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Barbara Yelin in Stuttgart | Nicolas Mahler in Frankfurt

Achtung, liebe Frankfurter und Stuttgarter!
Morgen, am 7. Dezember, finden bei euch tolle Lesungen und Gespräche statt.

In der Stadtbibliothek in Stuttgart stellt Barbara Yelin ihr neues Buch “Vor allem eins: Dir selbst sei treu” vor.

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Als die Schauspielerin Channa Maron 2014 stirbt, verliert Israel nicht nur seine „Königin der Bühne“, sondern eine der engagiertesten Stimmen für eine Aussöhnung mit dem palästinensischen Volk. Bereits mit acht Jahren stand sie als Kinderstar auf Berliner Bühnen und vor Fritz Langs Kamera, bevor sie mit ihrer Familie 1933 vor den Nazis aus Berlin nach Palästina floh. Nach persönlichen Gesprächen mit Verwandten und Wegbegleitern hat die preisgekrönte deutsche Autorin und Zeichnerin Barbara Yelin (“Irmina”, “Gift”) zusammen mit David Polonsky Channa Marons Leben in einer Comicbiografie verewigt.

Mittwoch, 7. Dezember, 20 Uhr
Café LesBar | Stadtbibliothek, Mailänder Platz 1, 70173 Stuttgart
www1.stuttgart.de/stadtbibliothek/

Eintritt: EUR 5 | Ermäßigt EUR 3

In Frankfurt hingegen ist der Wiener Zeichner Nicolas Mahler eingeladen.

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STRIPS + STORIES ist DIE Veranstaltungsreihe für das grafische Erzählen im Raum Frankfurt. Nicolas Mahler ist am Mittwoch im Literaturhaus Frankfurt um zu klären, ob Comics Kunst sind und wohin das alles eigentlich führt. Sein neues Buch “Das kleine Einschlafbuch für Große” (erschienen bei Suhrkamp) stellt er auch vor. Moderiert wird das Ganze von Jakob Hoffmann.

7. Dezember | 19.30 Uhr
Literaturhaus Frankfurt, Schöne Aussicht 2, Frankfurt a. Main
www.literaturhaus-frankfurt.de

Eintritt: EUR 7 | Ermäßigt EUR 4

VIEL SPASS!

“Ariol” 6 im Anflug auf die Gabentische

Das wurde aber auch Zeit! Gerade recht zur Hochphase des Vorweihnachtsrummels kommt in der nächsten Woche Band 6 von Emmanuel Guiberts und Marc Boutavants Kindercomic “Ariol” in den Handel. Kindercomic? Ach was, auch Erwachsene werden an den zwölf lustigen und lebensnahen Geschichten um den kleinen blauen Esel und seine Freunde ganz gewiss ihre Freude haben.

“Mit ‘Ariol’ ist Guibert und dem Zeichner Marc Boutavant das Kunststück gelungen, ein zeitgemäßes Pendant zu Goscinnys und Sempés vielgeliebtem Klassiker ‘Der kleine Nick’ zu erschaffen.” – Christoph Haas, Süddeutsche Zeitung

Hoffen wir mit Ariol auf eine weiße Weihnacht!

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Die schöne Bescherung dann in “Miesekatze”:

Ariol hat einen Feind! Einen waschechten Feind mit allen Schikanen: Tiberius! Der gemeine Kater ist ständig auf Krawall gebürstet und kann es einfach nicht lassen, sich über alles und jeden lustig zu machen – selbst Ariols großes Idol, Hengst Heldenhuf, bleibt davon nicht verschont! Und Petula, die süßeste Kuh der ganzen Klasse, mag diesen Rabauken auch noch! Ach, Schule könnte so schön sein, wenn nur dieser Tiberius nicht wäre…

Zeitgleich wird mit einer Neuauflage auch der zweite “Ariol”-Band “Hengst Heldenhuf” wieder zugänglich gemacht.

Einblick in “La casa” von Paco Roca

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Kennt Ihr eigentlich schon den neuen Paco Roca? Vielen ist der spanische Autor durch “Die Heimatlosen”, “Kopf in den Wolken” oder “Der Winter des Zeichners” bereits bekannt, nun ist sein vierter Comic bei uns erschienen: “La casa”.

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In “La casa” erzählt Paco Roca die anrührende und persönliche Geschichte eines Hauses: Im Lauf der Jahre füllt es sich mit den Erinnerungen seines Besitzers – Erinnerungen an Personen, an Geschichten und Momente –, bis das Haus zum stummen Zeugen eines ganzen Lebens wird.

