genozid durch Hunger an der ukrainischen Bevölkerung, den so genannten “Holodomor”, in den 1930ern durch Stalin, dem sieben Millionen Ukrainer*innen zum Opfer fielen.

Zum ersten Mal gehört habe ich vom Holodomor in Igorts eindringlichem Essay-Comic “Berichte aus der Ukraine (Erinnerungen an die Zeit der UdSSR)”, den wir bei Reprodukt vor über 10 Jahren, Herbst 2011, verlegt haben. Inzwischen hat der italienische Comickünstler ja eine ganze Reihe von gezeichneten Reise- und Reportage-Bände vorgelegt, darunter einen über Russland und drei über seine Jahre und seine Reisen durch Japan. Aber 2011 war Igorts Ukraine-Buch eine echte Offenbarung für mich: eine eigentümliche Mischung aus persönlichen Erinnerungen, einem ambitionierten Oral-History-Diskurs von unten und poetischen Aquarell-Bildern, die zwischen Schönheit und Grauen changieren. Für das Buch bereiste Igort 2008 und 2009 die Ukraine, führte dort Interviews mit einfachen Menschen, vor allem Zeitzeugen des Stalinismus und Überlebenden der Hungerkatastrophe, die ihm von von der Welt vergessenen Verbrechen und Gräueln erzählten. Igort präsentiert sich als empathischer Zuhörer, der die Geschichten seiner Gesprächspartner mit viel Geduld, Respekt und Einfühlsamkeit zu Papier bringt. Auf den letzten Seiten des Buchs berichtet Igort davon, wie 2008 Versuche der Ukraine, den Holodomor von der UN als Genozid anerkennen zu lassen, am Veto Russlands scheitert, während kurze Zeit später auf den Hauptplätzen Moskaus gigantische Stalin-Porträts installiert werden, als Teil der staatlich verordneten nationalistischen Wiedererweckung.

Ich hatte “Berichte aus der Ukraine” schon seit Jahren nicht mehr gelesen, es ist schließlich auch keine leichte Lektüre … Die zynischen Worte Putins über die historisch bedingte Nicht-Existenz der Ukraine hatten mir Igorts Comic und seine eindringliche Comic-Geschichtsarbeit wieder in Erinnerung gebracht. Ich habe das Buch aus dem Regal gezogen und – was für ein Sog ! – erst nach Stunden wieder aus der Hand gelegt.

An dieser Stelle folgt noch das komplette erste Kapitel.

Neue Ausschreibung für den Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung

Die Berthold Leibinger Stiftung hat erneut den Comicbuchpreis ausgeschrieben. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird für einen herausragenden Comic in deutscher Sprache vergeben. Neben den Preisträger:innen erhalten die Finalist:innen ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro. 

Die Arbeit darf bis zur Preisverleihung im Mai 2023 nicht publiziert, ihre Fertigstellung aber absehbar sein. Neben dem Preisgeld erhält das prämierte Werk im Literaturhaus Stuttgart und im Literarischen Colloquium Berlin eine Ausstellung. Bis zum 30. Juni 2022 können nun Bewerbungen eingereicht werden. Eine Veröffentlichung des Bandes vor der Frist führt zur Disqualifizierung des Bewerbers.

Weitere Informationen unter: www.leibinger-stiftung.de

Die Preisträger:innen der Jahre 2021 und 2022 sind Sheree Domingo und Patrick Spät mit “Madame Choi und die Monster” (2022) sowie Mia Oberländer mit “Anna” (2021). 2020 gewann Reprodukt-Künstler Max Baitinger mit “Sibylla”.

Interview mit Peer Meter: »Effigie – Das Gift und die Stadt«. Der Fall Gesche Gottfried kommt ins Kino

Lieber Peer, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, mit uns zu sprechen. Am 20. Januar erscheint der Spielfilm »Effigie – das Gift und die Stadt« im Kino, für den du das Drehbuch geschrieben hast. Darin geht es um die Serienmörderin Gesche Gottfried, die in Bremen Anfang des 19. Jahrhunderts 15 Menschen tötete, indem sie ihre Opfer mit Arsen vergiftete. Seit vielen Jahren beschäftigst du dich in unterschiedlichen Arbeiten mit dem Fall – 2010 ist in Zusammenarbeit mit Barbara Yelin die Graphic Novel »Gift« bei Reprodukt erschienen. Wie bist du auf den Fall der Gesche Gottfried aufmerksam geworden?

