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Ferdinand Lutz (“Q-R-T”) für den Preis der Jungen Literaturhäuser 2021 nominiert

Wir freuen uns ungemein, nicht nur auf die Ostertage, sondern auch, weil der Kölner Kindercomiczeichner und Herausgeber Ferdinand Lutz („Q-R-T”, „Rosa und Louis”) für den Preis der Jungen Literaturhäuser nominiert worden ist!

Herzlichen Glückwunsch, Ferdinand! So macht die Eiersuche gleich doppelt Spaß!

Der Preis der Jungen Literaturhäuser wird vom Netzwerk der Literaturhäuser verliehen, und zwar zum allerersten Mal! Mit dem Preis der Literaturhäuser werden Autor*innen schon seit 20 Jahren geehrt (2015 ging der Preis mit Nicolas Mahler auch an einen Comickünstler). Mit dem neu geschaffenen Preis der Jungen Literaturhäuser werden ab diesem Jahr auch Kinder- und Jugendbuchautor*innen gefeiert. Mit dem Preis sollen, so die offizielle Pressemitteillung, “Autor*innen ausgezeichnet werden, die nicht nur herausragende Bücher für Kinder und Jugendliche geschaffen haben, sondern die in der lebendigen, interaktiven Begegnung mit ihrem Publikum stark sind, die Kinder und Jugendliche mit ihrer Sprache und ihren Auftritten erreichen, die vielleicht schon experimentiert haben mit digitalen Formaten und die durch ihre Lesungen das einlösen, wofür die Literaturhäuser stehen.”

Neben Ferdinand Lutz sind noch Franziska Biermann und Finn-Ole Heinrich nominiert, denen wir natürlich auch aufs Herzlichste gratulieren. Der Preis der Jungen Literaturhäuser ist mit 5000 Euro dotiert. Das Publikum kann auf der Website des Netzwerks der Literaturhäuser abstimmen, am 23. April, dem Welttag des Buches, wird die Gewinnerin oder der Gewinner bekannt gegeben, die Preisverleihung findet im Sommer statt.

Alle weiteren Informationen auf www.literaturhaus.net.

Comiczeichner Ferdinand Lutz kennen viele junge Leser*innen aus “Dein Spiegel”. Im monatlichen Kinder-Magazins des “Spiegels” erschienen seine Comics „Q-R-T”, und„Rosa und Louis” als Fortsetzungsreihen. Reprodukt sammelt und editiert seine Comics neu und bringt sie im Buchformat heraus. Zuletzt veröffentlichte Reprodukt den dritten Band von “Q-R-T – Nächste Stunde: Außerirdisch”. Für Herbst 2021 ist ein neuer Band in der Mache.

Ferdinand ist zudem Mit-Herausgeber des Kindercomic-Magazins “Polle”, das Comics, Rätsel und Lieder von einigen der besten deutschsprachigen und internationalen Comic- und Kinderbuch-Autor*innen veröffentlicht. Vor wenigen Wochen ist die vierte Ausgabe des Magazins erschienen, für die u.a. Nadia Budde einen exklusiven Beitrag gezeichnet hat.

Zu seinen Comics hat Ferdinand Lutz zusammen mit Musiker Dominik Merscheid unterhaltsame Live-Lese-Musik-Performances erarbeitet, mit denen er auf Kinderbuchfestivals, in Jungen Literaturhäusern, in Bibliotheken und Buchhandlungen auftritt: www.bildklanglesung.de

Hier gibt es ein tolles Youtube-Video von Ferdinand anlässlich seiner Nominierung.

Sprechende Bilder: 9. Hamburger Graphic Novel Tage

Vom 22. bis 25. März 2021 findet im Literaturhaus Hamburg die 9. Ausgabe der Reihe Sprechende Bilder: Hamburger Graphic Novel Tage statt. Zu Gast im Livestream sind nationale und internationale Gäste, darunter  Anke Kuhl (“Lehmriese lebt“), Dorothée de Monfreid (“Die Hundebande”), Nicolas Mahler (“Das Ritual“) und Max Baitinger (“Brigit“).

An den vier aufeinander folgenden Tagen werden im Literaturhaus Podiumsveranstaltungen mit jeweils zwei Künstler:innen stattfinden. Die Gespräche werden von Andreas Platthaus moderiert und live gestreamt.

Montag, 22. März | 19.00 Uhr
“Großmeisterinnen nicht nur für junge Leser”: Anke Kuhl (D) & Dorothée de Monfreid (FR)

Dienstag, 23. März | 19.00 Uhr
“Comics über Kunst sind selbst eine Kunst”: Typex (NL) und Jakob Hinrichs (D)

Mittwoch, 24. März | 19.00 Uhr
“Inhaltliche Vielfalt als Lustprinzip”: Nicolas Mahler (AUT), Jaroslav Rudiš (CZ)und Tina Brenneisen (D)

Donnerstag, März | 19.00 Uhr
“Unbedingter Stil- und Stilisierungswillen”: Rutu Modan (ISR) und Max Baitinger (D)

Ein Livestream-Einzeltickets kosten 5 EUR, das Kombiticket für alle Abendveranstaltungen im Streamingabonnement 12 EUR.

