Autoren & Künstler

Charles Berberian

Charles Berberian wurde am 28. Mai 1959 in Bagdad (Irak) geboren. Kurz nach seiner Geburt zog die Familie Berberian nach Beirut im Libanon um. Hier verbrachte Charles Berberian den größten Teil seiner Kindheit, bevor er Mitte der siebziger Jahre nach Frankreich umsiedelte.

1977 schrieb er sich an der Kunsthochschule in Paris ein, wo er auch Francois Avril kennen lernte und sich von ihm für Comics begeistern ließ. Anfang der achtziger Jahre schloss er sich der Gruppe um Avril und Philippe Dupuy an, und 1983 entstanden die ersten gemeinsamen Projekte mit Philippe Dupuy.

Fragt man das Team Dupuy-Berberian nach der Arbeitsteilung, also wer von beiden der Szenarist und wer der Zeichner ist, erhält man die leicht genervte, aber verblüffende Antwort, dass beide absolut gleichberechtigt beides machen. Mittlerweile hat das Duo bei verschiedenen Verlagen veröffentlicht, darunter auch bei L’Association, Casterman, Éditions Cornélius, und Les Humanoïdes Associés. Allein in Frankreich wurden von ihrer bekanntesten Schöpfung “Monsieur Jean” über 120.000 Alben verkauft.

2003 wurden Berberian und Dupuy mit dem US-amerikanischen Inkpot Award ausgeziechnet und 2008 auf dem 35. internationalen Comicfestival von Angoulême erhielten sie gemeinsam mit Philippe Dupuy den Grand Prix de la Ville d’Angoulême.

Ausschließlich aus der Feder Berberians erschienen bei Reprodukt die Alben “Jukebox” (2011) und “Cinerama” (2012), in denen Berbérian sich zeichnerisch seiner Liebe für musikalische und filmische Popkultur widmet.

“Es sind ungemein berührende, intime Geschichten, die Dupuy & Berberian um Monsieur Jean spinnen. Scheinbar mühelos verzaubern sie die alltäglichen Anekdoten und nächtlichen Begegnungen des kulturellen Großstadtlebens in Chansons.” – Christian Gasser, Neue Zürcher Zeitung

“Sie erweisen sich als sichere Beobachter, die zwar gerne menschliche Schwächen und Macken hervorheben, aber nie in die Falle der Häme oder Menschenverachtung tappen. Ihr Humor lässt vielmehr den sprichwörtlichen französischen Charme erkennen.” – Reto Baer, MZ

Weitere Informationen unter www.duber.net.

Veröffentlichungen