In meiner Heimatstadt Bremen ist das Thema Gesche Gottfried ja immer präsent. Genau wie Fritz Haarmann in Hannover. Wir wachsen sozusagen damit auf.
1988 gelangten die während des Zweiten Weltkriegs zusammen mit zahlreichen anderen Bremer Archivalien ausgelagerten Gesche-Gottfried-Akten überraschend zurück nach Bremen. Da sich kein Historiker dafür interessierte, habe ich begonnen, jene Akten auszuwerten; übrigens eine Arbeit, die sich über einen Zeitraum von vielen Jahren erstreckte. Die beiden Bände haben immerhin einen Umfang von beinahe zweitausend Seiten.

Der Fall Gesche Gottfried ist vor allem auch ein rechtshistorisches Phänomen: Vor Gericht berief sich die Verteidigung auf die Schuldunfähigkeit der Frau, weil sie psychisch krank gewesen sei – scheiterte jedoch mit dieser Strategie. Schließlich wurde sie öffentlich hingerichtet. Was findest du an der Geschichte so faszinierend, dass du den Fall seit vielen Jahren in unterschiedlicher Form beleuchtest?

Die Frage nach dem seltsamen Handeln von Gesche Gottfrieds Verteidiger Friedrich Leopold Voget ist in wenigen Sätzen nicht zu beantworten. Er hatte damals zwei Bücher über den Fall publiziert, worin er eine streckenweise erlogene Sicht auf die Ereignisse und auf Gesche Gottfried gibt. Ich habe unter anderem nachgewiesen, dass er die Gerichtsakten teilweise grob verfälscht wiedergegeben und sogar eigenes hinzugedichtet hat. Meine Auswertung der Prozessakten brachte eine Fülle von neuen Aspekten ans Licht. Insbesondere den Versuch des Bremer Bürgertums, eine Mitverantwortung an den furchtbaren Taten zu verschleiern. Die Giftmordserie hätte aufgrund zahlreicher Hinweise aus dem Umfeld Gesche Gottfried bereits Jahre vor ihrer Verhaftung aufgedeckt werden müssen. Viele der Morde, vor allem aber sämtliche Giftgaben in nicht tödlicher Dosis, hätten verhindert werden können, wäre den Warnungen vor Gesche Gottfried und vor ihrem Unglückshaus, in dem die Menschen an den immer gleichen schweren Vergiftungssymptomen sterben, Beachtung geschenkt worden.
Dies zu korrigieren, die Sichtweise auf diese Frau in ein gerechteres Licht zu setzen, aber auch die verlogene Rolle des Bremer Bürgertums zu entlarven, war die eigentliche Antriebsfeder, mich mit der Auswertung der so lange verschollen geglaubten Prozessakten über so viele Jahre zu beschäftigen.

Wir sollten allerdings niemals außer Acht lassen, dass wir mit Gesche Gottfried eine gefährliche Serienmörderin vor uns haben, die in rücksichtsloser Härte gegen ihre Mitwelt vorgegangen ist.

Kannst du uns etwas über deinen Rechercheprozess zu dem Fall erzählen?

Ich wohnte damals in der Nähe des Bremer Staatsarchivs und habe mich dort jeden Vormittag für zwei Stunden mit den Akten beschäftigt. Man darf sich das nun nicht so vorstellen, dass alles wohlgeordnet vor einem liegt. Vielmehr liegt es wie Kraut und Rüben durcheinander; eben so, wie es Tag für Tag dem Gericht zugegangen war. Zudem ist alles in alter Handschrift geschrieben, die ich mühsam entziffern musste. Eine Sisyphusarbeit. Aber spannend, sehr spannend, weil beinahe jeden Tag neues ans Licht kam.

Wie ist es nun zu dem Film gekommen? Gab es die Idee, aus dem Stoff ein Drehbuch zu schreiben, schon länger?

Ja. Als unsere Graphic Novel »Gift« erschienen war, hatte ein Regisseur eine einjährige Option auf eine Verfilmung erworben. Aus dem Projekt wurde allerdings nichts. Später bestand von anderer Seite Interesse an einer deutsch-französischen Co-Produktion. Allerdings ist auch dieses Projekt nie realisiert worden.
Die Vermittlung zu Udo Flohr, dem Regisseur von »Effigie«, geschah durch meinen Agenten Henning Ahlers, der sehr gut in der Filmbranche vernetzt ist.

Wie war die Zusammenarbeit mit Udo Flohr? Ihr habt auch zusammen am Drehbuch gearbeitet, oder? Erzähl uns etwas über den Schreibprozess: Ging das schnell, weil du schon länger an dem Stoff gearbeitet hattest?

Schnell ging es nicht. Udo hatte zuerst die Idee, aus meinem Theaterstück »Die Verhöre der Gesche Gottfried« ein filmisches Kammerspiel zu machen. Aus dieser Idee haben wir im Laufe der Zeit gemeinsam den Plot für »Effigie« entwickelt. Auf dieser Grundlage habe ich dann das Drehbuch geschrieben.
Da die Dreharbeiten vorgezogen wurden und mir bei einem anderen Projekt der Abgabetermin im Nacken saß, hatten wir eine Co-Autorin mit ins Boot geholt, die mir einen Handlungsstrang abnehmen sollte. Letztendlich habe ich ihre Szenen aber doch selbst geschrieben.