Literaturhaus e. V., Schwanenwik 38, D-22087 Hamburg
Tel. (040) 22 70 20 11, Fax (040) 2 20 66 12
email: info@literaturhaus-hamburg.de
www.literaturhaus-hamburg.de
www.julit-hamburg.de

Instagram-Verlosung : #Girlsplaining

Warum haben wir vor dem Wort “Vulva” mehr Angst als vor “Voldemort”? Müssen wir uns wirklich für unsere Körperbehaarung schämen? Wieso werden im Schulunterricht hauptsächlich männliche Autoren gelesen? Und warum sind die Geschlechterrollen bei Kinderspielzeug in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts stecken geblieben?

InGirlsplaininggeht Katja Klengel diesen Fragen auf den Grund und schildert mit Humor und schonungsloser Offenheit ihre persönlichen Erfahrungen und vermeintlichen Unzulänglichkeiten – und was es für sie bedeutet, heute eine Frau zu sein.

Zum Internationalen Frauenkampftag am 8. März stellen wir Euch zurzeit einige unserer feministischen Stimmen vor. Da ist GIRLSPLAINING von Katja Klengel selbstverständlich nicht wegzudenken! Aus diesem Anlass verlosen wir insgesamt 5x SIGNIERTE GIRLSPLAINING + GOODIE BAG. Mitmachen geht ganz easy:

• folge uns (@reprodukt_berlin) auf Instagram

• like das Verlosungsposting

• verrate uns in den Kommentaren, was auf Deinem Demoschild zum Internationalen Frauenkampftag steht …

Bis Dienstag, den 9.03.2021 hast Du Zeit an der Verlosung teilzunehmen – Viel Glück! 

Am Mittwoch, den 10.03.2021 losen wir die glücklichen Gewinner:innen aus und werden dann per Privatnachricht kontaktiert. Unsere Social Media Teilnahmebedingungen findest Du hier:

1. Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Instagram und wird in keiner Weise von Instagram gesponsert, unterstützt oder organisiert. Die Empfänger:in der von der Teilnehmer:in bereitgestellten Informationen ist nicht Instagram, sondern REPRODUKT, Gottschedstraße 4 / Aufgang 1, 13357 Berlin, Germany, als Betreiber:innen des Reprodukt Instagram Accounts (reprodukt_berlin) (kurz: „Veranstalter:innen“). Die bereitgestellten Informationen werden einzig für das Gewinnspiel verwendet.
2. Eine Teilnahme am Gewinnspiel ist ausschließlich zu den hier aufgeführten Bedingungen möglich. Mit der Teilnahme erkennt die Teilnehmer:in diese Teilnahmebedingungen ausdrücklich an. Die Veranstalter:innen behalten sich vor, das Gewinnspiel zu jedem Zeitpunkt ohne Vorankündigung und ohne Angabe von Gründen abzubrechen oder zu beenden.
3. Das Gewinnspiel beginnt am 5. März und endet am 9. März.
4. Zu gewinnen gibt es 5x signierte “Girslplaining” + Goodie Bags.
5. Die Anmeldung zum Gewinnspiel erfolgt über das Folgen unseres [Instagram Accounts](https://www.instagram.com/reprodukt_berlin/) und einem Kommentar unter unserem Gewinnspielsposting.
6. Bilder und Kommentare, die gegen die Instagram-Richtlinien, deutsches Recht, unsere Netiquette und/oder das Copyright verstoßen, werden nach Kenntnisnahme ohne Ankündigung entfernt. Die Teilnehmer:in ist damit von der Verlosung ausgeschlossen.
7. Die Verlosung des Gewinns erfolgt nach Ablauf des Durchführungszeitraumes unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Teilnahme an der Verlosung setzt für alle Teilnehmenden das Abonnieren des Reprodukts-Accounts voraus und einen Kommentar unter dem zugehörigen Post von Reprodukt.
8. Die Gewinner:in werden über die Direct Message Funktion von Instagram informiert. Gewinner:innen müssen innerhalb von 5 Werktagen (ab Gewinnbenachrichtigung) ihre Kontakt- und Adressdaten per „Direct Message“ an die Reprodukt Instagram-Seite oder per E-Mail an andrea.cisnado@reprodukt.com melden. Sollten Gewinner:innen die Annahme des Gewinnes in dieser Zeit nicht bestätigen, verfällt ihr Anspruch auf den Gewinn ersatzlos. Es wird dann nach gleichem Vorgehen eine Ersatzgewinner:in ermittelt. Eine Verpflichtung zur Annahme des Gewinnes besteht nicht.
9. Soweit im Rahmen des Gewinnspiels personenbezogene Daten von Teilnehmern erfasst werden, werden diese vom Veranstalter ausschließlich zum Zwecke der Durchführung des Gewinnspiels erhoben, verarbeitet und genutzt sowie nach Beendigung des Gewinnspiels gelöscht. Die Teilnehmer:in erklärt sich damit ausdrücklich einverstanden. Die Teilnehmer:in kann diese Zustimmung jederzeit durch Brief oder E-Mail widerrufen. Für die Korrektheit und Vollständigkeit seiner abgeschickten Daten ist die Teilnehmer:in selbst verantwortlich.
10. Die Bilder aller Teilnehmer:innen dürfen während des Gewinnspiels für den Instagram-Account von Reprodukt verwendet werden. Das Bild der Gewinner:in darf für den Instagram Account von Reprodukt verwendet werden.
Die personenbezogenen Daten der Teilnehmer werden von den Veranstalter:innen unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen genutzt und erhoben.
Die Einwilligung kann jederzeit durch Löschung des entsprechenden Kommentars widerrufen werden. In diesem Fall erklärt die Teilnehmer:in zugleich, an dem Gewinnspiel nicht mehr teilzunehmen.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Interview mit Max Baitinger (“Sibylla”) zum 400. Geburtstag von Sibylla Schwarz

