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Nur noch eine Mitte sein

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Plattencover, Kinder… (Bitte hier Vinylromantik einfügen)
Ein schönes Fundstück fiel mir am Wochenende in die Hände. Das Cover ist ein Frühwerk eines gewissen Herrn Witzel, der gerade an seinem neuen Buch arbeitet. Davon wollen wir ihn nicht abhalten.

Eltern, hört doch mal auf “Nido”!

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“Die Kindercomics von Reprodukt sind toll.” – Heiko Bielinski, nido.de

(Natürlich dürfen gern auch alle Großeltern, Onkel, Tanten, Stiefväter, Patentanten, Freunde ectpp. auf “Nido” hören. Und auf Jules, dessen Besprechung von “Kleiner Strubbel – Die nimmersatte Meerjungfrau” auf dem Blog vom Groben Unfug “Nido” erst zu obigem Statement angeregt hat. Wer schauen möchte, ob “Nido” recht hat, dem empfehlen wir passend zur Jahreszeit: “Kleiner Strubbel – Ein strubbeliges Geschenk”.)

 

How to do “Jimmy Corrigan”

9783938511121

Derzeit erscheinen auf den Seiten des “Tagesspiegels” die Listen für den “Besten Comic des Jahres 2013″. Als erster Juror schritt heute “FAZ”-Redakteur Andreas Platthaus zur Wahl, der “Jimmy Corrigan” von Chris Ware zu seinem Favoriten gekürt hat. Grund genug, hier einmal ein paar Details zur Herstellung des Buches vorzustellen, denn bis unsere Bücher in der Buchhandlung ankommen, sind etliche Arbeitsschritte erforderlich, die man ihnen ohne Kenntnis des Produktionsprozesses vermutlich nicht auf den ersten Blick ansieht.

Besonderen Wert wird bei uns auf ein sehr comicspezifisches Element der grafischen Bearbeitung gelegt: das Lettering, also die Schrift, die in den Sprechblasen und Textkästen zu finden ist. Comics erzählen durch die Verflechtung von Schrift und Bild; beides ist gleichermaßen wichtig, um die Handlung voranzubringen. Die Schrift bestimmt das Erscheinungsbild der Comicseiten ebenso stark wie die Zeichnungen. Darum ist es unabdingbar, auf die Schrift genau so viel Sorgfalt zu verwenden wie auf die stimmige Übersetzung der Originaltexte.

Das Lettering unserer deutschsprachigen Ausgaben wird in der Regel von Hand erstellt, wenn sich Handlettering in der Originalausgabe findet. Wir verwenden also für die Gestaltung der übersetzten Texte und Lautmalereien keine Computerschriften, sondern beauftragen als Letterer spezialisierte Zeichner mit dieser Aufgabe. Auch die meisten unserer deutschsprachigen Autoren schreiben sämtliche Texte, die in ihren Comics erscheinen, von Hand.

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Die jeweilige Handschrift des Zeichners prägt den Ausdruck und die Atmosphäre eines Comics. Deshalb besteht für den Letterer die erste Herausforderung darin, die Schrift der Originalausgabe möglichst genau wiederzugeben. Das Schriftbild des Handletterers soll zwar gleichmäßig sein, dennoch bleiben kleine Unregelmäßigkeiten erhalten. Eine von Hand geschriebene Schrift wirkt deshalb immer lebendiger als eine Schrift, die mit einem Computerfont gesetzt wurde. Gute Computerfonts haben für jeden Buchstaben etwa drei Variationen, die sich mit dem bloßen Auge unterscheiden lassen, die Variationen der Buchstaben bei Handlettering sind naturgemäß unendlich.

Das Handlettering für “Jimmy Corrigan” wurde von Michael Hau angefertigt, der für die in diesem Fall äußerst kleinteilige Arbeit Monat um Monat gebraucht hat, um die Texte für das 384 Seiten starke Buch zu fertigen.

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Ausgangsmaterial für die Produktion des Letterings ist eine amerikanische Originalausgabe von “Jimmy Corrigan”, die zuerst zerschnitten werden muss, um die einzelnen Seiten besser bearbeiten zu können und spätere Passungenauigkeiten zu vermeiden. Für das Lettering wird ein halbtransparentes Papier verwendet, das mit Klebestreifen auf der Vorlage befestigt wird. Anschliessend wird der Text geschrieben, kleine Korrekturen werden dabei oftmals schon angemerkt. Wichtig ist auch, mit welchem Schreibgerät gelettert wird: Das kann, je nach Originalvorlage, etwa ein Bleistift, ein Fineliner oder ein Pinsel sein.

