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Pressestimmen – 6. Juli 2013

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“Der Hemmungslose” – Badische Zeitung am 6. Juli 2013 (Jürgen Schickinger)

“Streckenweise scheinen Larcenets virtuose, schwarz-graue Zeichnungen zu schreien und zu wimmern. Ihre wilde emotionale Kraft wühlt auf. (…) Die wuchtige Serie packt sofort mit Krimispannung, durch ihre Unbändigkeit, mystische Einschläge und das Spiel mit der Realität.” – Jürgen Schickinger, Badische Zeitung

Comic-Seminar Erlangen mit Barbara Yelin

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Noch bis zum 22. Juli kann man sich für das diesjährige deutsch-französische Comic-Seminar in Erlangen bewerben. Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben hier die Möglichkeit, mit professioneller Hilfe an ihren Comic-Fähigkeiten zu feilen. Als Dozenten werden in diesem Jahr – neben dem in jedem Jahr das Seminar leitenden Paul Derouet – Reinhard Kleist (“Der Boxer”, Carlsen) und Barbara Yelin (“Riekes Notizen”) vor Ort sein um praktische Tipps und Anleitung zu geben.

Das Seminar findet vom 6. bis zum 13. September statt, das Thema in diesem Jahr ist der Begriff “Ausbruch”, zu der jede/r TeilnehmerIn im Rahmen des Seminars eine Comic-Geschichte kreiert.

Der Kurs richtet sich an diejenigen, die schon Erfahrungen beim Comiczeichnen haben. Weitere Informationen zu Seminar, Kosten und Anmeldung gibt es auf dessen Internetseite.

Pressestimmen – 5. Juli 2013

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“Waldmänner! Minikatzen!” – Die Zeit am 4. Juli 2013 (Michael Brake)

“Man möchte sofort ein Kind zeugen, nur um ihm in sieben Jahren aus Hilda vorlesen zu können!” – Michael Brake, Die Zeit

9783943143423“Dunkle Reise in die Kindheit” – Nordwest-Zeitung am 5. Juli 2013 (Oliver Ristau)

“Peer Meter, dessen Trilogie über deutsche Serienmörder, mittlerweile bestehend aus „Gift“, „Haarmann“ und „Vasmers Bruder“, bedrückende Themen behandelt, lässt in dem neuen Band „Böse Geister“ eher verhaltene Töne anklingen. Trotzdem bleibt er seinem Hauptthema, der gründlichen Beleuchtung von sozialen Machtgefügen, auch diesmal treu.” – Oliver Ristau, Nordwest-Zeitung

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“Picasso in Fortsetzung” – Stuttgarter Zeitung am 4. Juli 2013 (Rupert Koppold)

“Eine gewisse Ironie ist diesem Stil von vornherein eingeschrieben, und das spanische Genie, das in diesen Panels sehr robust durch die Pariser Szene zieht, wird hier auch nicht weihevoll bewundert, sondern mit leichtem Amüsement betrachtet.” – Rupert Koppold, Stuttgarter Zeitung

“Habibi” im Konflikt um Plakatausstellung an der Uni Duisburg-Essen

9783941099500In Medien und Social Media wird derzeit ein Vorfall an der Uni Duisburg-Essen diskutiert. In der Universitätsbibliothek waren Kollagen aus einem Anglistik-Seminar ausgestellt worden, in dem untersucht werden sollte “What Comics can do”. Eine oder mehrere dieser Kollagen erregten den Unmut muslimischer Studierender, eine Studentin zerstörte und entfernte schließlich eines oder zwei Plakate aus der Ausstellung. Diese wurde dann von der Leitung der Universität vollständig abgehängt, deutlich vor dem eigentlich geplanten Ausstellungsende.
Bei der darauf folgenden Debatte ging es immer wieder um das Blatt mit Auszügen aus “Habibi” von Craig Thompson.