Warst du bei den Dreharbeiten selbst vor Ort? Falls ja – hast du vielleicht eine Anekdote vom Filmset für uns?

Ich bin der Meinung, dass ein Autor an einem Filmset nicht zu suchen hat. Diese Sichtweise mag sehr hart klingen und womöglich Kollegen empören. Aber ich meine, sobald das Drehbuch abgeliefert ist, ist die Arbeit des Autors an dem Film beendet und andere übernehmen. Es ist übrigens an einem Filmset auch todlangweilig. Die Leute haben da völlig falsche Vorstellungen.
Es ist während der Dreharbeiten zweimal passiert, dass Udo mich am Abend anrief, weil er für den nächsten Tag eine zusätzlich Szene benötigte. Dies war zum Beispiel bei der Eröffnungsszene auf der Brücke der Fall. Er hatte sie am nächsten Morgen pünktlich vor Drehbeginn vorliegen.

In beiden Fällen – Graphic Novel und Film – wird die Geschichte der Gesche Gottfried aus der Perspektive einer Frau erzählt, die neu in die Stadt kommt. In der Graphic Novel ist es eine junge Schriftstellerin, die nach Bremen reist, um eine Reisebeschreibung zu verfassen. Im Film ist es eine junge Gerichtsprotokollantin. Was war dir wichtig daran, dass die Geschichte von einer Erzählerin vorgetragen wird?

Ich wollte unbedingt aus der Perspektive einer Frau erzählen, weil ich nur so eine unmittelbare Nähe zu der Situation der Frauen in jener Zeit bekomme.

Im Film wie in der Graphic Novel setzt du dich auch mit dem Verhältnis zwischen der Gesellschaft und ihren weiblichen Mitgliedern auseinander. In der Graphic Novel heißt es, »dass eine Frau zu geistiger Arbeit nicht bestimmt« sei und im Film erkundigt sich ironischerweise Gesche Gottfried bei der eintreffenden Gerichtsprotokollantin Cato Böhmer, warum das Gericht denn eine Frau schicke. Du zeichnest in beiden Arbeiten auch ein ambivalentes Bild von Schuld und Verantwortung einer Täterin, die in einer Welt lebte, die Frauen dem Mann unterordnete. Warum ist dir dieser Aspekt an dem Fall so wichtig?

»…die Frauen dem Mann unterordnete« verharmlost die aus heutiger Sicht doch schockierende Situation der Frauen in der damaligen Zeit ganz erheblich. Einer Frau blieb es damals versagt, ein eigenständiges Leben zu führen. Sie wurde vielmehr in eine vorgeformte Lebensbahn gezwängt, aus der sie sich nicht befreien konnte.
Gesche Gottfried zum Beispiel blieb ja, obgleich hochintelligent, jede höhere Schulbildung versagt. Darum wundert sie sich in unserem Film, dass es einer Frau durchaus möglich ist, zu studieren.

Für mich trifft die Interpretation Fassbinders in seinem Theaterstück »Bremer Freiheit« exakt den Punkt. Ich sehe ebenfalls in Gesches Handeln so etwas wie ein Aufschrei, was historisch gesehen natürlich nicht zu halten ist. Aber wir haben ja keine Doku über den Fall der Gesche Gottfried gemacht, sondern einen Spielfilm, der freie Interpretationen nicht nur zulässt, sondern nachgerade fordert.

Die Graphic Novel »Gift« ist Teil einer Trilogie. Neben der mit Barbara Yelin bei uns, sind zwei weitere Graphic Novels bei Carlsen erschienen: »Haarmann« mit Isabel Kreitz und “Vasmers Bruder” mit David von Bassewitz. Hast du auch zu den anderen beiden schon Drehbücher in Planung?

Ja. Und für »Haarmann« habe ich die Drehbücher sogar bereits fertiggeschrieben. Sie sind als Miniserie von fünf Folgen zu sechzig Minuten angelegt. Durch Corona liegt dieses Projekt allerdings derzeit auf Eis.
Es sind zudem noch einige Comicszenarios vorhanden, die ich Anfang der zehner Jahre geschrieben habe. Diese Arbeiten sollen sukzessive zu Filmdrehbücher umgearbeitet werden. Da ich es selbst allerdings zeitlich nicht schaffe – ich arbeite derzeit an einer Romantrilogie, die mich voll einnimmt – bin ich für jene Drehbücher auf der Suche nach einem Co-Autor bzw. einer Co-Autorin.

Lieber Peer, vielen Dank für das Gespräch.