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Neu bei Reprodukt: "Halbe Wahrheiten" von Adrian Tomine
Nach dem Erfolg von "Sommerblond" markiert "Halbe Wahrheiten", die neue Graphic Novel von Adrian Tomine, einen weiteren Schritt im Schaffen des Amerikaners. War er bis jetzt vor allem für sein Talent zu knappen und präzisen Kurzgeschichten aus dem Alltag von Jugendlichen seiner Generation bekannt, wird der neue Band aus einer kompletten Erzählung über eine Strecke von 96 Seiten bestehen.
Ben Tanaka ist Ende 20, sarkastisch, egozentrisch, orientierungslos. Seine Arbeit als Filmvorführer füllt ihn nicht wirklich aus, die Beziehung mit Miko ist festgefahren, auch die sonst so anregenden Gespräche mit seiner besten Freundin, der lesbischen Alice, interessieren ihn nicht mehr so recht. Als Miko wegen eines Jobs für einige Zeit vom heimischen Kalifornien nach New York zieht, spitzen sich die Dinge zu: Im Kino übt eine blonde Performance-Künstlerin eine unwiderstehliche Anziehung auf Ben aus…
Adrian Tomine, geboren am 31. Mai 1974, veröffentlichte schon im Alter von 16 Jahren seine ersten Comics. 1994 begann er, die vorher im Eigenverlag erschienene Reihe "Optic Nerve" bei Drawn & Quarterly zu veröffentlichen, in der seine Comics bis heute erstveröffentlicht werden. Seit Mitte der Neunziger gehört Adrian Tomine, der neben seiner Comic-Karriere noch die Zeit fand, Englische Literatur in Berkeley zu studieren, zu den gefragtesten Zeichnern in den USA. Seine Illustrationen zieren Magazine wie den "Rolling Stone", "The New Yorker" und "Time Magazine" und auch für Bands wie Weezer und The Eels hat er CD-Booklets gestaltet.
Auch von dieser Neuerscheinung bieten wir zwölf Seiten zur Probelektüre an. Die Seiten können hier heruntergeladen werden.
Neue Comics: "Baby´s in Black – Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe" von Arne Bellstorf
Neben seiner regelmäßigen Arbeit an Comicseiten für den Berliner "Tagesspiegel" hat Arne Bellstorf vor kurzem nach "Acht, Neun, Zehn" ein neues aufwändiges Projekt in Angriff genommen.
Derzeit arbeitet er an den Storyboards für "Baby´s in black – Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe", in der die Geschichte der Beatles in Hamburg, der Kunsthochulszene und der Jugend- und Subkultur um 1960 erzählt werden. Im Mittelpunkt steht das Aufeinandertreffen der Fotografin Astrid Kirchherr und des Musikers und Künstlers Stuart Sutcliffe, den John Lennon am Liverpooler College of Art kennen gelernt hatte.
Arne Bellstorf arbeitet nach Gesprächen und Interviews mit Astrid Kirchherr, Klaus Voormann und weiteren Personen aus dem Umfeld der Beatles während der Zeit, als sie die Bühnen verschiedener Hamburger Lokale – wie beispielsweise den Kaiserkeller – eroberten. "Baby´s in black" wird voraussichtlich 2009 bei Reprodukt erscheinen.
ISBN 978-3-941099-12-8, 192 Seiten, schwarzweiß, 23 x 16 cm, Klappenbroschur, 16 EUR
Erscheint im Herbst 2009
Neue Geschichte von Olivier Schrauwen online
Drei wilde Schnauzbartträger können noch so viele Feinde töten und sich im Verschlingen ihrer Gemächter ihre Kraft einverleiben: Es nutzt alles nichts gegen die erdrückende Übermacht der Liebe. Unerbittlich vernichtet grenzenlose Güte die Kultur des Barbaren mit Stumpf und Stiel...
Nur wenige Wochen nach der Veröffentlichung von "Mein Junge" liegt jetzt bereits die nächste Geschichte von Olivier Schrauwen vor, wieder in einer an alte Zeitungscomics angelehnten Optik, aufgelockert durch Passagen in Schwarzweiß.
Die 14-seitige Geschichte "The Trap" kann in englischer Sprache als PDF vom Internet-Comicportal www.electrocomics.com heruntergeladen werden. Die Bezahlung erfolgt freiwillig über PayPal. Neben vielen weiteren Geschichten und Strips findet sich dort auch eine neue Geschichte von Kai Pfeiffer über Radioaktivität und Tschernobyl.
Buchförderung für Reprodukt-Titel
Gleich vier Neuerscheinungen und angekündigte Titel aus dem Reprodukt-Programm haben finanzielle Unterstützung zugesagt bekommen. Ein Zuschuß zu den Produktionskosten für Olivier Schrauwens "Mein Junge" stammt vom Flämischen Literaturfond (Vlaams Fonds voor de Letteren).
Desweiteren unterstützt die Kulturabteilung der Französischen Botschaft in Berlin ein weiteres Mal Neuheiten. Wie bereits zuvor im Falle von Lewis Trondheims "Außer Dienst" werden nun gleich drei Titel mit Produktions-, bzw. Übersetzungszuschüssen bedacht: Manu Larcenets "Der alltägliche Kampf 4: Gewissheiten", Nicolas de Crécys "Prosopopus" sowie "Beinahe reich" ("Un peu avant la fortune") von Jean-Claude Denis und Dupuy-Berberian erhalten willkommene Übersetzungs- bzw. Produktionskostenzuschüsse.
Wir bedanken uns sehr herzlich für die Unterstützung, besonders bei Els Aerts vom Flämischen Literaturfonds und der Leiterin des Bureau du Livre der Französischen Botschaft in Berlin, Micheline Bouchez.
Neu im Mai bei Reprodukt
Insgesamt fünf neue Titel sind dieser Tage in der Auslieferung, wobei von ATAKs "Kub" bislang nur 80 Exemplare im aufwändigen Siebdruckverfahren produziert wurden, die wir daher bis auf weiteres leider nur an Mailorderkunden weitergeben können.
"Drei Schatten" von Cyril Pedrosa
Lise und Louis führen mit ihrem Sohn Joachim ein einfaches aber glückliches Leben an einem abgeschiedenen Ort inmitten von Hügeln und Wäldern. Als Joachim eines Abends nicht einschlafen kann, entdeckt er in der Ferne drei Schatten, die das Haus beobachten. Diese Schatten entpuppen sich als drei geheimnisvolle Reiter, die dem Haus schon bald bedrohlich nahe kommen. Louis versucht die mysteriösen Schatten zu vertreiben, doch sie scheinen sich in Luft aufzulösen, sobald er sich ihnen nähert. Allmählich wird den Eltern klar, dass die Reiter gekommen sind, um ihren Sohn zu holen. Schweren Herzens fällt der Vater den Entschluss, sich mit ihm auf die Flucht zu begeben – aber kann man seinem Schicksal entfliehen?
Cyril Pedrosa, geboren 1972, hat sich bereits in früher Jugend für Asterix und Micky Maus begeistert und entschieden Comic-Zeichner zu werden. Als Animationszeichner für Disney hat er an "Der Glöckner von Notre Dame" und "Herkules" mitgearbeitet und in Zusammenarbeit mit dem Szenaristen David Chauvel mehrere Bände der Serie "Ring Circus" (Salleck Publications) gezeichnet. "Drei Schatten" ist die bislang dichteste und gleichermaßen persönlichste Arbeit von Cyril Pedrosa. Zurecht wurde dieser Comic auf dem Comicfestival Angoulême 2008 als "Bestes Album" ausgezeichnet.
ISBN 978-3-938511-95-4, 272 Seiten, schwarzweiß, 23 x 16,5 cm, Klappenbroschur, 20 EUR
"Mein Junge" von Olivier Schrauwen
Voller Stolz nimmt der Vater den eigentümlich kleinwüchsigen Filius mit auf einen Ausflug, zeigt ihm die Reize der Architektur von Brügge, spielt Golf mit ihm und präsentiert ihn seinen Freunden – die ihr Unbehagen gegenüber dem so klein geratenen Nachwuchs nur schwer verbergen können. Als dieser dann im Bett liegt und schläft, bedauert der Vater sich selbst: Wenn sein Sohn doch nur nicht so klein und hässlich wäre – er würde ihn aufrichtig lieben können.
Es ist nicht nur die Spannung, die in dieser nur gespielten, aber umso demonstrativer zur Schau gestellten Vaterliebe mitschwingt, die das erste Album des Belgiers Olivier Schrauwen so einzigartig macht. Um seine vielschichtigen Vater-Sohn-Episoden zu illustrieren, hat Olivier Schrauwen einen an Winsor McCay ("Little Nemo") erinnernden Zeichenstil gewählt. Auch seine Farbgebung erinnert an den Zeitungsdruck des frühen 20. Jahrhunderts.
ISBN 978-3-938511-97-8, 64 Seiten, farbig, 26 x 21 cm, Softcover, 15 EUR
"Die Rückkehr aufs Land" 1 von Jean-Yves Ferri und Manu Larcenet
Frische Luft, grüne Wiesen, Ruhe! Von wegen. Als Manu und Marietta mit ihrer Katze Speed aus Paris aufs Land ziehen, entpuppt sich die vermeintliche Idylle als bisher größte Herausforderung ihres Lebens: Zu Hause verwandeln Umzugskartons das neue Heim in ein Labyrinth aus Pappe, schweigsame Nachbarn kommen gern auf ein Gläschen Schnaps vorbei oder laden zum gemeinsamen Holzfällen ein; und kaum hat sich Manu endlich eingewöhnt und im Wald in dem bärtigen Eremiten, der auf einem Baum haust, den perfekten Ersatz für seinen Pariser Psychiater gefunden, wartet die nächste Aufgabe auf ihn: Marietta möchte ein Kind.
Zusammen mit dem Texter Jean-Yves Ferri hat Manu Larcenet seinem autobiografischen Projekt "Der alltägliche Kampf" einen kleinen Bruder zur Seite gestellt: Reduzierter im Stil und höchst humorvoll wird auch in den ersten beiden Bänden dieser neuen Reihe ein liebevoll-charmanter Blick auf das eigene (Land-)Leben geworfen – in all den kleinen Alltäglichkeiten, die seine Größe ausmachen.
ISBN 978-3-938511-82-4, 192 Seiten, farbig, 16,5 x 23,5 cm, Hardcover
"Donjon 2 – Der König der Krieger" von Joann Sfar und Lewis Trondheim
Wer ein richtiger Wächter des Donjon sein möchte, der muss sich auch aufs Kämpfen verstehen. Deshalb wird Herbert, der tollpatschige, aber nichtsdestotrotz todesmutige Enterich, von Hyazinth zu einem Meister der Kriegskunst geschickt, der ihm sämtliche Tricks und Kniffs beibringen soll. Bewaffnet mit Feder und Holzstöckchen hat er dabei jede Menge Abenteuer zu bestehen mit Sonja, der rothaarigen nackten Riesin, den fünf Zwergvampiren, Henri, der linken Maus, und Millionen von blutrünstigen Orks...
Lustvoll werfen Lewis Trondheim und Joann Sfar im zweiten Band von "Donjon Zenit" Versatzstücke des Fantasy-Genres, umwerfend witzige Gags und philosophische Ideen zusammen und geben all dem einen leise melancholischen Anstrich. Heraus kommt so einer der Höhepunkte der "Donjon"-Reihe, der jetzt bei Reprodukt neu aufgelegt wird.
ISBN 978-3-938511-85-5, 48 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Softcover, 12 EUR
"Kub" von ATAK
Um die Jahrhundertwende: Das Mädchen Kub arbeitet in einem Bekleidungsgeschäft in dem kleinen französischen Ort Chatillon... und hofft sehnsüchtig auf den Verehrer, der sie aus ihrem trübsinnigen Dasein in ein aufregendes Leben in der Großstadt entführen wird...
Eine Sammlung von Postkarten aus Chatillon und ein einjähriger Aufenthalt in Stockholm inspirierten ATAK zu "Kub" – einer poetischen Geschichte, in der er dem Leser den nötigen Raum lässt, die Wörter und Textfragmente mit seinen ganzseitigen Illustrationen zu einer Geschichte zu verbinden. Eine Vorgehensweise, die ATAK bereits in der Geschichte "Zwischenherbst" ("Wondertüte" 2) erfolgreich erprobt hat. Wie die ersten beiden Ausgaben der Reihe "Wondertüte" ist auch "Kub" in zwei Farben gedruckt und mit einem Siebdruckumschlag versehen. Außerdem liegen dem Buch drei Postkarten bei.
ISBN 3-938511-78-8, 32 Seiten, zweifarbiger Siebdruck, 23,5 x 16 cm, Softcover, 20 EUR
ICOM Independent-Preis für Line Hoven
Am 22. Mai wurde auf dem 13. Internationalen Comic-Salon Erlangen der ICOM-Preis bereits zum fünfzehnten Mal verliehen. Der ICOM Independent-Comic-Preis wird jeweils für den Zeitraum des zurückliegenden Kalenderjahres verliehen. Auf der Website des ICOM kann man alles über die aktuellen Preisträger des Jahres 2008 erfahren.
Mit dem ICOM Independent-Preis für den "Besten Comic" wurde "Liebe schaut weg" von Line Hoven ausgezeichnet. Nach Beiträgen in Magazinen wie "Orang" und "Strapazin" ist "Liebe schaut weg" die erste Buchveröffentlichung von Line Hoven, die als Diplomarbeit an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg entstand.
Aus Klaus Schikowskis Laudatio: "Für ihre geschickt montierte, grafisch eindrucksvolle Geschichte, die zugleich voll von historischen Bezügen und Referenzen auf andere Kunstformen ist, blieb der Jury nichts anderes übrig, als einstimmig den diesjährigen ICOM Independent-Preis für den besten Comic zu vergeben."
Der "Sonderpreis der Jury für eine bemerkenswerte Comicpublikation" ging dieses Jahr an Fil für "Didi & Stulle" 1–7.
Rochus Hahn schreibt in seiner Lobrede: "Fils schöpferische Kraft liegt im schlafwandlerischen Wandel auf der Klinge zwischen Genie und Wahnsinn. Aber dass wir ihn verstehen, sollte uns zu denken geben. Weshalb sinnieren wir ernsthaft, ob Didis Fürze ein feines Zusammenspiel von vielen kleinen Komponenten darstellen, die zu einem festlichen Duft kulminieren? Und wieso werden wir beeindruckt Zeuge, wie Fil Gott zu Gottomon digitieren lässt? Warum lesen wir mit offenen Mündern eine Geschichte weiter, die Didi mit den Worten beginnt: Heute sind wir Dreiecke!"