Am heutigen Sonntag, dem 14. Februar 2021, jährt sich zum 400. Mal der Geburtstag von Sibylla Schwarz. Geboren 1621 in Greifswald, mitten in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges, begann sie schon als Kind damit, Gedichte zu verfassen, die für ihr Alter außergewöhnlich tiefgründig und ausgeklügelt waren. Leider starb sie bereits im Alter von 17 Jahren an der Ruhr. Im 17. Jahrhundert als wohl bedeutendste Barockdichterin betrachtet, geriet Sibylla später weitestgehend in Vergessenheit.

Max Baitinger, Autor und Zeichner von BIRGIT (Reprodukt), HEIMDALL und RÖHNER (beide Rotopolpress), arbeitet zurzeit an einer Graphic Novel über Sibylla Schwarz. Darin verbindet er das Leben und Werk des Wunderkindes mit seiner ganz eigenen Betrachtung ihrer Person. Im vorigen Jahr wurde Max Baitinger für SIBYLLA bereits mit dem Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung ausgezeichnet. In der Begründung der Jury hieß es: “Gewitzt und gekonnt beginnt er ein Erzählgerüst aus verschiedenen Ebenen zu konstruieren, das von bemerkenswerter grafischer Stärke zeugt.”

Anlässlich des 400. Geburtstages von Sibylla Schwarz habe ich mit Max Baitinger über sein aktuelles Projekt und die Person Sibylla gesprochen.

Vielen Dank, Max, dass du dir die Zeit nimmst, mit uns über dein aktuelles Projekt SIBYLLA zu reden. Dein nächstes Buch dreht sich um das Leben von Sibylla Schwarz, einer deutschen Barockdichterin, die früh gestorben und heute eher unbekannt ist. Wie bist du auf Sibylla Schwarz aufmerksam geworden? Warum hast du gerade sie zum Zentrum deines neuen Projektes gemacht? Was fasziniert dich so an ihr?

Bertram Reinecke, der Sibyllas Gesamtwerk neu auflegt, hatte mir vorgeschlagen, eine Graphic Novel über sie zu machen und ich habe ihm keine Hoffnungen gemacht. Barocke Lyrik war (und ist) mir fremd und angesichts der zeitintensiven Arbeit suche ich mir meine Themen lieber selber. Aber ihre Lebensumstände haben mich schon fasziniert. Sie wurde nur siebzehn Jahre, hat diese ausschließlich im dreißigjährigen Krieg verbracht und ein umfangreiches Werk hinterlassen. Allem voran musste ich auch über die Ironie der Geschichte lachen: sie soll “das erste kompromisslos feministische Gedicht” überhaupt verfasst haben, wurde die “pommersche Sappho” genannt und nur von Männern verlegt und erforscht (fast). Und da sitze ausgerechnet ich mit ein paar anderen Kerlen am Tisch beim Bier und plane eine Graphic Novel. Das war der Auslöser. Es geht also um Sibylla und was aus ihr gemacht werden soll.

Wie verlief deine Recherche zu Sibylla?

Bertram hat mich an den Sibylla Schwarz e.V. in Greifswald verwiesen, wo ich Walter Baumgartner, Monika Schneikart und Michael Gratz kennengelernt habe, die zu Sibylla forschen. Mich hat vor allem interessiert, welche Perspektive die drei auf Sibylla haben. Von ihnen habe ich auch die reproduzierte Originalausgabe der Gedichte erhalten, sowie Aufsätze über Sibyllas Werk. Aber ich bin damit nicht systematisch vorgegangen sondern habe eher einzelne Aspekte aus Werk und Gesprächen herausgegriffen, die ich zu Schwerpunkten meines Buches gemacht habe.

