Blog

47. Festival International de la Bande Dessinée Angoulême 2020

Vom 30. Januar bis zum 2. Februar 2020 findet in Angoulême das 47. Festival International de la Bande Dessinée statt. Als Präsidentin des Festivals wird die japanische Zeichnerin Rumiko Takahshi („Ranma 1/2“, Egmont Manga) mit einer großen Ausstellung geehrt.

Viele internationale Gäste sind angekündigt sowie diverse Ausstellungen, unter anderem zum Werk von Yoshiharu Tsuge („Rote Blüten“) und eine große Werkschau von Lewis Trondheim („Herr Hase“) im Cité Internationale de la Bande Dessinée et de l’Image.

Aus Deutschland sind unter anderem Aisha Franz („Shit is real“, L’employé du moi), Anna Haifisch („The Artist“, Misma) und Sascha Hommer („Au musée“, Delcourt; „… en Chine“, Atrabile; „Dri Chinisin“, L’Association) mit Veröffentlichungen in französischer Sprache vor Ort.

Festival International de la Bande Dessinée, 71, rue Hergé, F-16000 Angoulême
www.bdangouleme.com

Katja Klengel zu Gast in der Stadtbibliothek Steglitz-Zehlendorf

Am Dienstag, den 14. Januar 2020 um 18 Uhr, lädt die Stadtbibliothek Steglitz-Zehlendorf zur „Girlsplaining“-Comiclesung mit Katja Klengel. Im Anschluss an Lesung und Gespräch gibt es noch die Möglichkeit, die eigene Ausgabe des Comics „Girlsplaining“ signieren zulassen.

Warum haben wir vor dem Wort „Vulva“ mehr Angst als vor „Voldemort“? Müssen wir uns wirklich für unsere Körperbehaarung schämen? Wieso werden im Schulunterricht hauptsächlich männliche Autoren gelesen? In „Girlsplaining“ geht Katja Klengel diesen Fragen auf den Grund und schildert mit Humor und schonungsloser Offenheit ihre persönlichen Erfahrungen und vermeintlichen Unzulänglichkeiten – und was es für sie bedeutet, heute eine Frau zu sein.

Stadtbibliothek Steglitz-Zehlendorf

Grunewaldstr. 3, 12165 Berlin
Eintritt frei, Voranmeldung unter Tel. (030) 90 299 2410
www.berlin.de

Charlie Hebdo beim Aktzeichnen – Leseprobe aus „Wir waren Charlie“ von Luz

Heute vor fünf Jahren sind zwei islamistische Attentäter in die Redaktionsräume der französischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo in der Pariser Rue Nicolas-Appert eingedrungen und haben dort 12 Menschen ermordet, darunter den Charlie-Herausgeber Charb und die Zeichner Cabu, Tignous, Philippe Honoré und Georges Wolinski. Heute vor 48 Jahren wurde der französische Comiczeichner und Karikaturist Rénald Luzier, geboren, der unter dem Künstlernamen Luz fast 20 Jahre für Charlie die Tintenfeder schwang. Am 6. Januar 2015 hatte Luz in seinen Geburtstag reingefeiert und am Folgetag die wöchentliche Redaktionssitzung verschlafen – was ihm vermutlich das Leben rettete. Die Wut, Trauer und Hilflosigkeit in den Wochen nach dem Anschlag versuchte sich Luz in „Katharsis“ von der Seele zu zeichnen. Der Band, der auf Deutsch von S. Fischer verlegt wurde, ist eine Sammlung aus introspektiven Comicessays, rau, emotional und unmittelbar. Mit „Wir waren Charlie“ blickt Luz nun mit zeitlichem Abstand auf seine Charlie-Jahre zurück und gedenkt seiner ermoderten Kollegen.

Eine der charmantesten Episoden aus Luz‘ Charlie-Erinnerungen wollen wir euch an dieser Stelle aus aktuellem Anlass präsentieren. Cabu, dem Luz unter allen Redaktionskollegen besonders verbunden war, hat Charb, Riss und Luz (der wie immer zu spät kommt) zu einem Zeichenkurs an der Académie de la Grande Chaumière eingeladen.

Viel Spaß mit der Leseprobe & nous sommes tous Charlie!

 

Ausschreibung für den Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung

Es ist wieder soweit: Bis zum 30. Juni 2020 können sich Comicautor*innen für den mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung 2021 bewerben. Der 2014 ins Leben gerufene deutsche Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung wird jährlich für einen hervorragenden, unveröffentlichten, deutschsprachigen Comic vergeben. Zudem würdigt die Jury bis zu neun gute Bewerbungsarbeiten als Finalisten, die jeweils 2000 Euro erhalten.

Einige Auszüge aus dem ausgezeichnetem Band werden in einer Ausstellung im Stuttgarter Literaturhaus präsentiert. Daraufhin wird die Ausstellung nach einigen Monaten im Literarischen Colloquium Berlin gezeigt.

Alle weitere Informationen zum Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung 2021, den Vergabekriterien und den Teilnahmebedingungen unter: www.leibinger-stiftung.de.

Wir wünschen allen Bewerber*innen viel Erfolg!