Weitere Auszeichnungen gingen an "Sperrbezirk" von Tobi Dahmen (Schwarzer Turm), "Daniel & Oleg" von Olli Ferreira und René Roggmann (Zwerchfell Verlag), "The Secrets of Coney Island" von Reinhard Kleist (Edition 52) sowie an Burkhard Ihme, der für seine Arbeit als Vorstand des ICOM mit dem "Sonderpreis der Jury für eine besondere Leistung" geehrt wurde.
Wir gratulieren allen Preisträgern!
Max und Moritz-Preis für Anke Feuchtenberger
Am Sonntag endete der 13. Internationale Comic-Salon Erlangen. Mehr als 25.000 Besucher haben Messe, Ausstellungen und Rahmenprogramm besucht.
Bei einer Gala im Markgrafentheater wurde der Max & Moritz-Preis verliehen. In der wichtigsten Kategorie als bester deutschsprachiger Comic-Künstler ging die Auszeichnung an Anke Feuchtenberger. In der gelungenen Laudatio von Andreas Platthaus wurde Anke Feuchtenberger für ihr international viel beachtetes Werk und ihre Arbeit als Professorin für Illustration an der HAW Hamburg sogar als "Bewegung" und "Standortfaktor" gewürdigt.
Der Preis für den besten deutschsprachigen Comic ging an Reinhard Kleist für sein Album "Cash – I see a darkness" (Carlsen).
Der Spezialpreis der Jury wurde an Hansrudi Wäscher und Hannes Hegen verliehen und verweist auf die Pionierarbeit, die Wäscher in West- und Hegen in Ostdeutschland für den Comic geleistet haben. Alan Moore erhielt den Sonderpreis für sein Lebenswerk. Als "Bester Comic für Kinder" wurde die Erich-Kästner-Adaption "Der 35. Mai" (Cecilie Dressler Verlag) von Isabel Kreitz mit einem Preis geehrt.
"Vertraute Fremde" von Jiro Taniguchi (Carlsen) wurde als bester Manga und "Die heilige Krankheit – Geister" von David B. (Edition Moderne) als bester internationaler Comic ausgezeichnet. Olivier Ka wurde mit "Warum ich Pater Pierre getötet habe" (Carlsen) als bester Szenarist und Nicolas Mahler mit "Flaschko – Der Mann in der Heizdecke" (Edition Moderne) als bester Comic-Strip prämiert.
Der erstmalig vergebene "Sonderpreis für eine studentische Comic-Publikation" ging an "PlusPlus Comics", eine deutsch-schweizerische Gemeinschaftsproduktion des Kollektivs um die Zeichnerinnen Ludmilla Bartscht, Kati Rickenbach und Talaya Schmid.
Auf der Website des Comic-Salon Erlangen finden sich unter der Rubrik "Max & Moritz"/"Nominierungen/Preisträger" die Lobreden zu den Auszeichnungen, geschrieben von den Juymitgliedern Herbert Heinzelmann, Brigitte Helbling, Andreas C. Knigge und Andreas Platthaus.
Foto Anke Feuchtenberger © Wassily Zittel
Vorschau Herbst 2008
Bereits im Handel oder über den Vertrieb erhältlich: Unsere aktuelle Vorschau Herbst 2008, in der die Neuheiten vorgestellt werden, die zwischen Oktober 2008 und Februar 2009 erscheinen.
Die Vorschau kann als PDF-Datei (2,6 MB) heruntergeladen werden: Vorschau Herbst 2008
"Donjon Monster 6: Der schwarze Fürst" von Joann Sfar, Lewis Trondheim & Stéphane Blanquet
Nach der Niederlage gegen die Armee von Marvin kehrt der Große Khan in seine schwarze Festung zurück. Enttäuscht und erschöpft beschließt er, sich von den Mächten des Schicksals zu trennen, damit der Planet Terra Amata sich wieder drehen kann. Doch mit dem Verlust der Macht verliert er auch die Autorität über seine Generäle, die sich daraufhin gegen ihn wenden. Als Terra Amata in tausend Stücke explodiert, macht sich der Große Khan auf die Suche nach der Karte der neuen Welt...
Joann Sfar und Lewis Trondheim präsentieren in "Donjon Monster" abgeschlossene Geschichten aus der Welt des "Donjon". "Der schwarze Fürst" ist in der Chronologie des "Donjon" auf dem Level 103 angesiedelt und erzählt die Ereignisse, die sich in Band 103 der "Abenddämmerung" abspielen, aus der Sicht des Großen Khans. Gastzeichner Stéphane Blanquet entwirft abgründige und surreal anmutende Bilder, die die düstere Welt der "Abenddämmerung" hervorragend in Szene setzen.
ISBN 978-3-941099-08-1, 48 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Softcover, 12 EUR
Erscheint im September 2008
"Im Museum" von Jan-Frederik Bandel & Sascha Hommer
In einem Museum, das unendlich groß zu sein scheint und sich auf tropische Dschungel, die Osterinseln oder gar das Wunderland von Alice ausdehnt, erleben ein Junge und ein Mädchen bizarre Abenteuer. Dabei treffen sie auf allerlei illustre Gestalten, wozu neben dem mürrischen Museumswärter auch ein geheimnisvolles Insekt und dessen Großmutter, Charles Manson, Ernst Jünger, Fidel Castro und nicht zuletzt ein gewaltbereites wei?es Kaninchen gehören.
In dem täglich in der "Frankfurter Rundschau" erscheinenden Fortsetzungsstrip erzählen Jan-Frederik Bandel und Sascha Hommer eine Geschichte voll absurder Ideen und Abwege. Nicht nur aktuelle politische und kulturelle Ereignisse werden zitiert, auch die sogenannte Popkultur wird mit hintergründiger Ironie aufs Korn genommen.
Sascha Hommer lebt als Comiczeichner in Hamburg. Er ist Herausgeber der Comicanthologie "Orang" und hat bei Reprodukt den Comic "Insekt" veröffentlicht. Jan-Frederik Bandel ist als Literaturwissenschaftler, Lektor, Korrektor, Registermacher, Redakteur und freier Autor ebenfalls in Hamburg anzutreffen.
ISBN 978-3-941099-00-5, 144 Seiten, farbig, 20,2 x 24 cm, Klappenbroschur, 18 EUR
Erscheint im Oktober 2008
"Mumins" 1 von Tove Jansson
Der kleine, rundliche Troll Mumin ist voller Neugier und Fantasie. Zusammen mit seinem Freund Sniff gerät er in so manch haarsträubendes Abenteuer. Viele zwielichtiger Gestalt erwehren, seien es stinkende Ungetüme, ruchlose Räuber oder gar bekannte Filmstars. Doch am Ende sitzen alle zusammen am Feuer und sto?en auf die gemeinsamen Erlebnisse an.
Die schwedisch-finnische Autorin Tove Jansson hat mit ihren Mumintrollen einen zeitlosen Klassiker geschaffen. Neben den bekannten, reich illustrierten Kinderbüchern ließ sie ihre Figuren auch in einer Comicstripreihe auftreten, die in den Fünfzigerjahren für eine englische Zeitung erdacht und gezeichnet wurde. Diese Comicstrips werden nun bei Reprodukt erstmalig in einer deutschsprachigen Gesamtausgabe vorgelegt. Tove Janssons "Mumins" haben bis heute nichts von ihrem Zauber und ihrem unnachahmlichen Charme verloren, der Jung und Alt gleichermaßen anspricht.
ISBN 978-3-941099-04-3, 96 Seiten, 23,5 x 31 cm, schwarzweiß, Hardcover, 20 EUR
Erscheint im November 2008
"Der alltägliche Kampf 4 – Gewissheiten" von Manu Larcenet
Marco und Emilie haben Zuwachs bekommen – Töchterchen Maude ist der Mittelpunkt der Familie. Marcos Mutter lernt, ihr Leben nach dem Selbstmord ihres Mannes allein zu meistern. Und mit der bevorstehenden Schließung der Werft steht Marcos alter Freund Pablo vor der Zwangspensionierung. Diese und andere Ereignisse im Leben eines ganz und gar gewöhnlichen und unvollkommenen jungen Mannes fügen sich zum sensiblen Porträt einer Generation zwischen traditionellen Wertesystemen und globalisierter Gesellschaft.
Manu Larcenet legt mit "Gewissheiten" den vierten und abschließenden Band der viel beachteten Reihe "Der alltägliche Kampf" vor. Mit feinem Strich setzt er seinen Protagonisten und dessen Umfeld in Szene und erzählt auf anrührend menschliche Weise von den Konflikten unserer Zeit im kulturellen und wirtschaftlichen Wandel.
"Der alltägliche Kampf" 4 wird zum Erscheinen des Abschlusses der Serie sowohl einzeln als auch im Schuber angeboten. Die Serie ist auch komplett im Schuber lieferbar.
ISBN 978-3-941099-05-0, 64 Seiten, farbig, 31 x 23,5 cm, Softcover, 13 EUR
Erscheint im November 2008
"Der alltägliche Kampf" 4 mit Schuber
ISBN 978-3-941099-11-1, 64 Seiten, farbig, 31 x 23,5 cm, Softcover im Schuber, 13 EUR
Erscheint im November 2008
"Der alltägliche Kampf" 1-4 im Schuber
ISBN 978-3-941099-06-7, 4 Bände im Schuber, 52 EUR
Erscheint im November 2008
"Didi & Stulle 8 – Ein Toter kommt selten allein zum Dessert" von Fil
Didi und Stulle sind tot! Während Dieter "Didi" Kolenda ja bereits in "Höllenglocken", dem zweiten Band der Serie, Erfahrung im Umgang mit dem Ableben machen konnte, hat es nun auch Andreas "Stulle" Stullkowski kalt erwischt. Der grobschlächtige Große und der zurückhaltende Kleine berlinern sich gemeinsam durchs Jenseits. Während Didi in der bekannten Supermarkt-Hölle in der Perleberger Straße schwül-lesbischen Sex der Ober- und Unteraufseherin ertragen muss, trifft Stulle eine Etage weiter oben bei Old Gott auf Jesus und Adolf Hitler höchstpersönlich...
Mit dem lang erwarteten achten Album liegt nun endlich eine weitere Sammlung der im Berliner Stadtmagazin "Zitty" erscheinenden absurd-komischen Geschichten um das ungleiche Duo vor. In diesem Band läuft Fil zu neuen Höchstformen in seiner Königsdisziplin auf, dem skurrilen Geschichtenerzählen mit dem Prädikat "philosophisch wertvoll".
ISBN 978-3-941099-02-9, 48 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Softcover, 7 EUR
Erscheint im November 2008
"Donjon 101 – Der Drachenfriedhof" von Joann Sfar & Lewis Trondheim
Terra Amata hat aufgehürt sich zu drehen. Auf der einen Seite des Planeten herrschen Finsternis und Kälte, auf der anderen regiert der ewige Tag über eine glühend heiße Wüste. Die Überlebenden bewohnen den schmalen Grat, an dem sich Tag und Nacht begegnen. Dieses Territorium ist der Ort der Dämmerung.
In einer Grotte fernab der Zivilisation sitzt der greise und erblindete Staubkönig und erwartet seinen Tod. Die Legende jedoch besagt, dass er die Grabstätte seiner Vorfahren aufsuchen muss, um sein Schicksal zu vollenden. Auf dem Weg zum Drachenfriedhof stehen ihm ein ungestümer roter Hase und eine kleine Fledermaus zur Seite - doch auch seine Feinde setzen alles daran, den sagenumwobenen Ort zu finden und heften sich an seine Fersen...
Joann Sfar und Lewis Trondheim präsentieren in "Donjon" eine fantastische Welt, in der zwischen hinreißendem Aberwitz und düsterem Schicksal sämtliche erzählerischen Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Gezeichnet wurde "Der Drachenfriedhof" von Joann Sfar ("Die Katze des Rabbiners").
ISBN 978-3-941099-07-4, 48 Seiten, farbig 29 x 22 cm, Softcover, 12 EUR
Erscheint im November 2008
"Prosopopus" von Nicolas de Crécy
New York, ein Mord auf offener Straße. Der Täter entkommt angeschossen und flüchtet zunächst zu seiner Geliebten. In derselben Nacht entsteht ein bizarres Geschöpf - Prosopopus. In Gestalt einer fleischgewordenen Cartoonfigur tritt das Wesen in das Leben des Mörders, und hinter dem Auge der Videokamera, mit der es den Mann schon bald zu filmen beginnt, offenbaren sich die Umstände und Abgründe des anfangs begangenen Verbrechens. Und bald wird klar: das groteske Wesen verfolgt einen unbarmherzigen Plan.
Mit "Prosopopus" hat Nicolas de Crécy eine surreale Geschichte geschaffen, in der aus dem Gegensatz zwischen dem cartoonhaften Wesen Prosopopus und dessen expressiv gezeichneter Umgebung eine irritierende Spannung entsteht. Der 1966 in Lyon geborene, nach eigener Aussage von der expressionistischen Malerei und Zeichnern wie George Grosz oder Otto Dix inspirierte Nicolas de Crécy kommt in "Prosopopus" gänzlich ohne Worte aus. Meisterhaft lässt er seine
stummen Bilder die sowohl spannende als auch stellenweise brutale Geschichte erzählen.
ISBN 978-3-941099-10-4, 104 Seiten, 26 x 18 cm, farbig, Softcover, 18 EUR
Erscheint im November 2008
"Donjon Monster 7 – Der Sohn der Drachenfrau" von Joann Sfar, Lewis Trondheim & Blutch
Hyazinth de Cavallere wird bedroht. Einer seiner Angehörigen will ihn ermorden! Zu seinem Schutz stellt er zwei menschenfressende Drachen als Leibwächter in seine Dienste, den kleinen Marvin und dessen Mutter. Bald entdeckt Marvin, dass Zauberer die Kontrolle über die Stadt Antipolis übernehmen und alle Machthaber der Stadt auf einmal aus dem Weg räumen wollen. Aber niemand will dem jungen Drachen glauben...
Joann Sfar und Lewis Trondheim päsentieren in "Donjon Monster" abgeschlossene Geschichten aus der Welt des "Donjon". In jeder Folge von "Donjon Monster" wird ein komplettes Abenteuer eines Akteurs aus der Hauptserie von einem Gastzeichner interpretiert. "Der Sohn der Drachenfrau" ist in der Zeitrechnung des "Donjon"-Universums auf dem Level -90 angesiedelt. Zeichner Blutch gelingt es, sowohl die historisch anmutende Atmosphäre der Episode als auch deren Tempo und skurrile Morbidität in ausdrucksstarken Bildern umzusetzen.
