Blog Klara Groß am 6. Dezember 2016

Einblick in “La casa” von Paco Roca

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Kennt Ihr eigentlich schon den neuen Paco Roca? Vielen ist der spanische Autor durch “Die Heimatlosen”, “Kopf in den Wolken” oder “Der Winter des Zeichners” bereits bekannt, nun ist sein vierter Comic bei uns erschienen: “La casa”.

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In “La casa” erzählt Paco Roca die anrührende und persönliche Geschichte eines Hauses: Im Lauf der Jahre füllt es sich mit den Erinnerungen seines Besitzers – Erinnerungen an Personen, an Geschichten und Momente –, bis das Haus zum stummen Zeugen eines ganzen Lebens wird.

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Ein Jahr nach dem Tod ihres Vaters kehren drei Brüder zurück in das Ferienhaus der Familie, mit der Absicht, es zu verkaufen. Doch zwischen Ausmisten und Renovieren finden sie sich mit alten Erinnerungen und Geschichten konfrontiert. In ihnen wächst die Befürchtung, die Erinnerung an ihren Vater und damit auch ihre eigene Vergangenheit ein Stück weit auszulöschen.

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In seinem bislang persönlichsten Buch verarbeitet Paco Roca den Tod seines Vaters. “La Casa” ist ein Abschiedsgeschenk, eine Art letzter gemeinsamer Spaziergang von Vater und Sohn.

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In stimmungsvollen Farben erzählt Paco Roca parallel aktuelles Geschehen und Erinnerungen rund um das Haus und den Vater und zeichnet so ein liebevolles Porträt seiner Familie.

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Es ist “ein Buch voller kleiner Geschichten, durch die der Vater nochmal auflebt. (…) Das ist natürlich nicht die große Weltgeschichte, wie sie Paco Roca in “Die Heimatlosen” erzählt, aber “La casa” ist so viel intimer und reduzierter, dass es für mich der besten Comic ist, den er je gemacht hat.”
– Andrea Heinze, RBB Kulturradio