Welcher Eindruck von Sibyllas Person entstand bei dir während deiner Recherche?

Für mich war Sibylla vor allem zur falschen Zeit am falschen Ort. Mir scheint, sie war hochbegabt. Verfasste schon mit vierzehn-fünfzehn Jahren die überlieferten Sonette während sie in einem Umfeld lebte, dass nicht viel für ihre Begabungen übrig hatte. Mir gefällt, mit welcher Liebe sie Beziehungen zu ihren Mitmenschen pflegte, indem sie jene in ihre Kunst mit einbezog.

Über Sibyllas Leben ist relativ wenig bekannt und einige Angaben widersprechen sich auch. Wie bist du mit diesen Lücken in ihrem Lebenslauf bei deiner Arbeit zurechtgekommen?

Die Lücken haben mir die Arbeit erst ermöglicht. Gäbe es eine ausführliche Biografie über Sibylla Schwarz, stünde mein Buch unter dem Anspruch, “authentisch” zu sein. So ein Buch würde ich nicht machen wollen.

Sibylla hat sich seinerzeit als Dichterin aktiv gegen eine von Männern beherrschte Domäne widersetzt. Denkst du, dass sie und ihre Gedichte heutzutage wieder stärker in den Fokus gerückt werden sollten? Wie groß ist Sibyllas Einfluss auf die Nachwelt?

Ich möchte vor allem diesen nötigen Widerstand in den Fokus rücken. Und die Kritik an Männerdomänen ist ja heute noch angemessen. Ich wollte ihr auch außerhalb Barock-Lyrik-interessierter Kreise mehr Aufmerksamkeit ermöglichen. Das hat sie verdient. Mir scheint, sie hat ihr kurzes Leben lang nur Gegenwind gehabt und trotzdem einen Umgang damit gefunden.

Du vermischt in dem Buch die Dokumentation deines Arbeitsprozesses mit Episoden aus Sibyllas Leben. Wieso hast du diese Erzählweise gewählt?

Die Textebene des Buchs gibt meine und andere gegenwärtigen Stimmen wieder. Die Bildebene folgt Sibylla. Ich wollte ihr die Möglichkeit geben, sich als Figur zu entfalten und parallel dazu Gedanken zu dem Buch selber zu äußern um unsere Perspektive auf Sibylla zu hinterfragen. Das Zusammenspiel dieser Ebenen hat den Reiz für mich ausgemacht. Mal scheinen es ihre eigenen Gedanken zu sein, mal widersprechen sie ihrem Handeln. Für mich gehört das zu dieser Arbeit dazu: Es ist Sibylla. Und sie ist es nicht.

Vielen Dank für das Gespräch, Max!

“Sibylla” von Max Baitinger erscheint im Herbst 2021 bei Reprodukt.

Mehr von Max Baitingers Arbeit könnt ihr auf www.maxbaitinger.com und auf seinem Instagram-Account @maxbaitinger sehen.

Instagram Verlosung – #Kiste

Mattis ist Bastler. Und Erfinder. Da kann er die Kiste natürlich bestens brauchen, die er eines Tages vor dem Haus findet. Er staunt allerdings nicht schlecht, als die ihn plötzlich fröhlich begrüßt. Eine lebende Kiste!

Heute erscheinen im Loewe Verlag neue Loewe Wow! Bücher – diesmal mit dabei: Mattis & Kiste – Abenteuer im Ferienlager. Ein wundervoller Anlass für eine Verlosung. Zusammen mit Loewe verlosen wir insgesamt 6 KISTE Pakete:

1.)  1x Kiste (signiert) + 1x Kiste – Fluchtmücken und Wetterzauber (signiert) + 1x Mattis & Kiste – Abenteuer im Ferienlager
2.) 1x Kiste (signiert) + 1x Mattis & Kiste – Abenteuer im Ferienlager
3.) – 6.) 1x Kiste Band deiner Wahl + 1x Mattis & Kiste – Abenteuer im Ferienlager

Mitmachen geht ganz easy:


• folg @loewe.verlag und uns (@reprodukt_berlin) auf Instagram

• Like das Verlosungsposting

• Verratet uns in den Kommentaren, was bei Euch schon lange in einer Kiste schlummert….

Bis zum 17.02.2021 hast Du Zeit an der Verlosung teilzunehmen – Viel Glück! 