ISBN 978-3-941099-09-8, 48 Seiten, farbig, 29 x 22cm, Softcover, 12 EUR
Erscheint im Januar 2009
"Aufzeichnungen aus Birma" von Guy Delisle
Mehr als ein Jahr weilte Guy Delisle mit seiner Familie im südostasiatischen Birma, das offiziell eigentlich Myanmar heißt. Während seine Frau dort für die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen arbeitet, erfährt Guy Delisle die politische und soziale Realität des von einer geächteten Militärjunta beherrschten Landes. Als er die Gelegenheit erhält, birmesischen Künstlern Unterricht in Trickfilmanimation zu geben, erschließt sich ihm ein ganz persönlicher Einblick in das Leben und Leiden der einfachen Bevölkerung. Auf fast dreihundert Seiten entstehen so Aufzeichnungen aus einem familiären Mikro- und einem birmesischen Makrokosmos.
Nach "Shenzen" und "Pjönjang" ist "Aufzeichnungen aus Birma" der dritte autobiografische Reisebericht des in Frankreich lebenden Kanadiers über ein ostasiatisches Land. Ob China, Nordkorea oder Birma: Guy Delisle versteht es meisterhaft zu beobachten, ohne zu bewerten. So entsteht ein sehr persönliches, aber vorurteilsfreies Bild eines Landes, welches für kurze Zeit vor allem aufgrund der brutalen Gewalt gegenüber friedlich demonstrierenden Mönchen ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit gerückt ist.
Guy Delisle, geboren 1966 in Quebec, studierte plastische Kunst in Toronto. Von 1986 bis 1988 arbeitete er für das Zeichentrickstudio CinéGroupe in Montréal, anschließend ging er nach Europa und zeichnete für Studios in München, Berlin und Valencia. Seit 1991 lebt und arbeitet Guy Delisle in Montpellier.
ISBN 978-3-941099-01-2, 272 Seiten, schwarzweiß, 24,5 x 16,5 cm, Klappenbroschur, 20 EUR
Erscheint im Januar 2009
Manu Larcenet-Poster
Zum Erscheinen von "Die Rückkehr aufs Land" 1 – der erste Teil einer neuen Serie von Manu Larcenet bei Reprodukt – haben wir für den Handel ein Poster produziert, das ab sofort über den MSW Medien Service in Wuppertal bezogen werden kann. Schweizer Händler können das Poster bei kaktus bestellen und Pictopia liefert das Plakat in Österreich aus.
Mit "Die Rückkehr aufs Land" haben Manu Larcenet und Szenarist Jean-Yves Ferri dem autobiografischen Projekt "Der alltägliche Kampf" einen kleinen Bruder zur Seite gestellt: Reduzierter im Stil, anekdotischer und höchst humorvoll wird auch in den ersten beiden Bänden dieser neuen Reihe ein liebevoll-charmanter Blick auf das eigene (Land-)Leben geworfen – in all den kleinen Alltäglichkeiten, die seine Größe ausmachen.
Mawil auf watchberlin.de
Das Internetportal www.watchberlin.de stellt in kurzen Videos typische Bewohner der Hauptstadt vor. Neben Schauspielern, Currywurstbratern, Musikern und Busfahrern präsentiert sich auch Comiczeichner Mawil!
Neuer Vertrieb für den Buchhandel Deutschland
Neben dem MSW Medien Service, der nach wie vor den Comicfachhandel beliefert, liefern wir ab Anfang Mai an Buchhandel und Barsortimente über die Leipziger Verlagsauslieferung LKG aus.
Die Ansprechpartnerin für den Handel in allen Fragen Reprodukt betreffend ist Kerstin Lauterbach. Zu den mehr als hundert Verlagen, die LKG im Vertrieb hat, gehören unter anderem Eichborn, Antje Kunstmann, Die Gestalten oder Verbrecher Verlag, wir befinden uns also in guter Gesellschaft. Den Außendienst für Reprodukt übernimmt – ebenfalls ab Anfang Mai – Sebastian Oehler.
AUSLIEFERUNG BUCHHANDEL DEUTSCHLAND:
LKG – Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft mbH
Pötzschauer Weg
D-04579 Espenhain
Ansprechpartner LKG:
Kerstin Lauterbach
Tel. (034206) 65 168
Fax (034206) 65 1737
email: klauterbach@lkg-service.de, www.lkg-va.de
"We can still be friends" – Mawil erscheint in Großbritannien
Nachdem seine Bücher unter anderem auf Französisch, Spanisch und Polnisch erschienen sind, wird es im Frühjahr erstmals eine englischsprachige Ausgabe von Mawils "Wir können ja Freunde bleiben" geben. Erscheinen wird das Buch im neu gegründeten Verlag Blank Slate Books in London, der von Kenny Penman und James Hamilton betrieben wird. Die beiden Briten leiten die ebenfalls von ihnen gegründete Comic- und Merchandise-Ladenkette Forbidden Planet International und erfüllen sich mit dem eigenen Verlag einen lang gehegten Traum.
Die Veröffentlichung bei Blank Slate bedeutet nicht nur, dass Mawils Buch in Großbritannen erhältlich sein wird, sondern auch in Nordamerika, wo das Buch unter anderem im Comicmagazin "The Comics Journal" bereits groß beworben wird. Klappentexte stammen unter anderem von Joe Matt ("Peepshow", Edition 52) und Jeffrey Brown ("Clumsy"), der ihm wünscht: "Wenn Mawil doch nur so viel Glück bei Frauen hätte, wie er als Cartoonist gut ist..."
"Moresukine" – Reimport nach Japan
2006 hatte der Berliner Dirk Schwieger während eines mehrmonatigen Japan-Aufenthaltes seine Beobachtungen in mehrseitigen Comicepisoden zunächst auf Englisch im Internet veröffentlicht. Seine Reiseaufzeichnungen, die unter dem Titel "Moresukine" erschienen waren, haben nun ihren Weg zurück nach Japan gefunden. Nach der deutschsprachigen Buchveröffentlichung werden die Epsioden nun im wöchentlichen Rhythmus auf der Website des bekannten Tokyoter Radiosenders Tokyo FM 80.0 veröffentlicht, der im Web das englisch- und japanischsprachige Kulturjournal "Daily Planet" betreibt. Dirk Schwiegers “Moresukine” findet sich hier.
Eine erste lobende Erwähnung findet sich auf dem Blog des bekannten japanischen Kulturkritikers Fusanosuke Natsume.
Neue Comics: "Raues Sitten" von Leo Leowald
Nach "Elementartierchen", dem ersten Buch von Leo Leowald, das 2006 bei Reprodukt erschienen ist, legt der Kölner Zeichner nun mit "Raues Sitten" den wahrscheinlich ersten Babyratgeber in Form eines Comics vor. In "Raues Sitten" dreht sich alles um Hektor, den Sohn des Zeichners, der im frühesten Kindesalter von 0 bis 3 Jahren aus der Wiege in den Sandkasten und darüber hinaus begleitet wird. Mit einer Mischung aus Staunen und unsentimentalem Witz filtert Leo Leowald die seltsamen kleinen Veränderungen heraus, die der Alltag mit Kind mit sich bringt.
Zusätzlich zu ausgewählten Kurzgeschichten um Hektor, die vielen Lesern von seiner Website www.zwarwald.de bekannt sein dürften, gibt es eine Einleitung, die fließend in die Tagesgeschichten übergeht, sowie neue Episoden auf den Klappen des Buches und einen coolen Quickfinder in Form des angehängten Sachregisters. Ausserdem hat Leo Leowald einige Geschichten aus dem Netz für das Medium Buch überarbeitet und ergänzt.
Zum Erscheinen von "Raues Sitten" präsentieren Leo Leowald und Harald "Sack" Ziegler am Samstag, den 15. März um 15.30 Uhr auf der Leipziger Buchmesse einen musikalischen Trailer. Die Präsentation findet auf der Leseinsel Junge Verlage, Halle 5, Stand D200 statt.
"Acht, Neun, Zehn" in Polen erschienen
Nachdem das Buch bereits auf französisch, italienisch und sogar koreanisch erschienen ist, wurde Arne Bellstorfs Erstveröffentlichung bei Reprodukt, "Acht, Neun, Zehn", nun auch in Polen veröffentlicht.
Der Band erscheint bei Kultura Gniewu, wo auch Mawils "Die Band", Sascha Hommers "Insekt" oder Max Anderssons und Lars Sjunnessons "Bosnian Flat Dog" verlegt wurden. Auf der Verlagswebsite lässt sich ein Überblick über das auch sonst lesenswerte Programm des Verlages gewinnen.
Julie Doucet – Neue Website online
Pünktlich zum Erscheinen der englischsprachigen Ausgabe ihres neuen Buches "365 Days" bei Drawn & Quarterly hat Julie Doucet ("New Yorker Tagebuch") ihre neue, schön gestaltete Website freigeschaltet. Auf www.juliedoucet.net finden sich neben Hinweisen auf Ausstellungen, Neuerscheinungen und einer Liste von Veröffentlichungen in verschiedenen Sprachen auch neuere Arbeiten, wie zum Beispiel aus Zeitungsschnipseln collagierte Gedichte und Buchobjekte, die in der Reihe "Sophie Punt" erscheinen.
Vorschau Frühjahr 2008
Im Handel oder über den Vertrieb erhältlich: Die Vorschau Frühjahr 2008, in der die Neuheiten vorgestellt werden, die zwischen April und September 2008 erscheinen.
Die Vorschau kann als PDF-Datei (2,8 MB) heruntergeladen werden: Vorschau Frühjahr 2008
"Donjon Parade 5 – Nubbeltechnik" von Joann Sfar, Lewis Trondheim & Manu Larcenet
Im Donjon ist die Hölle los! Drei unbesiegbare hypermenoräische Krieger metzeln gnadenlos alles nieder, was ihnen in die Quere kommt. Nicht einmal Marvin kann ihnen Einhalt gebieten! Die streitlustigen Fremden sind auf der Suche nach einem Fusselant. Die aber sind äußerst selten – und mächtige Krieger, die den Hypermenoräern an Kampftechnik sogar noch überlegen sind. Als diese schließlich Nubbel, das freundlich grinsende Monster, das Kaninchen lutscht wie Bonbons, mit auf die Reise nehmen, enthüllt sich ein teuflischer Plan…
Joann Sfar und Lewis Trondheim bieten in "Donjon Parade" den idealen Einstieg ins wild wuchernde Reich ihrer irrwitzigen Fantasy-Parodie. Großartig in Szene gesetzt von Manu Larcenet.
ISBN 978-3-938511-89-3, 32 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Softcover, 8 EUR
Bereits erschienen
"Orang" 7 von Sascha Hommer (Hg.)
In der siebten Ausgabe der Anthologie "Orang" geht es düster zu: "Das Ende der Welt" ist Thema des diesmal mit sechzehn Farbseiten bestückten Comicsamplers. Dass die Zeichner und Zeichnerinnen die Apokalypse nicht immer wörtlich ins Bild setzen, versteht sich von selbst: Geschichten über verstorbene Verwandte, über Begegnungen am Rande der sichtbaren Welt oder über Todeskandidaten in China finden sich in der Sammlung, zu der viele internationalen Gäste Beiträge beigesteuert haben.
Wie immer erscheint "Orang" mit englischen Untertiteln. Mit Beiträgen von Arne Bellstorf, Moki, Marijpol, Tommi Musturi, Ron Regé, Jr., Hok Tak Yeung, Amanda Vähämäki und vielen anderen mehr.
ISBN 978-3-938511-92-3, 112 Seiten, schwarzweiß & farbig, 24 x 21 cm, Softcover, 15 EUR
Bereits erschienen
"Das Getriebe" von Christophe Blain
Auf der "Leviathan", dem größten Schlachtschiff der französischen Marine, breitet sich Unruhe aus. Ein mysteriöses U-Boot schürt in der Mannschaft die Angst vor einem Krieg. In dieser angespannten Lage dringen drei Matrosen tief in den Maschinenraum vor, in der Hoffnung, dort Linderung ihrer Seekrankheit zu finden. Nach einer stundenlangen Wanderung durch die Gedärme des monströsen Schiffes finden sie sich vor einer riesigen Maschine wieder – dem Untersetzungsgetriebe, dem Herzstück des Schiffsantriebs. Durch eine kleine Unachtsamkeit lösen sie eine unaufhaltsame Katastrophe aus...
Macht und Ohnmacht des Einzelnen in einem großen übergeordneten Gefüge ist das zentrale Motiv von "Das Getriebe", das über den militärischen Kontext hinausweist. Während seines Militärdienstes auf der Fregatte Tourville hat Christophe Blain Skizzen von Matrosen, Kajüten und Maschinenräumen angefertigt, die ihm später als Grundlage für die Arbeit an "Das Getriebe" dienten.
Zu den bekanntesten Arbeiten des 1970 geborenen Zeichners gehören die in Angoulême prämierte Serie "Isaak der Pirat" sowie "Gus", eine im Wilden Westen angesiedelte Reihe, von der bislang erst ein Album erschienen ist. Mit "Das Getriebe", einer frühen Arbeit von Christophe Blain, ist ihm eine zutiefst menschliche und dabei außergewöhnlich spannende Geschichte gelungen.
ISBN 978-3-938511-84-8, 80 Seiten, farbig, 29,5 x 22 cm, Softcover, 15 EUR
Bereits erschienen
"Donjon Monster 4 – Geheimsache Gerstensaft" von Joann Sfar, Lewis Trondheim & Yoann
Geheimauftrag für Nubbel! Er soll Bier holen aus Lispelamm, der Stadt der Kaninchen. Nubbel beginnt das Abenteuer mit seiner Lieblingsbeschäftigung – dem Essen. Als er allerdings die Schwinge des Vanderbecks verspeist, der ihn durch die Lüfte transportieren sollte, kommt es zur unsanften Landung und zu einem Zusammentreffen mit einem obdachlosen Wanderritter. Als das ungleiche Paar die Reise gemeinsam fortsetzt, führt das zu einer Reihe von Missverständnissen und Krawallen. All dies ist nicht gerade förderlich für Nubbels Ruf als Agent in geheimer Mission…
Joann Sfar und Lewis Trondheim präsentieren in "Donjon Monster" abgeschlossene Geschichten aus der Welt des "Donjon". In jeder Folge von "Donjon Monster" wird ein komplettes Abenteuer eines Akteurs aus der Hauptserie von einem Gastzeichner präsentiert. "Geheimsache Gerstensaft" ist in der Zeitrechnung des "Donjon"-Universums auf dem Level 40 angesiedelt.
Yoann, hierzulande bekannt durch "Toto das Schnabeltier" (Carlsen Comics), schafft durch seine expressiven Zeichnungen eine ganz besondere Atmosphäre für die sympathischen Charaktere des "Donjon"-Universums, die dem leichten Grundton der Geschichte hervorragend unterstützt.