Wir weisen hier nachdrücklich darauf hin, dass ohne Zustimmung Craig Thompsons und ohne, dass wir als sein deutscher Verlag informiert worden wären, mit Material aus “Habibi” gearbeitet wurde. Die dabei entstandenen Aussagen haben weder Craig Thompson noch Reprodukt autorisiert.

Auszüge aus der Graphic Novel sind aus dem Zusammenhang gerissen neu kollagiert worden, wodurch offenbar eine extrem provokante und zugespitzte Aussage erzielt wurde. Dabei ist das Urheberrecht von Craig Thompson komplett ignoriert worden.

Erstaunlich ist dabei der lässige Umgang der Uni Duisburg-Essen mit dem Verstoß gegen das Urheberrrecht. In der Pressemeldung der Uni wird der zwar Hergang des Konflikts erläutert und eine Diskussion über die Reaktionen auf die Ausstellung angekündigt. Weder die Pressestelle der Uni noch der Professor, in dessen Seminar die Kollagen entstanden sind, halten es aber bislang für notwendig, die Frage der Urheberschaft richtigzustellen.

Das führt zu Berichten wie dem in der FAZ von gestern, in dem die Rede ist von einem “Blatt mit drei Zeichnungen von Craig Thompson”. Gleich darauf geht die Autorin auf “Habibi” ein, sodass der Eindruck entsteht, das Exponat sei ein Auszug aus dem Buch. Die Pressemeldung der Uni Duisburg-Essen trägt nicht dazu bei, diesen Irrtum zu korrigieren. Allerdings blieb auch die Bitte um Richtigstellung an die FAZ-Redakteurin und Verfasserin ohne Erfolg.

Wir sind auch erstaunt darüber, wie die Universität ihren Bildungsauftrag wahrnimmt. Dazu sollte auch gehören, einen korrekten Umgang mit geistigem Eigentum zu vermitteln. Davon ist man hier derzeit weit entfernt. Es ist eine Sache, mit Comics in einem Seminar zu experimentieren, um die Wirkung der Bildsprache zu untersuchen. Die Resulate dieser Übung ohne Zustimmung der Autoren, deren Stoffe man verfremdet hat, öffentlich auszustellen, verbietet sich.

Uns wurde von der Pressestelle der Uni zugesichert, dass man in der nächsten Pressemitteilung zu dem Konflikt auch auf die Frage nach dem Urheberrrecht eingehen werde. Es könne allerdings noch einige Tage dauern, bis diese veröffentlicht werde. Wir sind gespannt!

130 Jahre Franz Kafka

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9783943143546Heute vor 130 Jahren wurde in Prag Franz Kafka geboren. Ein Grund, noch einmal auf David Zane Mairowitz’ und Robert Crumbs kürzlich erschienenes “Kafka” hinzuweisen, in dem Biografisches mit Auszügen aus den Werken Kafkas vermengt werden.

In ihrem Sachcomic “Kafka” haben David Zane Mairowitz und Robert Crumb höchst anschaulich all das zusammengetragen, was Sie über Franz Kafka wissen sollten: von seiner Kindheit bis zum posthumen Kafka-Kult; über die Konflikte, die der Schriftsteller mit sich selbst und anderen, allen voran mit seinem Vater auszutragen hatte. Immer wieder geht es um Kafkas Zerrissenheit vor dem Hintergrund seiner deutsch-tschechischen Nationalität und der jüdischen Kultur. Die Stationen von Kafkas Leben werden ergänzt durch Briefe und Auszüge aus seinen Romanen und Kurzgeschichten.

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Die Biografie mit den Zeichnungen von Robert Crumb ist mittlerweile selbst ein Klassiker. Lange vergriffen, legt Reprodukt das Buch neu überarbeitet vor.

“Kafkas Themen wie der Selbsthass, seine Beziehung zu Frauen, die Schuldfrage sind auch meine. Er ist mein Bruder im Geiste.” – Robert Crumb

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