Autoren & Künstler

Posy Simmonds

Die 1945 in Bershire, England geborene Posy Simmonds studierte Kunst in Paris und anschließend Grafikdesign in London. 1969 erhielt sie ihren ersten Auftrag für einen Fortsetzungsstrip in der Zeitung “The Sun”. Seit den frühen Siebzigerjahren zeichnet sie regelmäßig für die englische Tageszeitung “The Guardian” und wurde für ihre Arbeiten zweifach als Cartoonist of the Year ausgezeichnet.

Internationale Beachtung fand sie als Autorin und Zeichnerin von “True Love”, “Gemma Bovery” und “Tamara Drewe”. Genau wie “Gemma Bovery” erschien “Tamara Drewe” ursprünglich in wöchentlichen Folgen in “The Guardian” und wurde erst später in Buchform veröffentlicht. Für ihre Verdienste um die Zeitungsindustrie wurde sie 2002 zum Member of the British Empire ernannt.

Posy Simmonds ist für ihren entlarvenden und karikierenden Stil bekannt, mit dem sie überaus treffend die britische Mittelklasse ergründet. In ihren gesellschaftsanalytischen Geschichten porträtiert Posy Simmonds gern typische Vertreter der britischen Literaturszene.
Neben Comics und Cartoons schreibt und zeichnet Posy Simmonds seit 1987 auch Kinderbücher. “Schokoladenhochzeit”, “Die Katze des Bäckers”, “Polly, Jack und der Büffel” und weitere Titel sind in deutscher Sprache bei Diogenes erschienen.

“Tamara Drewe” wurde im Januar 2009 auf dem Internationalen Comicfestival in Angoulême mit dem Prix de la critique ausgezeichnet und war die Vorlage für den gleichnamigen Spielfilm von Stephen Frears (“Mein wunderbarer Waschsalon”).

“Der karikatureske Strich verleiht den Figuren eine differenzierte Tiefgründigkeit, die die Paradoxie ihrer Gefühlswelten vermittelt und ihnen selbst in den würdelosesten Momenten noch als ein identitäres Gerüst dient.” – Sven Jachmann, Die Tageszeitung

“Als Quereinsteigerin mit einem ganz anderen Hintergrund, die den Comic erst verhältnismässig spät für sich erschloss […], fühlte sich Posy Simmonds frei, die Verbindung von Text und Bild auf eine eigene, eigenwillige, aber immer sehr gut lesbare Weise zu interpretieren.” – Christian Gasser, Neue Züricher Zeitung

Veröffentlichungen