ISBN 978-3-938511-90-9, 48 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Softcover, 12 EUR
Erscheint im Juli 2008
"Monsieur Jean 1 – Die Liebe im Zeichen der Concierge" von Dupuy-Berberian
Monsieur Jean ist ein Junggeselle um die Dreißig und steht unter ständiger Beobachtung seiner Concierge, deren Hauptbeschäftigung darin zu bestehen scheint, mit ihrer Freundin über seinen Alltag zu spekulieren. Ihr Verhältnis bessert sich nur kurzzeitig, als sie erfährt, dass er ein erfolgreicher Schriftsteller ist. Zum Schreiben kommt Jean im Lauf der Geschichte allerdings nicht, die Eskapaden seines Kumpels Felix, hübsche Frauen im Supermarkt oder ein Job als Katzen-Nanny halten ihn immer erfolgreich von der Arbeit ab.
Das französische Autoren- und Zeichnergespann Philippe Dupuy und Charles Berberian treibt seit mehr als einem Jahrzehnt die Geschichte des charmanten Romanciers Monsieur Jean und seines leicht chaotischen Umfelds voran. Dabei fangen sie das Lebensgefühl ihrer Generation ein, die zwischen Freiheitsdrang und verantwortungsbewusster Elternschaft durchs Leben manövriert.
ISBN 978-3-938511-93-0, 48 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Hardcover, 15 EUR
Erscheint im Juni 2008
"Drei Schatten" von Cyril Pedrosa
Lise und Louis führen mit ihrem Sohn Joachim ein einfaches aber glückliches Leben an einem abgeschiedenen Ort inmitten von Hügeln und Wäldern. Als Joachim eines Abends nicht einschlafen kann, entdeckt er in der Ferne drei Schatten, die das Haus beobachten. Diese Schatten entpuppen sich als drei geheimnisvolle Reiter, die dem Haus schon bald bedrohlich nahe kommen. Louis versucht die mysteriösen Schatten zu vertreiben, doch sie scheinen sich in Luft aufzulösen, sobald er sich ihnen nähert. Allmählich wird den Eltern klar, dass die Reiter gekommen sind, um ihren Sohn zu holen. Schweren Herzens fällt der Vater den Entschluss, sich mit ihm auf die Flucht zu begeben – aber kann man seinem Schicksal entfliehen?
Cyril Pedrosa, geboren 1972, hat sich bereits in früher Jugend für Asterix und Micky Maus begeistert und entschieden Comic-Zeichner zu werden. Als Animationszeichner für Disney hat er an "Der Glöckner von Notre Dame" und "Herkules" mitgearbeitet und in Zusammenarbeit mit dem Szenaristen David Chauvel mehrere Bände der Serie "Ring Circus" (Salleck Publications) gezeichnet. "Drei Schatten" ist die bislang dichteste und gleichermaßen persönlichste Arbeit von Cyril Pedrosa. Zurecht wurde dieser Comic auf dem Comicfestival Angoulême 2008 für die Auszeichnung als "Bestes Album" nominiert.
ISBN 978-3-938511-95-4, 272 Seiten, schwarzweiß, 23 x 16,5 cm, Klappenbroschur, 20 EUR
Bereits erschienen
"Van Helsing macht blau" von Nicolas Mahler
Man sollte denken, dass es anders endet, wenn die Mumie und der Werwolf das Nachtleben unsicher machen wollen. Wären da nicht die eigene Ungeschicklichkeit und das ungünstige Wetter im Weg: Zuerst besudelt sich die Mumie im Restaurant mit Kaffee, dann weht der herbstliche Wind dem Wolfsmenschen Blätter an den struppigen Körper, so dass er umher laufen muss wie ein Laubhaufen. Als Höhepunkt der Erniedrigungen wird den beiden Kreaturen der Zugang zur Disko verwehrt.
In mehreren Episoden konfrontiert Nicolas Mahler Ikonen aus Horrorliteratur und -film mit den Widrigkeiten des Alltags. Ob nun der Vampirjäger Van Helsing mit seinem so beeindruckenden wie unpraktischen Hut zu kämpfen hat oder dem berauschten Dracula die Gleichförmigkeit aller Gräber auf dem heimischen Friedhof zum Verhängnis wird – in seinem neuen Buch demonstriert Nicolas Mahler eindrücklich, dass auch Figuren aus Horrorgeschichten nur Menschen sind.
Wie schon in seinen autobiografischen Bänden "Kunsttheorie versus Frau Goldgruber" und "Die Zumutungen der Moderne" zeichnet der Wiener Nicolas Mahler seine Geschichten mittels wenigen, dafür aber umso treffenderen Strichen. Seine reduzierten Zeichnungen unterstreichen den lakonischen Ton der Episoden und erzeugen eine Komik, die sowohl mit hanebüchenen Wendungen als auch durch leise Poesie zu überzeugen weiß.
ISBN 978-3-938511-98-5, 112 Seiten, schwarzweiß, 14,5 x 18,5 cm, Klappenbroschur, 10 EUR
Bereits erschienen
"Mein Junge" von Olivier Schrauwen
Voller Stolz nimmt der Vater den eigentümlich kleinwüchsigen Filius mit auf einen Ausflug, zeigt ihm die Reize der Architektur von Brügge, spielt Golf mit ihm und präsentiert ihn seinen Freunden – die ihr Unbehagen gegenüber dem so klein geratenen Nachwuchs nur schwer verbergen können. Als dieser dann im Bett liegt und schläft, bedauert der Vater sich selbst: Wenn sein Sohn doch nur nicht so klein und hässlich wäre – er würde ihn aufrichtig lieben können.
Es ist nicht nur die Spannung, die in dieser nur gespielten, aber umso demonstrativer zur Schau gestellten Vaterliebe mitschwingt, die das erste Album des Belgiers Olivier Schrauwen so einzigartig macht. Um seine vielschichtigen Vater-Sohn-Episoden zu illustrieren, hat Olivier Schrauwen einen an Winsor McCay ("Little Nemo") erinnernden Zeichenstil gewählt. Auch seine Farbgebung erinnert an den Zeitungsdruck des frühen 20. Jahrhunderts.
Olivier Schrauwen wurde 1977 in Brügge geboren und hat an der Hochschule Saint Luc in Brüssel studiert. Mit Veröffentlichungen in verschiedenen Anthologien – unter anderem in "Spirou" – verfeinerte er seinen an klassischen amerikanischen Comicstrips geschulten Zeichenstil. "Mein Junge" erschien 2006 zunächst in Frankreich, liegt inzwischen in englischer, finnischer und spanischer Sprache vor, gehörte in Angoulême 2007 in die engere Auswahl für das "Beste Album" und gewann auf dem Comicfestival in Turnhout den Preis für das beste Debut.
ISBN 978-3-938511-97-8, 64 Seiten, farbig, 26 x 21 cm, Softcover, 15 EUR
Bereits erschienen
"Donjon Monster 5 – Die Ehre der Soldaten" von Joann Sfar, Lewis Trondheim & Frédéric Bézian
Terra Amata hat aufgehört sich zu drehen und ist in zwei Teile geteilt. Auf der einen herrscht die brütenden Hitze des ewigen Tages, die andere ist gehüllt in eisiges Dunkel. Längst ist der Große Khan einsamer Herr der Schwarzen Festung. Zwei seiner Soldaten, die Brüder Görk und Krag, stehen Wache vor einer geheimen Tür des Donjon, die nur sehr selten benutzt wird. Krag hält allein Wache, als ein blinder Drache versucht, in den Donjon einzudringen, um mit dem Großen Khan zu sprechen. Im Kampf unterliegt Krag dem Eindringling und sieht sich gezwungen, Verstärkung zu rufen. Für sein Versagen wird er zur Hinrichtung in der Wüste verurteilt – vollzogen durch Görk, seinen eigenen Bruder!
Joann Sfar und Lewis Trondheim präsentieren in "Donjon Monster" abgeschlossene Geschichten aus der Welt des "Donjon". In jeder Folge von "Donjon Monster" wird ein komplettes Abenteuer eines Akteurs aus der Hauptserie von einem Gastzeichner präsentiert. "Die Ehre der Soldaten" ist in der Chronologie des "Donjon" auf dem Level 95 der "Abenddämmerung" angesiedelt.
Mit Frédéric Bézian steht Joann Sfar und Lewis Trondheim ein renommierter Zeichner zur Seite, der mit seinem unnachahmlichen Stil eine besonders düstere Episode in der Reihe "Donjon Monster” überzeugend in Szene zu setzen vermag.
ISBN 978-3-938511-91-6, 48 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Softcover, 12 EUR
Erscheint im Juli 2008
"Die wundersamen Abenteuer von Vincent van Gogh – An vorderster Front" von Manu Larcenet
Der Erste Weltkrieg. Nichts geht mehr an der Front, die Moral der Soldaten ist am Nullpunkt. Um zu verstehen, was an den Kriegsschauplätzen vor sich geht, beschließt die Armeeführung, einen berühmten Maler zu engagieren, der in seinen Bildern den Geist des Krieges einfangen soll. Alle Blicke richten sich auf den Gefreiten Vincent van Gogh, der nach einem vorgetäuschten Selbstmord untergetaucht war. Dieser nimmt die Mission zunächst nur widerwillig an und begibt sich dann doch - mit Pinseln und Staffelei bewaffnet - mitten hinein ins Zentrum des schmutzigen Grabenkriegs.
Manu Larcenet, Autor und Zeichner von "Der alltägliche Kampf", hat diese unbekannte Episode aus dem Leben des berühmten niederländischen Impressionisten aufgezeichnet, und damit eine absurd komische Episode aus den Schützengräben des Ersten Weltkriegs zu Papier gebracht, die gleichermaßen poetisch und anrührend ist.
ISBN 978-3-938511-94-7, 48 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Softcover, 12 EUR
Erscheint im August 2008
"Fuck" von Chester Brown
Zerrissen zwischen Orientierungslosigkeit, Selbstzweifeln und haltloser Wut gegen alles und jeden: Chester Brown dokumentiert in "Fuck" seine Jugend im Alter von neun bis sechzehn Jahren. Für Chester beginnt die Zeit der ersten Gefühlsregungen für Mädchen aus der Nachbarschaft, die er bislang nur als Spielkameradinnen wahrgenommen hatte. Die Krankheit seiner Mutter, die sich in zunehmendem geistigen und körperlichen Verfall äußert, und ihr Bedürfnis nach Liebesbeweisen ihres Sohnes sorgen für zusätzliche Verstörung. Chester Browns genaue Beobachtungsgabe, eine pointierte Auswahl der geschilderten Episoden und eine Anordnung der Bilder auf schwarzem Hintergrund, die an Fotoalben erinnert, erzeugen eine persönliche, beinah intime Wirkung.
Chester Brown, 1960 in Montréal geboren, begann seine Laufbahn als Comic-Zeichner mit der Veröffentlichung von "Yummy Fur", das zunächst als selbstverlegter Mini-Comic erschienen ist und später bei Drawn & Quarterly als Heftreihe fortgeführt wurde. Neben "Fuck" gehören "Die Playboy-Stories" und "Ed the happy clown" zu seinen bekanntesten Arbeiten. Chester Brown hat vor allem mit seinen autobiografischen Comics einen großen Einfluss auf die junge amerikanische Szene und auch auf deutsche Zeichner wie Arne Bellstorf, Sascha Hommer oder Mawil. Die drei genannten Titel wurden bereits zu Beginn der neunziger Jahre von Jochen Enterprises vorgelegt und sind seit langem vergriffen.
"Mein Lieblingscomic!" – Mawil
ISBN 978-3-938511-96-1, 144 Seiten, schwarzweiß, 23,5 x 15,5 cm, Softcover, 16 EUR
Erscheint im September 2008
Grand Prix Angoulême 2008 für Dupuy-Berberian
Das Duo Dupuy-Berberian wurde am 27. Januar 2008 auf dem Festival de la Bande Dessinée Angoulême mit dem Großen Preis der Stadt Angoulême geehrt und damit werden dem Festival im kommenden Jahr gleich zwei Präsidenten vorstehen. Charles Berbérian und Philippe Dupuy gehören zweifellos zu den profiliertesten französischen Zeichnern und können mit regelmäßigen Veröffentlichungen in den USA, Italien, Spanien und auch Deutschland auf ein großes internationales Renommée verweisen.
Philippe Dupuy und Charles Berbérian © JF Alvarez / FIBD
Dupuy-Berberian sind zweifellos das außergewöhnlichste Tandem der französischen Comiclandschaft, denn die beiden Pariser arbeiten auf nahezu symbiotische Art und Weise zusammen: Vom Schreiben über das Zeichnen bis hin zum Lettering erstellt das Duo alle Arbeitsschritte gemeinsam, ohne dass man stilistische Brüche erkennen könnte. Mit Monsieur Jean, dem nonchalanten Schriftsteller, haben Philippe Dupuy und Charles Berbérian eine Lebensgeschichte voller feiner Nuancen erschaffen, die das wahre Leben nicht besser hätte schreiben können.
Das neueste Werk von Dupuy-Berberian, "Un peu avant la fortune" (Dupuis), nach einem Szenario von Jean-Claude Denis, wird im Herbst 2008 bei Reprodukt erscheinen.
Als "Bestes Album" wurde auf dem Festival in Angoulême der bislang auch in Frankreich kaum bekannte Titel "La ou vont nos péres" (Dargaud) des australischen Zeichners Shaun Tan prämiert, ein metaphorischer Beitrag zum Thema Immigration, der sich durch eine besonders charmante und eigenwillige Bildsprache auszeichnet. Daneben wurden fünf weitere Titel aus der fünfzig Alben umfassenden "Selection Officielle" besonders hervorgehoben: "Exit Wounds" von Rutu Modan, "Ma maman est en Amérique, elle a rencontré Buffalo Bill" von Emile Bravo, "La marie en plastique" von Pascal Rabaté und David Prudhomme", "RG" von Frederik Peeters sowie "Trois Ombres" von Cyril Pedrosa.
Die komplette Liste der Gewinner findet sich auf der Website des Festivals
Neue Lizenzausgaben von "Der unschuldige Passagier" und "Acht, Neun, Zehn"
In den nächsten Monaten werden wieder zwei Titel aus dem Reprodukt-Programm im Ausland erscheinen. Der Verlag Ladida Books, bei dem mit "Pragnienie" ("Desire", Top Shelf) bereits ein Band von Nicolas Mahler erschienen ist, wird im Mai Martin tom Diecks "Der unschuldige Passagier" in Polen auf den Markt bringen. Darüber hinaus wird der Band im Herbst in Finnland bei Daada Books erscheinen.