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Das Lettering wird nun hochaufgelöst eingescannt und die Datei in einem Bildbearbeitungs- oder Layoutprogramm geöffnet. Bevor das Lettering als separate Bildebene auf die Seite gelegt wird, wird es noch von Flecken und sonstigen Unsauberkeiten befreit.

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Wenn nun die Bild- und Textebenen fehlerfrei bearbeitet und zueinander passend ausgerichtet sind, ist die Seite vorerst fertig. So entsteht bei uns eine einzelne Comicseite in der Übersetzung aus den Bilddaten des Originals und den Daten, die vom handgeschriebenen Text produziert werden. Und so sieht das fertige Resultat dann in der deutschen Ausgabe aus:

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Vorschauvorschau

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Nicht nur an neuen Büchern haben wir in den vergangenen Wochen gearbeitet. Es gab auch ein neues Frühjahrsprogramm zu gestalten, wobei das ja praktisch zwei Programme sind. Und es sind wieder, das kann schon verraten werden, Bücher dabei, die die Vorfreude rechtfertigen werden. Welche das genau sein werden, werden wir in Kürze bekannt geben. Zunächst erst einmal die Cover der regulären Buchhandelsvorschau mit dem von Mawils “Kinderland” bekannten Motiv und das der Kindervorschau, das schon auf einen neuen Band von “Kleiner Strubbel” einstimmt.

Newsletter Dezember 2013

NEU BEI REPRODUKT

Neuheiten im Dezember 2013

Drei neue Comics kommen im Dezember in den Handel. Alle erscheinen bis zum 15. Dezember und sind somit vor Weihnachten erhältlich. Leseproben finden sich jeweils unter dem Link zum Titel:

9783943143478

“Liebe ist die Hölle” von Matt Groening

Mit den Simpsons hat Matt Groening die wohl bekannteste Familie Amerikas erschaffen. Ihre Vorfahren waren drei scheue, vom Leben überforderte Hasen – Binky, Bongo und Sheba –, die ihr Dasein in der Hölle fristeten. So nämlich sah der junge Matt Groening seinen Alltag, als er Ende der Siebzigerjahre nach Los Angeles zog. Mit dem Comic-Strip “Life in Hell” wollte er dieses “Leben in der Hölle” ursprünglich nur seinen Freunden nahebringen. Am Ende begeisterte sein gezeichnetes Inferno aus Jungsein, Liebesmüh und Arbeit Zeitungsleser auf der ganzen Welt.

Der schwarze und gesellschaftskritische Humor seiner Alltagssatiren war für viele nachfolgende Künstler eine Offenbarung. Vor allem aber waren die bald wortgewaltigen, bald verspielten “Life in Hell”-Seiten stets Matt Groenings ganz persönliche Spielwiese, auf der er sich ungehindert auslebte und so einen der lustigsten und tiefsinnigsten Comics unserer Zeit schuf.

“Liebe ist die Hölle” | ISBN 978-3-943143-47-8
48 Seiten, schwarzweiß, 22,5 x 22,5 cm, Hardcover, 12 EUR

9783943143683

“Mumins” 6 von Lars Jansson

Als die “Mumins”-Erfinderin Tove Jansson die Arbeit an dem von ihr geschaffenen täglichen Zeitungsstrip niederlegte, um sich anderen Aufgaben zu widmen, sprang ihr jüngerer Bruder Lars in die Bresche, um die “Mumins”-Comics fortzuführen. Ihm gelang das Kunststück, die Arbeit seiner berühmten Schwester nahtlos und in ihrem Geist fortzusetzen. Lars Jansson schrieb und zeichnete den Strip um die charmanten Trolle von 1961 bis 1974.

Auch unter der Feder von Lars Jansson bleibt “Mumins” ein liebevolles und anarchisches Abbild unserer Welt. In diesem Band wird Mumin Vegetarier, die Bahnstrecke durch Mumintal verwandelt sich in eine Achterbahn und schließlich müssen sich die Mumins der Ränke internationaler Spione erwehren.