Am Donnerstag, den 18.02.2020 losen wir die glücklichen Gewinner:innen aus und werden dann per Privatnachricht kontaktiert. Unsere Social Media Teilnahmebedingungen findest Du hier:

1. Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Instagram und wird in keiner Weise von Instagram gesponsert, unterstützt oder organisiert. Die Empfänger:in der von der Teilnehmer:in bereitgestellten Informationen ist nicht Instagram, sondern REPRODUKT, Gottschedstraße 4 / Aufgang 1, 13357 Berlin, Germany, als Betreiber:innen des Reprodukt Instagram Accounts (reprodukt_berlin) (kurz: „Veranstalter:innen“). Die bereitgestellten Informationen werden einzig für das Gewinnspiel verwendet.
2. Eine Teilnahme am Gewinnspiel ist ausschließlich zu den hier aufgeführten Bedingungen möglich. Mit der Teilnahme erkennt die Teilnehmer:in diese Teilnahmebedingungen ausdrücklich an. Die Veranstalter:innen behalten sich vor, das Gewinnspiel zu jedem Zeitpunkt ohne Vorankündigung und ohne Angabe von Gründen abzubrechen oder zu beenden.
3. Das Gewinnspiel beginnt am 10. Februar und endet am 17. Februar.
4. Zu gewinnen gibt es sechs Buchpakete jeweils mit verschiedenen “Kiste Bänden” und ein mal “Mattis & Kiste – Abenteuer im Ferienlager” (Loewe Verlag).
5. Die Anmeldung zum Gewinnspiel erfolgt über das Folgen unseres [Instagram Accounts](https://www.instagram.com/reprodukt_berlin/) und dem [Instagram Account von Ullstein Buchverlag](https://www.instagram.com/loewe.verlag/) und einem Kommentar unter unserem Gewinnspielsposting.
6. Bilder und Kommentare, die gegen die Instagram-Richtlinien, deutsches Recht, unsere Netiquette und/oder das Copyright verstoßen, werden nach Kenntnisnahme ohne Ankündigung entfernt. Die Teilnehmer:in ist damit von der Verlosung ausgeschlossen.
7. Die Verlosung des Gewinns erfolgt nach Ablauf des Durchführungszeitraumes unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Teilnahme an der Verlosung setzt für alle Teilnehmenden das Abonnieren des Reprodukts und Loewe-Accounts voraus und einen Kommentar unter dem zugehörigen Post von Reprodukt.
8. Die Gewinner:in werden über die Direct Message Funktion von Instagram auf Instagram informiert. Gewinner:innen müssen innerhalb von 5 Werktagen (ab Gewinnbenachrichtigung) ihre Kontakt- und Adressdaten per „Direct Message“ an die Reprodukt Instagram-Seite oder per E-Mail an andrea.cisnado@reprodukt.com melden. Sollten Gewinner:innen die Annahme des Gewinnes in dieser Zeit nicht bestätigen, verfällt ihr Anspruch auf den Gewinn ersatzlos. Es wird dann nach gleichem Vorgehen eine Ersatzgewinner:in ermittelt. Eine Verpflichtung zur Annahme des Gewinnes besteht nicht.
9. Soweit im Rahmen des Gewinnspiels personenbezogene Daten von Teilnehmern erfasst werden, werden diese vom Veranstalter ausschließlich zum Zwecke der Durchführung des Gewinnspiels erhoben, verarbeitet und genutzt sowie nach Beendigung des Gewinnspiels gelöscht. Die Teilnehmer:in erklärt sich damit ausdrücklich einverstanden. Die Teilnehmer:in kann diese Zustimmung jederzeit durch Brief oder E-Mail widerrufen. Für die Korrektheit und Vollständigkeit seiner abgeschickten Daten ist die Teilnehmer:in selbst verantwortlich.
10. Die Bilder aller Teilnehmer:innen dürfen während des Gewinnspiels für den Instagram-Account von Reprodukt verwendet werden. Das Bild der Gewinner:in darf für den Instagram Account von Reprodukt verwendet werden.
Die personenbezogenen Daten der Teilnehmer werden von den Veranstalter:innen unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen genutzt und erhoben.
Die Einwilligung kann jederzeit durch Löschung des entsprechenden Kommentars widerrufen werden. In diesem Fall erklärt die Teilnehmer:in zugleich, an dem Gewinnspiel nicht mehr teilzunehmen.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Mawil ausgezeichnet mit dem Wilhelm-Busch-Preis 2021

© Foto: “Karoline Bofinger

Das Wochenende beginnt mit einer wunderbaren Nachricht: Der Berliner Comickünstler Markus “Mawil” Witzel („Kinderland”, „Lucky Luke sattelt um”) wird für sein Werk mit dem Wilhelm-Busch-Preis 2021 für satirische und humoristische Zeichenkunst und Versdichtung geehrt.

Der Wilhelm-Busch-Preis ist eine der wichtigsten Ehrungen für humoristische Kunst im deutschsprachigen  Raum und wird alle zwei Jahre von der Stiftung Sparkasse Schaumburg, der Schaumburger Landschaft und den Schaumburger Nachrichten verliehen. In der Vergangenheit wurden Künstler*innen wie Hans Traxler, Ralf König, F. W. Bernstein und Loriot mit dem mit 10.000 Euro dotierten Preis bedacht.