Nachdem Arne Bellstorfs "Acht, Neun, Zehn" bereits in Frankreich, Italien und Südkorea erschienen ist, wird der Band in Kürze auch in Polen bei Kultura Gniewu verlegt werden. Damit ist "Acht, Neun, Zehn" nach Mawils "Die Band" und Sascha Hommers "Insekt" der dritte Reprodukt-Titel, den Kultura Gniewu in polnischer Sprache veröffentlicht.
Neue Comics: "Der alltägliche Kampf" 4 von Manu Larcenet
Mit der Koloration durch seinen Bruder Patrice ist nun auch der letzte Schritt geschafft und offizielle der vierte – und finale – Band der erfolgreichen Serie "Der alltägliche Kampf" abgeschlossen. Das meldet Manu Larcenet auf seinem runderneuerten Blog. Nun wird der Band zunächst in Frankreich veröffentlicht, bevor er vorraussichtlich im Herbst bei Reprodukt erscheinen wird. Auch bei uns steigt die Vorfreude auf den Abschluss der so alltäglichen wie bedeutsamen Geschichten um den Fotografen Marco.
Der dritte Band war bei Erscheinen gleich doppelt in den Top 10 der französischen Verkaufscharts vertreten – eine limitierte Sonderausgabe mit Skizzen und Bonus-Dokumentations-DVD war dann flugs vergriffen. Diesen Erfolg wünschen wir natürlich auch dem neuen Band.
Neue Comics: "Mein Junge" von Olivier Schrauwen
Zum Comic-Salon Erlangen im Mai erscheint bei Reprodukt Olivier Schrauwens Band "Mein Junge". Das Buch, das international bereits für einiges Aufsehen gesorgt hat, verbindet eine gebrochene Vater-Sohn-Geschichte mit einer an alten Zeitungscomics erinnernden Optik zu einem vielschichtigen Leseerlebnis.
Olivier Schrauwen wurde 1977 in Brügge geboren und veröffentlichte bis jetzt vor allem in verschiedenen Anthologien und Zeitschriften (unter anderem "Hic Sunt Leones", "Spirou" und "Glömp"). "Mein Junge" erschien 2006 zunächst in Frankreich, liegt inzwischen in englischer, finnischer und spanischer Sprache vor, gehörte in Angoulême 2007 in die engere Auswahl für das "Beste Album" und gewann auf dem Comicfestival in Turnhout den Preis für das beste Debut.
"Mendelssohn"-Verfilmung online
Auf dem Comic-Salon Erlangen 2006 war er bereits einmal gezeigt worden, nun kann man sich Johannes Kratzerts einfühlsame Video-Umsetzung des ersten Kapitels aus Line Hovens Buch "Liebe schaut weg" auch online ansehen. Gute Unterhaltung!
Neue Comics: "Vier Augen" von Sascha Hommer
Ab sofort wollen wir versuchen, mehr oder minder regelmäßig über laufende Projekte zu berichten, mit dem Schwerpunkt auf neuen Comics von deutschsprachigen Zeichnern, die sich im Entstehungsprozeß befinden.
Den Anfang macht "Vier Augen" des Hamburger Zeichners Sascha Hommer, aus dessen neuestem Buch hier die ersten Bilder präsentiert werden. Thema dieses autobiografischen Comics ist das Aufwachsen in einer Kleinstadt im Schwarzwald, Ende der 90er Jahre. Sascha steht kurz vor dem Abitur, meint, in Yasmina die große Liebe gefunden zu haben – alles scheint möglich. Doch langsam verwandelt sich die Gegenwart, die von hoffnungsfrohen Zukunftsplänen bestimmt ist, in einen Albtraum: Seine Freunde nehmen immer härtere Drogen, die anfänglich entspannenden Trips werden nach und nach zu Horrorerlebnissen, und Yasmina erweist sich als magersüchtig…
Sascha Hommer stiess bei der Arbeit am Storyboard auf unvorhergesehene Probleme: "Ursprünglich dachte ich, dass es sehr einfach sei, autobiografisch zu erzählen. Schliesslich sind Geschichte und Charaktere ja schon vorhanden, und man muss eigentlich nur ein bisschen Ordnung herstellen, um eine stringente Erzählung zu ermöglichen. Je tiefer ich allerdings in das Material einstieg, umso komplexer wurde die Angelegenheit. Meine Erinnerung schien mir bald nicht mehr verlässlich, eher mythologisch, unwahr. Ich brauche wohl noch eine ganze Weile, bis ich mit dem Ergebnis meiner Arbeit zufrieden sein kann."
Eine verlässliche Terminplanung für "Vier Augen" wird zusätzlich durch den Umstand erschwert, dass Sascha Hommer gemeinsam mit Jan–Frederik Bandel seit Herbst 2007 an dem täglichen Strip "Im Museum" für die "Frankfurter Rundschau" arbeitet. "Vier Augen" soll nun voraussichtlich im Winter 2008/2009 erscheinen.
Neue Website zum Thema "Graphic Novel"
Aus einem Zusammenschluß von drei Independent-Verlagen ist die Idee entstanden, eine informative Website zum Thema "Graphic Novel" zu produzieren. Rechtzeitig zur Frankfurter Buchmesse soll die neue Website entstehen, in der stetig News zu aktuellen Neuerscheinungen und Aktivitäten von avant-verlag, Edition Moderne und Reprodukt bekannt gemacht werden. Vor allem Buchhändler sollen sich hier zentral über Neuheiten und neue Entwicklungen in den Programmen der drei Verlage informieren können.
Die redaktionelle Verantwortung liegt in den Händen von Jutta Harms, die seit geraumer Zeit die Pressearbeit für die Verlage Edition Moderne und Reprodukt macht und seit Anfang 2007 auch die Öffentlichkeitsarbeit für den avant-verlag von Johann Ulrich übernommen hat.
Noch sind Minou Zaribaf und Cord Wiljes mit der Gestaltung und Programmierung der Website beschäftigt, die im Netz unter www.graphic-novel.info zur Verfügung steht.
Reprodukt 2007
Zweiundzwanzig Neuheiten haben wir in 2007 veröffentlicht, gut ein Drittel davon waren neue Comics (und eine Neuauflage) von deutschsprachigen Autoren: "Die Hure H wirft den Handschuh" von Katrin de Vries und Anke Feuchtenberger, "Kunsttheorie versus Frau Goldgruber" und "Die Zumutungen der Moderne" von Nicolas Mahler, "Der unschuldige Passagier" von Martin tom Dieck, "Didi & Stulle 6 1/2" und "Didi & Stulle 7" von Fil, "Liebe schaut weg" von Line Hoven, "Action Sorgenkind" von Mawil und "Moresukine" von Dirk Schwieger.
Folgende Titel sind von Januar bis Dezember 2007 erschienen:
Februar 2007
"Die Hure H wirft den Handschuh" von Katrin de Vries und Anke Feuchtenberger
ISBN 978-3-938511-79-4, 112 Seiten, s/w mit einer Schmuckfarbe, 29,5 x 21 cm, Klappenbroschur, 20 EUR
"Isaak der Pirat 5 – Jacques" von Christophe Blain
ISBN 978-3-938511-63-3, 48 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Softcover, 12 EUR
"Louis fährt Ski" von Guy Delisle
ISBN 978-3-938511-69-5, 48 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Softcover, 12 EUR
April 2007
"Kunsttheorie versus Frau Goldgruber" von Nicolas Mahler
ISBN 978-3-938511-32-9, 128 Seiten, schwarzweiß, 21 x 14 cm, Klappenbroschur, 14 EUR
"Sechshundertsechsundsiebzig Erscheinungen von Killoffer"
ISBN 978-3-938511-33-6, 48 Seiten, schwarzweiß, 29 x 20 cm, Klappenbroschur, 12 EUR
"Der unschuldige Passagier" von Martin tom Dieck
ISBN 978-3-938511-35-0, 296 Seiten, schwarzweiß, 13,5 x 20 cm, Hardcover, 22 EUR
Mai 2007
"Didi & Stulle 7 – Didi: No more Mister Nice Guy" von Fil
ISBN 978-3-938511-34-3, 48 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Softcover, 7 EUR
"Donjon 1 – Das Herz einer Ente" von Joann Sfar & Lewis Trondheim
ISBN 978-3-938511-41-1, 48 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Softcover, 12 EUR
Juni 2007
"Monsieur Jean 6 – Bestandsaufnahmen" von Charles Berberian & Philippe Dupuy
ISBN 978-3-938511-40-4, 56 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Hardcover, 15 EUR
"Didi & Stulle 6 1/2 – In der Patsche" von Fil
ISBN 978-3938511-48-0, 48 Seiten, schwarzweiß, 24,5 x 16,5 cm, 3,50 EUR
"Donjon -84 – Nach dem Regen" von Joann Sfar, Lewis Trondheim & Christophe Blain
ISBN 978-3-938511-42-8, 48 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Softcover, 12 EUR
Juli 2007
"Donjon 103 – Armageddon" von Joann Sfar & Lewis Trondheim
ISBN 978-3-938511-36-7, 48 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Softcover, 12 EUR
September 2007
"Gus 1 – Nathalie" von Christophe Blain
ISBN 978-3-938511-55-8, 80 Seiten, farbig, 29 x 24 cm, Softcover, 15 EUR
"Die Zumutungen der Moderne" von Nicolas Mahler
ISBN 978-3-938511-54-1, 128 Seiten, schwarzweiß, 21 x 14 cm, Klappenbroschur, 14 EUR
Oktober 2007
"Action Sorgenkind" von Mawil
ISBN 978-3-938511-81-7, 96 Seiten, farbig & schwarzweiß, 22,5 x 17 cm, Softcover, 10 EUR
"Bardín der Superrealist" von Max
ISBN 978-3-938511-58-9, 80 Seiten, farbig, 24 x 17 cm, Klappenbroschur , 18 EUR
"Liebe schaut weg" von Line Hoven
ISBN 978-3-938511-66-4, 96 Seiten, schwarzweiß, 24 x 21 cm, Klappenbroschur, 14 EUR
"Moresukine" von Dirk Schwieger
ISBN 978-3-938511-43-5, 160 Seiten, schwarzweiß, 21 x 13 cm, Softcover, 16 EUR
"Donjon 5 – Hochzeit mit Hindernissen" von Joann Sfar, Lewis Trondheim & Boulet
ISBN 978-3-938511-56-5, 48 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Softcover, 12 EUR
November 2007
"Donjon Monster 3 – Die Hauptkarte" von Joann Sfar, Lewis Trondheim & Andreas
ISBN 978-3-938511-57-2, 48 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Softcover, 12 EUR
Dezember 2007
"Pjöngjang" von Guy Delisle
ISBN 978-3-938511-31-2, 184 Seiten, s/w, 24.5 x 16,5 cm, Klappenbroschur, 18 EUR
"Außer Dienst" von Lewis Trondheim
ISBN 978-3-938511-37-4, 80 Seiten, schwarzweiß, 22 x 15 cm, Klappenbroschur, 12 EUR
Arne Bellstorf in "ZEIT Geschichte"
Die neue Ausgabe des Magazins "ZEIT Geschichte" beschäftigt sich mit einem der Urväter des Comic – Wilhelm Busch. Verschiedene Künstler haben zu diesem Thema Beiträge gezeichnet. Als Vertreter der jungen Generation von deutschen Comiczeichnern findet sich Arne Bellstorf hier mit Hans Traxler und Ralf König in illustrer Gesellschaft.
Weitere Beiträge stammen von Jens Balzer, Tomi Ungerer und vielen anderen mehr. Das Magazin ist seit dem 8. November im Zeitschriftenhandel erhältlich. Eine detaillierte Inhaltsangabe findet sich hier: www.zeit.de
Eine Vorschau des Beitrags "Klagelied eines Junggesellen", der thematisch ganz hervorragend in die Reihe von Strips passen würde, die Arne Bellstorf regelmäßig für den Berliner "Tagesspiegel" zeichnet, gibt es auf www.bellstorf.com zu sehen.
Dirk Schwieger als "Bester Newcomer 2007" ausgezeichnet
Auf der Frankfurter Buchmesse ist Dirk Schwieger für sein Debüt "Moresukine" mit dem Sondermann als Bester Newcomer 2007 ausgezeichnet worden. Auf einer Preisverleihung am Messesamstag wurden neben ihm unter anderem Reinhard Kleist für "Cash – I See A Darkness" und das Künstler-Duo Rattelschneck ausgezeichnet. Wir gratulieren allen Preisträgern!
Auch darüber hinaus ist die Buchmesse für Reprodukt sehr erfreulich verlaufen: Neuerscheinungen konnten präsentiert werden, ZeichnerInnen ihre Bücher signieren (unten: Line Hoven) und natürlich viele, viele Gespräche geführt werden – ob auf der Messe oder am Abend in weiterhin geselliger Runde.
Berichte zur Buchmesse, eine Liste alle Preisträger und vieles mehr lassen sich beispielsweise bei Splashpages nachlesen, von denen auch die beiden obigen Fotos stammen.
Streifenplakat Nicolas Mahler
"Die Zumutungen der Moderne" sind ausgeliefert, Nicolas Mahler stellt in Kassel aus und passend zu diesem doppelten Anlass gibt es nun ein Streifenplakat, das auf sämtliche lieferbaren Titel des letztjährigen Gewinners des Max und Moritz-Preises hinweist!
Sowohl das Streifenplakat zu den Büchern von Nicolas Mahler als auch das Plakat zum Thema "Junge Autoren – Neue Comics" und der "Donjon"-Folder können ab sofort von interessierten Buch- und Comichändlern über unseren Vertrieb, den MSW Medien Service Wuppertal, bezogen werden.
Die Welt des Donjon
Anläßlich der neuesten "Donjon"-Alben, die im Oktober erscheinen, gibt es eine kleine Hilfestellung, um die Serie besser verstehen zu lernen. Auf sechs Seiten führt der Folder "Die Welt des Donjon" in die Serie ein, die wichtigsten Charaktere werden vorgestellt und die verschiedenen Zeitebenen näher erläutert.
Der Folder kann als PDF-Datei (6 MB) heruntergeladen werden: "Die Welt des Donjon"
Ab Mitte Oktober sollte der Flyer im gutsortierten Buch- und Comichandel erhältlich sein. Die Auslieferung erfolgt zusammen mit den neuesten Bänden der Serie, "Donjon 5 – Hochzeit mit Hindernissen" und "Donjon Monster 3 – Die Hauptkarte", über den MSW Medien Service Wuppertal.
Neue Comics von jungen Autoren
Zur Frankfurter Buchmesse erscheinen gleich drei Neuheiten von jungen deutschsprachigen Comicautoren bei Reprodukt. Frisch aus der Druckerei kommen "Liebe schaut weg" von der in Hamburg lebenden Zeichnerin Line Hoven sowie zwei Titel von Berliner Zeichnern:"Action Sorgenkind" von Mawil und "Moresukine" von Dirk Schwieger.