“Mumins” 6 | ISBN 978-3-943143-68-3
88 Seiten, schwarzweiß, 23,5 x 31 cm, Hardcover mit Leinenrücken, 24 EUR

Kindercomics

9783943143638

“Kleiner Strubbel – Ein strubbeliges Geschenk” von Céline Fraipont & Pierre Bailly

Strubbel gerät einem verwöhnten Mädchen in die Finger, für die er nur eins ihrer vielen Spielzeuge ist. Und wehe, wenn der kleinen Prinzessin langweilig wird!

“Liebevolle Alltagsgeschichten zum Selbstentdecken, aber auch zum gemeinsamen Erleben mit den Eltern.” – Mechthild Wiesner, Eselsohr

“Kleiner Strubbel – Ein strubbeliges Geschenk” | ISBN 978-3-943143-63-8
32 Seiten, farbig, 19,5 x 25,5 cm, Hardcover, 10 EUR


Neuheiten im November 2013

Zwei neue Comics sind im November erschienen:

“Pablo 2 – Apollinaire” von Julie Birmant & Clément Oubrerie
ISBN 978-3-943143-73-7, 84 Seiten, farbig, 22 x 29 cm, Klappenbroschur, 20 EUR

“Ariol 2 – Hengst Heldenhuf” von Emmanuel Guibert & Marc Boutavant
ISBN 978-3-943143-65-2, 134 Seiten, farbig, 16 x 20 cm, Klappenbroschur, 14 EUR


TERMINE

Holy.Shit.Shopping in Berlin, Köln und Stuttgart

Altbekannte Reprodukt-Tradition sind die an den Adventswochenenden stattfindenden Holy.Shit.Shopping-Weihnachtsmärkte. Reprodukt wird auf den kommenden Märkten in Köln, Berlin und Stuttgart vertreten sein:

07. + 08.12.2013: Sartory Säle, Friesenstraße 44-48, D-50670 Köln ‎
14. + 15.12.2013: Postbahnhof am Ostbahnhof, Straße der Pariser Kommune 8, D-10243 Berlin
21. + 22.12.2013: Phoenixhalle am Römerkastell, Naststraße 29, D-70376 Stuttgart

Öffnungszeiten: Sa 12-22 Uhr, So 12-20 Uhr
holyshitshopping.de


Designachten Hannover

Auch in diesem Jahr findet mit dem “Designachten” ein Design-Weihnachtsmarkt in Hannover statt, bei dem Reprodukt mit einem Tisch präsent sein wird.

Am Samstag, dem 14. Dezember und am Sonntag, dem 15. Dezember, öffnet das SofaLoft in der Jordanstraße seine Pforten für die inzwischen vierte Ausgabe der charmanten Verkaufsaktion. Über 60 Aussteller präsentieren Kunst- und Designartikel, Bücher, Stofftiere und vieles Weitere, auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Designachten Hannover, SofaLoft Hannover, Jordanstr. 26, D-30173 Hannover
www.designachten.com
Öffnungszeiten: Sa 12-20 Uhr, So 11-19 Uhr


Ausstellung “comicleben_comiclife” im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg

Vom 20. Dezember 2013 bis zum 4. Mai 2014 zeigt das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg die vom Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin entwickelte Ausstellung “comicleben_comiclife”. Verlagsgeschichte und -präsentation von Reprodukt sind Teil der Ausstellung.

Ergänzt wird die Berliner Ausstellung um eine Dokumentation zum Comicstandort Hamburg, die sich vor allem der Arbeit von Anke Feuchtenberger und ihren Studenten an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften widmen wird.

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Steintorplatz, D-20099 Hamburg
Tel. +49 (0)40 428134-880 | Fax +49 (0)40 428134-999
email: service@mkg-hamburg.de, www.mkg-hamburg.de


Reprodukt auf dem Charlottenburger Weihnachtsmarkt, Berlin

Bis zum 27. Dezember ist Reprodukt zusammen mit Transit, Tulipan, Jacoby&Stuart und edition ebersbach Teil des Charlottenburger Weihnachtsmarkts. Anzutreffen ist der abwechslungsreich bunt gemischte Büchertisch vor dem Schloss Charlottenburg (zwischen Luisenplatz und Klausenerplatz) in der Woche von 14 bis 22 Uhr und am Wochenende von 12 bis 22 Uhr.

Weihnachtsmarkt vor dem Schloss Charlottenburg 2013, Spandauer Damm 20-25, D-14059 Berlin
Öffnungszeiten: Mo-Do 14-22 Uhr, Fr-So 12-22 Uhr, 1. und 2. Weihnachtsfeiertag 12-20 Uhr