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Ein Jahr nach dem Tod ihres Vaters kehren drei Brüder zurück in das Ferienhaus der Familie, mit der Absicht, es zu verkaufen. Doch zwischen Ausmisten und Renovieren finden sie sich mit alten Erinnerungen und Geschichten konfrontiert. In ihnen wächst die Befürchtung, die Erinnerung an ihren Vater und damit auch ihre eigene Vergangenheit ein Stück weit auszulöschen.

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In seinem bislang persönlichsten Buch verarbeitet Paco Roca den Tod seines Vaters. “La Casa” ist ein Abschiedsgeschenk, eine Art letzter gemeinsamer Spaziergang von Vater und Sohn.

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In stimmungsvollen Farben erzählt Paco Roca parallel aktuelles Geschehen und Erinnerungen rund um das Haus und den Vater und zeichnet so ein liebevolles Porträt seiner Familie.

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Es ist “ein Buch voller kleiner Geschichten, durch die der Vater nochmal auflebt. (…) Das ist natürlich nicht die große Weltgeschichte, wie sie Paco Roca in “Die Heimatlosen” erzählt, aber “La casa” ist so viel intimer und reduzierter, dass es für mich der besten Comic ist, den er je gemacht hat.”
– Andrea Heinze, RBB Kulturradio

“Mikel” von Mark Bellido & Judith Vanistendael

P1080587Das Buch ist echt richtig toll geworden! Schon vor einer ganzen Weile kam “Mikel. Die Geschichte eines Bonbonverkäufers, der sich im Regen auflöste” von Mark Bellido & Judith Vanistendael aus dem Druck und es sieht einfach umwerfend aus! Mit etwas zeitlicher Verspätung kommen wir nun endlich dazu, mal ein paar Fotos zu bloggen…

P1080598Miguel ist ein Träumer. Der Bonbonverkäufer lebt mit seiner Familie in einem kleinen andalusischen Dorf. Geschäftstüchtig ist er nicht, lieber albert er mit seinen Kindern herum und träumt davon, Schriftsteller zu werden. Er ist jedoch überzeugt davon, dass nur schreiben kann, wer selbst etwas Außergewöhnliches erlebt hat.

P1080602Also ändert Miguel sein Leben: Er zieht mit seiner Familie ins Baskenland und wird Leibwächter für einen Politiker, den er vor Anschlägen der ETA schützen soll. Ein riskanter Schritt, der ihn einen hohen Preis kostet…

P1080617Judith Vanistendael und Mark Bellido erzählen von einem Idealisten, in dessen Leben rohe Gewalt einbricht.

P1080620Judith Vanistendaels Buntstiftzeichnungen tauchen den andalusischen Sommer in leuchtende Wärme, die ständige Bedrohung im Baskenland in bleigraue Schwere und zeigen die Gefahr in Miguels Leben als reißende Bestie auf dem Sprung.

P1080609“Mikel” wurde durch Ruth Notowiz ins Deutsche übertragen (Redaktion: Heike Drescher) und von Judith Vanistendael selbst handgelettert. Die Herstellung lag bei Alexandra Rügler.

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“Schon technisch betrachtet ist „Mikel“ ein Lehrstück. Was es dann inhaltlich zu bieten hat, ist noch bemerkenswerter: Zeitgeschichte, von der man nur hoffen kann, dass sie im Baskenland nun wirklich Geschichte ist.” – Andreas Platthaus, FAZ.net

“Vanistendaels ausdrucksstarker Strich fängt die Unsicherheit und Ungewissheit der düsteren Erzählung gekonnt ein. Mit Buntstift, Tusche und Aquarellfarben gibt sie dem Unwägbaren ein Bild und den im Baskenland verhassten „Wachhunden“ ihre Menschlichkeit zurück.” – Thomas Hummitzsch, Der Freitag

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“Die Überforderung und der Leerlauf öder Tage – bei zugleich höchster Anspannung – werden in den Zeichnungen auf subtile Weise deutlich. Wie Miquel zum baskischen Mikel wird, wie sich sein Charakter verändert, seine Weichheit und Fröhlichkeit zu innerer Härte werden, wird eindrucksvoll dargestellt.” – Bettina Fraschke, Hessisch Niedersächsische Allgemeine