Um im Buch- und Comichandel zusätzliche Aufmerksamkeit für diese Titel zu schaffen, hat Arne Bellstorf ein Plakat gestaltet, das Anfang Oktober gemeinsam mit den neuen Comics in die Auslieferung kommt.
Buchförderung für "Außer Dienst" von Lewis Trondheim
Mit dem Förderprogramm Programme d´aide à la publication P.A.P. Rilke unterstützt die Französische Botschaft Verlage, die Literatur aus Frankreich in deutscher Sprache verlegen. Wir freuen uns, dass Lewis Trondheims neues Buch mit dem Titel "Außer Dienst" einen Druckkostenzuschuß erhalten hat und danken der Kulturabteilung der Französischen Botschaft in Berlin.
Kann man als Comiczeichner in Würde altern? Auf der Suche nach der Antwort auf seine Frage führt Lewis Trondheim zahlreiche Interviews, unter anderem mit Pti'Luc ("Miasma Blues") oder Tibet ("Rick Master"), und beginnt, seine Recherchearbeit in einen Comic umzusetzen, der 2005 zunächst bei L´Association erschien und nun bei Reprodukt in deutscher Sprache veröffentlicht wird. "Außer Dienst" wird im September 2007 erscheinen.
Mawils "The Band" in Frankreich erschienen
Nachdem dort bereits "On peut toujours rester amis" ("Wir können ja Freunde bleiben") und "Safari Plage" ("Strandsafari") erschienen sind, hat der Verlag 6 pieds sous terre nun auch Mawils zweiten autobiografischen Band, "Die Band", in französischer Sprache vorgelegt.
6 pieds sous terre, www.pastis.org/jade
ICOM Independent Preis für "Meister Lampe" von Mawil
Bereits das vierten Mal erhält Mawil einen Preis von der ICOM – dieses Jahr den wichtigsten und am höchsten dotierten Preis für "Meister Lampe" als "Bester Independent Comic".
Aus der Laudatio: "Markus Witzel, alias Mawil, alias Supa Hasi, alias Supalumpi alias "Der deutsche Nick Hornby" gewinnt mit dem kleinsten Comic (Softcover mit runden Ecken) im Wettbewerb den Preis für den "Besten Independent Comic 2007". Womit? Mit Recht! Plus einer geballten Sammlung an Witz, zeichnerischer Erzählkunst und technikfeindlichen Stories."
Die komplette Lobrede gibt es auf der Seite des Interessenverband Comic e.V. zu lesen.
Wir freuen uns für Mawil und ebenfalls für die "Lobende Erwähnung" zu Leo Leowalds "Elementartierchen". Außerdem herzlichen Glückwunsch an den Verlag Schwarzer Turm, der gleich zwei Preise abräumen konnte und an Naomi Fearn und Zwerchfell, die für "Zuckerfisch" den Preis als "Bester Kurzcomic" in Empfang nehmen durften.
Vorschau Herbst 2007
Bereits im Handel oder über den Vertrieb erhältlich: Unsere aktuelle Vorschau Herbst 2007, in der die Neuheiten vorgestellt werden, die zwischen September 2007 und Februar 2008 erscheinen.
Folgende Titel werden im Herbst erscheinen:
"Die Zumutungen der Moderne" von Nicolas Mahler
Am Ende von "Kunsttheorie versus Frau Goldgruber" war alles fast gut: Mahlers ersten Animationsfilm sahen 168 Millionen Menschen und den geplagten Autor erreichten täglich E-Mails, in denen ihm für seine "Beflegelungen" der Kunstszene gedankt wurde. In "Die Zumutungen der Moderne", dem zweiten Band des Porträts des Künstlers als nun nicht mehr ganz junger Mann, erfahren wir, wie das Leben einem mittlerweile renommierten Comiczeichner so mitspielen kann: Als "Artist in Residence" eines Festivals wird er gezwungen, 10 Tage in einem Nobelhotel zu verbringen, seine Karriere als Trickfilmer führt zu Auseinandersetzungen mit polnischen Schabkartonzeichnern, und ein iranischer Monarchist macht Mahler auf mögliche Nebenwirkungen der Lektüre seiner Comics aufmerksam: "Ich habe Blut geschissen".
Als Meister des Absurden und des trockenen österreichischen Humors wurde Nicolas Mahler (1969 in Wien geboren) von der Presse gefeiert und 2006 mit dem Max- und Moritz-Preis ausgezeichnet. Er hat zuletzt vor allem in dem französischen Magazin "Lapin", dem Monatsmagazin der italienischen "La Republica", der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" und der "Titanic" veröffentlicht, wo auch ein Teil der hier versammelten Comics vorab erschienen ist.
ISBN 978-3-938511-54-1, 128 Seiten, schwarzweiß, 21 x 14 cm, Klappenbroschur, 14 EUR
Bereits erschienen
"Gus 1 – Nathalie" von Christophe Blain
Nachdem er seine Arbeit an "Isaak der Pirat" schon für "Donjon Morgengrauen" unterbrochen hatte, hat Christophe Blain nun kurzerhand mit einer neuen Serie begonnen, in leichterem Ton und mit flüchtigerem Strich. In fünf kurzen Episoden erzählt er in "Gus" von den Abenteuern von Clem, Gratt und eben Gus von ihrer Freundschaft, ihren Streitereien und vor allem von ihren erfüllten oder misslungenen Abenteuern mit Frauen. Die Handlung spielt sich diesmal nicht unter Seeleuten ab, sondern im Wilden Westen: Die drei verdienen sich ihren Lebensunterhalt mit Überfällen auf Banken und Züge.
Christophe Blains Grafik konzentriert sich in seiner neuen Serie aufs Wesentliche, das heißt vor allem auf die Personen, ihre Bewegungen und ihr Mienenspiel. Wie andere Meister der Bildergeschichte vor ihm - man denke an Jacques Tardi reduziert er seine Zeichnungen mehr und mehr und spielt mit spürbarem Vergnügen mit seinen Figuren und zum ebenso großen Vergnügen der Leser.
ISBN 978-3-938511-55-8, 80 Seiten, farbig, 29 x 24 cm, Softcover, 15 EUR
Bereits erschienen
"Bardín der Superrealist" von Max
Willkommen im Reich des Superrealismus: Hier begegnet Bardín, der stets korrekt gekleidete Mann mit dem Wasserkopf, bei seinen täglichen Ausflügen dem andalusischen Hund, erkundet das kosmologische System der superrealistischen Gottheiten, in dessen Zentrum eine dreiäuige Micky Maus sitzt, und zieht als einsamer Ritter aus, um die eigenen Albträume zu besiegen.
In einer schwindelerregenden Mischung aus surrealistischen Bilderwelten, in denen die Logik außer Kraft gesetzt ist, Zitaten aus der Kunstgeschichte von Breughel und Füssli bis zu Magritte und Dali, Chris Wares klarer Linie und einer Hauptfigur, die mit ihren Neurosen und Ängsten an einen erwachsen gewordenen Charlie Brown erinnert, hat der spanische Comiczeichner Max ("Der lange Traum des Herrn T.") eine moderne Version von Winsor McCays legendärem Traumbuch "The Rarebit Fiend" veröffentlicht. Dafür gab es beim Comic-Festival in Barcelona drei Hauptpreise, unter anderem als "Bestes Album des Jahres 2006"!
ISBN 978-3-938511-58-9, 88 Seiten, farbig, 24,5 x 17,5 cm, Klappenbroschur, 18 EUR
Bereits erschienen
"Donjon 5 – Hochzeit mit Hindernissen" von Joann Sfar, Lewis Trondheim & Boulet
Die Hochzeitsvorbereitungen im Donjon sind in vollem Gange: Marvin versucht sich als Zuckerbäcker, der Wärter kratzt mühsam eine Mitgift zusammen und Herbert überlegt fieberhaft, wie er das Ganze verhindern kann. Dass auch noch der Winkeladvokat Guillaume de la Cour auftaucht, macht die Sache für alle Beteiligten nicht einfacher, und so muss sich Herbert nicht nur mit notariell beglaubigten Rückforderungen und wiederholten Stürzen aus höchster Höhe rumplagen, sondern es auch noch mit tumben Trollen und seinem eigentlich besten Freund aufnehmen...
Joann Sfar und Lewis Trondheim präsentieren in "Donjon" mit absurdem Humor die Geschichte einer fantastischen Welt, in der zwischen hinreißendem Aberwitz und düsterem Schicksal sämtliche erzählerischen Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Mit "Hochzeit mit Hindernissen" übernimmt ein neuer Zeichner die "Zenit"-Reihe: Boulet, der in Frankreich vor allem durch seine Kinder-Abenteuer-Comics "La Rubrique Scientifique" und "Raghnarok" bekannt ist.
ISBN 978-3-938511-56-5, 48 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Softcover, 12 EUR
Bereits erschienen
"Donjon Monster 3 – Die Hauptkarte" von Joann Sfar, Lewis Trondheim & Andreas
Armageddon! Terra Amata löst sich in eine Vielzahl kleiner Inseln auf. Marvin wird vom Schamanen Orlondow beauftragt, jene Hauptkarte von der nun entstehenden neuen Welt zu finden, welche die Magier in Divinascopus schon vor Urzeiten erstellten. Ausgestattet mit einem multifunktionalen Nitro-Anzug und großmäulig wie immer, macht sich der rote Hase auf die gefährliche Suche, auf der er es mit dem winzigen König der Olfs, einer Sekte liebestoller Krokodilsmönche und den Armeen des Großen Khans alias Herbert aufnehmen muss. Die größte Herausforderung freilich stellt sich ihm, als er sich zwischen der schönen Katze Nicole und der heißblütigen Tochter des Großen Khans, Zakutu, entscheiden soll...
Die Handlung dieses Bandes enthält alles, was die Reihe so beliebt und liebenswert macht: Fantasy mit viel skurrilem Humor. Die Zeichnungen von Andreas, der 1951 in Deutschland geboren wurde und heute in Frankreich lebt, fügen dem gewohnten Rezept noch eine kräftige Prise Action hinzu.
ISBN 978-3-938511-57-2, 48 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Softcover, 12 EUR
Bereits erschienen
"Die Rückkehr aufs Land" 1 von Jean-Yves Ferri und Manu Larcenet
Frische Luft, grüne Wiesen, Ruhe! Von wegen. Als Manu und Marietta mit ihrer Katze Speed aus Paris aufs Land ziehen, entpuppt sich die vermeintliche Idylle als bisher größte Herausforderung ihres Lebens: Zu Hause verwandeln Umzugskartons das neue Heim in ein Labyrinth aus Pappe, schweigsame Nachbarn kommen gern auf ein Gläschen selbst gebrannten Schnaps vorbei oder laden zum gemeinsamen Holzfällen ein; und kaum hat sich Manu endlich eingewöhnt und im Wald in dem bärtigen Eremiten, der auf einem Baum haust, den perfekten Ersatz für seinen Pariser Psychiater gefunden, wartet die nächste Aufgabe auf ihn: Marietta möchte ein Kind.
Zusammen mit dem Texter Jean-Yves Ferri hat Manu Larcenet seinem autobiografischen Projekt "Der alltägliche Kampf" einen kleinen Bruder zur Seite gestellt: Reduzierter im Stil, anekdotischer und höchst humorvoll wird auch in den ersten beiden Bänden dieser neuen Reihe ein liebevoll-charmanter Blick auf das eigene (Land-)Leben geworfen in all den kleinen Alltäglichkeiten, die seine Größe ausmachen.
ISBN 978-3-938511-82-4, 192 Seiten, farbig, 16,5 x 23,5 cm, Hardcover
Bereits erschienen
"Der Wirbel" von Marc-Antoine Mathieu
Als Julius Corentin Acquefaques eines Morgens aus unruhigen Träumen erwacht, steht ihm ein Mann gegenüber, der ihn erstaunt mit den Worten "Sie wohnen hier?" begrüßt sein Doppelgänger. Der aber hat es eilig: In einer Viertelstunde soll er wegen eines dringenden Termins in der Fabrik der Träume sein. Eine turbulente Verfolgungsjagd auf über Wolkenkratzerschluchten gespannten Seilen ist dann für Acquefaques erst der Anfang einer Reise durch das Labyrinth seiner eigenen Träume, aus dem es nur einen Ausweg gibt: Er muss durch den "Wirbel" steigen, der aus der zweiten in die dritte Dimension führt...
Mit "Der Wirbel" liegt auch der dritte Band um Julius Corentin Acquefaques wieder in einer Neuauflage vor. Erneut entführt Marc-Antoine Mathieu, 1959 geboren, in einen Kosmos aus kafkaesker Bürokratie, surrealen Szenarien und wahnwitziger Traumlogik. Dabei lotet er so ganz nebenbei, wie schon in den anderen Teilen der Reihe, die Grenzen des Erzählbaren und der Buchgestaltung aus, so dass der Leser nicht aus dem Staunen herauskommt.
ISBN 978-3-938511-44-2, 48 Seiten, schwarzweiß, 29 x 21 cm, Softcover, 10 EUR
Erscheint im August 2008
"Halbe Wahrheiten" von Adrian Tomine
Ben Tanaka ist Ende 20, sarkastisch, egozentrisch, orientierungslos. Seine Arbeit als Filmvorführer füllt ihn nicht wirklich aus, die Beziehung mit Miko ist nach vielen Jahren festgefahren, auch die sonst so anregenden Gespräche mit seiner besten Freundin, der lesbischen Alice, interessieren ihn nicht mehr so recht. Als Miko wegen eines Jobs für einige Zeit vom heimischen Kalifornien nach New York zieht, spitzen sich die Dinge zu: Im Kino übt eine blonde Performance-Künstlerin eine unwiderstehliche Anziehung auf Ben aus...
Adrian Tomines lang erwarteter Nachfolger von "Sommerblond", seine erste Graphic Novel, verbindet auf virtuose Weise Anspruch und Unterhaltung. Mit einem oft bissigen Humor und entwaffnender Direktheit zeigt er seine Antihelden auf ihrer Suche nach sich selbst, die allgemeine Fragen nach kultureller und sexueller Identität aufwirft. Daneben erreichen Tomines gewohnt brillante Zeichnungen in "Halbe Wahrheiten" einen neuen Höhepunkt.
ISBN 978-3-938511-39-8, 104 Seiten, schwarzweiß, 26 x 17 cm, Klappenbroschur, 13 EUR
Bereits erschienen
"Raues Sitten" von Leo Leowald
"Ach, Sie wickeln selbst?" Als "Neuer Mann" hat man es nicht leicht. Denn außer mit spitzen Bemerkungen muss man sich in der Praxis auch noch mit einer ganzen Reihe von Problemen herumschlagen: Soll man dem allgemeinen Trend folgen und seinem Kind einen abscheulichen Namen geben? Wie geht man mit all dem Besuch um, der plötzlich vor dem Kinderzimmer Schlange steht? Wann wandelt sich die Phase des "Durchdringenden Schreis" in die des "Dauerquengeltons"? Und was genau hat es mit so wichtigen Begriffen auf sich wie "Anonkeln", "Phantombuggy" und "Streichelzoopizza"?
