Blog Klara Groß am 5. Dezember 2016

“Mikel” von Mark Bellido & Judith Vanistendael

P1080587Das Buch ist echt richtig toll geworden! Schon vor einer ganzen Weile kam “Mikel. Die Geschichte eines Bonbonverkäufers, der sich im Regen auflöste” von Mark Bellido & Judith Vanistendael aus dem Druck und es sieht einfach umwerfend aus! Mit etwas zeitlicher Verspätung kommen wir nun endlich dazu, mal ein paar Fotos zu bloggen…

P1080598Miguel ist ein Träumer. Der Bonbonverkäufer lebt mit seiner Familie in einem kleinen andalusischen Dorf. Geschäftstüchtig ist er nicht, lieber albert er mit seinen Kindern herum und träumt davon, Schriftsteller zu werden. Er ist jedoch überzeugt davon, dass nur schreiben kann, wer selbst etwas Außergewöhnliches erlebt hat.

P1080602Also ändert Miguel sein Leben: Er zieht mit seiner Familie ins Baskenland und wird Leibwächter für einen Politiker, den er vor Anschlägen der ETA schützen soll. Ein riskanter Schritt, der ihn einen hohen Preis kostet…

P1080617Judith Vanistendael und Mark Bellido erzählen von einem Idealisten, in dessen Leben rohe Gewalt einbricht.

P1080620Judith Vanistendaels Buntstiftzeichnungen tauchen den andalusischen Sommer in leuchtende Wärme, die ständige Bedrohung im Baskenland in bleigraue Schwere und zeigen die Gefahr in Miguels Leben als reißende Bestie auf dem Sprung.

P1080609“Mikel” wurde durch Ruth Notowiz ins Deutsche übertragen (Redaktion: Heike Drescher) und von Judith Vanistendael selbst handgelettert. Die Herstellung lag bei Alexandra Rügler.

P1080605

“Schon technisch betrachtet ist „Mikel“ ein Lehrstück. Was es dann inhaltlich zu bieten hat, ist noch bemerkenswerter: Zeitgeschichte, von der man nur hoffen kann, dass sie im Baskenland nun wirklich Geschichte ist.” – Andreas Platthaus, FAZ.net

“Vanistendaels ausdrucksstarker Strich fängt die Unsicherheit und Ungewissheit der düsteren Erzählung gekonnt ein. Mit Buntstift, Tusche und Aquarellfarben gibt sie dem Unwägbaren ein Bild und den im Baskenland verhassten „Wachhunden“ ihre Menschlichkeit zurück.” – Thomas Hummitzsch, Der Freitag

P1080618

“Die Überforderung und der Leerlauf öder Tage – bei zugleich höchster Anspannung – werden in den Zeichnungen auf subtile Weise deutlich. Wie Miquel zum baskischen Mikel wird, wie sich sein Charakter verändert, seine Weichheit und Fröhlichkeit zu innerer Härte werden, wird eindrucksvoll dargestellt.” – Bettina Fraschke, Hessisch Niedersächsische Allgemeine