Mawil zählt zu den profiliertesten und umtriebigsten Comiczeichner*innen der jungen deutschen Szene, zusammen mit Zeichner*innen wie Flix, Reinhard Kleist und Isabel Kreitz hat er Anfang der Nuller Jahre die deutsche Comiclandschaft erneuert und viele nachfolgende Zeichnerinnen und Zeichner geprägt. Den Reprodukt-Verlag begleiten seine oft autobiografischen, verschmitzen und stets pointierten Comicerzählungen seit bald 20 Jahren: 2003 erschien sein erster Comic bei uns, die bittersüße Schlussmachmär „Wir können ja Freunde bleiben”, gefolgt von dem ebenfalls autobiografischen Comicband „Die Band” über die Mühsal, eine vernünftige Schulband auf die Beine zu stellen (2004).

“Alle seine Comics zeichnet bereits beginnend mit seinen Frühwerken „Strandasafari” und „Wir können ja Freunde bleiben” ein gleichzeitig sehr lockerer wie auch ungemein stilsicherer Zeichenstrich aus – der ganz spezielle Mawil-Stil”, schreibt die  Wilhelm-Busch-Preis-Jury. “Der Künstler selbst siedelt diesen zwischen klassischem Funny und spontanem Krakel an. Die Zeichnungen strahlen so eine ungekünstelte Authentizität aus, die perfekt zu den sehr persönlichen Inhalten seiner Werke passt.”

Für seine Darstellung einer Kindheit in Ost-Berlin am Vorabend des Mauerfalls, „Kinderland”, erhielt er 2015 den “Max und Moritz”-Preis als “Bester deutschsprachiger Comic”. Zwischen 2006 und 2019 gestaltete er über Hundert Comicstrips für die Berliner Tageszeitung Der Tagesspiegel, von den eine Auswahl 2015 in dem Schallplatten-großen Sampler “The Singles Collection” gesammelt wurde. In seinen Tagesspiegel-Strips „konnte er sich – gepaart mit einer unglaublichen Detailfülle in den Zeichnungen – nicht nur in die Tradition der großen amerikanischen Zeitungs-Comics stellen, sondern eroberte sich mit diesem grandiosen Comic-Schaufenster schon in jungen Jahren ein veritables Massenpublikum.” (Pressemitteilung Wilhelm-Busch-Preis)

2019 durfte Mawil als erster deutscher Comiczeichner “Lucky Luke” in Szene setzen. „Wie er diese sich überraschend gut in das Setting des Originals einpassende Aufgabe bewältigte und gleichzeitig einen authentischen Mawil-Comic ablieferte, unterstreicht die Meisterschaft dieses Künstlers, von dem auch in den nächsten Jahren sicherlich noch Großes zu erwarten ist.”

Mawil ist der erste Wilhelm-Busch-Preisträger, der aus den Neuen Bundesländern stammt.

Wir gratulieren Markus aufs Herzlichste und freuen uns mit ihm für diese mehr als verdiente Ehrung.

Zwischen-den-Jahren-Interviews IV: James Sturm

Der Vermonter Zeichner, Autor und Verleger James Sturm gehört zu den einflussreichsten und umtriebigsten Akteuren der US-Independent-Comicszene. Mit AUSNAHMEZUSTAND hat Sturm einen der zeitgeistigsten Comics des Jahres 2020 vorgelegt, schließlich gab es – neben COVID – kaum ein anderes Thema, das die Welt so in Atem gehalten hätte wie die US-Präsidentschaftswahlen im November. AUSNAHMEZUSTAND spielt in den traumatisierenden Wochen vor und nach den US-Wahlen 2016, die den USA und dem Rest der Welt vier Jahre Donald Trump bescherten. In seiner Comicerzählung, die Sturm 2016 quasi in Echtzeit online erstveröffentlicht hatte, verarbeitete er diese niederschmetternde politische Zeitenwende und ihre Auswirkungen auf die kollektive Psyche Amerikas.

Dieses Interview entstand im September 2020, die Wahlen lagen noch zwei Monate in der Zukunft und man spürt die Angespanntheit und die Ernüchterung in James’ Antworten. Für den Autor dieser Zeilen war AUSNAHMEZUSTAND das wichtigste und beste Buch des Jahres. Und dieses Interview hat mir besonders Spaß gemacht. Ich wünsche eine spannende Lektüre, bis morgen an dieser Stelle!

Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, mit uns über dein neues Buch AUSNAHMEZUSTAND zu plaudern, James. Ich hoffe, dass du meine Einstiegsfrage nicht schon tausendmal gehört hast, aber könntest du uns ein bisschen über deine erste Begegnung mit dem Medium Comic verraten?

Die ersten Comics, die ich selbst gelesen habe, waren Strips in unserer regionalen Tageszeitung. Vor allem die PEANUTS hatten es mir angetan, und ich fing schon in sehr jungen Jahren an, die Buchausgaben der PEANUTS zu sammeln. Als ich ein wenig älter war, entdeckte ich Superhelden-Comics für mich, ich stand vor allen Dingen auf die Marvel-Superhelden. Diese Comics haben mich gefesselt und in mir den Traum geweckt, irgendwann selbst meine eigenen Comicstories zu erzählen.