Für alle, die gerade Nachwuchs erhalten haben und sich ähnliche Fragen stellen, hat Leo Leowald den wahrscheinlich ersten Babycomicratgeber geschrieben. Am Beispiel seines Sohnes Hektor zeigt er die Entdeckungen, die Mann bei der Beobachtung der Fortschritte des Kleinen so machen kann realistisch, ohne Verklärungen, aber stets höchst liebevoll und in wunderbar poetischen Zeichnungen.
ISBN 978-3-938511-86-2, 128 Seiten, farbig, 18 x 16,5 cm, Klappenbroschur, 12 EUR
Bereits erschienen
"Die Insel Bourbon 1730" von Appollo und Lewis Trondheim
Traumhafte Strände, dichte Regenwälder, Piraten, die ihre Waffen niedergelegt haben, um als friedliche Plantagenbesitzer Zuckerrohr anzubauen... Auf der Suche nach dem seltenen Vogel Dodo finden zwei Ornitologen 1730 auf der Insel Bourbon paradiesische Zustände vor. Doch der Schein trügt. Mit seinen Bluthunden jagt der Gouverneur entlaufene Sklaven in den Bergen, die idealistische Tochter eines reichen Kolonisten flieht von zu Hause, um ihnen zu helfen, und als "Der Bussard", der letzte aktive Freibeuter, gefangen und gehängt werden soll und die anderen Piraten seine Befreiung planen, steht die Insel kurz vor einem Aufstand.
Daniel Defoe meets "Der Fluch der Karibik". Die Zusammenarbeit zwischen Lewis Trondheim und Appollo, der auf der Insel Bourbon, der heutigen Ile de la Réunion, lebt, ist nichts weniger als ein Meisterwerk: Ein Abenteuerepos, dessen reduzierte Schwarzweißzeichnungen eine wahre historische Begebenheit überaus spannend und humorvoll erzählen und das dabei ganz nebenbei auch zur Parabel auf den Preis der Freiheit und der Globalisierung wird.
ISBN 978-3-938511-87-9, 286 Seiten, schwarzweiß, 21 x 14,5 cm, Klappenbroschur, 17 EUR
Erscheint im September 2008
"Vier Augen" von Sascha Hommer
Ich muss wieder ich selbst werden." Wie aber geht das, wenn man nicht weiß, wer man eigentlich ist?
Eine Kleinstadt im Schwarzwald, Ende der 90er Jahre. Sascha steht kurz vor dem Abitur, meint, in Yasmina die große Liebe gefunden zu haben alles scheint möglich. Doch langsam verwandelt sich die Gegenwart, die von hoffnungsfrohen Zukunftsplänen bestimmt ist, in einen Albtraum: Seine Freunde, mit denen er regelmäßig Marihuana raucht, nehmen immer härtere Drogen, die anfänglich entspannenden Trips werden nach und nach zu Horrorerlebnissen, und Yasmina erweist sich als magersüchtig...
Nach seinem viel beachteten Buchdebüt "Insekt" legt Sascha Hommer, 1979 geboren und Herausgeber des Magazins "Orang", eine autobiografische Comic-Erzählung vor. Wie Chester Browns "Fuck", an das die feinstrichigen Zeichnungen und die lakonische, alles andere als sensationslüsterne Beschreibung der Psyche eines orientierungslosen Jugendlichen erinnern, ist "Vier Augen" zugleich das mitunter verstörende Porträt einer Generation.
ISBN 978-3-93851-59-6, 128 Seiten, schwarzweiß, 23 x 16 cm, Klappenbroschur, 13 EUR
Erscheint im November 2008
"Donjon 2 – Der König der Krieger" von Joann Sfar und Lewis Trondheim
Wer ein richtiger Wächter des Donjon sein möchte, der muss sich auch aufs Kämpfen verstehen. Deshalb wird Herbert, der tollpatschige, aber nichtsdestotrotz todesmutige Enterich, von Hyazinth zu einem Meister der Kriegskunst geschickt, der ihm sämtliche Tricks und Kniffs beibringen soll. Bewaffnet mit Feder und Holzstöckchen hat er dabei jede Menge Abenteuer zu bestehen mit Sonja, der rothaarigen nackten Riesin, den fünf Zwergvampiren, Henri, der linken Maus, und Millionen von blutrünstigen Orks...
Lustvoll werfen Lewis Trondheim und Joann Sfar im zweiten Band von "Donjon Zenit" Versatzstücke des Fantasy-Genres, umwerfend witzige Gags und philosophische Ideen zusammen und geben all dem einen leise melancholischen Anstrich. Heraus kommt so einer der Höhepunkte der "Donjon"-Reihe, der jetzt bei Reprodukt neu aufgelegt wird.
ISBN 978-3-938511-85-5, 48 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Softcover, 12 EUR
Bereits erschienen
Vorschau Frühjahr 2007
Folgende Titel erscheinen von Februar bis September 2007:
"Die Hure H wirft den Handschuh" von Katrin de Vries und Anke Feuchtenberger
Wie weit kann die existenzielle Wanderung, mit der die Hure H ihre Leser und Betrachter in den ersten beiden Bänden verstört und entzückt hat, noch gehen? Gibt es noch eine Steigerung, ein bislang unberührtes Territorium?
In drei neuen Bilderzählungen rührt der abschließende Band an eine überaus heikle Stelle: Es ist die intime Naht, zu der die strengsten Rituale der menschlichen Kultur mit dem Natürlichen verwachsen sind.
Was haben Tier und Pflanze mit der kostbaren Balance zwischen Mann und Frau zu tun? Was verraten uns das Vegetative, das Animalische über die steilsten und kältesten Anstrengungen unserer Arbeit? Die Hure H erlebt es. Und die Bilder des neuen "Hure H"-Bandes durchstoßen dabei eine Schallmauer des Obszönen.
Die Autorin Katrin de Vries, geboren 1959, lebt mit ihrem Mann, dem Schriftsteller Georg Klein, und zwei Söhnen in Ostfriesland. Sie schreibt Prosa und Theaterstücke. Zuletzt erschien der Erzählungsband "Der Leib der Damen" (Schwartzkopff Buchwerke). Anke Feuchtenberger, geboren 1963 in Berlin (DDR). Seit 1997 als Professorin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, lebt sie mit ihrem Sohn Leo und dem Zeichner Stefano Ricci an der Elbe.
ISBN 978-3-938511-79-4, 112 Seiten, s/w mit einer Schmuckfarbe, 29,5 x 21 cm, Klappenbroschur, 20 EUR
Bereits erschienen
"Kunsttheorie versus Frau Goldgruber" von Nicolas Mahler
Angefangen bei den ersten Gehversuchen als Unterschriftenfälscher über eine kurze Karriere als Angestellter in einer Videothek bis hin zu Episoden aus seinem Leben als Comiczeichner: Mit dem distanzierten Blick fürs Absurde erzählt Nicolas Mahler in "Kunsttheorie vs. Frau Goldgruber" aus seinem eigenen Leben. So bescheinigt ihm seine Finanzbeamtin Frau Goldgruber nach hartnäckiger Überzeugungsarbeit: "Na, das wird schon irgendwie ‚Kunst’ sein", und stuft ihn nicht als Werbegrafiker, sondern als "Künstler" ein. Immer wieder muss er sich für seine Tätigkeit als Comiczeichner rechtfertigen, sei es beim Zoll oder in akademischen Kreisen. An diesem Band werden Freunde des trockenen Wiener Humors nicht vorbeikommen: Nie war Mahler so lustig.
Nicolas Mahler wurde 1969 in Wien geboren und lebt noch immer dort. Als Comiczeichner hat er in den letzten Jahren bei zahlreichen Verlagen in vielen Ländern veröffentlicht. Seine Zeichnungen und Strips erschienen unter anderem in der "Welt Kompakt", "Titanic", "FAZ", "Strapazin" oder "Lapin". Außerdem veröffentlicht er Kinderbücher und illustrierte Schulbücher, arbeitet an Trickfilmen und betreibt in Wien zusammen mit Rudi Klein und Heinz Wolf den Ausstellungsraum "Kabinett für Wort und Bild". Die für eine Ausstellung im österreichischen Wels entstandenen Geschichten erschienen erstmals 2003 in der Österreichischen Edition Selene. Ergänzt werden sie durch ein Nachwort von Christian Gasser.
ISBN 978-3-938511-32-9, 128 Seiten, schwarzweiß, 21 x 14 cm, Klappenbroschur, 14 EUR
Bereits erschienen
"Sechshundertsechsundsiebzig Erscheinungen von Killoffer" von Killoffer
Eine Reise ins kanadische Montréal wird für den französischen Comiczeichner und L’Association-Mitbegründer Killoffer zum Ausgangspunkt einer Auseinandersetzung mit sich selbst. Allein durch die fremde Stadt treibend sieht er sich mit immer neuen Duplikaten seiner selbst konfrontiert. Die Manifestationen seiner inneren Wünsche und Triebe belagern kettenrauchend seine Wohnung und folgen ihm auf Schritt und Tritt, wohin er sich auch wendet. Killoffer, der Lebensversager, Killoffer, der Macho, Killoffer, der Misanthrop, Killoffer, der Sadist… Was passiert, wenn all die unterdrückten Aspekte der eigenen Persönlichkeit ans Tageslicht kommen?
Killoffers selbstreflexive Arbeit ist ein radikaler Gegenentwurf zu bekannten autobiografischen Comics und führt den Leser so nah an das Innenleben eines Zeichners heran wie kaum ein Comic zuvor. "Sechshundertsechsundsiebzig Erscheinungen von Killoffer" wurde auf dem Comic Festival Angoulême 2003 als bestes Comicalbum nominiert, gilt als eines der ambitioniertesten Comicprojekte der vergangenen Jahre und fand weit über die Grenzen Frankreichs hinaus Beachtung.
ISBN 978-3-938511-33-6, 48 Seiten, schwarzweiß, 29 x 20 cm, Klappenbroschur, 12 EUR
Bereits erschienen
"Der unschuldige Passagier" von Martin tom Dieck
Ein Mann erwacht eines Morgens als Passagier an Deck eines von seltsamen Mitreisenden bevölkerten Dampfers. Intuitiv meint er zu wissen, dass sich das Schiff, auf dem er sich befindet, in die falsche Richtung bewegt. Einzig der Kapitän vermag den Kurs dieses seltsamen Gefährts zu ändern, doch der ist nirgends aufzufinden. Und während das Schiff aufs offene Meer hinaus treibt, wandert der Passagier durch das labyrinthartige Innere des Dampfers, auf der Suche nach dem Kapitän und dem Sinn seiner Reise.
Einige Merkmale, die Martin tom Diecks Werk bestimmen, lassen sich auch hier wiederfinden: Das Motiv der Schiffahrt verbunden mit der Suche nach dem Sinn, in einer Geschichte, die ebenso konzentriert als auch mit großer Leichtigkeit erzählt wird. "Der unschuldige Passagier", 1993 in einer kleinen Auflage erstveröffentlicht und bald vergriffen, wurde im Jahr darauf mit dem Max und Moritz-Preis als "Beste deutsche Eigenproduktion" ausgezeichnet.
Martin tom Dieck gilt als einer der wichtigsten deutschen Comickünstler. Vor allem seine in Zusammenarbeit mit Jens Balzer entstandenen Werke "Salut, Deleuze!" und der Folgeband "Die neuen Abenteuer des unglaublichen Orpheus" (beide bei Arrache Coeur) brachten ihm internationale Anerkennung.
ISBN 978-3-938511-35-0, 296 Seiten, schwarzweiß, 13,5 x 20 cm, Hardcover, 22 EUR
Bereits erschienen
"Pjöngjang" von Guy Delisle
Nachdem er in "Shenzhen" seinen Aufenthalt in der chinesischen Sonderwirtschaftszone verarbeitet hat, beschreibt Guy Delisle in dem Nachfolgeband "Pjöngjang" seine Reise in eines der isoliertesten Länder der Welt: Nordkorea. Hier arbeitete er zwei Monate lang als Supervisor für eine französische Trickfilmproduktion.
Mit George Orwells Klassiker "1984" im Gepäck tritt der frankokanadische Comicautor seinen Dienst an in einem Land, in dem man Orwells Albtraumszenario an der Wirklichkeit messen kann. In detaillierten Zeichnungen berichtet Guy Delisle von Menschen, die nachts von der Stromversorgung abgeschnitten sind, während die Monumente der Il-Sung-Dynastie leuchtend hell erstrahlen. "Pjöngjang" ist weniger ein klassischer Reisebericht als der beeindruckende Versuch, einen Blick hinter staatliche Inszenierung und kulturelle Schranken zu werfen – ein Comic, der angesichts der politischen Entwicklungen an Aktualität kaum zu übertreffen ist.
Guy Delisle, geboren 1966 in Quebec, hat für viele Zeichentrickfilmstudios in Kanada und Europa gearbeitet und lebt derzeit in Frankreich. Seine autobiografischen Arbeiten "Shenzhen" und "Pjöngjang" nennt die Presse in einem Atemzug mit Marjane Satrapis "Persepolis".
ISBN 978-3-938511-31-2, 184 Seiten, s/w, 24.5 x 16,5 cm, Klappenbroschur, 18 EUR
Bereits erschienen
"Didi & Stulle 7 – Didi: No more Mr. Nice Guy" von Fil
Es ist schon allerhand, was sich Andreas Stullkowski, alias Stulle, und sein Kumpel Didi diesmal erlauben! Nachdem Stulle seinem besten Freund Didi in "Der Plan des Gott" den Job als allmächtiger Schöpfer des Universums madig gemacht hat ("Du bist nicht mehr der Alte!"), immatrikuliert er sich nun für ein BWL-Studium! Und seitdem ist in der Beziehung der beiden der Wurm drin: Statt mit Didi bei einer Currywurst die Zeit totzuschlagen, verbringt Stulle seine Tage nun in der Gesellschaft bizarrer Leute mit Seitenscheitel und Hornbrillen. Zudem zwingt er Didi mit seinem unverständlichen Kauderwelsch aus "Zwischenprüfung", "Hausarbeit" und "Kommilitonen" in hilflose Ohnmachtsattacken. Dass Didi da nicht lange tatenlos zusehen kann, liegt auf der Hand…
In seinem nunmehr siebten Album lässt der Berliner Comiczeichner und Entertainer Fil seine stetig wachsende Fangemeinde am skurrilen Alltag des ungleichen Duos teilhaben. Neben Einblicken in Stulles Studentenleben erfahren wir von Didis Zeit als Didimaus(!) und werden schließlich noch mit zotigen Bauarbeiterwitzen belohnt. Zusätzlich zu den bereits im Berliner Stadtmagazin "Zitty" abgedruckten Geschichten hat Fil mehrere exklusive Seiten für dieses Album gezeichnet, bei dem Studenten und Studentenhasser gleichermaßen auf ihre Kosten kommen werden.
