Blog Filip Kolek am 30. Juni 2022

Ausstellung Lukas Jüliger in Berlin – Bericht von Schülerpraktikantin Charlotte

Hallo, ich bin Charlotte und bin 14 Jahre alt. Ich habe für zwei Wochen ein Schulpraktikum bei Reprodukt gemacht.

Letzte Woche Freitag war ich mit mit mehreren Mitarbeiter*innen von Reprodukt  in einer Ausstellung des Berliner Comiczeichners Lukas Jüliger in der kommunalen Galerie im Rathaus Johannisthal, die noch bis zum 3. Juli läuft. Lukas Jüliger, geboren 1988, ist ein Comiczeichner, dessen Comics seit vielen Jahren bei Reprodukt erscheinen. Er hat bislang drei Bücher gemacht: „Vakuum“ von 2013 (bei Reprodukt), „Berenice“ von 2018 (im Carlsen Verlag) und „Unfollow“ von 2020 (wieder bei Reprodukt). Seine Bücher handeln über die Gegenwart, sind jedoch als düstere Fabeln verpackt. So geht es zum Beispiel in seinem Buch „Unfollow” um einen Klimaaktivisten, der zum Social-Media-Star wird und versucht den Menschen einen umweltschonenden Lebensstil zu zeigen. Jedoch verliert er dabei die Kontrolle.

Die Ausstellung von Lukas Jüliger besteht aus vier Räumen, in denen viele Originalzeichnungen zu seinen drei Comics zu sehen sind. Auf den Zeichnungen in der Ausstellung (sowie dann auch später in den Comics) ist sehr gut sein besonderer Zeichenstil zu erkennen. Lukas Jüliger arbeitet oft mit feinen Schraffuren, die die Bilder sehr lebendig aussehen lassen. Wie viel Bleistift er zum Beispiel allein für den Comic „Vakuum” verbraucht hat, sieht man an einem großen Kasten mit Bleistiftspitzen in der Ausstellung.

In einem der Räume wurde viel mit Licht gearbeitet und es gab dort viele Details zu entdecken. So standen zum Beispiel interessante Figuren und Kristalle in den Regalen und es gab einige gezeichnete Animationen auf Bildschirmen. Cool fand ich auch eine kleine künstliche Pflanze, die so schien, als würde sie sich einfach in der Luft drehen. Da der Raum abgedunkelt und dann mit bunten Lichtern beleuchtet wurde, wirkte er etwas magisch.

Und in einem Raum schien es so, als ob dort Bilder hingen, die nur weiß waren. Doch beim näheren Hinsehen, konnte man ganz fein gezeichnete Bilder erkennen. Diese haben mich beeindruckt, da sie, obwohl sie so zart gezeichnet waren, sehr viele Details enthielten.

Ingesamt hat mir die Ausstellung sehr gut gefallen. Sie hat die Bücher toll vorgestellt und durch die Originalzeichnungen gab es einen kleinen Einblick hinter die Kulissen seiner Comics. Im Rahmen meines Praktikums durfte ich mit Lukas Jüliger auch ein Interview führen, das ich euch morgen präsentieren würde.