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Kratzen am Wannsee

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Auf Einladung des Literarischen Colloquiums Berlin verbrachte Line Hoven zuletzt einige Wochen in der schicken Villa am Wannsee, um sich inspirieren zu lassen und an aktuellen Projekten zu arbeiten. Davon – aber nicht nur davon – erzählte sie gestern Abend bei einem gemeinschaftlichen Abend mit den Mitstipendiatinnen Lisa Maria Seydlitz und Justyna Bagielska. Mit Line unterhielt sich auf dem Podium die Wiener Autorin und Künstlerin Teresa Präauer („Für den Herrscher aus Übersee“, Wallstein Verlag).

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Und die beiden hatten sichtbar Spaß.

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In einer kleinen Bildergalerie zeigte Line Ausschnitte aus ihren Arbeiten, von Geschichten für das „Orang“, „Liebe schaut weg“ hin zur neuesten Kurzgeschichte für das aktuelle „Spring“ (hier zu sehen).

Um zu demonstrieren, wie man sich ihre Arbeit mit dem Schabkarton vorstellen muss, hatte sich Line etwas Besonderes einfallen lassen: Unter jedem Stuhl befand sich ein Set aus Messer und Schabkarton, jeder der rund 50 Gäste wurde eingeladen, sich an dem zur Exaktheit mahnenden Medium zu probieren.

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Gesagt, getan. Kann doch so kompliziert nicht sein, ha!

Von wegen. Sauschwer ist das! Nicht nur bringt der Schabkarton meine zeichnerische Unfähigkeit gnadenlos zum Vorschein, es dauert auch noch unglaublich lange!

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Diese eindrucksvolle Demonstration lässt meinen Respekt vor den Arbeiten Lines nur noch mehr wachsen. Nicht nur wird klar, warum  sich die Arbeit an einer einzelnen Buchseite über Tage erstreckt, auch vor der Fertigkeit, mit dem widerspenstigen Schabkarton selbst zu arbeiten, kann man nur den Hut ziehen. Ich meine, seht euch unten diese eine Vignette aus „Liebe schaut weg“ an!

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Ein schöner Abend war es und ich kann nur empfehlen, so einen Abend mit Line zu besuchen. Es macht Spaß – und man lernt auch noch was.

Pressestimmen – 20. August 2013

9783938511121“Der Mann, der „Asterix“ schreiben wird” – Andreas Platthaus, FAZ-Blog vom 20. August

„Wie schreibt dieser Mann? Hat er den richtigen Humor?“ – Andreas Platthaus, FAZ-Blog

Angekommen: „Einmal durch den Louvre“

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Heute ist ein erstes Exemplar bei uns angekommen, ab Ende der Woche steht der Band dann in den Läden: „Einmal durch den Louvre“ von David Prudhomme. Schön ist er geworden, das freut. Hardcover, runder Rücken, liegt also schon mal gut in der Hand. Und, ach ja: Die inneren Werte.

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Der französische Comicautor David Prudhomme lädt zu einem ungewöhnlichen Streifzug durch den Pariser Louvre ein, bei dem er spielerisch die Rollen vertauscht und fragt: Wen betrachtet eigentlich die Mona Lisa? In seiner Hommage an das Museum erscheinen die Kunstwerke in ihrer stillen Zeugenschaft als Betrachter und die Besucher aus aller Welt als die wahre Attraktion.

Die Schülergruppe, die unfreiwillig die Schiffbrüchigen von Théodor Géricaults Gemälde “Das Floß der Medusa” nachstellt; die Reiseleiterin, die ihre Schäfchen führt wie Eugène Delacroix’ “Freiheit das Volk”; der Lesende vor der Skulptur des altägyptischen “Sitzenden Schreibers”: David Prudhomme fängt Momente von skurrilem Witz ein und lässt in raffinierten Buntstiftzeichnungen die Bild- und Realitätsebenen verschwimmen.

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Renate Stammtisch mit Lesung von CX Huth

1174594_187539608092233_1892469814_nSchon jetzt weisen wir auf den nächsten Comic-Stammtisch in der Berliner Comicbibliothek Renate hin. Wie immer findet der am ersten Montag im Monat statt, also am 2. September. Und dann wird es neben dem ganzen üblichen Beisammensein bei Getränken und guten Unterhaltungen noch eine Lesung vom „Hasenhäschen“-Macher CX Huth geben. Ein Grund mehr, zu kommen.

Wir empfehlen auch ein Blick in das Fanzine-Archiv mit den Frühwerken vieler heute bekannter Autorinnen und Autoren.

Renate, Tucholskystr. 32, D-10117 Berlin
renatecomics.de

Presseschau – 19. August 2013

9783938511121“Ein Comic der Superlative” – Fabian Osterland auf fixpoetry.de am 17. August 2013

“Eine doppelbödige Entdeckungsreise durch die Welt des ernstzunehmenden Comic-Romans, die das gesamte Spektrum an bildgestalterischen Möglichkeiten aufzeigt, um eine ganz und gar ergreifende Geschichte zu erzählen. Ein echtes Ereignis!” – Fabian Osterland, fixpoetry.de

9783943143461“Die Amateure” – Benjamin Vogt auf comicgate.de am 19. August 2013

Wohl selten hat man kunstvoller über das Wesen von Kunst berichtet. Bemerkenswerterweise ist die aufwändige Grafik kein Selbstzweck, keine effektvolle Hintergrundkulisse, sondern aufs Engste mit der Handlung, den Figuren und den Dialogen verwoben.“ – Benjamin Vogt, comicgate.de

 
 
 
 
9783943143430“Von Schriftstellern und Kunsträuberinnen” – Alexander Müller auf leipzig-almanach.de vom 17. August

“Das ist Power-Pop-Feminismus, wie man ihn selten gesehen hat und es macht einen Heidenspaß, dieses Trio infernale zu begleiten.” – Fabian Stiepert, leipzig-almanach.de


9783943143409„Mein Ärger mit den Frauen“ – Robert Crumb zum siebzigsten Geburtstag” – Christian Ahlborn in „Scala“ auf WDR 5 vom 30. August

“Seine zutiefst autobiografischen Comics spiegeln in fast mittelalterlicher Sinnlichkeit die tiefgründigen Aspekte des amerikanischen Lebensgefühls der letzten 40 Jahre: Sex, Drogen, Politik, den Umgang mit Rasse, Klasse und Geschlecht, noch mehr Sex, und natürlich die Popkultur.” – Christian Ahlborn, WDR 5