ISBN 978-3-938511-34-3, 48 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Softcover, 7 EUR
Bereits erschienen
"Donjon 103 – Armageddon" von Joann Sfar und Lewis Trondheim
Die Welt des Donjon ist nach einer Klimakatastrophe so gut wie unbewohnbar geworden. Die letzten Überlebenden auf Terra Amata bevölkern einen schmalen Landstrich zwischen der eisigen Nachtseite des Planeten und den glühend heißen Wüstengebieten der Tagseite. Dieses Territorium ist der Ort der Dämmerung.
Marvin der Staubkönig und sein Schützling, der Rote Marvin, haben sich in das Dorf der Katzenmenschen zurückgezogen und erwarten dort den Angriff der Armee des Großen Khan. Während der Rote Marvin die Dorfbewohner in Sicherheit bringt, stellt sich sein Mentor, der nun über die Macht seiner Drachenahnen verfügt, den feindlichen Heerscharen in den Weg. Er kann allerdings nicht wissen, dass der sterbende Planet Terra Amata nur durch die Zauberkraft des Großen Khans zusammengehalten wird…
"Armageddon", der dritten Band der "Abenddämmerung", wurde von dem französischen Comicautor und "Donjon"-Schöpfer Joann Sfar ("Die Katze des Rabbiners", Avant-Verlag) gezeichnet. Die spielerische Leichtigkeit der ersten "Donjon"-Bände ist mit der "Abenddämmerung" einer bedrohlichen Untergangsstimmung gewichen, die Joann Sfar gekonnt in Szene zu setzen weiß.
ISBN 978-3-938511-36-7, 48 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Softcover, 12 EUR
Bereits erschienen
"Donjon 1 – Das Herz einer Ente" von Joann Sfar und Lewis Trondheim
Vier pechschwarze Türme, die in den Himmel ragen; ein Labyrinth aus finsteren Katakomben und prall gefüllten Schatzkammern; Feuer speiende Drachen und blutrünstige Orks… und Herbert, der hasenfüßige Enterich – das ist das Reich, über das der Wärter, der Herr des Donjon, gebietet. Abenteurer, Ritter und Magier lassen auf der Suche nach Ruhm und schnellem Geld ihr Leben – und ihr Erspartes – in den labyrinthartigen Gängen des Donjon. Der Donjon ist ein gut geöltes, florierendes Großunternehmen.
Kein Wunder, dass der Wärter für die finsteren Kapuzenmänner, die den Donjon kaufen wollen, nur ein spöttisches Lächeln übrig hat. Als diese aber nicht locker lassen, beauftragt er Herbert, einen der zahllosen Barbarenkrieger loszuschicken, um der Sache auf den Grund zu gehen. Als der bestellte Barbar aus Versehen geköpft wird, schlüpft Herbert kurzerhand selber in dessen Kostüm und macht sich auf die Suche nach den geheimnisvollen Kapuzenmännern… Mit "Das Herz einer Ente" legt Reprodukt den vergriffenen ersten Band der Fantasy-Reihe von Lewis Trondheim und Joann Sfar in einer überarbeiteten Neuauflage vor. Inzwischen ist aus dem Spiel mit gängigen Genre-Klischees ein überbordender Mikrokosmos mit mehreren Haupt- und Nebensträngen gewachsen, in denen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der "Donjon"-Charaktere erzählt wird. Mit "Donjon – Zenit" 1 gibt es nun Gelegenheit nachzulesen, wie alles seinen Anfang nahm.
ISBN 978-3-938511-41-1, 48 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Softcover, 12 EUR
Bereits erschienen
"Außer Dienst" von Lewis Trondheim
Kann man als Comiczeichner in Würde altern? Diese Frage beschäftigt Lewis Trondheim, als er 2004 plant, eine Auszeit vom Comiczeichnen zu nehmen, und sich nur noch dem Schreiben von Szenarios für andere Zeichner zu widmen. Doch er kann sich nur für vier Monate zurücknehmen… Auf der Suche nach der Antwort auf seine Frage führt er zahlreiche Interviews, unter anderem mit Pti'Luc ("Miasma Blues") oder Tibet ("Rick Master"), und beginnt, seine Recherchearbeit in einen Comic umzusetzen, der 2005 zunächst bei L´Association erschien und nun bei Reprodukt in deutscher Sprache veröffentlicht wird.
Lewis Trondheim gilt als der große Erneuerer des französischen Comics. Produktiv wie kaum ein anderer feiert er als diesjähriger Präsident des Festival de la Bande Dessinée Angoulême seinen bislang größten Erfolg. Mit "Außer Dienst" legt Trondheim einen weiteren autobiografischen Comic vor, der stilistisch und inhaltlich an "Approximate Continuum Comics" anschließt.
ISBN 978-3-938511-37-4, 80 Seiten, schwarzweiß, 22 x 15 cm, Klappenbroschur, 12 EUR
Bereits erschienen
"Didi & Stulle Sonderband 1 – Danger in Moskau" von Fil
Hinter dem Eisernen Vorhang herrschen Glasnost und Perestroika, der Kalte Krieg taut an allen Ecken und Enden: An die Stelle der Lizenz zum Töten treten nun Diplomatie und Völkerverständigung. Deshalb wird FBI-Agent und Einzelgänger Andreas Stullkowski, berüchtigt für seine raubeinigen und wenig feinfühligen Ermittlungsmethoden, für seine nächste Mission im Herzen des sowjetischen Staatenverbandes ein Partner zur Seite gestellt: Dieter Kollenda, gestandener Bayer und "a echter Pfundskerl"…
21 Jahre Didi und Stulle – eine Zeitspanne, die einen Blick zurück lohnt. Wir erinnern uns: Didi und Stulle waren in der Hölle, bei einer Jugendselbsthilfegruppe, erfolgreich als türkische Komiker, kopf- und schwerelos auf dem Mars, Gott (Didi) und hatten "einen drin" (Stulle). Doch in all den Jahren, in denen Fil seine Leser nun mit neuen Abenteuern von Didi und Stulle versorgt, blieb eine Frage unbeantwortet: Wie haben die beiden eigentlich zueinander gefunden? Zum beinahe runden Jubiläum wird nun das große Geheimnis gelüftet und Fil entführt uns auf eine Reise in die Welt der Geheim- und Doppelagenten der späten Achtziger Jahre.
"Danger in Moskau" ist eine satirische Achterbahnfahrt aus Spionage, Verrat, Intrigen und dem ein oder anderen "Clash of Cultures". Vor allem aber ist der Comic eine bewegende Geschichte über den Wert wahrer Freundschaft.
ISBN 978-3-938511-38-1, 48 Seiten, schwarzweiß, 23,5 x 16 cm, Softcover, 3,50 EUR
Erscheint im Herbst 2008
"Action Sorgenkind" von Mawil
Nach den beiden abendfüllenden autobiografischen Alben "Wir können ja Freunde bleiben" und "Die Band" serviert Mawil seine Geschichten zur Abwechslung mal häppchenweise. Sein Kurzgeschichtenband "Action Sorgenkind" versammelt auf 90 Seiten und teilweise in Farbe jede Menge Einblicke in die turbulenten Jugendjahre des Berliner Comiczeichners.
In gewohnt charmanter Manier erzählt Mawil von seiner kurzen Karriere als Nachwende-Graffitti-Künstler, von verregneten Campingtrips, dem ersten Auto, seinem Umgang mit dem eigenen Stottern oder einem Anhalter-Trip zu einem Hippie-Camp. Einige der Kurzgeschichten in "Action Sorgenkind" wurden bereits auf Spiegel Online, in "Das Magazin" und der Anthologie "Flitter" vorveröffentlicht, der größte Teil entstand jedoch exklusiv für dieses Buch. Der Berliner Zeichner Mawil hat sich in den letzten Jahren durch erfolgreiche Veröffentlichungen im In- und Ausland einen Namen gemacht. Regelmäßig werden neue Strips im Berliner "Tagesspiegel" abgedruckt. Übersetzungen von Mawils Büchern sind bereits in den USA, Frankreich, Spanien und Polen erschienen.
ISBN 978-3-938511-81-7, 96 Seiten, farbig & schwarzweiß, 23 x 16,5 cm, Softcover, 10 EUR
Bereits erschienen
"Moresukine" von Dirk Schwieger
Ein Jahr lang befand sich der deutsche Comiczeichner Dirk Schwieger in Tokyo und startete dort im Januar 2006 sein interaktives Comic-Blog "Moresukine". Per Internet machte er ein Angebot, das schnell auf reges Interesse stieß und sein Blog zu einem Geheimtipp rund um die Welt machte: Er ließ sich von seinen Lesern Aufgaben stellen, die ihn zur Auseinandersetzung mit seiner neuen Wahlheimat nötigten, und versprach seine Erfahrungen in der jeweils kommenden Woche als Comic zu veröffentlichen. Leser aus aller Welt schickten Dirk Schwieger auf Missionen durch die Gastronomie Tokyos, ließen sich von ihm Aspekte japanischer Mentalität, Kultur und Religion erläutern oder jagten ihn durch das berüchtigte Nachtleben der japanischen Hauptstadt. Auf diese Weise entstanden 24 tagebuchartige Episoden, in denen auf unterhaltsame Weise eine fremde Kultur vorgestellt wird.
Dirk Schwieger, 1978 in Frankfurt am Main geboren, studierte Bildende Kunst an der Universität der Künste in Berlin. Vor einigen Jahren rief er den eigen •verlag ins Leben, in dem seither in loser Folge die Heftreihe "ineinander" erscheint. Jede Ausgabe enthält auch einen Beitrag eines Gastzeichners, unter anderem wurden Frederik Peeters und Fabian Stoltz veröffentlicht. "Moresukine" ist die erste Buchveröffentlichung von Dirk Schwieger bei Reprodukt.
ISBN 978-3-938511-43-5, 160 Seiten, s/w, 21 x 13 cm, Softcover, 16 EUR
Bereits erschienen
"Monovision" von Andreas Michalke
Bereits seit Ende der Achtziger Jahre zeichnet Andreas Michalke Plattencover und Comics für Punkrock- und Hardcoremagazine wie "Trust" oder "Zap". Selbstbewusst setzt er sich dabei mit den Eigenheiten der eigenen subkulturellen Nische auseinander. Sein neuer Comicband "Monovision" erscheint in Zusammenarbeit mit dem "OX Fanzine", wo ein Teil dieser Reiseberichte und Alltagsgeschichten, Bandinterviews und Seitenhiebe auf die Hardcoreszene erstmals veröffentlicht wurde. So erscheinen hier Comics über und mit The Briefs, The Cramps, MDC und vieles mehr. Gastbeiträge kommen von Berliner Kollegen wie Christer Almquist, Oskar Hassler, Harald Kuhn, Oliver Naatz, Kirst und Minou Zaribaf.
Andreas Michalke, 1966 in Hamburg geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Für sein Album "Smalltown Boy" wurde er mit dem ICOM Independent Preis ausgezeichnet. Seit 2002 gestaltet Andreas Michalke regelmäßig neue farbige Episoden der Serie "Bigbeatland", in denen er aktuelle politische und kulturelle Ereignisse aufgreift. Eine Sammlung dieser "linken Lindenstraße" ist bei Reprodukt in Kooperation mit der "Jungle World" erschienen.
ISBN 978-3-938511-45-9, 96 Seiten, farbig und schwarzweiß, 29 x 21 cm, Softcover mit CD, 10 EUR
Erscheint im Winter 2008/2009
"Monsieur Jean 6 – Bestandsaufnahmen" von Dupuy-Berberian
Neuer Anfang, alte Zweifel… Hatte sich Monsieur Jean im letzten Band "Vom Regen in die Traufe" endgültig vom Junggesellendasein verabschiedet, beginnt für den Schriftsteller nun der wirkliche Ernst des Lebens. Nach drei Jahren in New York kehren Jean, Cathy und ihre gemeinsame Tochter Julie nach Paris zurück und beginnen sich in einer neuen Wohnung einzurichten. Bald stellt sich jedoch heraus, dass es Jean nicht leichtfällt, in seinem neuen Leben anzukommen.
Das französische Autoren- und Zeichnergespann Philippe Dupuy und Charles Berberian treibt nun schon seit über einem Jahrzehnt die Geschichte des charmanten Romanciers und seines leicht chaotischen Umfelds voran. Dabei fangen sie das Lebensgefühl einer Mittdreißiger-Generation ein, die zwischen Freiheitsdrang und Elternschaft durchs Leben manövriert. Die Erzählungen der beiden Autoren wurden bereits in zahlreichen Verlagen publiziert, darunter bei L´Association, Éditions Cornélius, Dupuis und Les Humanoïdes Associés.
ISBN 978-3-938511-40-4, 56 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Hardcover, 15 EUR
Bereits erschienen
"Donjon -84 – Nach dem Regen" von Joann Sfar, Lewis Trondheim & Christophe Blain
Hyazinth de Cavallère, einst als junger Landadliger mit hehren Idealen in die von Korruption und Kriminalität regierte Stadt Antipolis gekommen, um als maskierter Rächer den Menschen zu helfen, ist nach dem Tod seiner Gemahlin Elisa nur noch ein Schatten seiner selbst. Hyazinth ahnt, wer für den Tod seiner Frau verantwortlich ist: Seine ehemalige Geliebte, die Meuchelmörderin Alexandra, die es nicht überwunden hat, von ihm zurückgewiesen worden zu sein. Und während Hyazinth seinen Kummer in Wein zu ertrinken versucht und Alexandra einen Plan schmiedet, um seine Zuneigung zurückzuerobern, steuert die bald vollständig untertunnelte Stadt einer Katastrophe entgegen…
Lewis Trondheim und Joann Sfar erzählen in der Reihe "Donjon – Morgengrauen" von der Entstehungsgeschichte der Burg und seiner Bewohner. In Szene gesetzt wird dieser tragikomische Einblick in die bewegte Jugend des Wärters des Donjon von Christophe Blain, dem Autor und Zeichner der vielfach prämierten Serie "Isaak der Pirat".
ISBN 978-3-938511-42-8, 48 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Softcover, 12 EUR
Bereits erschienen
Reprodukt 2006
Zwanzig Neuheiten konnten wir in 2006 vorlegen, darunter viele neue Comics von deutsche | | |