Du zeichnest und schreibst nicht nur Comics, sondern unterrichtest sie auch – du bist einer der Gründer des Center for Cartoon Studies, einer Comiczeichner-Schule in deinem Heimatstaat Vermont. Hat sich dein Blick auf Comics verändert, seit du selbst ein Comiclehrer bist?

Als Comiczeichner bin ich stets auf der Suche nach Möglichkeiten, mein Können zu verbessern und mich neuen Herausforderungen zu stellen. Ich glaube nicht, dass Unterrichten meine Sicht auf das Medium Comic groß verändert hat, weil ich schon immer der Meinung war, dass Comics endlos viel Potenzial bieten. Wenn überhaupt, dann haben meine talentierten Schülerinnen und Schüler über die Jahre diese Sicht bestätigt.

Hat sich in den 15 Jahren, seit du das Center for Cartoon Studies gegründet hast, der akademische Diskurs um Comics gewandelt? Haben Zeichnerschulen wie das CCS dazu beigetragen, Comics als Fach und als Kunstform auch an anderen Schulen und Institutionen zu verankern?

Das Medium Comic ist in den letzten 15 Jahren regelrecht aufgeblüht. Früher waren Superhelden ein Synonym für Comics, heute sind sie ein „Genre“ und nicht mehr der Mainstream. Eine autobiografische Comicerzählung von Raina Telgemeier (auf Deutsch erscheinen ihre Bücher bei Panini Comics, Anm. des Übersetzers) hat Auflagen, von denen ein Superman-Comic nur träumen kann. Jeder große Publikumsverlag hat inzwischen ein eigenes Graphic-Novel-Segment. Als wir 2005 mit unserer Comicschule angefangen haben, konnte man Einrichtungen wie unsere in den USA an einer Hand abzählen. Heute haben zahlreiche Kunst- und andere Hochschulen Comicschwerpunkte und andere Programme, die den Einstieg in die Comicbranche erleichtern.

Ich will jetzt aber natürlich nicht behaupten, dass diese Entwicklung auch nur im Entferntesten auf unser Engagement zurückzuführen ist. Die Dinge hätten sich sicherlich auch ohne uns so entwickelt. Alles in allem bin ich extrem zuversichtlich, was den Stand und die Zukunft unserer Kunstform anbelangt. Die Szene in den USA strotzt nur so vor Talent. Es ist eine aufregende Zeit.

Viele deiner früheren Arbeit wie MARKTTAG oder auch das leider nicht auf Deutsch übersetzte GOLEM’S MIGHTY SWING sind thematisch in der Vergangenheit angesiedelt. AUSNAHMEZUSTAND ist nun komplett in der Gegenwart verhaftet. Was ist für dich als Erzähler eine größere Herausforderung, Vergangenes zu recherchieren und wieder lebendig werden zu lassen, oder auf die Gegenwart zu blicken und zu versuchen, ihre Essenz und Bedeutung einzufangen?

Als ich AUSNAHMEZUSTAND in Angriff nahm, war es mir wichtig, eine Geschichte in der Gegenwart zu erzählen. Überall um mich herum herrschte eine Art Schockstarre und Fassungslosigkeit in Hinblick auf Trumps politischen Aufstieg. Mir schien, als würde die Hälfte der Bevölkerung sich fragen: „Wie konnte es so weit kommen? Haben wir was verpasst?“ Ich habe mich nur noch mit dem Wahlkampf beschäftigt, hing ständig am Handy und habe die News verfolgt. Ich glaube nicht, dass ich mich auf etwas anderes hätte konzentrieren können, also habe ich meine Geschichte in der Gegenwart platziert. So konnte ich besser verstehen und verarbeiten, was in meinem Land vor sich ging. Und ich konnte das Erlebte festhalten.

Auf den Wahlkampf 2016 und seine Bedeutung für AUSNAHMEZUSTAND würde ich gerne noch zurückkommen. Könntest du uns aber vorher von den Ursprüngen des Projekts erzählen? Ich habe gelesen, dass du erste Ideen schon Jahre vorher skizziert hattest. Was war deine ursprüngliche Idee?

Ich hatte mal ein paar Panels skizziert, über eine Hundefigur am Strand, die mit den Folgen einer Scheidung ringt. Die Seiten lagen dann ein paar Jahre in der Schublade herum, bis ich mich mal während eines „Artist in Residence“-Aufenthalts vor einem Projekt drücken wollte, bei dem ich nicht weiterkam, und dann diese Zeichnungen wieder rauszog. Irgendwie packte mich die Figur wieder und ich schrieb ein AUSNAHMEZUSTAND-Kapitel auf mehrere Karteikarten, eine kleine Kurzgeschichte in 20 Panels oder so. Und dann entwarf ich ein anderes Kapitel, und ehe ich mich‘s versah, war ich mitten in meinem nächsten Buch.

AUSNAHMEZUSTAND wurde 2016 kapitelweise vorveröffentlicht, im US-Online-Magazin SLATE. Wie hat sich diese Erscheinungsweise auf das Endergebnis ausgewirkt? Hattest du ein fixen Plot-Fahrplan oder hat sich die Story organisch entwickelt?

Die Handlung hat sich recht organisch entwickelt. Einige der Kapitel verweisen auf aktuelle Ereignisse (wie die Wahlkampfdebatten), andere sind eher zeitlos. Etliche Kapitel wurden auch nicht in der Reihenfolge geschrieben, in der sie später erschienen sind. Ein fixes Ende für meine Geschichte hatte ich im Vorfeld nicht im Kopf. Aber dadurch, dass ich die Geschichte von Mark und Lisa quasi in Echtzeit entwickelte und veröffentlichte, fühle sich alles irgendwie dringlicher und lebensnaher an.
Die Geschichte von Mark und Lisa ist, wie schon erwähnt, eingebettet in die Zeit des oft schrillen und dauerpräsenten Präsidentschaftswahlkampfs zwischen Donald Trump und Hillary Clinton, und damit auch eingebettet in den Zusammenbruch des politischen und gesellschaftlichen Miteinanders in den USA.

Du erzählst davon, wie Politik in die private Sphäre eindringt und Paare und Familien spaltet. Wie hast du persönlich diese Zeit erlebt?

In meiner Erinnerung überwiegt vor allem ein Gefühl: Fassungslosigkeit. Ich verstand erst im Nachhinein, wie verachtenswert und skrupellos Donald Trump als Mensch wirklich ist. Vor der Wahl hatte ich nur eine vage Ahnung. Ich habe nie seine Fernsehshows geguckt oder mich sonderlich mit ihm als öffentlicher Person auseinandergesetzt. Ich hatte keine Ahnung, welche Untiefen da noch zutage kommen würden. Die Arbeit an AUSNAHMEZUSTAND hat mir geholfen, das alles zu verarbeiten. An einer Comicgeschichte zu arbeiten, hilft mir auch, mich mit Ängsten und Sorgen zu befassen, es gibt mir das Gefühl, als hätte ich ein Mindestmaß an Einfluss auf Ereignisse, die sich in Wirklichkeit komplett meiner Kontrolle entziehen.

Inzwischen haben die USA und der Rest der Welt fast vier Jahre Donald Trump hinter sich und die nächsten Wahlen liegen knappe zwei Monate entfernt. Wie ist das jetzt für dich, auf 2016 zurückzublicken? Und wie zuversichtlich blickst du in die Zukunft?

Ich hoffe, dass 2016 ein Umdenken bewirkt hat und dass genug Leute begreifen, was mit diesem Land nicht stimmt, und etwas dagegen unternehmen. Keiner kann jetzt behaupten, dass er nicht wüsste, wer Donald Trump ist und was er repräsentiert. Das Widerwärtige, wofür Trump einsteht – der Rassismus, die Korruption, die Ignoranz, der Sexismus … –, waren schon immer Teil unseres politischen Diskurses, und die Republikanische Partei hat das alles nur ans Tageslicht gebracht. Was früher Subtext war, ist jetzt eine offene, dreiste Forderung. Ich hoffe, dass die Medien und die Demokraten aus 2016 ihre Lehren gezogen haben, aber ich bin mir nicht sicher, ob das der Fall ist. Man kann nur hoffen, dass sie Trumps Verdorbenheit nicht ein zweites Mal unterschätzen.
Was die Wahlen im November anbelangt, fällt es schwer, zuversichtlich zu sein. Trump wird alles in seiner Macht Stehende tun, um sich an sein Amt zu klammern. Während ich diese Zeilen schreibe, versucht er die US-Postbehörde lahmzulegen, um Briefwahlen in Pandemiezeiten zu erschweren. Was die Zukunft des Landes anbelangt, versuche ich trotz allem optimistisch zu bleiben. Man darf die Hoffnung nicht verlieren, dass sich die Dinge auch mal zum Besseren wenden können. Letztes Jahr habe ich an einem Comic über Demokratie und Regierungswesen gearbeitet, der an Schulen im ganzen Land verteilt wurde. Ich werde mich auch weiter dafür einsetzen, zu lehren und aufzuklären, und dabei auf das Beste zu hoffen. Das Handtuch in den Ring zu werfen, ist keine Option.

Woran arbeitest du gerade?

Ich arbeite aktuell zusammen mit dem Zeichner Joe Sutphin an einer Graphic-Novel-Adaption des Jugendbuchs „Watership Down“. Und ich arbeite an Comics über geistige Gesundheit und das US-Gesundheitssystem, die sich ähnlich wie mein Demokratie-Comic an Schülerinnen und Schüler richten. Ich poste regelmäßige Work-in-Progress-Bilder undSkizzen auf meinem Instagram-Account:
@james_sturmish.

Vielen Dank für das Gespräch, James.